Verschlechterung für Balkonsolaranlagen ab 01.01.2024

Dann kennst Du wahrscheinlich die ELWA Heizpatrone von my-pv noch nicht. Die ist genau dafür gedacht, wechselrichterlos mit Photovoltaik-DC Brauchwasser aufzuheizen. Nachdem PV-Module inzwischen recht günstig geworden sind, ist diese Lösung oft kostengünstiger als Solarthermie nachzurüsten.

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[quote data-userid="8143" data-postid="141773"][quote data-userid="7830" data-postid="141705"]Ich habe auch noch nie gehört, dass sich jemand PV primär zum Aufheizen von Wasser aufs Dach schraubt[/quote]Dann kennst Du wahrscheinlich die ELWA Heizpatrone von my-pv noch nicht. Die ist genau dafür gedacht, wechselrichterlos mit Photovoltaik-DC Brauchwasser aufzuheizen. Nachdem PV-Module inzwischen recht günstig geworden sind, ist diese Lösung oft kostengünstiger als Solarthermie nachzurüsten.[/quote]Dennoch muß man die PV-Lösung im MaStR anmelden, die Solarthermiesache aber nicht, obwohl letztendlich in beiden Fällen nur das Wasser aufgeheizt wird. Sowas kann man sich nur im besten Deutschland aller Zeiten ausdenken. Und Ihr wißt ja, was passiert, wenn man das PV-erhitzte Warmwasser nicht anmeldet:

Daniel

ach so du meinst weil ein stromanschluss im haus vorhanden ist

dann fehlt aber wieder der anlagentyp: nur dc seitig nutzbar ?

Wieso das? Das ist doch eine reine Insel.

Weil man es genauso wie eine Anlage mit purem Inselwechselrichter, ans Netz anschließen könnte.

Um Logik gehts dabei ja nicht.

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Diese Heizpatrone kenne ich zwar nicht aber selbstverständlich ist einem ohmschen Widerstand relativ egal ob AC oder DC. Ich schalte Leistungen (gefühlt) aber lieber AC, da habe ich den Nulldurchgang zur Funkenlöschung inklusive.

Die Heizpatrone kostet aber trotzdem Geld und die allermeisten werden aufgrund der Kosten erst ihren Stromverbrauch reduzieren und dann erst den Wärmeverbrauch. Im Vergleich zur Sth ist der Wirkungsgrad nämlich auch deutlich schlechter (falls die Fläche relevant weil begrenzt ist). Schlechte 60% bei Sth sind immer noch dreimal so viel wie PV mit 20%. Ich habe 9m² Vakuumröhren (SW Ausrichtung), 6-8kW (>20-25kWh im Speicher) thermisch sind damit (bei Sonne) regelmässig drin, mach das mal mit einer PV Anlage deren einziger Zweck eine Heizpatrone ist (ich spreche nicht von Überschüssen, da macht das sicher Sinn). Sth würde ich trotzdem nicht mehr machen und stattdessen PV montieren, weil ich mit dem Strom auch noch was anderes als heizen kann (oder mittels WP mehr thermische Energie rausbekomme) und weil die Installation und Wartung von Sth doch vergleichsweise aufwändig ist.

Jede der Lösungen kann Sinn machen, es ging bei der Argumentation um Glaubwürdigkeit (warum nicht ans Netz angeschlossen). Im Allgemeinen werden einem gängige Lösungen eher geglaubt als Exoten, egal wie sinnvoll letztere sind. Wenn mir die Sth Zwangsanmeldung und Umbaukosten im mittleren vierstelligen Bereich spart, sieht der die Sth-Lösung im ökonomischen Vergleich vielleicht wieder anders aus.

Die ELWA von my-pv ist deutlich mehr als nur der Ohm'sche Widerstand, da steckt nämlich auch noch Leistungselektronik mit drin, u.a. ein MPP-Tracker. Vermutlich wird die PV-Gleichspannung in Elkos gepuffert und dann die Heizwicklung per PWM mit variablem duty cycle bestromt. So kann man den effektiven Lastwiderstand, den die PV-Module sehen, variieren und auf den MPP regeln.

Ich würde meinen, dass so eine Off-Grid Lösung mit DC-Heizpatrone im Marktstammdatenregister gar nicht anmeldbar ist, weil kein Wechselrichter existiert und nirgendwo 50 Hz AC entstehen. Eine Verbindung mit dem öffentlichen Stromnetz ist technisch somit nicht möglich.

[Off-Topic Beginn]

Rückfrage zu Deinen Vakuumröhrenkollektoren: Kommt da bei bewölktem Himmel Wärme heraus? Bei Flachkollektoren, so habe ich mir sagen lassen, kommt da absolut Null. Die brauchen direkte, gerichtete Sonneneinstrahlung, sonst geht gar nichts. Ist das bei Vakuumröhrenkollektoren besser? Die PV-Lösung mit DC-Heizpatrone hat zumindest die Eigenschaft, dass man an komplett bewölkten Tagen immerhin noch so um die 10% der Peak-Leistung ernten kann.

[Off-Topic Ende]

@uschi Siehe auch hier:

https://www.akkudoktor.net/forum/rechtliches/anmeldung-von-nulleinspeisseanlage/paged/13/#post-141938

@alexx

Ok, mit der ganzen Elektronik kostet das Ding wahrscheinlich mehr als ein Standard-WR. Ob sich der Schaltungsaufwand für den theoretisch besseren Wirkungsgrad lohnt? Ausserdem hat man dann die Verlustleistung ausserhalb des Wassers.

Anmeldbar? k.A. 50Hz ist teils gar kein Kriterium, je nach Formular zählt die Generatorleistung. Anmeldepflicht besteht für Erzeugungsanlagen, das ist ja einer der hitzigen Diskussionspunkte. Im Sinne des Gesetzgebers dürften nur Erzeuger mit Netzanschluss relevant sein, der Text beschreibt etwas anderes. Juristen eben.

[OT]

VRK: Ja, sogar erstaunlich viel. Es wird im Prinzip jegliche solare Einstrahlung, also auch indirekte, diffuse Strahlung aller Wellenlängen genutzt. Letzteres ist bei PV anders. Strahlungsleistung findet man bei PVGIS. Wundert mich, dass das bei Flachkollektoren so sehr anders sein soll. Den Hauptunterschied erfährt man mMn im Winter, denn die Kollektoren erwärmen sich fast unabhängig von der Außentemperatur und reagieren auch dementsprechend schnell, weil nur wenig Masse und Trägerflüssigkeit erwärmt werden und diese gut isoliert sind. Bei Flachkollektoren muss viel Masse erwärmt werden und die Isolation ist kaum vorhanden. Bei Sonne ist es auch im Winter überhaupt kein Problem, den Brauchwasserspeicher aufzuheizen. Sonst kann kein System zaubern - Strahlungsleistung, die nicht auf die Module kommt, kann nicht geerntet werden. Gehen wir im Winter bei starker Bewölkung von 5% aus: 800W*0,05= 9m²0,7 (Wirkungsgrad sinkt mit steigender Temperaturdifferenz)=250W.

Weiterer Vorteil: Meine VRK haben eine physikalisch bedingte Stillstandstemperatur von ca 140°C, mit FK kommt man deutlich höher.

Unterm Strich helfen Prozentzahlen nur am Rande, denn der Energiebedarf (Warmwasser) ist absolut. Für die gleiche Absolutleistung (Ertrag) benötigt man mit PV und direkter Wärmeumwandlung die drei- bis vierfache Fläche an Sonnenkollektoren. Deshalb behalte ich meine Sth auch und ersetze sie ggf. erst bei Ausfall durch PV. Dann aber potentiell in Verbindung mit WP um den Wirkungsgrad auszugleichen (begrenzte Dachfläche), zumindest für den Löwenanteil Raumwärme. Beim Warmwasser würde ich wahrscheinlich auf ein möglichst simples System setzen, denn der ganze ökonomische Vorteil eines geringfügig höheren Wirkungsgrades bei relativ kleinen Energiemengen ist durch den Mehrpreis schnell dahin. Bei hohen Leistungen (im Sommer) hat man eh zu viel Energie, bei geringen Leistungen (im Winter) ist der absolute Gewinn durch MPPT verschwindend. Wenn man im Passivhaus nur Warmwasser mit PV-Strom machen möchte, sieht das wahrscheinlich völlig anders aus. Dort möchte man im Sommer aber vielleicht kühlen und hat ebenfalls einen höheren Energiebedarf als für Warmwasser und der Bedarf korreliert zeitlich sogar halbwegs mit dem Angebot.

[/OT]

@Mod: falls zu viel OT/individuelles Interesse, bitte Bescheid sagen/auslagern.

@uschi Ich "könnte" auch einen Notstrom Generator ans Netz anschließen. Knallt dann zwar laut, aber gehen tut das schon.

Wenn ihr wollt, mache durch unter Energiewende einen Faden auf wie " Passivhaus und Autarkie Konzepte "

Kann man dann auch Beiträge hin verschieben.

Update: Erledigt. Tobt euch dort aus, wemn ihr möchtet.

Interessante Ansätze!

hab grad herzlich gelacht

der bayrische elektriker scho wieder

@carolus Wo jetzt genau?

@voltmeter ja, einige aus dieser Zunft sehen ihr Monopol bedroht und kratzen, spucken, beissen.

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Unter Klimawende -> Passivhaus und Autarkie Konzepte

wenn ich etwas dahin verschieben soll, sagt es mir. Wäre aber schade , hier den Kontext zu zerreißen. Ich könnt selbe Inhalte aus euren Posts kopieren und dort in neuen Foren Posten.

Wenn es nicht klar ist oder ihr weitere Wunsch habt, sagt es.

Ich habe aktuell 8x385Wp Module (3080Wp) und an "dunklen Tagen" werden max. 360 Watt in die 24v Lifepo4 gespeichert..

So viel zum Thema nur 2000Wp ... dann wären das nur 240 Watt ...

Meine Grundlast liegt bei 300Watt , deswegen habe ich 8 Module mit 2 Epever am Laufen..

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@sschraube So viel klimafreundliche Unabhängigkeit ohne Belastung der Allgemeinheit ist in Deutschland bald nicht mehr erlaubt.
Der Gesetzgeber verfolgt offenbar andere Ziele.

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Einzelne Leute vielleicht. Der gewählte Gesetzgeber ist m.E. mangels eigener Kompetenz aber getrieben von Lobbyverbänden. Diese (z.B. VDE) haben selbstverständlich andere Interessen als die Privatleute. Wo kämen wir hin, wenn sich einzelne Haushalte von der Stromgemeinschaft abkoppeln? Notfalls Anschlusszwang wie ggf. bei Fernwärme.

Ich bin durchaus für Regeln, diese dürfen aber nicht zu einem Machtmissbrauch führen, wie wir das derzeit erleben. Viele Menschen (nicht nur in verantwortlichen Positionen) können oder wollen die Ihnen zugetragenen Informationen nicht mehr einordnen. Man müsste darauf vertrauen können, dass Experten mehr wissen (und nicht glauben) als man selbst, aber das ist haarsträubend. Heutzutage ist (wieder) Glauben aber oft relevanter als Wissen.

Dem Nachbarn eines Kollegen hat ein Elektriker angeblich gesagt, dieser Nachbar müsse sein (von diesem Elektriker installiertes) BKW (keine potentielle Insel, keine Nulleinspeisung,...) nicht anmelden. K.A. ob das 100% stimmt, welches Interesse der Elektriker verfolgt oder ob er es nicht besser weiss - wem soll der Laie (Nachbar) trauen? Als Laie würde ich dem Elektriker vertrauen (müssen), zumal es bequemer ist.

Der Gesetzgeber schiesst sich mit diesen Zusatzregeln ja sogar selbst ins Knie, wenn sein Ziel der möglichst schnelle Ausbau von EEG ist. Die Argumente des VDE klingen für sich betrachtet und ohne eigenes Expertenwissen bzw. kritisches Hinterfragen der Konsequenzen sicher logisch und positiv. Sieht man beim GEG sehr schön - der kolportierte Druck in Richtung WP hat zu mehr fossilen Heizungen geführt. Ähnliches wird bei dem Solarpaket passieren. Werden Druck und Regeln zu streng, wird man statt mehr Transparenz (Anmeldungen) noch weniger davon bekommen; teils vorsätzlich, teils versehentlich (wenn man gar nicht mehr weiss, was man eigentlich eintragen soll). Viele kleinere Anlagen tragen ja schon jetzt wegen der Bürokratie nicht zum Gemeinwohl (Kriterium: maximale Energieerzeugung mittels EEG) bei.

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Ja, wohin kämen wird denn?

Es gibt keinen Anschlußzwang bei Strom, und es ist auch keiner irgendwie irgendwo am Horizont zu erkennen.

Wer will und die Eier dazu hat, schreibt mit formlosen Schreiben an seinen Stromlieferanten und Netzbetreiber, daß er ab dem nächstmöglichen Termin auf deren Dienste verzichte möchte. Danach darf man u.a. PV bauen, wie immer man will, auch mit mehr als 2kWp an einem Balkonkraftwerk-Umrichter.

Oliver

P.S. Ob die Gebäudeversicherung dann auf die Einhaltung gewisser technischer Standards Wert legt, könnte sein. Aber auch da gilt: Wer will und die Eier dazu hat, braucht keine.

Bezogen auf das Gemeinwohl und die Effizienz sehe ich die Vorteile klar bei vielen kleinen auf Selbstversorgung getrimmten Anlagen statt auf den koste es was es wolle EEG-Anlagen. Beim Solarpaket I steht das Gemeinwohl nicht im Vordergrund.
Warum werden die bürokratischen EEG-Anlagen für die Allgemeinheit zunehmend teurer?
Der Gesetzgeber strebt 215 GW PV-Leistung bis 2030 an. Bei einem Bedarf von 80 GW müssten allein 135 GW PV-Leistung abgeregelt werden. Die Abregelung bezahlt die Allgemeinheit mehrfach. Die Allgemeinheit leistet heute schon Zahlungen ins Ausland, damit dieser Überschussstrom zur Stabilisierung der Stromnetze abgenommen wird. Je mehr Überschussstrom (dann vieleicht auch noch im Ausland) anfällt, um so teurer wird es für die Allgemeinheit. Die EEG-Vergütungen werden von der Allgemeinheit bezahlt. Die Stromnetze müssen für die höheren Übertragungsleistungen ausgebaut werden. Ich hatte etwas von 100 Milliarden gelesen. Auch der Netzausbau müsste von der Allgemeinheit bezahlt werden.
Wo liegen die Vorteile von vielen kleinen auf Selbstversorgung getrimmten Anlagen?
Auf Selbstversorgerebene existieren heute schon viele pfiffige Lösungsansätze, um Überschussstrom sinnvoll zum Nulltarif zu nutzen.
Wird die PV-Selbstversorgung zunehmend attraktiv, wird der auf hohe Allgemeinkosten hinauslaufende EEG-Strom zum Rohrkrepierer. Wenn Stromzähler von März bis Oktober mit Selbstversorgeranlagen weitgehend zum Stillstand gebracht werden können, dann verursacht zumindest die PV keine hohen Allgemeinkosten.
Der Gesetzentwurf zum Solarpaket I verrät, was vom Gesetzgeber, den Lobbyisten im Hintergrund gewünscht wird:

  1. Begrenzung der erzielbaren Selbstversorgungsgrade bei netzgekoppelten PV-Anlagen mit Einspeisebegrenzung, durch Modulleistungsbegrenzung auf 2 kW.
  2. Begrenzung der klimafreundlichen Unabhängigkeit vom EVU-Strom.
    So findet sich auch folgende Passage im Solarpaket I:
    Die Prüfpflicht der Netzbetreiber beschränkt sich auf die ihnen vorliegenden Daten ... Auf diese Art wird sichergestellt, dass keine zu großen Anlagen als Steckersolargeräte registriert werden.
    ...
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