Victron MP2/5000 lädt nicht mit maximaler Stromstärke

TOP! Denke, das wollte stromsparer auch sehen.

Woher die 60A Ladeleistung kommen kann ich dann auch nicht nachvollziehen. Die entsprechenden Einstellungen scheinen bei dir ja zu passen...

Die Akkugröße (Ah) hast du im VE.config auch richtig gesetzt?

Ja, die 280Ah sind hinterlegt. Das SerialBattery übergibt das zusätzlich auch noch mal inkl. der verbrauchten, zur Verfügung stehenden und installierten Ah. Denke aber nicht dass das Venus damit wirklich etwas macht...

Ich habe ja jetzt schon über 5 Jahre die 2 Victron Multigrid. Damals gab es von Victron keine Schieflastbegrenzug.

Meine 2 Multigrids haben damal auch mit 118A den Akku entladen, irgendwann habe ich dann bemerkt, dass nur noch max 107,5A aus dem Akku kamen und ich schon Netzbezug hatte. Irgendwann sah ich dann unter 100A Netzbezug, habe dann aber gesehen, dass die Verbraucher auf L2 u. L3 waren. Da hat also die Schieflastbegrenzung voll eingegriffen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die 60-65A durch Schieflastbegrenzung entstehen.

Beim Laden ist mir das bisher nicht aufgefallen, da ich ja seit 2018 die 2. PV mit Laderegler habe und ich deshalb problemlos über 100A komme.

Davor haben mein 2 Multi aber eher mit 1-2A mehr geladen wie im Datenblatt angegeben.

Habe jetzt mal etwas in meinen Screenshots gesucht und das hier gefunden

Wenn man die 47,5A vom Laderegler abzieht, dann kommen jetzt auch nur 59,8 von den Multis.

Am Netzzähler sieht man 4609Watt Schieflast

Dann müssten die 70A bei leerem Akku erreicht werden, wenn die Ladespannung noch niedrig genug ist. Rein rechnerisch wäre das bei 80% Wirkungsgrad bis 52,2V der Fall.

Oliver

An die Schieflastbegrenzung hatte ich auch schon gedacht. Aber bei 65A zieht der MP2 etwa 3800W maximal hatte ich 3900W beobachtet - und wenn er die Grid-Phase betrachten sollte, dann sollten die Werte ganz wild aussehen, weil der MP2 bei mir denkt er hängt an Phase 1, tatsächlich liegt er aber auf Phase 2.

Das einzige was ich mir vorstellen könnte wäre, dass er VA als Grenze zieht. Aber VA geben meine Zähler leider nicht aus und soweit ich weiß liefert Victron den Wert auch nicht? Falls der Leistungsfaktor unter 1 fällt, wäre es ja denkbar, dass es mehr VA als W sind.

Jedoch andersrum, kann er beim Entladen ja auch mehr ziehen, hier hab ich ja schon Werte um 5100W gesehen, hier scheint also keine Schieflastbegrenzung zu greifen.

Weil grad die Sonne scheint, man sieht das die Schieflast unter 4600W liegt. Und er bleibt wieder wie festgenagelt auf 65A stehen.

Habe mein VRM nun auch repariert bekommen, hatte mich dann doch gewurmt, dass es nicht geht. Es lag an ungültigen Werten im DBUS, die ich da reinpushe. Hab da etwas aufgeräumt, jetzt überträgt er fleissig ins VRM.

Dafür hab ich jetzt unten die Anzeige ESS #1 und #2 stehen ... keine Ahnung warum.

Heißt normalerweise, dass du BatteryLife aktiviert hast, und der dort automatisch gesetzte SOC erreicht bzw. unterschritten wurde.

@saugnapf dass zeigt er mir im VRM auch an, aber der SOC ist nicht low und BatteryLife naja ...

Sind 3907 Watt Schieflast. 4,6KVA sind ca 3680Watt. Eigentlich bist du schon in Schieflast

Wenn der SOC unter dem in BatteryLife gesetzten Wert liegt, ist der SOC low. Brauchst ja nur nachzusehen.

@saugnapf das System läuft im ESS Mode 3, da gibt es keine Settings für Battery Life, wenn ich aber wechsel, ist 5% minimum Soc eingestellt, und active Soc Limit steht auf 55%.

Was sehr vermutlich an der hohen Batteriespannung liegt.

Lt. technischer Daten hat der Multi max. 70A Ladestrom. Zudem stehen in den Daten ein Batteriespannungsbereich von 38-66 V. Aus der Bezeichnung 48/5000/70-50 könnte man jetzt noch ableiten, daß die 70A bei 48V erreicht werden, aber sicher nicht, daß es die auch noch bei 66V gibt.

Oder anders ausgedrückt: Wenn du da eine Batterie dranhängst, die mit ihrer Spannung immer oberhalb von 48V liegt, dann wirds für die wohl niemals 70A Ladestrom geben.

Oliver

Okay. Die Schieflast-Geschichte könnte eine Erklärung sein. Allerdings halte ich jetzt mal dagegen, dass ich eine 13kWp Anlage mit einem 3-Phasigen AC-Wechselrichter (Fronius) habe. Wenn da Leistung drauf ist, komme ich auch nur auf die 65A kurzfristig und dann eher 60A. Dann müsste über die Phasen ja eigentlich genug vorhanden sein... Oder ich habe da einen ordentlichen Denkfehler drin.

Andererseits, wenn er wirklich aufgrund der Schieflast begrenzt. Dann müsste das ja ein hartes Limit sein. Oder dynamisch angepasst was gerade tatsächlich je Phase los ist. In beiden Fällen passt es eigentlich nicht mit dem Logging. Er startet ja mit 65A und reduziert dann auf 60A. Bei statischer Begrenzung dürfte er gar nicht erst mit 65A loslegen. Bei dynamischer Berechnung müsste es schwanken über die Zeit, je nach Belastung der Phasen. Beides kann ich jedoch nie beobachten.

Was für mich noch gegen die Theorie Schieflast spricht, ist das er das ja nicht beim Einspeisen macht. Da geht er ja auf deutlich höhere Leistungen. Und da interessiert ihn die Schieflast ja auch nicht wirklich... Wenn müsste er das doch in beide Richtungen beachten, oder?

@oliverso

Daran liegt es nicht. Bevor ich die DC PV installiert habe, hatte ich regelmässig 70A Ladestrom.

Dann kam die DC PV und mir wäre das nicht mehr aufgefallen. Igendwann hat Victron die Schieflastbegrenzung eingeführt, weil es Probleme beim Anmeden der 5000er Multis gab.

@oliverso ja das wurde weiter oben bereits vermutet, ich überprüfe das mal, wenn der akku leer ist. Dann liegt die Spannung ja in dem genannten Bereich.

@bennyb21

Es hängt ja auch noch etwas davon ab, wie gerade deine Verbräuche auf die Phasen verteilt sind.

Wir könnten aber auch im Victron Forum eine Frage dazu aufmachen. Da bekommen wir mit sicherheit ne Antwort

Unwahrscheinlich, dass der MP2 das berücksichtigt. Ich kann ja den Grid-Zähler sogar abschalten und dennoch speist er nicht mehr ein.

@oliverso

Ui, einiges verpasst beim Tippen... Aber Dein Kommentar hat mich noch mal dazu veranlasst in das Logging zu schauen. Da habe ich dann mal stark reingezoomt, weil das Thema Ladespannung ja viel Diskutiert wird:

Was man da in der hohen Auflösung sehen kann, ist dass bei einem niedrigen SOC, Batteriespannung unter 48V, der Ladestrom am Anfang tatsächlich für wenige Sekunden/Minuten mal an den 70A kratzt und dann aufgrund des bei LiFePo üblichen steilen Anstiegs der Spannung ganz unten der Ladestrom schnell runter geht auf die 60A.

Wenn es dann tatsächlich daran liegt, ist es schon echt ärgerlich. Denn an sich kann er ja 70A doch problemfrei verkraften... Und macht beim Entladen ja noch deutlich mehr... Und 10A Ladeleistung ist halt schon ein Wort... Gerade in der Übergangszeit, wenn mal nur kurz die Sonne raus kommt bei etwas größeren Anlagen.

Ich kenne es aber auch aus anderen Bereichen so. Er kann halt eine gewisse Abwärme (Wandlungsverluste) verkraften und die sind nicht nur abhängig von der Stromstärke sondern auch von der Spannung. Finde das Verhalten absolut üblich und nachvollziehbar.

Mit Abwärme und Wandlungsverluste hat das nichts zutun, entladen kann er ja auch problemlos mit über 100A