Verschlechterung für Balkonsolaranlagen ab 01.01.2024

Würde für mich von den jeweiligen Konsequenzen abhängen. Nicht anmelden = ev. fahrlässig "vergessen". 2kWp anmelden, 3kWp betreiben = ev. vorsätzliche "Falschaussage". Nicht nachweisbar lautet die Devise, also Kabelwirrwarr, das aber den aktuellen technischen Regeln entspricht.

Ich persönlich melde lieber nicht, als dass ich für etwas unterschreibe, das ich so nicht umgesetzt habe. Unwissenheit schützt aber nicht vor Strafe.

Bei aller Bürokratiekritik sollte man den Sinn dieser Regelungen nicht komplett vergessen. Ein Blitz ist auch nur ein kurzzeitiger Stromstoß :D. Eine Zeitspanne alleine ist ein unzureichendes Argument. Wenn man Funktion und Sicherheit ohne Zertifikat sicherstellen kann, ok. Leider sind Zertifikate und Zulassungen aber auch keine Garantie sondern nur ein Indiz und dienen der Vereinfachung.

@exiloesi Seit wann diskutieren wir eigentlich über Gesetzentwürfe.....?!?

[quote data-userid="7830" data-postid="143236"][quote data-userid="6724" data-postid="143207"]Jetzt halt die Frage als 2000Wp anmelden und trotzdem 3000Wp betreiben oder einfach nichts anmelden.. [/quote]Würde für mich von den jeweiligen Konsequenzen abhängen. Nicht anmelden = ev. fahrlässig "vergessen". 2kWp anmelden, 3kWp betreiben = ev. vorsätzliche "Falschaussage".[/quote]Wieso Falschaussage? Die Ziffer 2 ist neben der 3 auf der Tastatur, er hat sich also schlichtweg vertippt. Außerdem hatte er ja anfänglich nur 2 kWp und die anderen 1 kWp erst später nachgerüstet und dann vergessen, zu melden.

Daniel

@mischa

Seit mir Panikmache "vorgeworfen" wird - ich erkläre nur meine Gedanken.

Bei dem Solarpaket (2kWp Grenze) geht es auch nur um einen Entwurf und der ist das eigentliche Thema. Die Regierung verfolgt (hoffentlich) eine Strategie, ich versuche ein Gesamtbild zu bekommen und dachte, meine Perspektive könnte auch für andere interessant sein. In meinem Haus hängt die Gasheizung am Stromnetz, plane ich künftig Eigenversorgung nur für Haushaltsstrom oder auch für WP,...? Wo geht die Reise generell hin? Ich sehe mehrere Verknüpfungspunkte, die man sachlich diskutieren kann, ohne dass eine Nicht-Standard Situation (bad/worst case) oder das Aufzeigen möglicher Konsequenzen gleich als Panikmache zu deuten sind.

Lassen wir es einfach :slight_smile:

"Ich habe Tempolimit 120 gelesen und nicht 100" vs. "Tempolimit nicht gesehen". "Bei der Überweisung vertippt". Für mich hat es eine andere Qualität, wenn Dinge vergessen wurden als wenn man beim Eintragen (ggf. sogar mit Dialogfeld "prüfen Sie Ihre Angaben") Fehler macht, die zufälligerweise illegal zu legal machen. Nix gegen den Versuch, es ist m.E. nur unwahrscheinlicher, damit durchzukommen. Später nachgerüstet aber alles sieht gleich alt aus und der Stromverbrauch hat sich nicht mehr verändert?

Alles eine Frage der Glaubwürdigkeit, eine Ausrede sollte nur nicht zu einfach als Ausrede erkennbar und vor allem nicht nachweisbar sein. D.h. z.B. den einen kWp mit einem anderen Kabel oder WR-Typ verbinden, das macht die Nachrüstung glaubwürdiger und wir sind wieder beim hoffentlich harmloseren "Vergessen".

Mein Netzbetreiber fordert die Bestätigung "Montage Einspeisedose durch Elektriker". Das würde ich nie und nimmer unterschreiben, wenn es nicht gemacht wurde.

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OK, dann meine Sichtweise:

Balkonkraftwerk ist eine Möglichkeit für Mieter bzw. Hausbesitzer ohne Fachkenntnis mit 1-2 von mir aus 3 Modulen max. 300 Watt dann 600 Watt und bald 800 Watt zu erzeugen.

Aus diesem Grund wundere ich mich über die Überschrift. Wenn ich mir vorstelle, 3000 W/p zu installieren und mit einem 600W Microwechselrichter zu betreiben, welche Verschwendung von Ressousen das ist und vor allem welche Gefahr bei der Installation besteht. Hat schon seinen Sinn, warum ab einer bestimmten Spannung/Leistung der Spaß aufhört. In Deutschland verunfallen bei der Arbeit 3500 Elektriker jährlich. Was würde passieren, wenn wir alle Regelungen über Solaranlage einfach streichen, jeder macht was er will. Die Elektrounfälle würden in die Höhe schnellen.

[quote data-userid="9978" data-postid="143264"]Was würde passieren, wenn wir alle Regelungen über Solaranlage einfach streichen, jeder macht was er will.[/quote]Dann könnte man ein BKW halbwegs sinnvoll auch auf der Nordseite des Hauses betreiben. ?

Daniel

Wer 3000 W/p an ein 600/800W BKW-WR hängt der weiss in der Regel ansatzweise was und wieso er das tut.Seine Intension ist ja nicht den WR dauerhaft mit 3000W zuzuballern sondern über den Tag verteilt durch mehrere Module mit diversen Ausrichtungen die 600/800 Watt zu erreichen.

Opa Müller oder der Technik-Noop käme niemals in den Sinn das zu tun.

Welche zusätzliche Gefahr besteht denn übrigens wenn ich Module mit 3000W bei 35V anstatt 800W bei 35V verkabel?

VG,

René

[quote data-userid="9895" data-postid="143271"]Welche zusätzliche Gefahr besteht denn übrigens wenn ich Module mit 3000W bei 35V anstatt 800W bei 35V verkabel?[/quote]Na, da theoretisch (!) der 3,5-fache Strom fließen könnte, wenn alle Module in die gleiche Himmelsrichtung zeigen und diese irgendwann einmal im Jahr genau senkrecht von den Sonnenstrahlen getroffen werden können. Zeigt die eine Hälfte nach Westen und die andere nach Osten, kann dies bereits theoretisch nicht mehr passieren und bei Nordausrichtung schon dreimal nicht.

Ich halte es für Afferei. Ich hätte das Limit bei 10 kWp gelegt und gut. Selbst an der Nordseite würde niemand so viele PV-Module installieren, weil diese sich selbst in 100 Jahren nicht amortisierten.

Daniel

OK, dann meine Sichtweise:

Ob es nun 600 oder 800 Watt sind die ohne begründbare technische Ertüchtigung der Hausinstallation eingespeist werden dürfen, evtl. pro Phase, dahingestellt.
Ich würde auch sagen, dass die dafür geeigneten Geräte mit Sicherheitskleinspannung (Gleichstrom) zu betreiben sein sollten.
Das ist meist bereits der Fall.
Nun aber bereits käufliche Produkte und die (zukünftigen) Lösungen findiger Köpfe zu unterdrücken, unter dem Mäntelchen der Führsorge oder Ressourcenverschwendung? Ne, ne, ne. ?
Gäbe es Morgen Speicher zum Spotpreis, wie lange bräuchte es für ein passendes Gesetz?
Es mag sinnvoll sein oder erscheinen den möglichen/geplanten Tagesertrag in den ggf. wenigen Sonnenstunden zu „bunkern“ bzw. anzusparen bis man für die dann verfügbaren 600/800Watt eine sinnvolle Verwendung hat
SolarHeini

Geht sehr einfach. Stromspeicher, nur aus PV gespeist, kein eigener Wechselrichter. Innerhalb von 5 min in Marktstammregister angemeldet und vom Netztreiber bestätigt worden. Gab sogar eine EEG Nummer dafür.

So wird das mit den ganzen Zenture, Anker, Ecoflow etc auch gehen.

nennt man auch den darwin award

oder natürliche selektion, ist zwar nicht ganz so toll aber so läuft das nunmal.

manche meinen hier zb im forum sich nen hv akku speicher zu bauen. nach dem man denen sagt lasst bitte die finger davon wars das und irgendwann melden die sich nicht mehr.

ich hoffe weil sie das projekt sein lassen haben und nicht weil sie unter der erde liegen.

ansonsten, das betanken des autos ist auch gefährlich. sollte man den leuten das auch verbieten? bzw nur fachleuten an den tankstellen das tanken erlauben?

irgendwann reicht es, die menschen vor sich selbst zu schützen. das leben ist gefährlich und es endet immer tödlich.

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Eine Frage, zwei Antworten.

Wenn denn, wie dann nächstes Jahr?
Akku und BKW in Summe 2kWp? ?

@mischa

Bei vielen der kritisierten Regeln geht es ausdrücklich um Bürokratie und nicht um Sicherheit. Für den Rest Europas waren 800W kein Problem, in D sind 600W sicherheitskritisch? Dass Leute ohne Fachkenntis (und Verständnis) an Anlagen rum schrauben, bekommt man mit weiteren gesetzlichen Regeln nicht in den Griff. Eher im Gegenteil, je komplizierter die Regeln und je größer der Druck, desto mehr wird so nebenbei gemacht. Die Hürden für fachlich korrekte Anlagen müssen möglichst niedrig sein. Das geht schon bei den Normen los - wenn man diese frei lesen könnte, wäre es einfacher, sich daran zu halten. Ich frage mich, wie viele der verunfallten Elektriker sich nicht (vollständig) an die fünf Sicherheitsregeln gehalten haben und bei wie vielen der Unfall daran lag, dass andere getan haben was sie wollen (Gerät ohne Zertifizierung,...). Wenn zu strenge Sicherheitseinrichtungen die Arbeit unmöglich machen, werden diese in der Praxis gebrückt. Niemand stellt ernsthaft die Sinnhaftigkeit des NA Schutzes in Frage.

Auf den ersten Blick stimmt das, aber auch hier - wer ist schuld? Wenn man einfach unter Einhaltung der Sicherheitsregeln (Sicherungen, VDE-AR-N 4105, Schieflast...) einspeisen dürfte, würden vermutlich einige selbst ohne Vergütung den Aufwand der Limitierung auf 800W nicht betreiben. Von mir aus eine andere Sicherheitsregel: >800W nur mit eigenem Stromkreis. Einer Leitung ist egal, in welche Richtung der Strom fließt. 3600W (kurzfristig entsprechend LSS Kennlinie sogar mehr) auf einem Kreis sind für den VDE akzeptabel, woher also die 2kWp Grenze? Für die menschliche Sicherheit (verunfallte Elektriker) ist die verfügbare Leistung nahezu egal, da zählen nach meinem Schulungsstand Spannung und Frequenz. 230V (50Hz) auf einem 6A Stromkreis können genauso tödlich sein wie auf einem mit 32A abgesicherten Kreis. Die 35V der 10kWp Anlage (parallel) könnte man gefahrlos anfassen, 70V von einer 600W Anlage (seriell) würde ich lieber lassen.

Auf den zweiten Blick relativiert sich die Verschwendung, denn mit EEG muss man zweifellos überdimensionieren, um die Grundlast abzudecken. Solange der Netzbetreiber bei Peakleistung im Zweifel (bei EEG Vergütung) dafür bezahlen muss, ist es ev. sogar ökonomisch sinnvoller für ihn, wenn die Energie erst gar nicht ins Netz eingespeist wird. Spätestens beim weiteren Hochskalieren, wenn z.B. auf jedem Hausdach eine PV Anlage ist. Im lokalen Ortsnetz sind die Erzeugungsbedingungen vermutlich oft ähnlich.

Da wäre ich nicht so sicher. Je nach Speicherauslegung zählt im Winter die diffuse Strahlung, die ist bei Nordausrichtung nicht viel geringer als in Südausrichtung. 10kWp - 5% (500W) schafft man auch ohne direkte Sonne, bei 4h = 2kWh/d. Um bei 5% 800W zu erreichen, braucht man schon 16kWp. Neben Amortisation zählt auch die Versorgungssicherheit. Kosten relativieren sich in Zeiten von Lieferkettenproblemen.

Wenn aus Netzsicht die Einspeiseleistung interessant ist, dann bitte auch nur diese regulieren. Den Rest soll der Markt regeln. Die Menschen (sicherheitstechnisch) vor sich selbst zu schützen, klappt nur eingeschränkt.

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Die Amortisation wird bei der zu installierenden Modulleistung eine selbstregulierende limitierende Rolle spielen. Da braucht es keine vom Gesetzgeber vorgegebene Grenze. Mit weiter steigenden Modulwirkungsgraden und fallenden Modulpreisen können heute noch nicht vorstellbare Anlagengrößen zukünftig doch Sinn machen.

Warum will man eine Grenze ziehen, die niemanden einschränkt? Dann kann man die Grenze einfach weglassen bzw. alles so lassen wie es bereits ist.

Niemand kennt alle Installationsbedingungen. Selbst mit einer aus heutiger Sicht ausreichend hohen Modulleistungsgrenze könnte es zukünftig mit geänderten Randbedingungen (Preis/kWp, Strompreis, ...) schon wieder unnötig beschränkend wirken. Dann müsste beim Gesetzgeber wieder um Erhöhung oder Beseitigung der Grenze gebettelt werden.

Bisher gab es keine Modulleistungsbegrenzung und in Zukunft sollte es auch keine Modulleistungsbegrenzung geben. Damit wird niemand in seinem privaten Gestaltungsspielraum eingeschränkt und es werden auch keine innovativen Lösungen durch Gesetze unterdrückt.

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bitte auch das auto/smartphone kaufen regulieren. alle 10 jahre gibts ein neues.

ich habe ein 10 jahre altes smartphone, mit neuem android läuft das erstklassig. denke auch nicht dran mir ein neues zu kaufen.

das nenne ich recourcensparen.

mein e auto ist auch 12jahre alt, gerade erst gekauft ich werde das nochmal 10 jahre fahren.

mein vorheriges verbrenner auto bin ich 22jahre gefahren und es ist noch top in schuss.

aber das bkw will ich bitte als 10kwp ausführen, würdest du mir das erlauben?

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Mit Akku und E-Auto und Poolheizung könnte man da knapp an die 80% drankommen. Ohne all das wird’s sehr schwierig.

Oliver

Dem TO geht es um Anlagen, wo mehrere kWp Modulleistung an einem Umrichter mit deutlich mehr als 600W Leistung laufen, der aber durch Nulleinspeisung/sonstige Verbrauchsregelung nur Max. 600W einspeist, und so als Balkonkraftwerk durchgeht. Angeblich gäbe es da Netzbetreiber, die das so durchwinken.

Oliver

Ich bin verwirrt. "Angeblich" lese ich so, dass Du das bezweifelst. Derzeit müssen die VNB das aber doch noch durchwinken, weil bei sicher auf 600W (oder VA) beschränkte Einspeiseleistung die Modulleistung keine Rolle spielt? Die sog. Nulleinspeisung durch Steuerung des WR (bzw. Begrenzung eines 1600W WR auf 600W) fällt für mich nicht darunter.

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[quote data-userid="478" data-postid="143292"]bitte auch das auto/smartphone kaufen regulieren. alle 10 jahre gibts ein neues.[/quote]Autos bzw. die Antriebstechniken werden doch bereits reguliert. Die Euro-7-Norm ist für Kleinwagen kaum noch umsetzbar. Hurra, dann können wir diese endlich durch SUV-Panzer ersetzen. ? Meinen Glückwunsch nach Brüssel! ?

[quote data-userid="478" data-postid="143292"]ich habe ein 10 jahre altes smartphone, mit neuem android läuft das erstklassig.[/quote]Ich weiß, das ist komplett offtopic. Da ich am überlegen bin, mir erstmalig auch langsam mal ein SmartPhone zu holen: Was ist das für ein Hersteller, der noch für so alte SmartPhones neue Android-OS' bereitstellt? Das interessiert mich sehr!

Daniel

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