Wärmepumpen in DE zu teuer? Ich möchte es mit Zahlen nachweisen oder widerlegen. Aber wie?

Kein Protest, aber eine Anmerkung. Am Grundprinzip einer Zentralheizung ändert sich nichts, egal welchen Wärmeerzeuger ich wähle. Was Du hier als "Kastration" beschreibst, ist eigentlich die genauere Erkenntnis des Energieverbrauchs. Während bei Gas für den Verbraucher m³ die sichtbare Verbrauchseinheit ist, intransparent aber in kWh abgerechnet wird, sind beim Strom Verbrauchs- und Abrechnungseinheit identisch. Man sieht also gleich, welche Auswirkungen energetisch ungünstiges Verhalten auf das eigene Portemonnaie hat. Die ständige Verfügbarkeit der Daten tut ihr übriges. Wer rennt schon alle 15 Minuten in den Keller zum Gaszähler, um die Zählerstände abzugleichen?

Eigentlich schon. Bei fossilen Heizungssystemen fährt man in der Regel mit teils viel zu hoher VL-Temperatur. Das verschafft einem einen ähnlichen Komfort wie bei einer LLWP. Bedarfsweises heizen war damit quasi gegeben.
Ich habe im Rahmen der Gasmangellage viel Zeit in unsere Heizungsanlage gesteckt. Heizkurve und VL-Temperaturen wurden über den ersten Winter massiv angepasst (statt 65° VL bei -10°C jetzt nur noch 49°). Deshalb habe ich jetzt ein Gefühl dafür, wie sich Heizen mit einer LWWP (die hoffentlich im Frühjahr endlich eingebaut wird) anfühlen wird. Den teuer erkauften "Komfort" durch überhöhte VL-Temperaturen in allen Lebenslagen habe ich nicht mehr, kann aber in den "wichtigen" Räumen durch die bereits installierten LLWPs für den gewünschten Komfort sorgen. Und man kann sich tatsächlich an 20°C im Bad gewöhnen :wink:

Ja LLWP ist oft effizienter als LWWP

Ich sehe nur nicht das:

a) LLWP alle Räume heizen kann. Oft sind diese zu klein. Und dann?

b) Das das sinnvoll mit Single Split zu bauen ist. Die Außengeräte müssen irgendwo hin und sind nicht schön. Geht je nach Gebäude mal besser oder schlechter aber ist halt keine allgemeine Lösung

Im Einzelfall mag das gehen. Mir ist aber klar: unser Haus bekommt eine LWWP. Die LLWP die wir haben ist nur Support.

Mit der Effizienz kann man natürlich toll in Foren auflaufen. Man sollte sich aber ehrlich machen und schauen was das noch im Geldbeutel ausmacht. Mit variablen Strompreisen und der Nutzung evtl. vorhandener Batteriespeicher gibt es auch andere Stellschrauben die man ziehen kann

Es ist komplexer, aber ja.

Der Ottonormalverbraucher achtet nicht darauf, wie seine Heizung funktioniert. Oder wie bei mir, ich habe von Autos nicht den blassen Dunst, für mich sind das nur Vehikel von A nach B und dann nach der Art wie und was ich transportieren möchte. So ein Twizzy um später zur Arbeit zu düsen? Warum nicht? Um zur Arbeit in 50-100km Entfernung zu fahren: Eher nicht.

Wer nur bauen lassen kann ist IMMER von irgendwem abhängig und dass derjenige ihn nicht über den Tisch zieht. Und das wird er, noch nicht einmal immer bewusst. Weil es nicht anders geht mit den ganzen Dingen die passiv mitbezahlt werden müssen, die der Kunde nicht immer sieht.

Die Masse der WP Interessenten ist wehrlos. Weil die Basis für bewusste Entscheidung fehlt.

Und da sind wir dann bei: Wer sich einen Neuwagen kauft, und der Neuwagen kostet im Durchschnitt 44 000€, der kauft doch nicht für 44 000€ und hat dann keine Ahnung, was er da fährt. Der kauft sich für 30 000€ eine Wärmepumpe und hat keine Ahnung wie er heizt. Da kann er noch günstiger mit Elektroheizungen fahren. Die kosten 30€ das Stück, geht eine kaputt schmeiß ich die weg und kauf ne neue. Keine Hydraulik, ich schalt ein wenn mir kalt ist, etc. pp. Ja, horrende Stromkosten.

@Jogobo

Den teuer erkauften "Komfort" durch überhöhte VL-Temperaturen in allen Lebenslagen habe ich nicht mehr, kann aber in den "wichtigen" Räumen durch die bereits installierten LLWPs für den gewünschten Komfort sorgen.

Nehmen wir an, man wollte das so machen. Dann würde man, vorher die Heizung mit 60°C, zuerst mit Heizkörperthermostaten agieren. Elektrische. Nun stellt man jeden Raum ein auf sagen wir 21°C. Und nun guckt man nach einem Jahr, was man verbraucht hat. Wenn man noch idealer am eigenen Verbrauch sein will, den man selber vom Komfort her haben will, kauft man programmierbare Heizkörperthermostate. Beispielsweise eine Nachtabsenkung im Schlafzimmer oder im Wohnzimmer wenn keiner da ist aus und nur 2 Stunden bevor man nach hause kommt wird aufgedreht.

Und nun kennt man den Wärmebedarf. Nun guckt man, ob man mit der VL runter kann. Usw. usw. Man macht also den hydraulischen und thermischen Abgleich selber und guckt dann, welchen Verbrauch man hat.

Und als bestes Beispiel: Genau so muss ich es jetzt wohl machen mit meiner Schwiegermutter. Sie ist nicht in der Lage zu verstehen, dass sie mit dem abdrehen ihrer Heizkörperthermostate den gesamten Heizkreis abwürgt. Der hydraulische Abgleich wurde von mir gemacht, auch das war irrsinnig schwer weil immer wieder was von ihr verstellt wird. Meine “Lösung” wenn man es so nennen kann wird folgende sein: Die Wärmepumpe wird egal bei welcher Außentemperatur auf 45°C gestellt und der Wärmepumpenkreis vom Heizungskreis getrennt. Dann kann sie den Heizkreis abwürgen, dann nudelt nur die Heizungspumpe blöd herum. Die Wärmepumpe liefert konstant 45°C. Egal wie ineffizient das ist, denn ich kann bei einer Heizung viel einstellen, aber ich kann meine Schwiegermutter nicht einstellen. Ergo: Sie bekommt es fix eingestellt und darf dann mit den Heizkörperthermostaten herumspielen wie sie lustig ist. Heute ist ihr bei 26°C im Wohnzimmer zu kalt, morgen sind 18°C zu warm. Und ja, einfacher wären schlichtweg 21°C überall, hydraulischer, thermischer Abgleich und dann bedarfsweise zuheizen wo es einem zu kühl ist. Aber das wird da einfach nie passieren. Theorie und Praxis.

Na dann besser mit JAZ3 laufen lassen als weiter Holz zu verheizen.

@MalteS

LLWP alle Räume heizen kann. Oft sind diese zu klein. Und dann?

Dann takten die. Dafür sind die ausgelegt.

Die Außengeräte müssen irgendwo hin und sind nicht schön. Geht je nach Gebäude mal besser oder schlechter aber ist halt keine allgemeine Lösung

Ich kann auch nen Porsche fahren und mich über den Spritverbrauch ärgern. Oder dass ich jetzt eine Garage brauche. Also für ein Vehikel, welches ich am Tag vielleicht 30-60 Min wird ein ganzer Raum gebaut oder ein Carport. Aber für nen 10er Pack-Klimasplit-Außengeräte geht das nicht? Doch das ginge, macht aber niemand sondern schimpf über die Optik… Verstehst du? Das sind alles hausgemachte Probleme, in anderen Ländern hängen die Dinger überall herum an den Wänden. Und ja, wer das nicht will, der muss das eben verkoffern oder woanders hinstellen oder ne Multisplit oder… aber das ist dann sekundäres Problem. Wer es warm haben will dem ist die Optik egal. Der braucht es warm. In kleinen Räumen wie z.B. Bäder würde es auch mit Mono-Wandgeräten gehen. Da kommt innen eine Art Monoblock-Wärmepumpe hin, 2 Kernbohrungen mit 150mm nach draußen, Steckdose und dann eben nur mit JAZ2 heizen. Oder kühlen.

Genauso habe ich das (erweitert um den Nerd-Modus) gemacht. Das hat im Jahresverbrauch überraschende und erschreckende 4.000 kWh ausgemacht.

Ähnliches Problem gab es hier mit der besten Ehefrau von allen. Deshalb habe ich Raumthermostate, die mit den Heizkörperthermostaten gekoppelt sind. Und an den Heizkörperthermostaten habe ich die Bediensperre aktiviert. Ergo kann die Raumtemperatur nur noch über den Raumthermostaten eingestellt werden. Nach anfänglichen und länger andauernden Unmutsbekundungen wegen "zu warm" oder "zu kalt" hat sie mittlerweile gelernt, dass der Raum immer auf der gleichen Temperatur gehalten wird (das Raumthermostat zeigt halt gnadenlos die Raumtemperatur an) und "zu warm" und "zu kalt" subjektiv und von der jeweiligen Tagesform abhängig sind.
Vielleicht lässt sich Schwiegermama auch so "austricksen". Statt die Heizkörper übermäßig auf und zu zu drehen, stellt man die Wunschtemperatur ein und der Heizkreis wird nicht "abgewürgt".

Menschen austricksen, um eine Ideologie umzusetzen….

überlegt doch mal was ihr da veranstaltet.

Uups, Fasching ist rum, heute ist Aschermittwoch. Schluss mit dem herumgealbere und den Wahrheiten zwischen den Zeilen…

Geht ja nicht drum, dass sie die Temperatur nicht ändern darf, sondern es auf einem sinnvollen Weg macht. Was daran ideologisch sein soll, verstehe ich nicht, aber das Wort wird ja inzwischen recht freizügig genutzt.

“Ihr”?

Da verstehst du etwas vollkommen falsch. Die Ideologie meiner Schwiegermutter lautet: “Ich brauche es warm, ich heize mit Holz weil ich das will.” Dem steht nun folgendes im Wege: Sie schafft es nicht mehr, den ganzen Holzkrempel zu managen. Hacken, sägen, tragen, Schiebetruhe schieben. Und wir reden hier nicht von 4 RM Holz für die Küche. Wir reden von um die 10-12-14 RM Holz. Gestern noch habe ich eine Palette voll in 2 Stunden kleiner gemacht mit einem Holzspalter, weil das gelieferte Holz zu dick ist. ICH will das aber nicht! Mache es aber moralisch.

Nun ist ihr das auch aufgefallen. Sie will die zentrale Heizung, die aber nicht zum heizen benutzt wird sondern zum BEDARFSHEIZEN, gegen was Anderes tauschen. Wenn du aber heute mal heizt und morgen mal nicht, und mal ist der Heizkörper an, und mal ist er es nicht. Wie willst du, ganz generell, solch eine Heizung einstellen? Und das bin ICH, nicht du. Nicht sie. Jetzt ist es dann: Abends zentrale Heizung mit Holz vollwerfen. Oder 3 Strom-Heizkonvektoren betreiben.

Nun erklär mir mal, wo es Ideologie wäre, wenn sie anstatt mit COP1 den Strom in die Heizkonvektoren mit Strom, zu einer Wärmepumpe mit COP3 Betrieb umzusteigen? Und wenn das sowieso passiert kann der Zentralkessel weg? Und wenn irgendwann in der Küche das auch noch zu kompliziert wird, dann kann auch der Küchen-Holzofen weg. Weil ich letztes Jahr weitere Heizkörper nachgerüstet habe. Wenn sie das nicht mehr kann, dann läuft die Wärmepumpe auch für Küche mit.

Sonst müsste man auch dort noch einen Konvektor hinstellen.

“Darf” ist das falsche Wort. Sie “darf” ja ineffizient heizen. Und das sage ich ihr auch offen und ehrlich. Sie kann das entweder machen und viel Strom sparen. So um die 25% wenn es sich selbstständig regeln darf. Oder sie will Komfort, also selber so einstellen mit der Wärme an den Heizkörpern, wie sie es gerne will. Dann verbraucht sie halt mehr und es kostet mehr. Es ist auch schon vermittelt worden, dass ich überhaupt nicht einschätzen kann, wieviel nachher verbraucht wird. Wenn nachher jeder Raum dann auf mindestens 24°C geheizt wird, und vorher nur nach Bedarf, woher soll ich wissen, wieviel da verbraucht wird? Ich weiss es schlichtweg nicht. Weil das unberechenbar ist.

Aber das ist doch keine Ideologie, das ist Realismus. Dass man irgendwann nicht mehr kann. Soll ich dann auch verpflichtet sein, jeden Tag in der Küche unten alle 1,5h Holz nachzulegen? Das geht einfach nicht.

PS: Und jetzt geh ich mal Anzündholz hacken und ein paar Holzzargen für die neuen Türen streichen. Vor Jahren, also vor unserem Umbau vor 7 Jahren wollten wir im Zuge des Umbaus eine Pelletheizung einbauen. Die würde genauso bedarfsgerecht verbrennen was man braucht, die hätte auch mit 2 Wärmemengenzählern genau definiert wer was verbraucht. Auf UNSERE Kosten die Anlage. Wollte man nicht. Und jetzt ist keine Räumlichkeit dafür da. Keller geht nicht, zusätzlicher Raum hat kein Fundament für 6 Tonnen Pellets. Ich kann nicht zaubern….

Am Grundprinzip nicht, an der - möglichen - Leistungsfähigkeit der Anlage aber massiv.

Nein, überhaupt nicht. Das ist nicht gemeint. Gemeint ist eben die - absichtliche - signifikante Einschränkung der Anlage was den “Bedienkomfort” und die Nutzung betrifft.

Wenn man das mit der LLWP vergleicht: Da ist es einfach(er). Da kann man das Gerät auf Knopfdruck - bei Bedarf und auf Wunsch - auch auf “hohe Power” umschalten und bekommt die dann auch, bei nat. schlechterer Effizienz.

Bei der LWWP mit hydraulischem Abgleich ist das in der Form nicht möglich - empfehlenswert.

Die selbe Zentralheizung mit “Fossilheizung” macht das problemlos mit. (Bei dann ebenfalls schlechterer Effizienz natürlich).

Die LWWP ist ja kein “Voodoo”. Die ist ja grundsätzlich nicht besser, als das Aussengerät einer LLWP. Diese hat dann aber bzgl. Steuerbarkeit usw. deutliche Vorteile.

Eine “genaue Erkenntnis des Energieverbrauchs” hast du mit einer Monosplit in einem Raum - aber im Grunde keinesfalls mit einer LWWP. Die muss ja i.d.R. viele Räume “bedienen”, aber selbst wenn die nur einen Raum heizen würde, müsste man die Leitungsverluste der Anlage dann ggfs. anteilig auf die Räume aufteilen.

Das “eigentlich schon” verstehe ich nicht :thinking: Stimmt nat. - die fossilen Heizung werden meistens mit (viel) zu hohen VL betrieben. Ist bei mir nicht anders. Aber es kommt eben darauf an, was man damit macht. Bei mir heizt die nur mehr nach Bedarf zu - dann soll es schnell gehen. Dann passt das genau. Die Beheizung erfolgt zu nahezu 100% mit den LLWP.

Im Grunde lassen sich die LLWP viel perfekter “skalieren” als die LWWP. Die LLWP kann sich perfekt an die jeweilige Situation anpassen und bis auf ca. 120 Watt modulieren (je nach Modell usw.) bei den 3,5 kW (!) Geräten. Kleinere können dann ggfs. noch weiter runter modulieren. Und selbst wenn die mal takten muss: Tut der Kühlschrank ja auch…

Das ist aber im Grunde kein Nachteil von LLWP - eher davon, was man will und was man kauft. Die Monosplit kauft man ja (falls man mehrere Geräte haben will) dann, weil man die bessere Effizienz, die Redundanz, das bessere Preis / Leistungs Verhältnis will.

Es geht ja auch anders, einfach Multisplit kaufen.

Die - einzelne - LWWP hat ja ebenfalls Nachteile, würde man es jetzt mit einer fiktiven “Multi - LWWP - Anlage” vergleichen. Mehrere - kleine - LWWP hätten dann die selben Effizienzvorteile, Redundanz usw. wie es bei Monosplit vs. Multisplit der Fall ist.

Die LWWP ist hier eben in keiner Weise “besser” - als eine effiziente LLWP. Sie hat aber eben leider prinzipbedingte Nachteile im Vergleich. Das macht es in der Praxis dann für die LWWP schwieriger, auf eine ähnlich gute Gesamteffizienz zu kommen. Deshalb sollte man auch so großen Volumenstrom wie möglich haben bei so niedriger Vorlauftemperatur wie möglich. “Unschön” daran ist dann aber, dass am Ende alles zusammenhängt.

Man stelle sich vor:

Man kommt nach Hause und friert. Man möchte es deshalb sehr schnell sehr warm haben. Das wird in der Form mit der LWWP nicht funktionieren. Denn selbst wenn man dann den VL hochdrehen würde - so würde es seeeeehr lange dauern (je nach Heizsystem) bis sich das bemerkbar macht. Zusätzlich hat man aber das Problem, dass es dann die GESAMTE ANLAGE betrifft. Man möchte als zb. in dem einen Raum deutlich höhere Temperatur - muss aber den VL der gesamten Anlage erhöhen, weil ja kein “Spielraum” mehr vorhanden ist. Also Thermostat hochdrehen wie bei der fossilen Heizung geht ja nicht. Das macht dann aber auch die Effizienz der ganzen Anlage kaputt, nicht nur die von einem Raum.

Dahingehend sind meiner Ansicht nach die LLWP schon toll, denn hier ist bei zb. Monosplit nur immer dieser Raum, diese Anlage betroffen. Da ändert es an der Effizienz vom restlichen Haus nichts, wenn man mal eines mit “Power Heat” betreibt. Gleichzeitig kann es auch wirklich schnell heizen.

Und um wenigsten etwas on topic zu bleiben:

Auch ich hatte mich vor Kauf der LLWP beraten lassen. Auch mir wurden die “obligatorischen” 30T€ genannt, für Umbau auf LWWP.

Förderung wären ca. 15T€ gewesen, die Gasheizung hätte (natürlich :wink: ) ausgebaut werden müssen.

Das ist für mich in der Form nicht nachhaltig.

Und was man - außerdem - nie vergessen sollte:

Diese (absurd hohen) Preise für LWWP setzen IMMER eine vorhandene Zentralheizung voraus. Ist die nicht vorhanden, dann kann man den Preis wohl min. verdoppeln - eher wohl verdreifachen.

Eine LLWP hingegen bringt alles mit für den Betrieb - ist im Vergleich eine “Stand-Alone” Lösung.

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Aus der sicht eines Anlagenanbieters:

Du hast Lohnkosten und Gewährleistung an der Backe. Du brauchst wenigstens 1 elektrischen und 1 für Wasser im Betrieb, ideal einen mit Gaseschein und einen mit einem Haufen Kursen vom Hersteller. Das musst auf alle Kunden umlegen. Der Chef plus 2 gut ausgebildete Leute ist die absolute Mindestgröße. Es ist kaum zu schaffen, guten Service für viele Marken zu bieten.

In D oder A gebaute WP kosten dich als Anbieter schon ne Stange Geld. Material- und Lohnkosten sind hier recht hoch auch bei den Herstellern. Dafür hast den Hersteller griffbereit und kommst leicht an Ersatzteile.

Bietest jetzt “irgendwas aus irgendwo” an, heißt Gewährleistung ggf. Neugerät auf deine Kosten. Man kann das Risiko eingehen oder nicht.

GB hat eingegriffen. Es gibt weit verbreitet Geräte weniger Marken in großen Stückzahlen. Es wurde in ausbildung investiert. Oberhalb eines “kritischen Punkes” hast in jedem Dorf einen für Buderus, einen für Bosch, einen für Vaillant rumlaufen. Ab dann gehts besser.

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Warum? Es hindert Dich doch niemand daran, die VL-Temperatur der LWWP genauso zu überhöhen, wie es bei einer fossilen Zentralheizung gemacht wird. Takten werden beide Systeme.

Das ist eine Form des "Overengineerings", die keine bei LWWPs betrieben wird. Dieselben Leitungsverluste fallen auch bei einer fossilen Heizung an. Im Grunde sind es aber keine Verluste, weil die Leitungen im Haus verlaufen und die "Verluste" ebenfalls in die Gebäudeheizung fließen.
Die differenzierst hier zwar zwischen Gebäude- und Zimmerheizung, aber nur halbherzig. Wenn Du nur ein Zimmer Deiner Wohnung mit einer LLWP beheizt, müsstest Du ja auch die Verluste durch die nicht beheizten Nachbarräume und die offene Zimmertür einrechnen.

Das bezieht sich auf den Teil Deiner Aussage nach dem Gedankenstrich. Und meine Aussage ging ja noch weiter. Die überhöhte VL-Temperatur verschafft einem ja quasi den Powermodus. Im Vergleich zur LLWP allerdings permanent eingeschaltet mit entsprechend schlechter Effizienz.

Du hast doch schon selbst eingeräumt, dass das AG einer LLWP nichts anderes ist als das AG einer LWWP. Deshalb kann eine LWWP derselben Leistungsklasse vermutlich genauso tief runter modulieren wie das AG einer LLWP. Es geht aber nicht um Zimmer- sondern um Gebäudeheizung. 5 Zimmer mit LLWP modulieren in der Summe auch nur auf 600W runter.

Die Schlussfolgerung ist grundsätzlich richtig, die Vorstellung stammt aber noch aus der Zeit der fossilen Heizung. Mit einer LWWP sollte man die Räume nicht so weit auskühlen lassen. Auch mit einer fossilen Heizung, deren Heizkurve optimal eingestellt ist, bekäme man die Räume nicht schneller warm. Der Vergleich einer korrekt eingestellten Zentralheizung (LWWP) mit einer falsch eingestellten (Gas oder Öl) hinkt.

Äh, was war nochmal das Ziel eines hydraulischen Abgleichs?

Die aufgerufenen Preise sind absurd hoch. Volle Zustimmung.
Der deutsche Gebäudebestand hat zu ca. 56% eine Gaszentral- oder -etagenheizung, zu ca. 20% eine Ölzentralheizung und zu ca. 15% Fernwärme. Das sind in Summe 91%. Von den verbleibenden 9% sind ca. 4% bereits WPs. Der Rest spielt nur eine absolut untergeordnete Rolle, wenn 91% bereits die Voraussetzungen erfüllen und Deine Preisverdopplung nicht gegeben ist. Lass uns doch erstmal die Masse abfrühstücken und danach kümmern wir uns um die Rosinen.

Eine LLWP ist eine Raumheizung, während die LWWP eine Zentralheizung ist. Lassen wir die Hausautomation mal außen vor, läufst Du jeden Tag mindestens einmal durch alle Räume, um die Raumheizungen einzuschalten und abends machst Du nochmal die Runde, um alles abzuschalten oder in den Nachtmodus zu wechseln. Zeitpläne können das teilweise abdecken, aber mal außer der Reihe zwei Stunden weggehen resultiert in jeweils mindestens einem Zimmerbesuch.
Das ist ein weiterer Grund, warum fossile Heizungsanlagen so ineffizient sind. Irgendwann wird es lästig, vor dem Verlassen der Wohnung alle Heizkörper runter zu drehen und nach der Rückkehr wieder alles hoch zu drehen. Also läuft sie mit ihren (ineffizienten) Voreinstellungen durch, schließlich will man es warm haben, wenn man wiederkommt. Wenn sie wenigstens effizient durchlaufen würde, so wie man es bei einer LWWP macht, wäre das ja schon ein Gewinn.

Und wenn es keine staatliche Förderung gäbe, bräuchte der Anlagenanbieter immer noch dieselbe Qualifikation und dasselbe Personal, würde aber keine WP verkaufen. Also das ganze Geld für Kurse und Personal in den Sand gesetzt.
Ach nein, nicht ganz. Dieselben Hersteller bieten ja auch Kurse für ihre alten Systeme an. Für die braucht man schließlich auch ausgebildetes Personal. Und die meisten Anlagenanbieter bieten komischerweise immer dieselbe "Marke" an.

... zu Preisen weit unter den in D üblichen (hast Du vergessen).

Deine Argumentation wirkt für mich nicht neutral. Alleine, dass du hier den Vorteil der LLWP (jeden Raum gezielt einzeln klimatisieren) in einen angeblichen Nachteil verwandelst… Das ergibt keinerlei Sinn was du da schreibst - meine Meinung. Die Geräte regeln sich 100% selber (also das komplette Gegenteil zu LWWP) für jedes IG / Raum einzeln. Will man die Temperatur ändern, abschalten, usw. geht das über die App oder auch über programmierte Timer etc. Dafür ist keine Hausautomation nötig - geht aber nat. auch;)

Sorry, der nächste Unsinn. Ich habe an allen HK Funkthermostate, die per zentralem Touch Panel oder unterwegs über App gesteuert werden können. Auch Timer gibt es usw.

Du bist offensichtlich voll und ganz “pro LWWP” eingestellt - da kann man dann nicht wirklich neutral darüber sprechen.

Schade eigentlich.

Ein Kurs für eine Generation einer Marke nimmt dir 1 Woche nen Arbeiter weg, für den du 40h + Hotel + Reisekosten abdrückst. Teilweise hast so ein Starterkurs, dazu einen Aufbaukurs. Als kleine Butze kannst das für 1 Anbieter stemmen, nicht für 5 verschiedene.

GB hat von wenigen Herstellern sehr viele gleiche / gleichartige Geräte eingekauft. Als normaler Installateur kriegst niemals Preise die in die Nähe kommen von ner Bestellung “ein Schiff voll von den Dingern” - das haben die einfach mal durchgezogen. Sowas zieht sich durch die Lieferkette. Da haben die Hersteller dann auch mal “ein Schiff voll Kompressoren Typ X” viel günstiger bekommen, als jede Woche den Bedarf für die ganzen verschiedenen Kleinbestellungen. Dazu Rüstkosten, Einzelversandkosten.

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Deine Argumentation lautete:

Ich hatte extra geschrieben "Hausautomation außen vor". Timer habe ich eingeräumt. Es erfordert einen sehr, sehr, sehr geregelten Tagesablauf, damit man für den von Dir gewünschten Komfort nicht manuell eingreifen muss.

Hausautomation! War in meiner Erläuterung ausgenommen. Timer habe ich auch bei einer LWWP.

Woher willst Du meine Einstellung kennen?
Du bist offensichtlich voll und ganz "kontra LWWP" eingestellt und völlig "LLWP verblendet" wäre eine genauso unzulässige wie personenbezogene Aussage, um die Argumentation auf eine persönliche Ebene zu heben und die Argumente des Gegenübers zu diskreditieren.
Auf dem Niveau möchte ich gar nicht "neutral" mit Dir darüber diskutieren.

Da sind also trotz gleicher Geräte und höherer Transportkosten in D hergestellte Geräte nur für die eine Bestellung aus GB in der Fertigung billiger geworden?

Ernsthaft? Ein Funkthermostat soll Hausautomation sein? Was noch? Eine Fernbedienung beim Fernseher ?!?

Wir leben schon im Jahr 2026…

Mit manuellen Heizkörperthermostaten “pro LWWP” zu argumentieren? Naja…

Die entnehme ich deiner Argumentation;)

Nein, denke ich nicht.

Ich hatte bisher folgende Heizsysteme in eigener Nutzung:

  • “manuelle” Holz Zentralheizung
  • Öl Zentralheizung
  • Gas Zentralheizung
  • LWWP mit Zentralheizung
  • LLWP
  • Pelletsofen

Die Zentralheizungen entweder mit HK oder FBH.

Ich sehe das eher so, dass keine einzige der aufgezählten Heizung nur Vorteile, oder noch Nachteile hätte. Die haben alle ihre Daseinsberechtigung - immer noch;)

Red mal mit nem Einkäufer oder Produktionsplaner, der erklärt dir das

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Geh doch einfach mal bei Deinen Überlegungen nicht von einem Eigenheim, sondern von einer ganz einfachen Mietwohnung aus. Wie viele haben da wohl Funkthermostate?

Meine von Dir zitierte Aussage war extra kursiv gesetzt und mit einer Erläuterung versehen. Sie war rein hypothetisch als Antithese zu Deiner Aussage über meine Einstellung. Nicht nötig, Dich an dieser Stelle zu rechtfertigen, weil ich nicht so argumentiere wie Du.

Muss ich nicht. Wir fertigen selbst Großserie, Kleinserie und kundenspezifische Kleinstserien. Ich weiß also, wer welche Preise bekommt. Ich weiß aber auch, zu welchen Kosten unabhängig vom Kunden produziert wird und werden kann.