Ich habe hier schon öfter gelesen, dass verglichen wird wie tief die Geräte modulieren.
Oft wird sich gewundert dass die selbe Anlage unterschiedlich tief moduliert.
Das liegt nicht nur am unterschiedlichen Wärmebedarf sondern auch an der Differenz der angeforderten Temperatur zur Außentemperatur.
In der Übergangszeit modulierte meine Perfera FTXM35A unter 100 W.
Jetzt, bei um die 0 Grad sind es eher 180W-250W.
Das liegt meiner Beobachtung nach daran, dass die Anlage mit einer gewissen Mindestleistung laufen muss um die nötige Auswurftemperatur am Innengerät von um 30 Grad zu erreichen.
Das bedeutet im Umkehrschluss dass die Anlage auch bei niedrigen Außentemperaturen um 0 Grad und 250W Leistung taktet, weil es keinen Sinn macht die Leistung zu reduzieren.
Dies nur mal als Anregung woran es liegen kann, wenn die Anlage aktuell nicht so tief moduliert, bzw bei höherer Leistung schon taktet.
es kann auch einfach daran liegen, dass wie bei anderen Herstellern auch die minimale Kompressorfrequenz von der AT bzw. dann letztlich den Kältemitteltemperaturen abhängt.
Das wird bei sehr vielen LWWP beobachtet, könnte/wird bei LLWP nicht anders sein.
Wenn du es schaffst, die Auswurftemperatur unter die 30°C zu drücken, moduliert sie auch noch weiter runter, selbst bei 0°C AT.
Die Anzahl Takte kannst du damit auch noch weiter reduzieren, sofern dich 25 oder 27°C
Auswurftemp nicht stören.
Probier mal Econo abzuschalten und die Bedarfssteuerung auf 40% zu setzen.
Dann könnte die Modulation noch weiter runtergehen.
Das Folgende habe ich bei meiner Perfera 3MXM40 Multisplit vor ein paar Tagen gesehen.
Den Wert hat sie so ca. 5min gehalten.
Vielleicht klappt das ja auch mit der Single-Split.
Die Multi läuft mit drei IGs, wenn alle Warmluft abgeben bei 0°C AT so um die 220-240W, wobei jedes IG allein für Lüfter und Steuerung schon 20W konsumiert.
Die hat im Januar bei folgendem Temperaturverlauf am Aufstellungsort (Südbalkon) einen COP von 5,2 erreicht. Die Wärmeabgabe mit 678 kWh (lt. App ) aus 128 kWh gemessen mit Shelly.
Ich glaube nicht, dass es diese besagte Limitation der Auswurftemperatur bezüglich der Mindestleistung gibt. Eher ist es so, dass die Anlage dann stattdessen die Lüfterstufe reduziert.
2 meiner Perferas laufen gerade in diesem Moment bei 145-160 Watt und 20-24°C Auswurftemperatur durch auf Lüfterstufe 1
Die Anlage nimmt aber zwischendurch die Lüfterdrehzahl phasenweise runter auf eine Drehzahl die nochmals UNTER dem Silent-Mode liegt. Siehe Screenshot.
Dass es aber trotzdem zumindest eine gewisse Korrelation im Temperaturdelta geben könnte mag so sein. Meine Beobachtung ist mehr, dass es zusätzlich aber auch von der eingestellen Innentemperatur abhängen kann. Bei 16°C Soll sehe ich grundsätzlich eine minimal tiefere Modulation als bei 21°C Soll-Temperatur. Wobei das Unterschiede sind… die dann eher im 10-20Watt-Bereich spielen.
Ergänzung:
Edit:
Die einzige Anlage bei mir wo ich grundsätzlich eine starke wirklich nachweisliche Korrelation zur Außentemperatur sehe ist meine 2,5KW-Sarara. Ab einem Sensorwert von unter 0°C am Anlageninternen Sensor am Außengerät steigt die unterste Modulation sprunghaft von 105 Watt auf 210 Watt an.
(via temp-tracking und home assistant halte ich die Anlage bei Außentemperaturen unter 2°C am Wochenende an der untersten Modulation damit die Aufheizphase zum Wochenstart nicht so schlimm wird, dadurch ist mir das aufgefallen. In der Praxis tritt so ein Fall ja nicht auf, wo man mit 100 Watt bei 0°C heizen kann. Dann wäre die Anlage für den Raum… wohl sehr fehldimensioniert)
Das ist kein reinpfuschen, die Anlage steuert sich ja immer noch selbst, du hilfst ihr nur dabei, deine Vorgaben bzgl. Komfort besser einzuhalten.
Die Bedarfssteuerung kannst du jederzeit über die Onecta APP an und wieder abschalten, falls es nicht passt.
Wenn die Anlage mit der Einstellung der Bedarfssteuerung im Schnitt 50W weniger verbraucht summiert sich das schnell auf 10-12€ Einsparung pro Monat je nach Strompreis.
Das passiert bei der Perfera als Single-Split aber eigentlich nicht.
Der einzige Anwendungsfall wo die Bedarfssteuerung vielleicht hilft sind Übergangszeiträume wo die Anlage ins Takten kommt. Da kann man das vielleicht nutzen um den Aufheizzeitraum künstlich in die Länge zieht um später ins Takten zu kommen.
Wenn die Anlage ohne Bedarfssteuerung nicht ins Takten kommt arbeiten die Single-Splits meines dafürhaltens so gut, dass man die Bedarfssteuerung eigentlich gar nicht anpacken braucht.
Bei den Multis ist das ja ein kleines (sehr großes) bisschen anders.
Hab auch beides hier
Weil was bei der 3,5KW Perfera die der TE hat auch dazu kommt ist, dass die Bedarfssteuerung bei 40% die Leistung sehr wahrscheinlich auch einfach zu weit oben abschneidet um an seinem takten generell sinnvoll etwas zu ändern. Also das vielleicht als Kontext zu meinen Sätzen davor bevor die missverständlich sind.
Ich bin immer wieder erstaunt mit welch geringen Leistungen ihr in diesem Winter die Wohnungen warm bekommt. Obwohl, wenn ich mir obiges Temperaturprofil anschaue, ganz so Kalt scheint es nicht überall zu sein.
Meine Geräte laufen derzeit 24/7 mit 500-1000W durch. An Versuche mit Mindestleistungen ist bei meinen Temperaturen gar nicht zu denken.
Zaubern können die Geräte nicht. Die Heizlast hängt ja an der Gebäudesubstanz und dem Dämmstandard. Und was ein Gerät leisten muss, hängt ja auch an der Fläche die es bedienen muss.
Wir haben zwar recht schlechte Bausubstanz (ungedämmt), aber im kleinen 10m² Schlafzimmer komme ich derzeit bei -3 Grad auch noch auf Mindestmodulation von 170-180 W bei der Daikin ATXF. Allerdings heize ich dort auch nur auf 16 Grad. Die Anlage läuft dort auch nur 3-4 Stunden am Tag. Sie startet mit 440 W, moduliert dann auf etwa 360-380W und nach vielleicht 2-3 Stunden ist sie bei 170-180W. Econo + maximale Lüfterstufe ist eingestellt.
Die niedrigen Leistungen hab ich nur in den kleinen Räumen oder bei gewollter Nachtabsenkung wo ich via Automation dann versuche die untere Modulation zu erreichen. Zweiteres mach ich in den Räumen wo sich bei kompletter Heizpause die Aufheizrallye am Morgen zu lang ziehen würde indem ich die Soll-Temperatur der Anlage immer kurz vor der Abschaltgrenze aktiv tracke/neu setzte via Automation
Bei mir sind es aktuell auch 60kwh an Tag verteilt auf alle Anlagen (11 Innengeräte )bei um die 0°C
Blau beheizt einen zweigeschossigen Flur mit ca. 4x5m Grundriß bei gedämmter oberer Geschossdecke, ein 8m² Bad und eine 9mm² Küche auf 18°C und das Innengerät2 das 25m2 Schlafzimmer auf 16°C.
Gelb heizt ein 30m² Wohnzimmer auf 23°C.
Auf Nachtabsenkung verzichte ich derzeit , da die Aufheizphase sonst in Abtauorgien endet und die Solltemperatur dann nur schwer wieder zu erreichen ist.
Im Ergebnis kommt dann dieser Verbrauch raus:
Das Haus ist von 1890 mit 36er Lehmziegelwänden und doppelverglasten Fenstern aus den 2000ern.
Gasverbrauch war immer um die 10000-14000kWh und dazu noch 1Tonne Kohlen plus ein wenig Feuerholz.
Mindestmodulation hab ich in letzter Zeit natürlich auch immer mal versucht anzufahren, rein aus Interesse. Die Vivax schafft vollkommen unabhängig von der Soll-/Außentemperatur 240Watt.
Die MHI ist deutlich Temperaturabhängiger. Bei Plusgraden und Innen <=18°C sind 340Watt zu erreichen, wird es kälter, oder liegt die Solltemperatur Höher bringe ich sie nicht mehr unter 470Watt.
Heizen ist aber mit diesen geringen Leistungen wie gesagt nicht mehr drin, denn das Haus würde komplett auskühlen.
Mal nebenbei, die Vivax macht ihre Arbeit wirklich gut und erkennt nötiges Abtauen auch perfekt. So ganz scheint der Hersteller seiner Erkennung aber trotzdem nicht zu trauen und hat ab ca. 2°C aller 2h einen festen Abtauvorgang einprogrammiert, welcher natürlich unnötig wäre.
Stimmt, aber wo ansetzen? Oberste Geschossdecke ist halbwegs gedämmt, Putz, Bretter, 5cm Stroh/Lehmgemisch, 160mm Mineralwolle, Dielung und die intakte Rauputzfassade ist viel zu Schade als sie zu bekleben und dann aller paar Jahre streichen zu müssen.
Viel Verlust entsteht noch durch die Decken zu den Räumen im Obergeschoss, das hat aber den Vorteil, dass selbst bei dem strengen Frost der letzten Tage die Temperaturen dort bei 10°C verharren.
Trotz Allem stimmte die Rechnung am Jahresende 2025 froh, auch wenn es dieses Jahr sicher ein wenig mehr wird. In dem Preis ist ja nicht nur Heizung, sondern auch der normale Verbrauch, Aquarien und Warmwasser mit drin.
Also ich heize mit der FTXM35A unser 40 qm Wohn/Esszimmer im unrenovierter Altbau von 1961, Reihenmittelhaus mit älteren Doppelglasfenstern.
Nachts auf 19°, Morgens mit 1 Stunde hoher Lüfterstufe auf 20° (Die Tür mach ich Abends mit ca 15 cm Spalt auf)
Danach auf 22,5 Grad und nachmittags auf 24 oder 24,5 Grad (wenn es draussen kalt ist)
Die Tür zum Flur mit Küche und dem oberen Stockwerk wird meist mit einem Spalt von 10-20cm geöffnet um die alte Ölheizung zu entlasten und Öl zu sparen.
Damit haben wir abends angenehme 22 Grad im Wohnzimmer.
Im Januar habe ich dafür bis jetzt 134 kWh (gemessen mit Shelly) verbraucht und dafür 701kWh (lt Onecta App) bekommen. Errechneter COP 5,2.
Für den Rest des Hauses läuft unsere alte Öl-Heizung mit 55 Grad Kesseltemperatur (für Warmwasser) und Vorlauf von etwa 40 Grad mit einer Spreizung unter 5 Grad bei kleinstem Pumpenvolumen und passend geöffneten Ventilen.
Das dürften guten Voraussetzungen für mein Vorhaben sein, die Ölheizung durch eine kleine Wärmepumpe evtl, mit separater WW-Wärmepumpe zu ersetzen.