Wärmepumpe-DIY-Stammtisch Rhein-Neckar

Ganz ehrlich: Du kannst dich auf deinen Installateur verlassen. Und wenn was ist musst DU es bezahlen. Wenn es den nicht mehr gibt, oder es Probleme mit der Anlage gibt, der will auch leben… Und dann bezahlst du. Immer und immer wieder. Und weil bei einer Wärmepumpe normalerweise auch nichts gewartet wird, werden “ich such mal eben in deiner Anlage den Fehler” richtig teuer.

Wenn du zahlen kannst, ok. Aber das ist kein Garant, dass er dir die Anlage im Fehlerfall repariert.

Ich würde es selbst machen, bin aber meist weit weg und man will in der Familie einfach jemanden der einem das abnimmt, weil man sich garnicht damit beschäftigen möchte.

Nimms mir nicht übel, aber dann mach bitte ein eigenes Thema auf, denn das hier ist für DIY und du willst gar kein DIY.

das ist mir schon klar. Daher die Frage, für die Familie, ob wer in der Region einen guten Installateur empfehlen kann. Dachte ich hänge mich da in dem Regionsthread einfach dran.

(Ich plane für mein Haus in DIY (übrigens die r290 Produkte) - outgesourced wird vmtl nur Betonmischer, Holzgerüst und Dachdecker fürs Haus. Okay, etwas Elektro muss leider und ein Bad-Installateur ist dort im Ausland in der Familie.)

Du kannst die Physik damit trotzdem nicht aushebeln. Wärmestrahlung ist normal, siehe Sonne. Und die Sonne ist bestimmt nicht Lobbygesteuert…. Hart am Limit also dein Beitrag.

Ich frage mich, mit welcher Heizung man die fehlende Wärmestrahlung bei LLWP vergleichen sollte:

  1. meine alte Ölheizung war ein Kachelofeneinsatz. Der Kachelofen wurde ordentlich warm, und ich habe mich gerne direkt daneben gesetzt. Das ging bei LLWP nicht mehr, klarer Nachteil, zugunsten der alten Ölheizung.
  2. jemand hat eine Gasheizung mit ordentlich hoher Vorlauftemperatur und Heizkörpern. Da ist das mit Sicherheit genauso, wenn man seinen Lieblingsplatz direkt an einem Heizkörper hat.

Aber, was ist mit einem modernen Vergleich, z.B. Fußbodenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur? Wieviel Wärmestrahlung bekommt man da genau ab, und wo am Körper? Wie groß ist dort der Unterschied?

Die Intensitivität der Wärmestrahlung hängt von der Temperatur, aber vor allem von der Entfernung ab.

Ich kann mir das nicht recht vorstellen, im Sessel zu sitzen, und mich an der Wärmestrahlung einer Fußbodenheizung zu erfreuen. Wärmere Füße vielleicht, aber das ist ja was anderes, dort wird die Wärme nicht über Strahlung übertragen.

Nimm einen Heizkörper. Ein Teil davon ist Wärmestrahlung und ein Teil Konvektion an die Luft. Wenn du nun die Luft mit einer LLWP erwärmst, und du hast beispielsweise immer bei der Eckbank neben der Heizung gesessen, dann kannst du genausogut eine Infrarotheizung dort hinstellen wo die Heizung war, die LLWP was niedriger stellen, und dann die Infrarotheizung einschalten. Dann ist dort, wo du nun sitzt, die Wärme als Strahlung bei dir, und mit Infrarot mehr als mit einem Heizkörper (weil der Heizkörper eben Konvektion und Strahlung hatte). Und die Luft um dich herum wird wärmer, weil die Wärmestrahlung dann von dir wieder abgestrahlt wird. Also bei dir ist es dann warm genug. In der anderen Ecke des Zimmers ist es kühler.

Diese Art verbraucht mehr Strom, als wenn nun nur die LLWP liefe. Immerhin holt sich die LLWP einen Teil der Wärme aus der Umgebungsluft außen. Das kann die IR-Heizung nicht. Die kann punktuell erwärmen.

Du könntest auch die Heizkörper weiter betreiben, indem du einfach eine LWWP nimmst, und mit VL-Temperaturen von 55°C fährst. Dann kommt da ein lausiger Wirkungsgrad raus, der aber immer noch besser ist als eine IR-Heizung. Der Strahlungsanteil ist dann hoch, aber die gesamte Heizung fährt mit der hohen VL-Temperatur.

Und eine Fußbodenheizung ist wie eine großflächige IR-Heizung mit wenig Temperatur, weil diese niedrige Temperatur ausreicht, den Raum zu erwärmen. Das ist eine Fußbodenheizung, keine Fußheizung. Früher hatte man Fußheizungen. Weil man da ebenfalls mit hohen Vorlauftemperaturen durchging. Weil die Heizungssysteme auf hohe Temperaturen ausgelegt waren. Dann mit wenig Durchlauf. Heute macht man das Großflächig, dafür reicht dann ein ggf. hoher Durchfluss, aber wenig Temperaturhub. Idealerweise merkst du eine Fußbodenheizung demnach gar nicht. Der Raum is einfach nur warm genug. Die Innenwände, Decke, Boden haben Raumtemperatur und das wars. Und weil 30°C des Bodens immer noch kälter sind als deine Füße (auch der Frau im Winter), fühlt sich die Fußbodenheizung kühler an.

dort wird die Wärme nicht über Strahlung übertragen.

Wird sie. Jeder Körper im Raum nimmt die Wärme der Fußbodenheizung an. Auch die Wände und Decke, alles was die Strahlungswärme abbekommt. Je mehr dann im Weg steht, desto mehr muss der FBH Rest abstrahlen.

Ich nehme mal an, es ist Dein eigener Text, dann kopiere ihn und Bilder doch künftig bitte direkt, läßt sich besser lesen. Auch wenn es mich ebenso wie Dich oder unbekannt nicht stört, daß man den Lüfter der LLWP hört und eine halt mal höhere Luftbewegung hat, gibt es halt doch auch Menschen, die da empfindlich sind oder welche, die einen 55 Grad heißen Heizkörper halt als angenehm empfinden, zumindest in einem vielleicht sonst nicht so gleichmäßig beheizten Raum. Obs da den "Lobby" Begriff braucht, sei mal hinterfragt ...

Hallo,

gerade auf den Thread gestoßen. Interessante Idee. Wenn es zeitlich passt würde ich mich da mal einklinken. Komme aus Rheinland Pfalz, Mannheim wäre kein Problem. Danke für die Bemühungen. Grüße

Kannst du dir einen lauen Sommerabend ohne Luftzug vorstellen, die Strahlungsquelle ist gerade untergegangen und du sitzt bei 21° C im Lehnstuhl im Garten? So ist Fußbodenheizung :wink:

Vier Stunden später am Lagerfeuer - vorne heiß und hinten kalt - so ist Strahlungswärme.

Letzteres war aber sehr, sehr lange die traditionelle Art zu heizen, ziemlich genau seit der Mensch das Feuer beherrschen lernte.

Ich war ja nun schonmal in Häusern mit Fußbodenheizung. Bin sogar in einem aufgewachsen. Ich hatte da nie das Gefühl von lauer Sommerabend.

Ich halte Fußbodenheizung durchaus für die beste Heizungsart, nur fehlt mir irgendwie die Vorstellung, wo Leute da groß eine Wärmestrahlung bemerken. Klar, wenn man die ordentlich hoch dreht, und sie richtig warm ist, dann schon, aber so sollte man sie ja nicht betreiben.

Bei meiner alten Ölheizung, wie gesagt, direkt am Kachelofen, da war das klar, wie der Wärme ausstrahlte.

Bei meinen LLWPs, die im wesentlichen rund um die Uhr laufen (also kaum bedarfsweises Heizen) fühlt es sich genauso warm an wie bei den Fußbodenheizungen die ich kenne. Von fehlender Wärmestrahlung merke ich da nichts.

Klar gibt es bei LLWPs den Luftzug, und das Geräusch, das ist definitiv bemerkbar und ein Minuspunkt. Nur die fehlende Wärmestrahlung, die fällt mir nicht auf, zumindestens nicht im Vergleich zu einer Fußbodenheizung. Nur im Vergleich zu meiner nun kalten Ölheizung (wenn ich mich direkt davor gesetzt hatte).

1 „Gefällt mir“

Dreh es um. Dachgeschosswohnung, ungedämmt, setz dich mal zur Schräge hin mit dem Rücken. Das ist dann “Strahlungskälte”. :wink: Da hilft die LLWP nicht sondern nur Dämmung oder eine Strahlungswärme, die die Schräge erwärmt.

Mir ist schon klar, daß kalte Wände Kälte "abstrahlen". Aber dagegen hilft ja nun kaum die Fußbodenheizung am Boden.

Wie gesagt, du mußt mir nicht erklären was Strahlungswärme ist. Ich glaube auch durchaus, daß eine Fußbodenheizung etwas Strahlungswärme abgibt, so wie jedes Objekt bei über 0K. Ich frage mich nur, ob dieser Aspekt bei einer Fußbodenheizung bei niedriger Vorlauftemperatur so gravierend ist wie teils behauptet.

Das ist ihr Funktionsprinzip.

Ich rede dennoch immer noch davon, ob man das bemerkt. Von Strahlungswärme erwarte ich, daß ich sie auf der Haut spüre. Daß wenn ich den Arm rausstrecke, die Unterseite warm wird, und die Oberseite sich eher kalt anfühlt. Das habe ich bei Fußbodenheizungen aber nicht, nicht gefühlt jedenfalls. Wäre auch schlimm ansonsten.

Wenn die Fußbodenheizung ihre Strahlung verteilt, um alles im Raum aufzuwärmen z.B., so daß darüber dann indirekt der Körper bestrahlt wird, und die Luft aufgeheizt wird, dann ist das gut.

Aber wie groß ist der gefühlte Unterschied zu einer LLWP, die ebenfalls alle Wände und Gegenstände aufheizt, und natürlich die Luft?

Stahlungswärme ist nicht gleich Strahlungswärme. Wie geschrieben, eine Fußbodenheizung hat im idealfall unter Körpertemperatur. Hast du Fliesen auf dem Boden und rennst mit nackten Füßen herum, fühlt sie sich kühl/kalt an. Gibt aber Wärmestrahlung ab.

Aber wie groß ist der gefühlte Unterschied zu einer LLWP, die ebenfalls alle Wände und Gegenstände aufheizt, und natürlich die Luft?

Habe ich versucht dir zu erklären. Im ungedämmten Dachgeschoss willst du nicht neben einer Wand sitzen wenn nur die LLWP die Räume erwärmt. Es fühlt sich unangenehm kalt an. Mit einer FBH wird die Schräge erwärmt über Strahlung und Konvektion und ist daher “wärmer” aber natürlich immer noch nicht “warm”. Oder anders: Bei der FBH steigt dann die warme Luft nach oben. Ohne die FBH sickert an den Schrägen die kalte Luft nach unten wie ein Sog.

DAS ist der Punkt meiner Ansicht nach :+1:

Ich habe den Eindruck, vielfach hat die “LLWP schlecht, weil keine Strahlungswärme - Fraktion :grinning_face_with_smiling_eyes: “ folgendes “Problem” wenn man das so nennen mag: Da wird ein Raum geringer beheizt - als es von demjenigen eigentlich die “Wohlfühltemperatur” wäre. Ist ja auch verständlich, heizen ist teuer. Wenn man aber nun zb. einen “heißen” HK oder Ofen hat in dessen Nähe man sich “wärmen” kann (wie früher beim Lagerfeuer) - dann ist es nicht so schlimm, wenn nicht der ganze Raum (so) warm ist. Wenn man nun das selbe mit einer LLWP macht, dann hat man nat. das “Problem”, dass es nun keine “heiße Fläche” mehr gibt, in deren unmittelbarer Nähe man sich “wärmen” kann. Der eigentliche Vorteil (sehr gleichmäßige erwärmung des Raum) wird dann quasi zum “Nachteil”.

Wenn man durchgehend heizt bzw. so beheizt, dass der Raum bei Nutzung durchgehend warm ist, dann wird es hier i.d.R. keinerlei “Problem” geben. Wieso auch? Dafür muss dann aber auch wirklich die Raumtemperatur gewählt werden, die man haben möchte. Und nicht die Temperatur, die ggfs. vorher nur in HK Nähe erreicht wurde;)

Das sind alles Minuspunkte und real - aber dann muss man sich eben schon bei Installation überlegen, ob und wie das dann in der Praxis gut funktioniert.

Ausnahmslose JEDE Heizung hat Vorteile, aber auch Nachteile. Wirklich jede. Man kann dann auch bei jeder die Nachteile nennen (die real sind) um sie schlecht aussehen zu lassen - oder die Vorteile nennen um sie gut aussehen zu lassen. Aber das alleine ist dann noch kein Gesamtbild…

Am Ende ist es dann eben ganz individuell… Immer…

Der Vorteil bei LLWP ist aber, dass die Dinger eben vergleichsweise günstig sind und “Multifunktionsgeräte”. Im Gegensatz zu den meisten restlichen Heizungen können sie auch sehr gut kühlen und entfeuchten…

Wenn aber Geld keine Rolle spielt, kann man sich eine Fußbodenheizung zum heizen, eine Deckenkühlung zum kühlen und dann ggfs. vielleicht sogar noch eine zentrale Lüftungsanlage einbauen lassen für Luftaustausch und Entfeuchtung…

Gibt es alles, aber so günstig so viel Funktionalität wie bei LLWP gibt es sonst eben nicht…

2 „Gefällt mir“

So ... meine zweite R290 LLWP hängt.

Jetzt fehlt noch die Wandbohrung und dann die Verlegung der Kältemittelleitung.
Und dann halt noch Evakuierung und Inbetriebnahme.

Die MIDEA Xtreme Save Blue gibt es auch weiterhin für knapp über 900€.
Für Selbsteinbau ist das ein guter Preis.
Zu beachten ist halt, dass mit der Propanfüllung nur 5m Leitungslänge möglich sind.
Das klappt bei mir durch Wand-an-Wand-Installation gut.
Das Innengerät hab ich auf einem Holzbrett befestigt und das Brett habe ich oberhalb des Rolladenkastens am Sturz befestigt.

Für mich ist diese Art der Installation eine gutes Beispiel für eine kostengünstige Zusatzheizung für typische Reihenhäuser mit offenem Erdgeschoss und offenem Treppenhaus.

Ich bin mir sicher, dass mit einer solchen Zusatzheizung sich 50% an fossiler Energie (Gas) einsparen lassen.
Und eine solche "Standard-Installation" für 2000€ komplett sollte doch möglich sein, oder?!
Es gibt diese Art von Reihenhäuser millionenfach in Deutschland. Standard-Verfahren sollte also möglich sein. Oder direkt ein DIY-Bausatz im Baumarkt?

Wenn jetzt alle diese Häuser sich so eine LLWP anschaffen würden und dann 50% fossile Energie einsparen würden ...
Und das alles für 2000€ OHNE Förderung ...
Die Einsparung an fossiler Energie wäre doch beträchtlich, oder?

Aber so eine pragmatische und simple Vorgehensweise ist bei uns leider nicht möglich.

Ach ja ...
Suche noch ein Bördelgerät und Tips für gute/günstige Kältemittelleitung
Raum Mannheim!

Ist das Außengerät nicht extrem nah an der Wand, mit Blick auf die nötige Luftzirkulation?

Abstand ist ca. 30cm. Das genügt aber, zumal auch vom Boden her angesaugt werden kann.
Der Deckenabstand ist auch etwas geringer ca. 7cm.
Auch das genügt, da ich die Anlage fast immer nur im "Silent Mode" oder auf geringer Lüfterstufe betreibe. Mehr Deckenabstand ist häufig nicht drin bei den 80er-Jahre Reihenhäusern.

OK, dann kommt das nur auf dem Bild so nah rüber, zumindest für mich.

Links wird ja auch am AG angesaugt, da siehts auf dem Bild wie nur 5cm aus.