Unfaire Heizkostenverteilung in DG und EG im Mehrfamilienhaus - suche Optionen für lokale Wärmequellen

Für was genau soll ein Durchschnittswert belastbar sein?

Bin neu hier :blush:und möchte nur einen denk Anstoß geben,:smiling_face: wenn ich keine Hilfe bin einfach ignorieren​:wink: wie wäre es mit zusätzlichem Klimagerät ? Im Winter heizen und im Sommer kühlen. Klar braucht Strom, ist aber doppelt verwendbar, denke Andreas hat da auch Video schon gemacht, zwecks Heizkosten einsparen// und natürlich Dämmung, neue Fenster ist immer gut.

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Korrekt - mir gehts auch erstmal nur um die Theorie. Ich hab hier immer die gleichen Argumente. Ihr habt Kinder, ihr wohnt unten, du darfst es nicht zu warm machen...
Ich hab mit den "Heizern" gesprochen - das sind nicht viele :slight_smile: der Rest: "ich heize nicht und habs trotzdem warm, interessiert mich alles nicht" bis "hab ich mich noch nie befasst, da meine Heizkosten ohnehin so gering sind - aber mir reicht das, meine Wohnung ist war". Daher eher unwahrscheinlich.
Eigentümerversammlung ist bald... mit dem khw-Vergleich will ich eigentlich nur anbringen und die Verbräuche etwas relativieren.
z.B. die günstigen Heizwohnungen sind unter 50 kwh/qm - das entspricht einem Energieverbrauch eines Neubaus! gemäß der Referenz oben.
Annahme: selbst wenn die 46kwh/qm nur mit überall 19 Grad laufen und ich pro Grad 6% Mehrverbrauch verursache.
Habs jetzt mal linear hochgerechnet - Hypothese: selbst wenn die ihre Bude auf 26 Hochheizen würden die Wohnungen am Ende nur knapp 70 kwh/qm haben

Mein Ziel:

  • Ja, die EG und DG Wohnungen sind baulich Bescheiden und verlieren nach oben und unten Wärme
  • bauliche Vorteile für nicht EG/DG fungieren als indirekte Fußbodenheizung
  • die Heizkosten pro qm bewegen bei den 12 Wohnungen zwischen 4 und 20€ oder zwischen 45 und 200 kwh/qm
  • eine günstige WG kommt daher auf einen bezahlten Energiebedarf von 45 kwh/qm, das entspricht dem eines Neubaus (gemäß der Referenz)
    selbst bei der Änderung auf 50/50 stellt sich hier ein bezahlter Energiebedarf von 65 kwh/qm ein.
  • WG/DG dürfen und sollen auch mehr Heizkosten bezahlen, da beim Kauf die Lage und deren Konsequenzen mitgekauft wurden.
    ABER: dann bitte nicht in diesem krassen Ausmaß - bis zu Faktor 5 Unterschied! (pro qm)
    Annahme im EG: ich bin ca. zu 50% "unten rum" frei, d.h. ca. 60qm meiner Wohnung verlieren nach unten viel Wärme. Aber das sind keine 400% Unterschied!

Ich dachte das sei ein 12-Pareteien Haus?
Die restlichen 6 Wohnungen (Rest ⌀WG) verteilen sich auf insgesamt 89qm oder durchschittlich?
Woher stammen denn die Werte der Einheiten?
Also ich könnte mir vorstellen, dass du mit so einer Tabelle auf einer Eigentümerversammlung scheitern wirst.

Korrekt - 12 Parteien.

Von 6 hab ich nur die Verbrauchseinheiten - beim Rest hab ich ein Mittel angenommen, da ich die Infos nicht habe.
Daher Gesamt-VE minus die VE der 6 Einheiten = die restlichen 6 Wohnungen.
Das ich mit so einer Tabelle scheitere - ja ziemlich wahrscheinlich :slight_smile:
Die Hausverwaltung interessiert es einen Sch... ich versuche das Thema für andere griffiger zu bekommen und nicht nur von der Seite "ist mir egal was ihr macht, ich zahle nicht weniger" - so kommt man in einer EigentümerGEMEINSCHAFT nicht weiter.

Gerne - her damit :slight_smile: br />
Dämmung von unten sowie neue Fenster sind in Planung - damit bekomme ich meinen eigenen Verbrauch runter. Wieviel % das am Ende sind, schwer zu sagen.
Damit bleiben meine Heizkosten trotzdem noch emens hoch.
Bsp. Rechnung - kann das hier in Excel wunderbar simulieren :slight_smile: br />Angenommen alles bleibt gleich wie in 2022: die VE der anderen Einheiten, der Verteilerschlüssel etc.

Rechnung 1: Fenster & Kellerbodendämmung

  • Die Gesamtheizung verursacht vielleicht 5% weniger kosten - damit profitieren die anderen Wohnungen auch - 10-20€ weniger Heizkosten p.a.
  • Nur meine Verbrauchseinheiten reduzieren sich durch Fenster und Dämmung um 20% bis 30% - ich spare mir damit zwischen 370€ und 520€ Heizkosten p.a.
    Rechnung 2: nur Kellerbodendämmung
  • die reduziert die Verbräuche der EG-Wohnungen - aber wieviel ist da wirklich drin - vielleicht 5%, die Gesamtheizung wird das vielleicht 1% beeinflussen.
  • die beiden EG Wohnungen sparen sich dadurch ca. 70€ p.a. Heizkosten
  • die anderen WG, die Verbrauchseinheiten werden dadurch etwas teurer (1-10€ p.a.)
    Deine Idee mit dem Klimagerät wurde hier im Forum auch schonmal genannt - Mir fehlt da aber bisschen die Berechnungsgrundlage.
    Rein wirtschaftlich sind wir dann keine EigentümerGEMEINSCHAFT mehr!
    Warum? wenn ich meinen Verbrauch reduziere, reduzieren sich zwar die Gesamtheizkosten auch aber der trotzdem hohe Verbrauch schlägt bei den Wohnungen mit Verbrauch deutlich durch. Und ich muss ja am Ende trotzdem Geld aufbringen, um die Räume auf 100% zu bekommen. Ich besten Fall spare ich mit meiner Wohnung, die Gesamtkosten fürs ganze Haus würde ich damit aber erhöhen.
    Bsp. Rechnung
    Annahme: Gesamtheizkosten reduzieren sich um 5% - ich schaffe mit einem Klimagerät 50% meine Verbrauchseinheiten zu reduzieren.
    Damit erhöhen sich für alle anderen die Heizkosten (zwischen 5-60€ p.a.) - ich spare mir ca. 820€
    Jetzt ist die Frage, ob ich für 800€ p.a. schaffe meine Verbrauchseinheiten in der Wohnung zu reduzieren :slight_smile: br />Würde auch "nur" 3 Räume (Kind, Büro, WZ+EZ+Küche) betreffen, da der Rest nicht bis kaum geheizt werden müssen - d.h. wir sprechen von ca. 60 qm die ich mit einem Klimagerät + Strom versorgen müsste. Hier mal das Bildchen mit den Räumen und deren heutigen Heizungsverbrauchanteil.

Ich finde es wichtig zu unterscheiden, was dein Ungerechtigkeitsempfinden ist im Gegensatz zu dem, wie solche Sachen rechtlich geregelt sind. Es gibt z.B. kein Gesetz, in dem steht: "Wenn Erdgeschosswohnungen mehr als doppelt so hohen Heizbedarf haben, müssen andere Mieter mitbezahlen."

Es ist völlig normal, dass es in einem Mehrfamilienhaus starke Unterschiede im Heizenergiebedarf gibt. Das muss man so wissen und akzeptieren, wenn man die Wohnung kauft. Wer da eine ungünstige Entscheidung trifft, muss es halt auch tragen. Einflussmöglichkeiten gibt es über die Aufteilung 70/30 bzw. 50/50 und auch technische Umstellung des Heizsystems z.B. mit Wärmemengenzählern. In dieser Hinsicht kann man aktiv werden und etwas versuchen, aber deine Chancen stehen bei Mehrheitsentscheidungen sehr schlecht. Denn die Mehrheit weiß natürlich, dass sie es so besser haben und bei einer Veränderung mehr zahlen müssen. Warum sollten sie dann in deinem Sinne stimmen? Das ginge nur, wenn im Haus hauptsächlich Gutmenschen wohnen, Verständnis für deine Situation haben und bereit sind, dafür zu bezahlen.

Und was deine 400% Mehrkosten angeht: Für mich ist das nicht plausibel, da muss es andere Gründe geben, als deine ungünstige Bodenplatte.

Ja - bin ich bei dir.
Wenn ich es nicht versuche, ändert sich gar nichts.
Ich weiß nicht, ob man bei solchen Sachen eine 100% Mehrheit benötigt - aber ja, vermutlich alles vergebene Lebensmühe, was ich hier an Aufwand reinstecke.

Mit der Rechnung 70/30:
Ggü. einer "Standardwohnung" (Mittel der restlichen 6 Wohnungen) haben EG und die DG Wohnungen Faktor 2,2 an Heizkosten.
Gegenüber eine super günstigen Wohnung ist es Faktor 4.

Mit der Rechnung 50/50
Ggü. einer "Standardwohnung" (Mittel der restlichen 6 Wohnungen) haben EG und die DG Wohnungen Faktor 1,8 an Heizkosten.
Gegenüber eine super günstigen Wohnung ist es Faktor 2,7.

Mit der Rechnung 50/50 für mich ein guter Schritt :slight_smile:

Der Meinung bin ich auch. Die Ursache muss an anderer Stelle liegen. Irgendwas im Bereich Ablesefehler, falscher Berechnungsbasis, falschem Heizverhalten, defekter Heizkörper etc...
Und das würde sich vermutlich auch nicht großartig ändern, wenn "extern" mit "eigenen" Wärmeerzeugern versucht wird zu sparen.
Also irgendwo geht entweder deine Wärme verloren oder die Messung stimmt nicht. Wenn alles über die Bodenplatte verschwinden würde, hättest du immer kalte Füße.
Und nach oben hin haben alle Wohnungen bis zum Dach den gleichen Verlust, wenn ich die Beschreibung richtig verstanden.
Grüße
Mathias

@matsches

Die Verluste und Verbräuche beziehen sich im Wesentlichen auf die 4 Wohnungen (in DG und EG).

  1. Wenn die Heizkostenverteiler falsch zählen, dann in allen 4 Wohnungen - hatte ich auch schon gedacht, da aber alle ähnlich viele und damit deutlich mehr Verbräuche haben, als alle anderen - würde ich das ausschließen. Die Hausverwaltung hält bisher eine Übersicht über alle Verbräuche der Wohnungen zurück. Alternativ sollen die Heizkostenverteiler vom Versorger überprüft und ggf. neu eingestellt werden.
  2. Heftiger Wärmeverlust über Dach und Keller/Carport-boden
  3. die 4 Wohnungen heizen einfach falsch - alle anderen deutlich effektiver
  4. baulich bedingte indirekte Heizung - Heizungsversorgung und die Heizungskreisläufe je Wohnung sind so schlecht isoliert, dass sie die Wohnungen mit viel Gratiswärme versorgen. Den Effekt merke ich bei 50% meiner Wohnung selbst, 50% Heize ich, 50% Heize ich nicht!
  5. Verrechnung von 70/30 begünstigt den Punkt 4
    Daher - aus meiner Sicht: Kombination aus Punkt 2, 3 und 5.

@matsches könnte ich denn meinen Verlust nach unten irgendwie messen. Wärmebildkamera, Temperaturen notieren. Oder Brauch ich dafür die dämmungswerte des kellerbodens

Mit Wärmebildkamera kann man sich mal auf die Suche machen. Damit weiß man dann, wo die kritischen Stellen in der Wohnung sind. Aussagen, wie viel Energie wo verloren geht, lässt sich damit aber nicht wirklich machen.

Wenn es wirklich der Boden wäre, könntest du auch über eine Innendämmung des Bodens nachdenken. Da würde vermutlich schon 4cm viel bringen.

Eigentümerversammlung ist vorbei...

  • 2023 wird mit 50/50% verrechnet

  • 2024 wieder 70/30 plus Installation Wärmemengenzähler

  • Angebot für Bodendämmung wird eingeholt

Bin zufrieden. Bringt dann hoffentlich auch den gewünschten Effekt.

Fun Fakt: einzelne Wohnungen müssen ihre Fenster aufmachen, weil sonst ihre Wohnungen zu warm werden (Heizung aus, nur über die Abwärme der Heizungsrohre). Über die Wärmemengenzähler kann jetzt auch der komplette eigene Heizungsstrang abgedreht werden. Damit sollte sich der Heizungsverbrauch auch reduzieren. Es wird nicht mehr die Außenwelt über offene Fenster geheizt und der Sandwich-Effekt wird damit auch weniger.

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Super, da hast du ja einen ordentlichen Erfolg gehabt. :+1:

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@win war selbst überrascht :slight_smile:

Jetzt dauert es aber über ein Jahr, um die Auswirkungen von Heizkostenverteiler auf Wärmemengenzähler zu sehen.
hab schonmal im Netz geschaut, aber leider nix gefunden.

Bis ich wirklich sehe, ob die Umstellung auf Wärmemengenzähler wirklich Auswirkungen auf meine Kosten hat, wird noch etwas dauern. Die Abrechnung für 2024 wird Voraussichtlich Ende 2025 fertig. Traurig aber wahr.

In der Zwischenzeit werde ich ein 800watt balkonkraftwerk installieren.

Ein bekannter hat jetzt die Ergänzung Infrarotheizung ins Rennen geschmissen. Gerade für die beiden kleinen Räume (jeweils <10qm) vielleicht eine Option.

Habt ihr damit Erfahrung. Bekomme ich im Winter vom balkonkraftwerk soviel runter, um zum großen Teile eine Infrarotheizung zu betreiben.

Meine naive Idee, intelligente Zeitschaltuhr an die Infrarotheizung. Sobald die Sonne aufgeht schaltet die Infrarotheizung ein. Über die Thermostate der normalen heizkörper fährt diese runter. Abends umgekehrt, infrarot fährt runter, normale Heizkörper hoch. Hat die Idee Potential oder Milchmädchenrechnung.

Lach.

Nein.

War übrigens Krankheitsbedingt plötzlich weg...

Aber mit dem Umbau auf WMZ hast du erstmal die bestmögliche Lösung erreicht.

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Vergiss Heizen mit einem Balkonkraftwerk!

Das funktioniert noch nichtmal ordentlich mit einer ausgewachsenen Anlage.

Auf wieviel Grad sind deine Heizkörper eingestellt, bzw. auf welche Raumtemperatur heizt du auf?

Bei den Kosten nach Umstellung auf Wärmemengenzähler würde ich mir keine allzu großen Hoffnungen machen.

Manche haben mit 15-18°C in der kompletten Wohnung absolut kein Problem, während die Nachbarn auf 23°C aufheizen.

Die heizt du zwangsläufig mit, wenn du nicht selbst die Temperatur deutlich absenkst.

Hätte in deinem Fall mal längst in der Kälteperiode mal für 5-6 Wochen die Heizkörper nur noch auf zwischen 1-2 (12-16°C) eingestellt.

Ggf. in machen Räumen, die am besten zu Nachbarn angrenzen noch etwas niedriger (>Luftfeuchtigkeit beachten, wegen Schimmel, ggf. Luftenfeuchter einsetzen).

Wenn dann die Nachbarn wieder die Heizkörper montieren oder aufdrehen, weißt du was du machen musst.

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Ich hatte hier im Forum einen ähnlichen thread gefunden. Dort wurde eine Infrarotheizung als Handtuchtrockner betrieben. Und wurde so eingestellt, dass sie nur lief wenn das balkonkraftwerk mehr Strom produziert hat, als verbraucht wird. Finde ich im Winter ein cooles setting. Rein theoretisch, wenn ich so 2h am Tag die Infrarotheizung for free laufen lassen kann, muss ich am Ende weniger meine normale Heizung laufen lassen.

Vergiss IR-Panels. Vergiss heizen mit Balkonkraftwerk. Wenn überhaupt, dann Split-Klima. Da kannst du bei Temperaturen ab 1-2 Grad aus 1kWh Strom 5kWh Wärme machen. An wenigen Tagen im Januar hat man mit einem gut ausgerichteten BKW auch mal 2 kWh Energie, die durchaus reichen, ein paar Stunden damit zu heizen. Aber das sind wenige Tage.