Das wundert mich nicht, der heizt bestimmt die Wohnung. Und nicht bedarfsgerecht. Das ist aber eher dem bedarfsgerechten geschuldet denn der Technologie.
Klar kann man das machen. Macht das Spass? Ich kann auch im Winter alle Räume auf 12 Grad heizen und dicke Pullis anziehen, wie das extremsparer in meiner Bekanntschaft machen. Die haben den ganzen Winter in ner 6 Zimmerwohnung unter 100 kwh gebraucht, da die Nachbarn ja mitheizen.
will ich das ? NEIN !!! Sorry ich brauche 23 Grad in der Bude wenn ich den ganzen Tag vor dem Rechner sitze und programmiere. Ich will in die Sauna gehen wenn es draussen kalt ist wie die Sau. Da ich weder Extremklimaverbesserer sein will (wo sind die jetzt alle, die müssten in der Ukraine und Iran sofort die Verschwendung von Resourcen stoppen. Oh können sie nicht
)
Sorry tut mir leid. Aber es ist ja schön, wenn jemand was fürs Klima tun will, aber dann macht es keinen Sinn ein paar kwh Strom zu sparen. Dann müsste weltpolitisch grundlegend was geändert werden. Und den Spruch wenn jeder ein bischen was tut, dann hilft das allen kann ich auch nicht mehr hören. Solange die Schönen und Reichen zum Mars wollen oder Krieg führen, wird die Welt vor die Hunde gehen, egal was wir hier in Deutschland machen.
Wenn ich es aus der Perspektive betrachte, was kann man sparen, wenn es denn sein muss, ist der Ansatz von Win auf jeden Fall besser, als der unserer Nachbarn, die Holzöfen gekauft haben und Sperrmüll verbrennen. Auch wenn sie noch deutlich günstiger fahren als Win.
Bei mir sah das letztes Jahr so aus und dabei war ich 2 bis 3 mal die Woche in der Sauna, habe die 4 benutzen Räume auf 23 Grad geheizt und das Bad mit Infrarot betrieben. Und habe noch 108 Euro Überschuss gemacht.
Edit
Das Haus ist von 1904 hat gedämmtes Dach, Fenster sind 10 Jahre alt mit U-Wert 1,2.
Ich biete 1.029kwh im Februar. Ich habe gewonnen. ![]()
Ich denke am Ende ist das etwas, was jeder für sich selbst entscheiden sollte und muss.
Ich habe im ersten Winter auch auf sehr auf wirklich maximalstes bedarfsgerechtes Heizen gesetzt (bei wenn auch etwas höherer Temperatur) und hab mir jetzt diesen Winter auch gesagt, dass ich doch auf den Komfort nicht verzichten möchte und habe alles komplett auf Komfort optimiert und auch die Temperatur angehoben um 2°C im Büro und 4°C in der Küche.
Halt auch, weil ich zu Hause arbeite und halt ebenfalls immer hier rumhocke.
Aber halt schon trotzdem alles mit maximaler Effizienz indem ich mir Gedanken mit Betriebsbereichen, akkurat passenden Vorheizzeiten usw. mache.
Selbst das ist ja ein Bereich wo man selbst bei viel Komfort trotzdem noch verdammt viel sparen kann. Insbesondere wenn man höhere Zieltemperaturen fährt.
Aber trotz allem wird der Verbrauch vermutlich in meiner Wohnung diesen Winter frappierende 70-80% höher ausfallen was eigentlich schon krass ist.
Wenn ich es mit der Heizzstrategie von WIN vergleichen würde wäre es sicher deutlich über 100% mehr.
Also da lässt sich schon eine ganze Menge prozentual sparen wenn man da wirklich hart auf hart optimiert.
Aber ich denke es muss jeder den Weg finden der zu einem selbst am besten passt.
Da gibt es am Ende einfach kein Richtig und kein Falsch.
Sondern lediglich Dinge, die halt nicht für jeden funktionieren oder richtig sind.
Bei uns hängt die in der Heizperiode durchlaufende Splitklima in meinem Arbeitszimmer und versorgt das restliche OG und im DG mein Schlafzimmer mit (Turmlüfter im Türbereich, Deckenventilator im DG im Flur). Von daher friere ich als home office Mensch auch nicht und im Schlafzimmer im OG bzw. im DG haben wir auch unsere 18.5 Grad die uns reichen. Von uns beiden bin ich eher der Eiszapfen, meine Frau dafür lichthungrig ![]()
Bin ich voll bei dir.
meine Frau ist lichthungrig UND wärmebedürftig. Bei uns liegen die Zimmer über einen Flur direkt am Treppenhaus. mit einem großen quadratischen Empfangsraum. So hat man 1904 herrschaftliche Häuser gebaut. Wenn ich das ganze Treppenhaus mitheizen muss ist das nochmal 3 mal soviel Fläche. Daher braucht jedes Zimmer eine eigene Splitklima.
Was ich heute anders machen würde ist, dass ich max. 2 Zimmer an ein Gerät hängen würde. Habe damals 4 er Split genommen, damit es nicht so viele Geräte sind. aber das ist jetzt eher hinderlich, da ich nur noch 4 Räume wirklich heize. Aber man lernt nie aus.
Stefan
Kanns mir nicht ganz vorstellen, aber würde solche Nebenflächen auch nicht direkt heizen wollen. Der Flur unten ist auch eher kälter, zweites Gerät in der offenen Wohnküche, die zum Flur hin abgetrennt ist.
Bei der schönen Wohnung, die wir uns 2002 in Leipzig gekauft hatten (und 2004 beruflich nach Bremen mußten ...), denkmalgeschütztes Gründerzeithaus von 1905, 3m60 hohe Räume, ... würden wir mit dem jetzigen Setup wohl auch nicht hinkommen.
3 m 80 unten 3m65 oben die Räume.
Aber das ist sogar von Vorteil, da wir sehr selten lüften müssen. Der Heizbedarf ist nicht höher als im nebenhaus welches normale Deckenhöhen hat und ansonsten sehr ähnlich von Fenstern und Dachdämmung ist.
Ich habe das Haus 2000 gekauft, damals noch mit Koksheizung. Aus heutiger Sicht die günstigste aber auch nervigste Art zu heizen. Als es kein Koks mehr gab auf Gas umgestellt. War lange Zeit sehr günstig (bis 2020). Aber das war bei weitem nicht so gut zu regulieren.
Der größte Vorteil des derzeitigen Heizens ist, dass ich im Sommer einspeise und im Winter davon heize. Vorher musste ich Strom UND Gas zahlen. Und Gas hat immer gekostet. Heute erzeuge ich im Sommer soviel Strom, dass ich im Winter davon heizen kann (12 cent Vergütung 27 Cent zahlen) und die letzten 5 Tage bin ich schon zu 100 % autark. Das war mit Gas oder Koks nie möglich. Insofern ist diese Heizform für mich die mit Abstand beste.
Stefan
Edit. Und die Zählermiete von 250 euro im Jahr für Gaszähler spare ich auch noch. Und Schornie.
