Kleine LWWP als Ergänzug zu Splitklimas

Langfristig war mein Plan das Haus weitgehend mit 2 Split-Klimas zu Heizen und die alte Ölheizung im Keller durch eine LWWP zu ersetzen.

Die erste Splitklima (FTXM35A) im EG läuft besser als erwartet.

Die zweite Splitklima (ATXD25A ) für das 1.OG ist wegen des Wetters noch nicht installiert. Wird wohl eher Frühjahr 2026.

Größenordnungsmäßig dürfte aber für den Rest Wärme und Warmwasserbedarf eine kleine (>5kW) LWWP reichen.

Meine erste Recherche hat mich zu der etwas älteren Panasonic Aquarea LT Monoblock-Wärmepumpe, 5 kW, Gen. J geführt, wo viele wohl sehr zufrieden mit sind.

Ich fand das Außengerät aber echt hässlich und es gibt eine R290 Nachfolger(?), der mir viel besser gefällt.

Aktion EVI Monoblock Inverter Wärmepumpe 8,3KW, 1phasig, R290, SG Read

Die ist effizienter und liegt preislich im selben Bereich. Leider konnte ich ich keine Erfahrungsberichte zu dem Gerät finden.

Kennt das Teil hier jemand?

Verstehe deine Formulierung nicht richtig. EVI ist doch kein Nachfolger, weil es mit Panasonic überhaupt nicht zu tun hat.

Wäre die nicht ziemlich überdimensioniert, wenn Du weitgehend mit den Splitklimas heizen willst?
Lese interessiert mit! Gehe jetzt auch in den ersten Winter wo wir primär mit zwei Splitklimas heizen wollen und sich zeigen wird, was noch an Rest (diesen Winter dann Gas/Heizkörper) nötig ist.

Die 5kW ist keine “kleine” WP und die 8,3 kW schon gar nicht.

Aber etwas anderes … ich hatte auch zuerst eine Splittklima im EG. Dann kam die genannte 5 kW Pana (115m2 nur teilsaniertes Lehmhaus mit Heizkörpern only). Dachte, das könnte knapp werden, Pustekuchen, die schafft das Haus locker.

Ergebnis: Das Wohnklima mit der Pana ist wesentlich angenehmer als mit der fußkalten Splittklima. Die ist jetzt nahezu nur noch für die Kühlung im Hochsommer zuständig.

Wenn es billiger wäre würde ich es einfach ausprobieren.

Unser Ölbrenner hat halt eine Leistung von 27kW. Läuft natürlich nicht durch.

Auf der anderen Seite brauchen wir im Jahr kaum mehr als 1500l Heizöl, was ja mit 10kW Heizleistung pro Liter 15000kWh (ohne Verluste) in etwa entspricht. Bei einem (worst case) COP von 3 sind das 5000kWh Strom. Also unterm Strich nicht teurer. Und man spart den Schorni. Der wird ja auch jedes Jahr unverschämter.

Ich würde mir fürs Wohnzimmer einen Kombinationsbetrieb von LLWP und Heizkörpern über LWWP wünschen weil dann die Wärmeverteilung optimal ist.

Im Büro im 1. OG ist der Heizkörper zu klein. Da braucht es die Splitklima (bzw. bis jetzt einen kleinen Ölradiator) um angenehm arbeiten zu können.

Ich denke eine gut modulierende 5kW LWWP für Grundversorgung im Keller wären schon OK.
Die würde Gäste-WC, Bad, Keller und Warmwasser versorgen. Und halt einen Teil des Wärmebedarfs in den Räumen mit den LLWP Splitklimas decken.

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du kannst auch noch Lüfter (z.B. PC Lüfter) am Heizkörper montieren, das macht einiges aus.

Ich habe ähnliche Überlegungen und auch unser Bedarf von ca. 17000 kWh ist ähnlich. Was ich mir bei deiner Lösung mit der 5kW Wärmepumpe schwierig vorstelle ist die Warmwasseraufbereitung. Ich habe damals die Leistung unserer Pelletheizung von 15 auf 10 kW reduziert damit sie im normalen Betrieb weniger taktet. Man merkt bei der Warmwasserbereitung tatsächlich, dass sie zu kämpfen hat. Natürlich nur wenn es draußen richtig kalt ist. Interessant finde ich tatsächlich die “neuen“ R290 Monoblocks von Panasonic. Die scheinen deutlich höhere Vorlauftemperaturen zu erreichen, das kann aktueller Brenner auch, welches die Warmwasserbereitung erleichtern sollte. Zusätzlich sollen sie nach den Unterlagen deutlich leiser geworden sein. Das wäre für mich ein weiterer Grund in diese Richtung zu gehen.

Hi,

ich habe mir die Pana auch mal angwschaut(Datenblätter).

Die Frage ist, wie diese die Temperaturen erreicht.
Wenn es am Ende über 50° nur noch ein Heizstab ist, wäre das nicht gut.
Weiss da jemand was zu ?

Und gleich noch eine Frage:
Hat jemand eine Panasonic der neuen Generation mit TCP-Modbus oder ähnlichem schonmal sinnvoll angesteuert ?
Ein für mich sehr wichtiger Aspekt.

Zum Thema R32 vs R290 siehe:

https://wp-gs.jimdosite.com/luft-luft-wp/

Und wer sich für den Kältemittelkreislauf interessiert und wissen möchte, warum R290 höhere Vorlauftemperaturen möglich macht:

R290 ist also nur ein "anderes Kältemittel", welches in erprobter und bewährter Hardware eingesetzt wird. Kein großer Unterschied. Ob hier höhere Preise gerechtfertigt sind?

R32 erlaub nur Vorlauftemperaturen von ca. 50-60°C. Mehr gibt der Kreisprozess nicht her.
R290 erlaubt es 20°C höher zu gehen. Die Kältemittel-Drücke bei R290 sind nur halb so hoch.
Der COP ist bei beiden Kältemitteln in etwa gleich. Wenn 50-60°C ausreichen ist sicher R32 auch ok.

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Habe 130m2 EFH Bj.2000 | 8 KW PV + Heizstab für WW | | 3x DAIKIN Splitklima + kleine Infrarot für Bad + Gastherme mit Heizkörper |
Bin von früher 13.000 KWh Gas nun auf 2.500 KWh runter (80% weniger Gas)
Gas brauche ich nur im Winter für WW und bei Minus-Grade für “abgelegene Räume”

Um das (Rest-) Gas wegzubekommen ist für mich eine 4,5KW Elektrotherme
Thermona EL5 | Hat eine Handy-APP usw.

ist die beste Lösung.
→ Gerät kostet nur ca. 1.300 € + 1.500€ Installation | Kein Außengerät, keine hässlichen Stemm- und Leitungsverlegearbeiten | Keine jährlichen Wartungskosten | Stromverbrauchskosten bei 2.500 KWh und 0,25 ct = 625,- € / Jahr |

Monoblock-Gerät habe ich immer ein ungutes Grundgefühl da dies mit Wasser
Außen handtiert (bei -10° und Stromausfall) | Außerdem braucht das bestimmt bei meiner Konfiguration auch 300,- € Strom / Jahr da es sich bei “Nachtabsenkung” wie die Klimas bestimmt 50-100W genehmigt wenn Außentemp. kleiner 5°C (bei mir ist nachts alles aus - außer bei Minus-Temperaturen)

Was meint Ihr dazu ?
Bei dem “Bißchen” notwendige Restwärme ist der riesen Aufwand für eine zus. Wärmepumpe doch völlig übertrieben ?

Meines Wissens ist das in anderen Ländern nicht unüblich. Es gibt auch Heizstrom, da wird der Heizstrom noch günstiger. Vor allem ist das eine Technologie die deutlich länger halten sollte als eine LWWP.

Ich verstehe nicht wofür das gut sein soll wenn du schon Heizstab drinhast. Heizstab höher aufdrehen. In Räumen die mehr brauchen nen Elektrokonvektor. Also Wärme direkt dort erzeugen wo sie benötigt wird. Der Konvektor kann auch noch mit Lüfter genutzt werden, erwärmt also schneller den Raum.

@RoterFuchs
Heizstab natürlich nur für WW.
Es geht nicht darum was es alles theoretisch denkbar ist.

Sondern um ein Beispiel wie einfach man bei meinen (und wahrscheinlichen vielen anderen mit Häusern aus 1990 - 2005) baulichen Gegebenheiten den Gasverbrauch reduzieren kann.
Gas ist derzeit horrent teuer und wird noch viel teurer, da CO2-Kosten und kommender Gasmangel.

Wärmepumpen nachrüsten ist teuer, aufwändig und
risikobehaftet, da oft falsch projektiert und falsch umgesetzt wird, doch dann hat man das Problem schon im Haus…

Aber dann erklär mir doch bitte wieso das Gerät dort besser sein soll als 3 Heizungsradiatoren mit Strom, die zusammen 50€ kosten und dieselbe Heizleistung bringen? Da dran ist doch gar nichts schwierig und kostet noch weniger als deine Lösung für 2800€.

Ich sehe das Problem bei Dir und noch extremer bei mir (3500 kWh Wärme zum Heizen vor Einbau der beiden Splits) eher darin, die wenige Wärme der WP zu verteilen, wenn man keine FBH/WandH hat, so dass die LWWP vernünftig laufen kann. Weniger Einfrieren etc. Wenn, dann natürlich auch selber installieren, sonst ist es wirtschaftlich völlig krank. Wenn es vom Strom her paßt, sind dezentrale Heizlüfter etc natürlich am effizientesten, wie RoterFuchs ja schon geschrieben hat. Hab bei uns mit alter Inst in den Räumen da etwas Bauchweh und mir die E-Therme hier auch schon mal angesehen, als sie hier jemand verlinkt hatte.

Ich kann nur nochmals sagen, jeder hat doch individuell eine andere Situtaiton.
Ich habe z.B. im ganzen Haus 12 Heizkörper.

Wenn es Minus-Grade hat, wird es interessant, da die 3 Innengreäte nicht überall hinkommen. Nicht umsonst hat der Heizungsbauer vor 25 Jahren die 12 Heizkörper entsprechend platziert.
Da bei entsprechenden Minus-Graden notwendig auch wegen Schimmelvermeidung usw.

Zusätzliche Radiatoren aufstellen?
Stehen im Weg, liegen Kabel herum, müssen gesteuert werden, stauben ein, riechen..
-> NEE

Die Heizkörper sind da, stehen am richtigen Platz, easy steuerbar über Ventil.
->EASY GOING

Du kannst doch machen was du willst. Mit COP1 gegen eine Wärmepumpe antreten ist bei knapp 2800€ Anschaffungs- und Installationskosten dennoch etwas, was man aufbringen muss. Da kann man eben zu einem günstigen Heizstab greifen oder eben 2 Radiatoren hinstellen. Denn die Räume dreht man dann ja ab, die Heizleistung dieser Räume steht den anderen Radiatoren zur Verfügung. Nicht jeder muss auch alle Räume warm haben bei -10 oder -20°C.

Ich wollte nur die Relation verstehen. WW hat also den Heizstab, aber die Heizungen die über Gas laufen nicht.

Nun kaufst du dir also für ca. 2800€ so ein Gerät und hast ja schon 3 Klimasplits einbauen lassen. Da hätte man für dasselbe Geld sicher eine Monoblock-Wärmepumpe kaufen können. JAZ was schlechter beim heizen, besser bei Warmwasser als über Elektro. Preis bestimmt dasselbe.

Jeder wie er will.

Ich will auf die vorhandene Ölheizung nicht verzichten.

Wenn es im Winter richtig kalt wird, dann wird das Heizen mit Wärmepumpe / Klimaanlage ökonomisch UND ökologisch unsinnig.

Der Energiebedarf steigt und Heizleistung/Wirkungsgrad sinkt.

Und wenn die Franzosen dann sagen, jetzt brauchen wir den Strom aus den Kernkraftwerken an der deutschen Grenze selbst für unsere Wärmepumpen, dann wird es dunkel und kalt.

Die alte Ölheizung kann dann ökologisch besser einspringen. Dazu braucht es einen kleinen Benzin oder DieselGenerator für Steuerung und Pumpen. Dann gibt es sogar nachts noch ein Wenig Licht.

Wenn der Golfstrom sich durch den Klimawandel verändert, kann es hier sehr kalt werden.

Definiere bitte “richtig kalt”. -10°C? -5°C? 0°C?

Den Generator brauchst du sowieso, damit du mit deiner Ölheizung die Wärme überhaupt erst verteilen kannst benötigst du eine Pumpe etc. pp. Wieviel Ölspeicher sollen das also sein? 1000l?

Der Bivalenzpunkt ist nicht bei jeder Anlage gleich, aber das liegt meistens in dem Bereich 0 bis -10°C wie Du gesagt hast.

Der Punkt ist sicher erreicht, wenn alle WP volle Kanne laufen ohne Heizstab. Wenn ausreichend Klimagerät vorhanden sind, sind das hier nicht so viele Tage.

Wenn man dafür extra eine Ölheizung bauen müsste wäre das wirtschaftlich nicht machbar. Aber eine vorhandene Heizung zu zerstören ist unsinnig.

Die Wärmepumpe statt Heizung löst das Problem nicht, wenn es nicht genug Strom gibt.

Noch eine zusätzliche Klimaanlage könnte den Ölverbrauch des TE nochmal halbieren, und die vorhandene Heizung bleibt erhalten.