Ja, ich muss sagen was den thermischen Speicher angeht ist unsere Kombination aus 18cm Außendämmung und dem zweischaligen, innenliegendem Mauerwerk Gold wert. Und durch den Einsatz von Typ33 Heizkörpern die dann auch noch bis zu 40cm breiter als die Fensterleibungen gewählt wurden (je 20cm Überstand links und rechts) ist auch eine relativ große Masse an Heizungswasser unterwegs.
Allerdings kehrt sich die Medallie um wenn es im Frühling draußen wärmer wird. Es dauert dann einfach auch länger bis die Wärme von außen nach innen “drückt” man muss dann wohl etwas länger heizen - was aber dann durch PV und Splitklimas aufgefangen wird.
Jedoch ist bisher auch nur eine Hälfte des Hauses gedämmt. In der anderen Hälfte sieht man förmlich die Verluste. Wenn die Brennwerttherme morgens um 4:30Uhr Warmwasser lädt, was ungefähr 15min dauert, greift danach leider die Taktsperre (den Programmierer der Heizungssoftware sollte man dafür die Ohren lang ziehen, er unterscheidet nicht nach Brennerstart für WW oder Heizung) und erst nach in Summe 60min wird wieder geheizt. Da sinkt die Temperatur im ungedämmten Teil ziemlich schnell.
Ich hatte mich damals Stück für Stück heran getastet und bin dann bei 45min gelandet. Ich hab auch 60min getestet aber die Software in der Heizung stellt sich immer wieder zurück auf 45min. Sobald der thermische Bedarf >=3kW ist wird ja eh nicht mehr getaktet.
Ich werde es wieder auf 6 Kelvin stellen.
Dann sollte es evtl. etwas schneller starten, gerade wenn die Heizungen schon "kalt" geworden sind und der ZielVorlauf nur noch 35 Grad oder ähnlich beträgt.
Nachtrag
(Dann startet es in diesem Fall wahrscheinlich bei 29 Grad, wenn auch zusätzlich die eingestellte Totzeit vorbei ist)
Bei ca -3 Grad hatte ich jetzt ca 105 kWh / Tag (ca 10m3)
Ziel Tags 18,5 Grad
Ziel Nachts 16 Grad.
Zu dem an Anfang, wäre das eine "Verbesserung", aber jetzt ist es auch nicht windig. (Und die Temperaturen waren am Anfang, Innen oft nachts kühler und Tags wärmer)
Eine Heizung kommt trotz Lüfter Nachts nicht ganz auf die 16 Grad.
Deswegen kleine Korrekturen:
Zwei Korrekturen:
Vorige, noch nicht beschriebene: Wegen Sonne (Nachts) zu Warm (trotz Dämpfung)
Jetzige: Ein Zimmer Nachts zu kalt.
Heizkurve durch beide Korrekturen:
Wegen zu warm:
Fuß niedriger, vorher 25:
Offset niedriger, vorher +2:
Wegen Nachts zu kalt:
"Kopf" höher, wegen Nachts bei Kälte zu knapp, vorher eingestellt Vorlauf 52 Grad bei -12 Außentemperatur.
Damit hast du aktuell eine Steigung von 0,91 an der Heizkurve.
Einzig, was mich wundert, bei 20°C Außentemperatur sollte die Vorlauftemperatur eigentlich nicht mehr höher als Außentemperatur sein müssen da es (und noch ein eigentlich) eigentlich keinen Heizbedarf mehr gibt.
Wenn man die Kurve entsprechend anpasst würde die Steigung dann bei 1,03 liegen. Hab das mal gemalt:
Ich habe mich auch über die Einstellung gewundert.
(Ich muß noch warten, wie es bei 10 Grad Außentemperatur läuft, vielleicht ändert das nochmal was, so dass ich die die Kurve ändern muß)
Hier ist die Heizung ab ca 18 Grad Außentemperatur komplett aus und wenn es zu feucht wird, läuft ein Luftentfeuchter.
(Wenn es mit RausLüften der Feuchtigkeit nicht mehr klappt, da Luft draußen "zu" feucht)
Und ein windiger, kalter Tag fehlt auch noch mal.
Nachtrag:
Das wär ja eigentlich zu gut.
Das habe ich mir dann "schöngeheizt"
Ich weiß nicht mehr was die Grundeinstellung war.
Ich hatte es aber hoch gelassen, da die Heizkörper bei geringere Vorlauftemperatur weniger Strahlungswärme haben (bei mir typ33 typ22).
Dadurch wirkt der Raum bei z.B. 18,5 Grad kälter, wenn der Vorlauf niedriger ist.
Ich bin am überlegen wie ich das mit den Schwankungen bei Wind (kälter) und Sonne (viel Wärmer) mache.
Ob sich der Aufwand lohnt einen Sensor ins "Führende Zimmer " zu legen.
Sonst müßte ich (wenn ich unbedingt die Zieltemperatur halten will) halt den Offset an der Bedieneinheit immer um ein Grad höher oder niedriger stellen.
Die Regelung des führenden Zimmerst hätte dann aber auch Einfluss auf alle anderen Räume. Gerade wenn du mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitest oder eine Fußbodenheizung hast verhält sich das ganze System sehr träge. Das heißt die Temperatur würde trotzdem hinterher laufen. Wie groß ist den die Schwankung bei Sonne? Die müsste doch auch die Temperatur in den verschiedenen Räume unterschiedlich stark beeinflussen und im Januar einen eher kurzzeitigen Einfluss haben?
Das führende, wärmere Zimmer wäre Südseite.
Die anderen, kälteren, Ost und West.
Das könnte gehen?
Ich muss, glaube ich, aber noch weiter denken und nachdenken.
In den Flur kommt bald eine Splitklima, die die angrenzenden Räume mitheizen soll.
Die macht noch viel mehr "Schwankungen" und heizt die Wände Tagsüber auf.
Du meinst, dass der Raum bei Sonneneinstrahlung arg über die eigentlich gewollte Solltemperatur schwingt? Kannst du da feststellen ob der Heizkörper noch “mitwärmt”?
Das das passiert ist doch eigentlich klar, genau so wie es bei viel Wind eine Schwingung nach unten geben wird. Man merkt doch sogar, wenn sich in einem Raum 2-3 Personen aufhalten und das TV läuft.
Ich denke bei Spliklima und/oder viel Sonne ist manuell regeln am einfachsten. (Am Bedienteil ist die Zieltemperatur mit einem Dreh zu reduzieren)
Vielleicht kommt auch das Bedienteil hoch in die Wohnräume, da es bei der Kombination bei mir wohl möglich ist.
Aber das muß sich erst noch ergeben.
Vielleicht können wir ja auch ab 5-7 Grad die Gasheizung ausstellen und komplett mit Splitklima heizen. Oder maximal nur in der Nacht die Heizung per Zeitprogramm an lassen. Dann muß man am wenigsten dauernd rumstellen.
Für genau diese Schwingungen, oder viel mehr Störgrößen, ist das Thermostat da. Es soll nicht primär die Raumtemperatur einstellen (das geschieht über die Auslegung der Heizkörper nach Heizlast bei NAT, Spreizung, Vorlauftemperatur und Volumenstrom) sondern Störgrößen ausregeln.
Es kommt halt drauf an über welchen Betrag wir hier bei den Über- oder Unterschwingern reden da die Thermostate nicht auf drei Stellen nach dem Komma genau ausregeln können. Unsere Buderus-Thermostate z.B. haben eine Genauigkeit von +/- 1K. D.h. auf Stufe 3 (Sollwert Raumtemperatur 20°C) kann der Istwert im Raum von 19 - 21°C schwanken.
Wir bemerken an der Stelle wenn sich im Wohnzimmer (mit großem Fenster nach Süden) niemand aufhält wird die Raumtemperatur ziemlich genau auf 20,5°C gehalten. Wenn die Sonne rein scheint oder wir uns abends zu dritt vor den Fernseher setzen steigt die Raumtemperatur allmählich auf 22°C und das Thermostat schließt sich entsprechend und verringert den Volumenstrom soweit, dass der Heizkörper nur noch die Differenz Heizlast - Störgrößen (Personen, Elektrogeräte etc.) erbringen muss. Wenn jetzt der Volumenstrom nicht exakt an der Heizungspumpe eingestellt ist, dann verliert das Thermostat seine sog. Regelautorität, es hat den Volumenstrom bereits soweit gedrosselt wie es kann, die Pumpe “drückt” aber noch zu viel durch. Oder der Raum ist so gut gedämmt das die Störgrößen mehr Wärmeenergie in den Raum bringen als er aktuell benötigt.
Ich weiß nur aus dem Bekanntenkreis, dass die meisten die mit niedrigen Vorlautemperaturen wie z.B. Fußbodenheizungen arbeiten, fast keine Chance haben so kurzfristige Schwankungen auszugleichen weil sich die Räume sehr träge verhalten. Selbst wenn die Heizung ganz ausgestellt wird dauert es ja bei gut gedämmten Räumen relativ klang bis die Temperatur sinkt. Eigentlich müsste man das mit KI im Voraus regeln. Wenn man weiß es wird die nächsten Tage windig Temperatur 1 Grad hoch usw.
Dafür braucht es kein KI Gedöns, ich finde es bemerkenswert wie KI angeblich für alles ein Heilmittel sein soll. Wettervorhersagen, vor allem lokal, sind extrem schwierig.
Fußbodenheizung hat eben nicht nur Vorteile. Bei einem starken Kälteeinbruch wirds halt erst mal kühl in den Räumlichkeiten und wenn es dann draußen milde Tage gibt wird der Raum halt überhitzt = Verschwendung.
Daher würde ich heute immer, wenn ich noch mal bauen würde, eine Kombination aus Heizkörpern Typ33 und Fußbodentemperierung machen. Der Rücklauf des/der Heizkörper läuft dann über die “Fußbodenheizung” die keine Heizung im eigentlichen Sinne ist sondern “nur” eine Temperierung. Damit kann man über die Heizkörper relativ schnell auf Änderungen reagieren und der thermische Speicher im Estrich ist nicht allzu stark. Gleichzeitig verfügt man über eine dennoch große Heizfläche. Alternativ Kombination aus Fußbodentemperierung und Splitklima. Dann hat man allerdings deutlich höhere Kosten weil LWWP und LLWP vorgehalten werden muss. Letztere kann allerdings im Hochsommer deutlich besser für die Kühlung hergommen werden als die LWWP. Es ist halt nicht so einfach
Mittelfristig werden wir auch beides haben. Spliklimas gibt es schon jetzt und irgendwann wird die Gasheizung durch LWWP ersetzt werden.
Das würde ich eher nicht machen. Sondern eher zum einen die Fußbodenheizung für die Grundtemperierung auf 20°C Raumtemperatur, also Betonkernaktivierung für den Grundbedarf, und alles was darüber hinaus geht mit Konvektoren in den Raum. Die Konvektoren würden im besten Fall einfach da hängen wir Klimasplitgeräte. Über diese Konvektoren wird der Restwärme den Räumen bei Bedarf hinzugefügt. Es ist also selbst bei nur 25°C oder 30°C Temperatur des Innengerätes wegen des Lüfters möglich, den Raum schnell aufzuwärmen um die restlichen paar Grad.
Die Klimasplit-Lösung in Kombination kostet mehr, müsste (ich habe genau jenes vor) weniger verbrauchen. Sie haben den Vorteil der Redundanz. Wenn ein System ausfällt, ist das andere System noch verfügbar. Fällt beispielsweise die LWWP für die FBH aus, kann man trotzdem noch, wenn auch anders, heizen. Andersherum wenn eine Klimasplit ausfällt sorgt die FBH für die Grundtemperierung.
Im übrigen ist das auch nur für FBH mit Anbindung im Boden, also träge. Wer Dünnschicht-FBH hat, da müsste es flinker gehen (s.o. so kommts bei mir rein/wird schon gemacht). Wer also schnell fluktuierende FBH haben will, der sollte eine Dünnschicht-FBH nehmen.
Ich wollte nur rausstellen, dass man in dem beschriebenen Fall mit messen und danach regeln zu spät ist. Hier muss geschaut werden was in der Zukunft passiert. z.B. am nächsten Tag starker Wind. Hier könnte man dann im voraus reagieren. mit einer intelligenten Steuerung, um es nicht KI zu nennen, würde das System “lernen“ wie stark und wann in die Heizungstemperaturen eingegriffen werden muss.