So, lese seit Stunden in der Anleitung und schaue diverse Videos. Aber ganz ehrlich, ich verstehe bei den Einstellungen im Cerbo GX nur Bahnhof.
Ich habe einen Wechselrichter, den ich nicht steuern kann. Also wird der Überschuss nur durch den 540 gemessen. Damit soll die Batterie natürlich geladen werden, nicht aus dem Netz.
Jetzt fliegen mir Begriffe wie DVCC um die Ohren und ich bin ratlos.
Dann möchte ich ja, dass der MP2 die Ladekontrolle übernimmt und das BMS nur im Notfall greift… Es ist mir tatsächlich zu komplex gerade. Habt ihr noch einen Link, wo das für ein Einphasensystem erklärt wird?
DVCC = Distributed Voltage and Current Control
Wenn Du nicht mehrere MPPT oder oder Ladegeräte hast kannst Du das auch aus lassen, wenn es dich jetzt verwirrt. Es sei Denn (sorry) Du möchtest, dass das BMS doch mit herangezogen wird um Z.B maximalen Lade und Entladestrom zu steuern. Das braucht man aber in der Regel nicht wenn man nur einen MPII hat.
Die Einstellungen ob drei oder einphasensystem sind doch quasi identisch. Bei 3-Phasen gibt es halt einen Master der mit den beiden anderen spricht.
Wenn Du die Basiswerte für die Batteryspannungen und ladebereiche im MPII konfiguriert hast ist das meiste erstmal gut. Nicht überwältigen lassen.
Bei DVCC stellst Du die maximale Spannung und Maximale Stromstärke ein die Dein Batterypack verträgt. Wenn Dein Akku 280Ah hat und mit 0.5C geladen werden kann z.B. 140A.
Maximum Charge voltage 55.2V z.B. wenn die Zellen bis 3,45V Geladen werden sollen. Der Cerbo verteilt dann die Werte auf alle Lader - bei Dir uninteressant da nur einer.
Du meinst den EnergyMeter nehme ich an. Korrekt der Sagt dem System die Leistungen und Ströme am Netzübergabepunkt (wenn er denn dort montiert ist). Der meldet die Daten an den Cerbo. Wenn ESS konfiguriert ist kann die Überschussladung genutzt werden.
Natürlich kannst Du den Wechselrichter per Programm steuern, wenn Du willst. Das willst Du ja aber gar nicht.
Bei Victron übernimmt die Ladekontrolle das VenusOS. Nur für den Notfall reagiert der MP2. Gibt es separat z.B. als Cerbo GX oder man bekommt den Multiplus II als als GX Variante, bei dem das bereits eingebaut ist. Aber das weist Du ja schon.
Um die Nulleinspeisung zu realisieren, braucht man einen Zähler zum Netzbetreiber, der feststellt wie viel Power für das Haus generiert werden muss, ohne dass eingespeist wird. Das muss ständig angepasst werden, weil die Verbraucher ständig unterschiedlich viel verbrauchen.
Das ist bei anderen Wechselrichtern auch der Fall. Ob das Deye, Sungrow, Fronius, SMA etc. sind. Die haben halt weniger Parameter zu konfigurieren und haben die Steuerung bereits im Wechselrichter realisiert. Die brauchen aber auch einen Zähler, um die Nulleispeisung zu realisieren. Wie soll der Wechselrichter sonst wissen wieviel die Verbraucher im Haus gerade verbrauchen, um entsprechend die Leistung zu steuern?
Und klar, ist es sinnvoll, dass ein Akku über ein BMS überwacht wird. Es gilt zu verhindern, dass die Zellen zu hoch geladen oder zu tief entladen werden. Und natürlich ist es sinnvoll, dass VenusOs den Zustand des Akkus inkl. der Zellen kennt. Dann kann es entsprechend darauf reagieren.
Aber nicht verzagen. Gibt für Multiplus plus VenusOS eine Mange Tutorials im Netz. Empfehlen kann ich die Tutorials von Jörg: https://meintechblog.de/
Auch unser Deutscher in Australien bietet eine Menge Informationen: https://off-grid-garage.com/
Klar ist die Lernkurve bei Victron viel steiler als bei übrigen Wechselrichtern. Vorteil ist, dass man mehr Möglichkeiten Geräte von Fremdherstellern einzubinden. Wenn man bei github nichts findet, programmiert man es halt selbst.
Das ist der Hauptpunkt pro Victron. Ich bin explizit deswegen von SMA (hatte ich als Inselwechselrichter) weg zu Victron. Man muss halt selber mehr ran und lesen, probieren verstehen. Wie ich schon schrieb, wenn man die Basic Sicherheitsdinge wie Spannungsgrenzen mal richtig hat, kann nicht mehr soviel passieren. Den Rest muss man step by step lernen - paar Nächte auch mal drüber schlafen.
Ja prinzipiell bei Dir. Trotzdem kann man um hier Komplexitäten zu vermeiden auch erstmal ohne arbeiten. Das BMS ist dann eine reine Sicherheitseinrichtung.
Richtig, aber viele der Einstellungen bekommt er (Cerbo, Venus OS) vom MPII (geht also auch ohne BMS).
Gut, oder auch nicht. Ich habe gelesen, dass die Werte von meintechblog sinnfrei sind. Zumindest, was die Abschaltspannung (0,005C - 0,25C - 0,7C -2C): alle auf 44,8 V (=2,8 Volt/Zelle) und Erhaltungsspannung (Sustain) = 48,0V (=3,0 Volt/Zelle) angeht.
Viele von euch sind auf die Victron-Werte zurückgegangen.
Die Kombination von JK Inverter BMS und MP2/Cerbo ist doch gängig, dachte ich. Da muss es doch eine Sammlung von sinnvollen Werten irgendwo geben. Auch die 314Ah EVE Batterien sind ja keine Seltenheit. Ich finde einfach keine brauchbaren Einstellungen und Werte für BMS gepaart mit den anderen Komponenten :-(.
ist im Netz halt völlig belanglos. Da kann man auch lesen, daß die Erde eine Scheibe ist, oder überhaupt sämtliches jenseits jeder Vorstellungskraft.
Die Werte wurden von Victron, wie vieles andere auch, für Bleibatterien erdacht, mit dem Hintergrund, daß die bei hoher Last auch mal (deutlich) niedrigere Spannungen haben können, ohne daß die Batterie dabei leer ist, und ohne daß das denen etwas ausmacht. Bleibatterien können das ab.
Bei Lithium-Batterien ist die Situation anders. Egal, wie hoch die Last auch ist, die dürfen nie unter die Entladeschlußspannung fallen. Was da jetzt für die Einstellungen der Abschaltspannungen bei den verschiedenen Lastzuständen bedeutet, kann man sicher diskutieren. Die alle einfach auf die Entladeschlußsspannung zu setzen, ist ein durchaus sinnvoller Ansatz.
Da gibt es eben in Kombination mit der Zielsetzung des Nutzers doch wieder unednlich viele Kombinationen. Der Eine will es sehr konservativ der andere agressive um das letzte bischen rauszuholen.
314EVE haben wenn ich das Datenblatt richtig weiss 0.5C also maximaler Strom von 157A. Da aber Ein MPII 5k eh nur 70A DC kann - kannst Du da weissgottwas einstellen. Wäre noch die Frage nach der physikalischen Verkableung und welche Temps werden die Zellen haben. Erstmal 70A (oder niedriger je nach Kabel oder Sicherung) zu nehmen damit was sinniges drinsteht wäre mein Ansatz.
Spannungsgrenzen dürften bei der 314er auch nicht wirklich anders sein als bei 280Ah. Ich habe ja auch drei verschiedene Zellsorten bei mir und nur eine Einstellung im MPII.
Was die brauchbaren Kombis angeht: Überlege was zuerst reagieren soll bzw. wo liegt der Notfallmechanismus. Beispiel untere Grenzspannung oder Dynamic Cut off. Hier würde ich den Wert im BMS nochmals ein paar Zehntel niedriger ansetzen als im MPII. Z.B 2.6..2.7 vs 2.8 (oder 41,6…43,2 vs 44.8). Dann sollte der MPII vor dem BMS die Entladung stoppen, falls da was schiefgeht spring das BMS dann ein und stoppt. Du kannst auch 3V oder 48V als untere SPannung beim MPII nehmen ist etwas konservativer aber auch OK. Nach oben eben anders herum.
Also zB. in Summe: 2.7/3V unten und 3.6/3.45V oben (je BMS/MPII). Solange du zwischen 2.5 und 3.65V bleibst alles OK (oder sehr konservativ zwischen 3 und 3.4). Je weniger Du den Bereich nutzt desto “schonender”.
Lesen, aber selber einer Meinung bilden… dann wieder fragen.
Ja, das trifft es gut, vielen herzlichen Dank! So hatte ich es vor. Ich habe jetzt auch endlich nach langer Bastelstunde das BMS in die Geräteliste bekommen. Typ A Kabel gebaut, die Pins 3 (grün-weiß)/8 (braun)/7 braun-weiß) eines einfachen Patch-Kabels gehen am BMS Stecker auf die 6/5/4. Dann muss das in den VE.can port 2 (links) und der Endwiderstand am Cerbo gesteckt werden. In Cerbo Remote Console dann Settings, runter scrollen, Services, VE.can port 2 auf can_bus BMS (500 kbit/s stellen). In VE.can port 1 funktionierte es bei gleicher Einstellung NICHT! Dann RESET des Cerbo. Dann tauchte das JK BMS in der Liste auf.
In VE configure jetzt Battery Monitor ein oder aus? Ich möchte, dass der Victron steuert und nicht das BMS und das BMS erst ganz am Ende der Kette rettet, was zu retten ist ;-).
AC-Seitig habe ich ja eine C20A Sicherung und 2,5mm2. Stelle ich in der Config also 20A für AC input current limit ein? Das Häkchen bei overruled by remote müsste dann aus, richtig?
bei mir läuft 19A = Nenndaten des MP2-5000 ohne Probleme
Es ist ja auch "nur" eine Konfigurationseinstellung. Den Leitungsschutz erledigt der LS-Automat.
Aber mein Vorschlag wäre Du stellst 10A ein und schaust dir mal an was passiert und wie es wirkt. Verständnis vs. einfach Eintragen
Mit VE meinst Du Venus auf dem Cerbo? Du kannst ohne DVCC bzw. BMS starten.
Steuern tut immer (solange er läuf) der Cerbo/Venus - nur die Quelle der Information und Randparameter ist eine andere.
Bei 20A (C Characteristic) kannst Du 20A einstellen, ich mach aber meist auch immer 1A weniger als abgesichert. Ist aber wohl eher wegen dem Sicherheitsbedürfnis.
OK da musst Du das overruled by remote drin lassen, damit der Cerbo Werte ändern kann. Das bezieht sich wohl auf steuern der Stromstärke generell (nicht max wert zumindest im ESS Betrieb).
Aber ich mag da falsch liegen - ich habs an und es funktioniert.
Und nachdem die Basis läuft, dringend prüfen wie sich die Extrema verhalten. 100% SOC meistens unkritisch aber durch das Schätzeisen JK BMS beim SOC ist ein Betrieb bis 0% bei mir aktuell nicht möglich. Der Victron fängt an unkontrolliert aus dem Netz zu Laden. Mit einem Mindest-SOC von 3-4% im Victron eingestellt, alles tip top!
Frage zur Batteriekapazität im Batteriemonitor @dieter_p : Du hast dort 628 Ah eingetragen. Was ist das für eine Batterie? Ich bin davon ausgegangen, dass die Kapazität der einzelnen Zelle eingetragen wird. Es scheint aber, dass die Gesamtkapazität eingetragen wird? Im BMS wird die Kapazität der einzelnen Zelle angegeben. Warum willst Du bis 0% runter? Ich kenne das nur so, dass man sich im Idealfall zwischen SOC 20% bis max. 90% bewegt, um die Zellen zu schonen. Nur dann hat man praktisch keine Chance eine Balance zu erreichen, richtig?
Dann hangle ich mich durch die Cerbo Einstellungen. Leider sind die Menüpunkte in der Anleitung anders angeordnet, als in der Remote-Konsole. Ich dachte es liegt an der klassischen Ansicht. Ich habe in der Konsole auf die neue UI umgestellt, neu gestartet, aber über das Portal sieht alles identisch aus. Bei mir schaltet er nicht um :-(. In der Anleitung steht ja, welche Auswahlmöglichkeiten es gibt. Danke, das sehe ich auch in der Remote-Konsole. Eine Erklärung der Punkte wäre sinnvoller… Die finde ich in der Anleitung, die sonst der Bibel Konkurrenz macht leider nicht.
Ich habe jetzt DVCC aktiviert und das JK-BMS übernimmt die Steuerung. Bei intelligenten Batterien (was auch immer das sein soll, vermutlich mit BMS und Can.bus) wird das ausdrücklich empfohlen. Ich gehe davon aus, dass das dann doch Sinn macht, weil der MP2 die einzelnen Zellspannungen ja nicht kennt. In diesem Punkt scheinen die Meinungen auseinander zu gehen. Ich gehe davon aus, dass die Einstellung des Batterie-Monitors im MP2 dann für die Katz ist.
Schaltet man Zellen in Reihe (Ein Akkupack) bleibt die Kapazität gleich.
Schaltet man Zellen parallel addiert sich die Kapazität.
Hast Du einen Pack nur in Reihe geschaltet, entspricht der Eintrag (BMS & Victron) der Zellenkapazität. Mein Beispiel zeigt 2 Akkupacks die parallel zueinander verschaltet sind. 314Ah + 314Ah = 628Ah.
Prüfe das gerne nochmal im GX Device. Ich meine die Konfiguration im Ve.Configure hat die Wahloption freigeschaltet. Hab danach noch im GX Device selbst umgestellt:
Damit ist der Multiplus als Sicherheitsinstanz aber auch raus. Wenn das chinesische Premiumprodukt jetzt falsche Werte liefert, fackelt die Kiste ab, richtig :-)? - Eigentlich auch nicht, was ich will…
Was stelle ich im Cerbo denn unter ESS / Netzeinspeisung ein? Punkt 1: AC gekoppelte PV?
Dann gibt’s noch die Punkte unter Lastspitzenkappung, etc…
Der MPII ist keine Sicherheitsinstanz - es ist ein Ladegerät das sich im Rahmen der konfigurierten Werte bewegt. Die werden eben im ESS Betrieb von Venus vorgegeben.
Fällt das Venus Device aus geht er in den STandalone betrieb, daher ist auch wichtig was im MPII konfiguriert ist quasi als Fallback.