Ja ganz genau.
Wir berechnen den Carnot Wirkungsgrad und dann den restlichen Verlauf dessen.
Daraus dann die fehlenden Cop werte.
Das war bisher das stabilste Verfahren.
Guten Morgen,
kennt ihr die Wärmepumpenverbrauchsdatenbank: Wärmepumpen Verbrauchsdatenbank
Ich versuche später mal, damit was nachzustellen und das neue Tool zu testen.
Bin leider kein Mathematiker. Mir ist immer noch nicht klar, was das Tool bei Min./Max. Leistung sehen will, sprich die min./max. Leistung bei welcher Vorlauftemperatur?
Wenn es draußen wärmer ist, brauch dein Haus nicht so viel Wärme. Die minimale Leistung gibt an wie weit deine WP runter modulieren kann, ohne zu takten. Dafür wird der minimale Wert gebraucht
Habs immer noch nicht verstanden. Vielleicht bin ich da zu dumm, aber ist es nicht so, dass je nach zu erzeugender Vorlauftemperatur die minimale und maximale Leistung eine andere ist?
Reale Maschinen brechen in der Regel vom COP her deutlich ein, sobald der Verdampfer anfängt zu vereisen. Ist ja auch logisch, sobald man in einem Temperaturbereich ist, wo der Verdampfer Reif ansetzt, sinkt dessen Leistung, folglich steigt die Temperaturdifferenz zur Außentemperatur, folglich sinkt der Carnot Wirkungsgrad.
In der Grafik wo Heizlast, max. Leistung und max Leistung + Heizstab drin ist, wäre eine Linie für min Leistung noch gut. Ich weiß die Linie ist maximal geraten, weil die Datenbasis dafür bescheiden ist, aber sie hilft dem Verständnis, dass dieser Wert Relevant ist.
Eine Frage zur Interpolation der Leistungs- und Effizienzwerte.
Die offiziellen Messwerte der WP Hersteller entstammen einer Norm-Messung. Bei dieser Normmessung ist die WP und das Heizungssystem auf 100% Deckung bei NAT ausgelegt.
Beim -7°C Testpunkt arbeiten die WP ich meine bei 88% Teilllast.
Der wärmste Punkt wird tatsächlich nicht zwingend bei +10°C gemessen sondern alternativ bei der Temperatur bei der die WP gerade so ohne Takten durchläuft. Allerdings ohne das transparent zu machen. Das kann also auch kälter sein. (keine Ahnung wo ich mit der Erkenntnis noch hin will
)
Wenn wir jetzt zurecht die WP nur bis -5 bzw. -7°C Bivalenzpunkt auslegen, dann stimmen die Kennfeldwerte alle nicht mehr, weil wir ja dann bei -7° bei 100% Volllast fahren statt bei 87% Teillast. Gibt es in irgendeiner Weise im Tool eine Kennfeldanpassung für diese Dimensionierungsfrage? Andreas hat gemeint er nimmt den Gütegrad des Carnot zur Interpolation. Aber interpoliert er auch den Gütegrad? Die Häufigkeit von bspw. Icing bei + Graden über 0°C und unterdimensionierter WP ist davon betroffen, da der Verdampfer unter Volllast weiter unterkühlt. In dem Tool von Stefan Holzheu, dass hier ja auch schon genutzt wurde und vielleicht sogar Pate stand, gab es die Kennfeldanpassung an Teillast nicht.
In den Datenblättern gibt es oft auch noch Kennwerte für Tbiv. Das wäre der einzige Betriebspunkt der unter 100% Volllast gemessen wird. Der Gütegrad des Carnots müsste dort am schlechtesten sein, weil die Verdampferunterkühlung am höchsten ist. Für das klima kalte Region gibt es noch den Auslegungspunkt -15°C aber Vorsicht, dort mit einem anderen Heizungssystem das bei Heizkörpern (55°C bei NAT) im Prüfpunkt bei -15°Cnur 49°C erreicht, während im Average Klima -7° und VL 52°C gemessen werden.
Wäre eine Wärmepumpe jetzt bspw. krass unterdimensioniert. Bspw. 30% der Heizlast in einem Hybridsystem, dann würde sie bereits bei +7°C mit dem schlechtesten Gütegrad gerechnet werden müssen, den man bspw. aus dem Stützpunkt T-biv ableiten könnte.
Sind mehr Stützstellen irgendwie hilfreich?
Ja stimmt, du gibst nur Punkte an und zwischen den Werten wird interpoliert, ist nicht 100% aber noch gut genug
Ich finde man könnte vor allem WP hier hinterlegen deren Datenblätter besonders aussagekräftig sind. Das belohnt eine gute Doku und reduziert den Aufwand.
Wäre das nicht eine dankbare Aufgabe für einen KI-Agenten maschinenlesbare vorhandene Datenblätter in eine auswählbare Datenauswahl-Liste für den Rechner hier zu überführen?
Get- Datenbank
Eurovent -Datenbank
Ich weiß das bildet am ende den Wärmepumpenatlas nach den es nicht mehr gibt. Aber hey why not.
Und benchmarken kann sich das Tool im Prinzip auch, per agent. indem es die vorhandenen Anlagen der Wärmepumpen Verbrauchsdatenbank nachsimuliert. Die Randbedingungen unter denen die WPen dort laufen sind recht gut erfasst.
Die Ausreißer könnten die direkt per Email benachrichtigt werden dass bei denen was schief läuft. ![]()
Ja aber eben nicht gut genug wenn die WP krass falsch dimensioniert ist.
Diese Einbausituationen werden dann besser bewertet als sie sind.
Ich kann aber auch nicht gut abschätzen, wieviel schlechter sie dann laufen. Da mag ich einen empirischen Eindruck haben der sich vielleicht nicht halten lässt. Oder eben doch.
Mir ist neben der Wärmepumpenverbrauchsdatenbank noch was eingefallen: das WPZ in Buchs: https://www.ost.ch/fileadmin/dateiliste/3_forschung_dienstleistung/institute/ies/wpz/luft-wasser-waermepumpen/pruefresultate_lw_15012026.pdf
Dort haben wir die Prüfpunkte und wichtigsten Daten. @kurtschuele stimmt, das wäre eine perfekte Aufgabe für ne KI, die Werte auszulesen und in eine Datenbank zu schreiben.
Ich glaube ich verstehe das Problem doch nicht. Wenn der Hersteller sagt bei 7 Grad Außentemperatur und 35C Vorlauf ist der min Wert x kw und max y kw dann ist das so. Wieso braucht man da eine Datenbank? Ich habe noch nie ein Datenblat gesehen wo die gesamte Temperaturkurve abgebildet ist. Die Hersteller interpoliert zwischen den Werten genauso. Das kann man ja jetzt mit dem Tool auch machen. Du kannst dir ja aus einer beliebigen Datenquelle in das Tool kopieren?
Das wäre eine gute Idee für eine weitere API. Und der Wp rechner könnte sich dessen bedienen aber es sollte dann doch nicht teil des Rechners sein
@EEE Und @kurtschuele Wir könnten so ein Projekt gemeinsam starten. Wir müssen nur einmal prüfen ob das offene Daten sind oder nicht. Sonst könnte man Probleme mit den “Urheberrecht” bekommen
Datenbank: damit man im Tool ein Auswahlfeld hat, wo man sich die gewünschte Wärmepumpe aufrufen kann. Dafür braucht man im Hintergrund ja eine Datenbank mit den Leistungs- und COP Werten.
Diese A7/35, A2/W55 sind ja die offiziellen Messpunkte. Ich glaube schon, dass die Hersteller die Kurven abfahren, kanns aber nicht sicher sagen.
Was noch dazu kommt @kurtschuele, @Akkudoktor , @kenan : das Verfahren mit Carnot-Gütegrad ist vielleicht relativ einfach. Aber meiner Einschätzung nach sollte es genauer werden - und damit meine ich auch die Vereisung/Abtauung, die ja in einem kompletten EN 14511 Messzyklus berücksichtigt wird - wenn aus den gemessenen COP die Zwischenwerte interpoliert werden. Ich vermute, so wird das aktuell nicht gemacht. Es gibt in der DIN V 18599:5 Anhang B ein Verfahren, das beschreibt, wie man die COP Werte für Energieberechnungen verarbeiten kann. Ich habe das händisch zwar noch nicht angewendet, nutze es aber in meiner Energiebilanzierungssoftware. Es gibt dazu einen aufbereiteten Leitfaden:
19S_WP_Berechnungen_21.pdf (2,6 MB)
der das Verfahren schön beschreibt. Es ist genauer, weil man 9 Stützstellen hat. Es wird interpoliert und extrapoliert zwischen den Wärmequellen- und den Wärmesenkentemperaturen.
Um wie viel % das genauer ist als der “einfache” Carnot-Gütegrad, kann ich nicht beurteilen. Ebenso, ob es sich im jetzigen Stadium lohnt, in dieses Detail Zeit zustecken.
Verstehe ich das richtig, ihr/du möchtest etwaige WP Daten hier haben? Falls ja, hier von drei Modellen die ich aktuell Vergleiche. Die Werte sind aus den jeweiligen Datenblättern. Midea liefert ein imho sehr gutes Datenblatt mit div. Kennwerten (was nur etwas speziell zu lesen ist).
Vaillant war solala und Bosch problematisch - wie man an fehlenden Werten sehen kann.
| Spalte 1 | Spalte 2 | Spalte 3 | Spalte 4 |
|---|---|---|---|
| MIDEA MHC-V16WD2RN7-BER90 | Bosch AW 10 OR-T | Vaillant aroTherm plus 8.1 VWL 125/8.1 | |
| Max. -7/55 | 13.00 | 9.3 | 11.98 |
| COP -7/35 | 2.45 | 2.47 | 2.72 |
| COP 2/35 | 4.53 | 4,84 | 4.40 |
| COP 7/35 | 5.50 | 4.84 | 5.39 |
| COP -7/55 | 2.33 | fehlt / nicht auffindbar | 1.98 |
| COP 2/55 | 3.68 | 2.26 | 2.77 |
| COP 7/55 | 5.40 | fehlt / nicht auffindbar | 3.12 |
Dazu muss jemand die Datenbank pflegen, und das bei der Auswahl heutzutage ist bestimmt ne Menge Aufwand.
Mit der neuen Import/Export Funktion kann man doch die infrage kommenden Wärmepumpen speichern (jedes Profil einzeln) und dann schön vergleichen.
Fehler gefunden und behoben. Ich habe auch eine Monatssumme ausgegeben.
Update 18.03.2026:
- Wolf CHA10 Werte korrigiert (minimale Leistung war falsch, aus der CHA07 übertragen)
- Einige neues WP Modelle hinzugefügt. (noch nicht alle vollständig, kommt die Tage noch)
- Fehler behoben: Gesamtwärmeenergie != angegebene Energie mit eta = 1. Kleiner Bug in der Heizlastkurve. + Summen werden in Monatsübersicht angezeigt
Die Datenbank wäre nur dafür da um die Stützwerte von vielen Wärmepumpen parat zu haben ohne sie manuell eingeben zu müssen. Das hat den Vorteil, dass alle Werte gleich richtig oder gleich falsch verwendet werden und erschlägt einen Haufen Diskussion.
Beispiel und Überleitung zu “Hersteller gibt auch keine gesamte Temperturkurve an”.
Ideal wäre nicht eine Temperaturkurve oder COP über AT-Temperatur und Spreizung sondern eine Kurvenschar für jede beliebige Teillast PLR (Part load ratio). Im Moment haben wir den Stützpunkt bei
A-7W35 und A-7W55 auf der Kurve für 88% PLR.
A2W35 und A2W55 auf der Kurve für 54%PLR
usw.
Wir haben also nur Stützstellen die zu verschiedenen Kurven gehören. Und wenn unsere tatsächliche Auslegung der WP dazu führt, dass die bei A2 eben eine andere Auslastung hat, oder keinen stationären Regelpunkt findet, dann stimmen die COP Werte dort nicht.
Dass mit den Werten bspw. nicht Sauber umgegangen wird ergibt sich schon aus den jetzigen Default hinterlegungen. Am Beispiel der Lambda EU35L.
Hinterlegt ist bei maximaler Leistung
-7, 34.1
2, 37.7
7, 40.0
Das ist auch so korrekt. Aber die Werte wurden von Lambda zufällig mitgeliefert. Das ist keine Pflichtangabe.
Im Hilfetext steht drin, dass dort die Pdh-Werte einzutragen sind. Und die liegen eben weit darunter, weil es die Teillastleistungen an den Prüfpunkten sind. (Das sind Pflichtangaben) und die werden in anderen WP-Modellen hier im tool auch verwendet.
Für die Lambda EU35L wären das bspw.
-7, 35
2, 22,5
7, 10
Was aber eben auch Pflichtangaben sind sind die Wert bei Tbiv und Ttol. Und das könnte schon hilfreich sein, weil das 100% PLR-Werte sind.
Wenn wir den Schwenk auf Klimageräte machen würden ,dann ist das noch viel extremer relevant. Die Geräteserie Nepura hat bspw. wesentlich höhere Peakleistungen (auf Kosten der Effizienz) als in den SCOP-Berechnungen verwendet werden. Es liegt an uns diese Peakleistung nur dann abzurufen wenn sie auch nötig ist und ansonsten nicht.
Ich hab mal ne Tabelle (machen lassen) Für PLR in den Prüfpunkten und VL-Temp in den Prüfpunkten.
Tbiv und Ttol fehlen weil die Temperaturzuordnung je nach Modell unterschiedlich ist und deshalb n ticken komplizierter.
Die Messpunkte mit normativ geringerer Modulation als realistisch gefahren werden kann werden errechnet aus dem letzten stabilen Betriebspunkt. Die Umrechnung liefert tendenziell optimistische Ergebnisse.
Ich denke du sprichst hier generell einen "wunden" Punkt an. Die Last kennen wir praktisch nicht und die entsprechenden Kennfelder noch weniger.
Also kurzum:
Was wir kennen:
- Wir kennen COP für einige Außen- und VL Temperaturen (unbekannte Punkte lassen sich über den Carnot Wirkungsgrad durchaus gut schätzen)
- maximale und minimal Heizleistung
Aber wir kennen nicht:
- COP / Heizleistung bei verschiedenen Lastbereichen (20-100% Verdichterleistung)
- Die Hersteller geben hier immer die "Wohlfühlbereiche" der Wärmepumpen an. Sprich da wo sie am besten laufen. Die Annahme ist implizit also: Die Wärmepumpe wird so oft wie sie kann, in diesem Bereichen laufen und das ist in der Realität auch so. Es sei denn: Man hat eine sehr schlechte Auslegung. Für unser Tool können wir vermutlich nicht besser werden / es wird dann irgendwann zu komplex und nervig. Weil: Selbst wenn du die kompletten Kennfelder hättest, kennst du die Regelung der Wärmepumpe nicht, also wann läuft sie in welchem Lastbereich. Sprich: Das ist für uns nicht simulierbar. Für die Art von Auslegung die wir betreiben: Ist aber aber (finde ich) tolerabel. Dennoch ein sehr wichtiger Hinweis.
Und auch sehr beeindruckend, in welchem Detailgrad hier diskutiert wird. Hut ab.
Tbiv & tol könnten in der Tat sehr spannend sein. Habe ich aber bisher noch nicht gesehen, aber vielleicht auch übersehen

