Beim Gesetzgeber und den EVU-Lobbyisten wird man da aktuell noch ganz entspannt sein, dass zunächst nur Einzelfälle den Netzanschluss kündigen werden.
Es existiert (noch) keine massentaugliche, günstige Lösung zur vollständigen Abkopplung vom Stromnetz im Winter. Eine günstige nahezu vollständige Abkopplung vom Netz von März bis Oktober existiert hingegen schon.
Das kann schneller gehen als einem lieb ist. Anschlusszwang bei Fernwärme ist im Dunstkreis GEG ein Thema. Noch sind reine Eigenverbrauchsanlagen von der Registrierungspflicht befreit, in Verbindung mit der Wärmeplanung, Heizungskontrolle usw. (siehe GEG: Kontrolle der Effizienz/Primärenergieverbrauch) könnten sich schnell neue Ideen entwickeln. Noch glaube ich nicht, dass es so kommen wird, ausschliessen würde ich es allerdings auch nicht.
Noch nicht, bis vor kurzem gab es aber auch keinen echten Anreiz dafür. Das hat sich geändert. Vor kurzer Zeit habe ich mich noch gegen PV und Speicher entschieden, weil es sich für mich bei 1800kWh Jahresverbrauch schlichtweg nicht gelohnt hat (PV schon, die weiteren Umbauten nicht). Dann kam die Strompreisexplosion bzw. Unsicherheit. Ich habe als Gedankenspiel reale Erträge/Verbräuche pessimistisch und auf verfügbare Fläche hochgerechnet und komme auf 6 Wochen im Winter, die ich im worst case weitestgehend ohne PV erzeugen müsste: ca. 200kWh. Bei 1EUR/kWh mit Benzingenerator sind das 200EUR/Jahr.
Das Forum zeigt, dass es Ansätze gibt, die vergleichsweise schnell praxis- (ok noch nicht massen-)tauglich und ökonomisch werden können. Die Entwicklung bei BKW ist aber schon beachtlich.
Bei höheren Strompreisen lohnt es sich für immer mehr Eigentümer, sich von den Gemeinkosten (Netz,...) zu verabschieden, was es wiederum für die Verbleibenden noch teurer macht. In diese Spirale kämen wir. Also müssen z.B. mit steigenden Strompreisen die Hürden für Autarkie nach oben getrieben werden.
Ich halte die Strompreisbremse für nicht ausschliesslich sozial begründet. Wenn der Strompreis dauerhaft zu hoch wird, lohnen sich nämlich Alternativen, die Menschen werden zumindest erfinderisch. Das Forum ist ein gutes Beispiel dafür.
Nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiker und bin mir oft nicht sicher, ob Entscheidungen zu meinem Nachteil aus Absicht oder Dummheit getroffen werden. Ich bin aber gerne auf verschiedene Szenarien vorbereitet (lange nicht so gut wie Bekannte).
Das habe ich gemacht selbst da wollten die mir mit ihrer Elektriker fertigstellungsmeldung auf den Sack gehen. Hab denen nur gesagt was sache ist. Kurz darauf kam einer zum Zähler abmontieren.
Scheiß abzocker...
Wenn sich immer mehr leute vom Versorger-Stromnetz abmelden, dann muss nicht zwangsläufig der strom für den rest viel teurer werden. Die kosten für die leitungen steigen pro nase, die werden auf alle umgelegt, die Netzstrom beziehen. Man kann dann aber auch kraftwerke abschalten, die strom teuer produzieren.
Wenn viele ihren strombezug abmelden, besteht mehr bedarf an z. B. Benzingenerator. Dort wird dann eine weiterentwicklung einsetzen, diese geräte werden leise, und effizenter werden. Das beste ist doch, dass möglichst viele haushalte komplett eigenen strom produzieren. Und wenn es nicht reicht, den kleinen rest zukaufen. Da kann man dann auch etwas mehr zahlen als personen die komplett den strom vom versorger beziehen.
Wer sich im garten tomaten etc. zieht, der kauft auch nur im winter tomaten im supermarkt. Da käme niemand auf die idee, dass das nicht geht. Und es ist immer besser, direkt vor ort was zu erzeugen. Weil herstellungs- und transportkosten weg fallen.
Ich verbrauche so 3.000 kwh im jahr, mache jetzt ne inselanlage. Erst mal 4 khw. Das reicht im winter nicht. Aber statt noch mehr panel und akku zu machen ist ein stromgenerator sinnvoller. Der mir meine akku im winter so weit lädt dass ich über die runden komme. Ich werde sehen wie der nächste winter läuft. Ohne verlässliche daten kann ich das nicht beurteilen und die geeigente massnahme treffen.
Die effizienten Selbstverbraucher müssen irgendwie am Stromnetz gehalten werden, damit die ineffizienten, bürokratischen EEG-Anlagen weiter von allen finanziert werden können. Die geplante Modulleistungsbegrenzung auf 2 kW sehe ich als erste Maßnahme, um den erzielbaren legalen Unabhängigkeitsgrad zu beschränken.
Weitere Einschränkungen für Selbstversorger wird der Gesetzgeber (oder besser die Lobbyisten, die die Texte einflüstern) sicher schon in der Schublade haben. Ich bin schon auf das Solarpaket II gespannt ...
Es gibt doch einen bestandsschutz ? Das sollte also nur für neue Anlagen gelten, die angemeldet werden. Wer vor dem inkrafttreten des gesetzes mehr panel hat, der ist erst mal raus. Ausser es läuft wie bei den kanonenöfen. Es gibt eine übergangszeit. Nach der müssen alle auf die 2.000 W runter. Also die alten angemeldeten Anlagen. Ich glaube nicht, dass das lobbyverbände und politiker in den griff bekommen werden. Stichwort: raubkopien, was aus dem netzt streamen etc. Die technik ist da, die werden immer mehr leute nutzen. Und wie sollte man das alles auch kontrollieren ?
Unsere gewählten vertreter könnten das in die richige richtung schieben, so dass es für alle sinnvoll wäre. Leider wird keine entscheidung für volk und allgemeinheit getroffen werden, die entscheidungen werden wie immer dazu führen, das geld von unten nach oben zu schaufeln.
Deswegen wird es vermehrt zu nicht angemeldeten Anlagen kommen.
Mit der Beschränkung des erzielbaren legalen Unabhängigkeitsgrades möchte ich nicht ausdrücken, dass ich die Modulleistungsbeschränkung auf 2 kW für rechtmäßig halte. Ich halte die Modulleistungsbeschränkung für eine verfassungswidrige Einschränkung privater Bürgerrechte.
Sorry, für die evtl. etwas missverständliche Formulierung in meinem letzten Beitrag.
Ja! Ich denke, alle die ihre BKW mit mehr als 2 kW Modulleistung dieses Jahr noch anmelden, können vorerst entspannt sein, dass sie nicht bestraft werden und die Module nicht wieder zurückgebaut werden müssen.
Mit Smartmetern wird dies ein Kinderspiel.
[quote data-userid="20006" data-postid="142608"]Ich denke, alle die ihre BKW mit mehr als 2 kW Modulleistung dieses Jahr noch anmelden, können vorerst entspannt sein, dass sie nicht bestraft werden und die Module nicht wieder zurückgebaut werden müssen.[/quote]Optimist! Wenn ich mir überlege, was früher mal so alles erlaubt war und inzwischen verboten ist, ich fürchte, da gibt es auch keinen Bestandsschutz. Beispiel: Du kannst auch nicht sagen, Du lebst in irgendeinem uralten Haus und Ihr habt noch die Hamburger Schaltung drin. Die mußt Du trotzdem auf den aktuellen Stand bringen. Oder in einem Oldtimer, der noch keinen Blinker und stattdessen einen Winker hat, wirst Du ein Blinkrelais nachrüsten müssen.
Daniel
Ja, da hast du Recht! Irgendwie ist es ein angenehmeres Leben, wenn man sich die positive Entwicklung der Dinge vorstellt und dafür kämpft.
Eine gewisse Gefahr, von der Realität enttäuscht zu werden, ist dann wieder die andere Seite der Medaille. Gut, wenn man noch einen Plan B in der Schublade hat.
Nein, was bekommt denn ein smartmeter mit ? Wenn die smartmeter kommen, werden viele von bkw auf insel umschwenken. Da nutzt das beste smartmeter nix wenn es zwei unabhängige netze gibt.
Nicht so pessimistisch. Die ollen ferraris-Zähler dürfen ja auch bis 2032 laufen. Und alte verteilungen und installationen müssen erst erneuert werden wenn renoviert wird. Und wer bitte soll das denn überwachen oder prüfen ? Die hoffnung ist, dass es so wird wir beim illegalen streamen früher. Das sich die technik verbessert und es legale angebote gibt. Wer hätte das gedacht, dass man jetzt legal für kleines geld in super qualität legal filme streamen kann ? Wie viele leute nochmal sitzen im gefängnis und wurden zu horrenden strafen verurteilt ? Damals war auch ne panikmache im internet, so wie jetzt bei eigener stromproduktion. Das ist iwie an mir vorbei gegangen, all die bösen buben, die jetzt noch im gefängnis sitzen wegen illegalem streamen. Ich würde die ja besuchen und trost spenden, kenne leider nur keinen.
Verbrauchsdaten, zur Übermittlung an den Netzbetreiber
Du bist Elektriker und erreichst eine recht gute Netztrennung durch umverdrahten. Ich kann nicht beurteilen, ob dein Netzbetreiber deine Insel akzeptieren wird. Aber glaubst du ernsthaft, dass die Umverdrahtung massenhaft Nachahmer finden wird?
Woanders habe ich gelesen, dass die Netzbetreiber den Zähler ausbauen werden. Das würde bestimmt den letzten Inselzweifler überzeugen. Allerdings können dann andere Probleme losgehen ...
Das werden nicht nur die Netzbetreiber wissen, sondern bestimmt auch die, die sich ernsthaft dauerhaft vom Stromanschluss und den absehbar weiter steigenden Kosten für den Stromanschluss verabschieden möchten.
Das trennen des Hausnetzes in zwei Netze ist recht einfach und nicht mit hohen Kosten und Aufwand verbunden. Jetzt schießen überall Firmen hoch, die Solaranlagen verkaufen, mit Montage. So wird das auch mit insel-Anlagen passieren.
Dass die Netzbetreiber die zähler massenhaft ausbauen werden sehe ich nicht. Lieber weniger verkaufen als nichts. Wenn die zähler massenhaft ausgebaut werden wir die Entwicklung besserer Stromaggregate nur noch mehr beschleunigt. Die Technik, dass ich mein Haus komplett mit eigenem Strom versorgen kann, ist schon sehr weit. Das bischen Winterzeit zu überbrücken wird auch möglich sein.
Ich hoffe doch, dass das nicht aufzuhalten ist und es in 20 Jahren sehr sehr viele insel-Anlagen in Deutschland gibt.
Natürlich haben die Leute ein Problem, die ihre Heizung auf wärmepumpe umstellen. Da ist keine Insel möglich.
Außerdem muss ich das ganze ( im Notfall ) ja auch nur anmelden. einfach den zähler ausbauen und die Stromversorgung einstellen geht nicht.
Oder ich gebe klein bei uns demontiere. das. Die Solarplatten kann man ungenutzt auf dem Dach haben. Da werden die Ziegel vor der Sonne geschützt. Das ist doch auch was .
Allerdings werde ich eher mein komplettes Dach mit Solarplatten zu knallen. Wenn ich mir Übersichten aus dem Internet angucke, was jeden Monat an Leistung pro 1kwh installiertem panal zu erwarten ist, dann sollte ich nur ganz wenig Probleme haben mit zu wenig erzeugtem Strom.
Ja. Äpfel schmecken auch anders als Birnen. Anschlusszwang bei Fernwärme ist auch kein fernes Thema, das gibt es auf lokaler Ebene schon sehr lange.
Man könnte jetzt natürlich schwadronieren, daß, wenn sich erst einmal 90% aller Haushalte vom Stromnetz abgekoppelt haben, jemand auf die Idee kommen könnte, daß der Rest sich das Netz dann nicht mehr leisten kann, und daher alle anderen sich wieder anschließen müssen. Schaun wer mal, wenn es so weit ist.
Oliver
Echt? Man wird als Hausbesitzer gezwungen, Fernwärme zu nutzen? Das hab ich so bisher noch nicht gehört und erscheint mir eher seltsam.
Das ist doch ein uraltes Thema. Per Satzung kann das jede Stadt/Gemeinde/... problemlos beschließen, und das wird auch gemacht.
Mal ein paar Beispiele (von vielen):
https://rathaus.rostock.de/de/service/dienstleistungen/fernwaermesatzung_antrag_auf_befreiung/310828
Oliver
Das ist wohl so.
Am besten im Jahr nach der Installation der Wärmepumpe in 2024.
(Neuer Stromanschluss, neue Hauselektrik, Heizkörper raus usw.)
In Dänemark soll es aber Fernwärmenetze nur als Non-Profit Unternehmung in Gemeinbesitz geben ? .
und daher alle anderen sich wieder anschließen müssen
aber nur über meine leiche! ?
zum glück ist diese fernwärmemafia nicht so weit verbreitet
[quote data-userid="9025" data-postid="142700"]Dass die Netzbetreiber die zähler massenhaft ausbauen werden sehe ich nicht.[/quote]Die werden sich hüten! Wenn er Dir dumm kommt, bereitest Du einfach ein Schreiben vor, daß der VNB in diesen Energiewende-Zeiten die Energiewende erschwert. Das schickst Du dann dem Vorstand zu und fragst, ob das so richtig sei, wenn Du das an die Presse gäbest. Und dann würde ich kurze Zeit später hinterhertelephonieren. Ich bin sicher, daß sich dann sehr schnell eine Lösung findet, mit der alle zufrieden sein können.
Aber ganz ehrlich: Ich glaube nicht, daß es überhaupt soweit kommt.
Daniel
[quote data-userid="9025" data-postid="142700"]Dass die Netzbetreiber die zähler massenhaft ausbauen werden sehe ich nicht.[/quote]Die werden sich hüten! Wenn er Dir dumm kommt, bereitest Du einfach ein Schreiben vor, daß der VNB in diesen Energiewende-Zeiten die Energiewende erschwert. Das schickst Du dann dem Vorstand zu und fragst, ob das so richtig sei, wenn Du das an die Presse gäbest. Und dann würde ich kurze Zeit später hinterhertelephonieren. Ich bin sicher, daß sich dann sehr schnell eine Lösung findet, mit der alle zufrieden sein können.
Aber ganz ehrlich: Ich glaube nicht, daß es überhaupt soweit kommt.
Daniel
Das glaube ich auch nicht, dass sofort die grosse kanone herausgeholt wird. Jede seite wird versuchen, zu einer einigung zu kommen, dass jeder damit leben kann.
Was hab ich noch für ideen:
Falls der stromanschluss gekappt werden würde, dann liefert veilleicht der freundliche Nachbar für die zeit wo nicht genug sonne scheint den strom. Da ich akku habe, muss ja nur der akku immer geladen werden, was nicht einen grossen stromfluss vom nachbar zu mir bedeutet.
Oder ich pack meine Akku alle in den Passat kombi. Damit kann der Akku iwo geladen werden. Danach in meiner Garage die Insel versorgen.
Gibt jetzt wirklich sehr viele möglichkeiten, die kurze zeit, an denen ich nicht komplett meinen strom auf meinem Grundstück erzeugen kann, zu überbrücken.
Aber wie gesagt, es hat absolut niemand ein interesse, dass bei mir die Stomversorgung gekappt wird. Auch ich nicht. Ich bin doch net gegen den örtlichen Stromversorger. Ich lebe auf dem land, der stromversorger gehört zum teil der stadt, in der ich wohne. Niemand wird ohne Not einen grossen Streit vom zaun brechen. Ich halte vieles für Panikmache, was die üblichen verdächtigen posten.
Am ende kommt vielleicht sogar der nachbar vorbei, weil der beim örtlichen stromversorgungsunternehmen angestellt ist. Oder der kollege, der auch im verein ist und mit dem man das gleiche hobby teilt.