Umstellung auf Luft-Luftwärmepumpe

Da könnte ich mir noch Absicht vorstellen, um die ATXD nur attraktiv für die südlichen Länder zu machen und Importe nach Deutschland zu vermeiden.

Kann es sein, dass das Datenblatt hier nicht korrekt ist? Habe auch bei der Mindestleistung oft das Gefühl, dass viel zu hohe Werte angegeben werden.

Mit Eurovent Daten vergleichen...

Im Winter kondensiert Luftfeuchte am Wärmetauscher des AG und friert ab vllt. 3–6°, daher muss abgetaut werden, damit es sich nicht zusetzt. Das tropft dann einfach unten raus auf den Boden oder wird in einer Wanne aufgefangen.

Beim Kühlen im Sommer kondensiert Feuchte aus dem Raum im IG und wird nach außen geführt – könntest auffangen, wenn du dest. Wasser brauchen kannst oder in einen Abfluss laufen lassen.

Bei uns führen beide Leitungen ins Fallrohr.

Wollen wir hoffen, das meinte ein Klima-Anbieter.

Wenn meine alle paar Minuten "abtauen" würde, würde ich um Nachbesserung bitten, bevor ich rumbastle – das sollte nicht so vorgesehen sein. Wenn der Monteur es nicht hinbekommt oder Garantie rum ist, muss man natürlich was machen – bei DIY bleibt einem auch nichts andres übrig :wink:

Wie unsre abtaut:
Hab sie die Tage nochmal beobachtet – mehrere Zyklen mit vllt. ± 2h.
Wenn nichts abzutauen war, hat sie auch gleich damit aufgehört. Wenn sie vereist war, lief sie so lange, bis kaum noch was runtergetropft ist (aber keine 5min). Wenn es trocken kalt war, war das Eis kaum sichtbar (keine weißen :snowflake:-Kristalle). Die Dauer ist offenbar temp-geregelt, weil viel Eis tauen braucht bekanntlich viel Energie und wenn die nicht mehr abgezogen wird, dampft das AG und der Wärmetauscher wird warm.
Ganz so arg wie hier dampfte unsre aber noch nicht, bisher hatten wir auch kaum so kalt.

Apropos takten
Wir gingen von einer Mindest-Leistungsaufnahme von 200 W aus und nahmen daher auch die kleinste 25er – bisher nicht bereut, heute lief sie auf 60 W bei glaub 0,5–1° Δt :sunglasses:

Hast du die 250W auch beim Heizen? Weiterhin würde mich interessieren, was die Nepura im Winter unter 5Grad benötigt, wenn sie ausgeschaltet ist. Viele brauchen dauerhaft 50W, da z.B. die Ölsumpfheizung an ist.

Ja, wir nutzen sie gerade auch zum Heizen. Bedarfsteuerung ist auf 45% eingestellt, läuft derzeit um die 170W wenn die Zieltemperatur erreicht ist.

Um die 30W wurden mir angezeigt. Ab welcher Temperatur die Heizung sich einschaltet kann ich dir leider nicht sagen. Die Leistung wird, so wie ich es bisher beobachtet habe, auch nicht dauerhaft gezogen sondern in Intervallen.

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Ist es eigentlich normal, dass WPs teils etwas gluckern?
Fiel mir v.a. paar Minuten nach dem Anlaufen der Multi-Split auf, vermutlich ist das einfach in den Leitungen vermischtes Kältemittel in flüssiger und gasförmiger Form. Wenn dann nur ein IG läuft, sind die Leitungen etwas verzweigt und in den Leitungen nicht sauber flüssig+gasförmig getrennt.

Unsre ähnlich, meist 100–500W (2007 sanierte DHH Bj 1951) – sie könnte zum Aufheizen oder Abtauen auf ~1,7 kW hochgehen (HyperHeating kann die (Heiz-)Leistung ziemlich hochdrehen).

Hab sie schon auf ~60W runtermodulieren sehen bei Δt 0,5–1° am IG. Aus dem Planungshandbuch war ich von etwa 200 W Mindestleistungsaufnahme ausgegangen und nahm daher die kleine 25er gegen Takten. Bisher nicht bereut, war ne Empfehlung vom Energieberater, der unsre Heizlastberechnung sah und meinte, wir könnten von 60–70% der Werte ausgehen. :sunglasses:

Die 2er Multi-Split MXZ-2F42VF4 kann auf gut 400 W runter, wenn 1 IG LN18 läuft – wenn beide laufen, hab ich sie schon bei 120 W gesehen.

Für was das?
Wenn das AG nicht läuft und das IG-Gebläse flüstert, braucht unsre MUZ+MSZ 0,01 kW (Lüfter alleine aufgedreht 0,02). Aus/Standby kann dann erst der Shelly anzeigen, bisher nur Eltako MID.

:point_right:‍ Habt ihr mal nachmittags COP-optimiert geheizt am sonnigen Strahlungstag mit großen Temperaturdifferenzen?
Gestern bei 6° AT aufgeheizt auf 25–26°, paar Nachmittagsstunden auf ~600W, Gebläselüfter in die letzten Ecken geschickt. Dafür abends weniger Strahlungsdefizit zur unterkühlten Außenwand, gemütlich warm und dann bis zum ersten Sonnenschein mit ­gut ∅300 W durchgekommen bei 0 – -4°– mehr Komfort bei weniger Stromverbrauch und netzdienlich, gut für die Autarkiequote und schonend für den noch nicht vorhandenen Speicher [PV kommt demnächst dazu].
Klingt kontraintuitiv aber wenn man im Diagramm bspw. 7° mit -3° vergleicht (6:3,5) nachvollziehbar – dann Wärme reinholen, wenn man mehr Wärme für den (eigenen) Strom bekommt. Außerdem läuft sie nahe dem Nennbetriebspunkt effizienter, als wenn sie unterfordert ist (wobei sich der Effekt aufheben dürfte).
Disclaimer: Stromverbrauch manuell abgelesen, noch wenige Daten.

WP-Auslegung von Stefan Holzheu

Das ist erfreulich. Kannst du in deinem Profil im Feld Technik deine Anlage eintragen? Dann muss man nicht jedes Mal nachfragen, welche Nepura du hast.

Ich frag jetzt aber mal, welche es genau ist. Nepura Comfora hatte ich schon in deinen Beiträgen gefunden, ist es aber die 3kW oder die 4kW?

Was die Ölsumpfheizung angeht, das sieht ja auch sehr gut aus. Im Mittel sind das ja eher nur so um 10 Watt. Das ist extrem gut, andere Anlgen ziehen 50 W dauerhaft, insofern sie eine Ölsumpfheizung haben.

Ja, völlig normal beim Anlaufen oder beim Abtauen. Wenn sich der Kältekreislauf erstmal richtig eingeschwungen hat, ist es in der Regel weg. Hängt aber auch alles von der konkreten Installation ab. Bei Kühlschränken kennt man ja auch die unterschiedlichsten Geräusche, die die so machen.

Es gibt Anlagen mit Ölsumpfheizung oder anderen Heizelementen. Warum manche Anlagen eine Ölsumpfheizung brauchen, andere nicht, ist mir auch noch nicht so richtig klar.

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Habe ich gemacht, danke für den Hinweis

Wir haben die FTXTP25N / RXTP25A, das ist die kleinere Nepura Comfora. Die Größere ist die 35N. Von der Nepura Perfera gibt's die Klassen 30 und 40.

An dem Tag hatten wir ganz leichte Plusgerade, die Info habe ich oben vergessen. Wie es bei dauerhaft negativen Temperaturen aussieht und ob die Anlage dann vielleicht dauerhaft die ca 30W zieht, kann ich leider nicht sagen. Z.Zt. läuft die Anlage 24h durch, da habe ich nur den Gesamtverbrauch.

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Interessant, dass es auch eine 2,5kW Nepura gibt. Die hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.

Hier mal die Eurovent-Daten:
https://www.eurovent-certification.com/de/catalog/program/certificate/participant/model/show/202104175

Für 1475 Euro derzeitiger Marktpreis in Deutschland noch recht preiswert.

Ist zwar nur eine A++ Anlage, aber der SCOP ist immerhin bei 4,95 und nicht bei 4,6, wie bei den meisten A++ Anlagen. Laut Eurovent sollte die bis 180 Watt runter modulieren, was sich ja auch mit deinen Erfahrungen deckt.

Bei -30 Grad noch 2,5kW ist natürlich ein super Wert. Und dort auch noch einen COP von 3,09.

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Die vorherige Generation hieß optimised heating 4 (OH 4). Die nach dem Genarationswechsel hat Daikin die Serie auf Nepura getauft. Ich nehme an, da sich wirklich viel geändert hat.

Die OH 4 gab es auch schon mit dem Comfora Innengerät. Wurde dann auch als 25er und 35er vermarktet. Diese waren also keine Caldos (Perfere Innengerät).

Interessant ist auch, dass es in der OH 4 Generation ein Model ATXTP25M/ARXTP25R mit freihängenden Verdampfer gab, welches als Siesta geführt wurde. Mit SCOP "nur" 4,9, aber mit richtig guten Werten bei niedrigenTemperaturen.

Hier im Norden werden die Mini-Splits meistens als zentral montierte Anlagen eingesetzt. Sie sollen möglichst viel vom Haus und mit so viel Leistung möglich heizen. Um die "schlechtere" Heizungsalternative zu verdrängen. Also die direktwirkenden Stromheizung. D.h. Anwendungsprofil zur SCOP Berechnung, insbesondere bei sehr niedriger Teillast ist in der Praxis hier nicht immer Priorität.

Häufig bekommen die Anlagen, die eine hohen SCOP haben diesen durch sehr hohe COP Werte bei den warmen Testwerten.

Die Nordic Modelle sollen aber bei den kalten Werten glänzen und möglichst viel Leistung bringen.

D.h. mich würde SCOP 4,9 für ein Arbeitstier nicht abschrecken, solange die Heizleistung stimmt und die Anlage nicht bei niedrigen Temperatur "einbricht" oder Zicken macht.

Wenn ich in (fast) jedem Zimmer ein Innengerät hängen habe, die möglichst weit runtermodulieren können sollen, würde ich auf etwas anderes achten.

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Also das kann ich von meiner VF3 (mit LN25 und LN35) so nicht bestätigen. Hier ist es nach dem Einschalten häufig so, dass sie 3x wie blöd taktet. Jeder Takt läuft mit etwa 230 W los, dann geht sie auf 120 W runter um dann sehr schnell auf 1500 W hochzufahren. Dann wird es zu schnell zu warm, die regelt noch auf rund 900 W runter und geht dann aus.

Wenn sie sich dann mal für Dauerlauf entschieden hat, geht sie nicht unter 250 W, normalerweise eher 400 W. Geht deine denn auch für längere Zeit auf 120 W oder hast du das nur kurz nach dem Anlaufen mal für kurze Zeit gemessen?

Die Abtauung alle 40 min hat die VF4 auch noch? Bei mir ja mit Mitsurunner-Hack übergangen (das oben beschriebene Regelverhalten ist auch ohne den Runner so!).

Im Sommer geht es auch nicht unter 200 W, den Wert haben auch 2 andere User so bestätigt. Laut Eurovent-Daten müsste da die Hälfte möglich sein.

Wie viel ° muss sie bei euch anfangs aufheizen,
was ist die Heizlast, passen die Geräte dazu oder sind sie zu groß für kleine Räume?

Vorgeschichte :wink:
Weil die beiden Zimmer lediglich ~500W Heizlast haben bei ~-11° war von vornherein klar, dass die 42er komplett überdemensioniert sein wird aber was Kleineres gibts leider nicht als Multi (die 33er ist ineffizienter, wird daher nicht gefördert und braucht kaum weniger Strom und Mindestheizleistung ist genauso 1kW).
Weil ich die werksseitige Hysterese nicht kenne, möchte ich sie ungern einen Tag lang laufen lassen ohne 'Aufsicht' durch HomeAssistant, wo ich Takten nachvollziehen und (hoffentlich) ggf. ne größere Hysterese einstellen könnte über ne 'virtuelle' Solltemperatur, die die in der MelCloud variiert. Wird nur schwierig, weil die Original-Fernsteuerung bei jeder Änderung alle Werte sendet und die MelCloud überschreibt, empfangen kann sie ja nichts ohne WLAN.
Bisher war unsre MXZ fürs OG daher nur sporadisch an, das war hier früher praktisch unbeheizt (nur 1 Kachelofenschacht in 1 /4 kleinen Zimmern). Sie lief vllt. max 3–5h am Stück.
Das Problem bei den Luftheizungen ist, dass sie bei geringer Gebläsedrehzahl lediglich ne Warmluftblase ums IG wabern lassen und ohne externem Temp-Fühler kommt sie schnell ins Takten besonders im kleinen Raum. Die externen Steuerungen hätten einen Tempfühler integriert – ist die Frage, ob das lohnen würde. Ich hatte ja gehofft, dass der Sensor nach Oberflächentemperatur verteilt aber so feinfühlig ist er wohl nicht (hab noch nicht die WANE-Steuerung richtig beobachtet).

Zu deinen Fragen
Wenn ich bspw. bei 16° anschalte auf 20–22°, fährt sie vllt. auf ± 1kW hoch und drosselt dann je nach Außentemp schnell runter. Oder du kannst die Solltemp nur 1–2° über Isttemp stellen, um längere Laufzeiten zu bekommen (wollte ich mal automatisieren wie o.g.). Meist läuft sie auch bei ±500W. Die 160–120 W waren dann erst am Ende ne ganze Weile lang vor dem Abschalten (Anlaufen geht natürlich auch langsam, da interessierten mich die Verbräuche aber kaum). Wenn das IG 1–1,5 über Solltemp misst, geht es aus.

Beim Takten und Sollwert übersteuern musst aufpassen, dass das AG nicht zufriert, wenn es zu kurz läuft:

Heute hat sie fast das erste Mal abgetaut – ich war nicht die ganze Zeit da aber es dürfte vllt. 3x in gut 3h gewesen sein – der Tipp Mitsurunner könnte also interessant sein.

Die Single-MUZ lief gerade wieder auf 60W nach 1° Runterregeln.

Nice – dazu gibts schon nen Thread, hab mal fortgeführt:

Ohne deine Anlage und Steuerungsmöglichkeiten zu kennen und weil du HA ja schon laufen hast, wäre da ein IR-Blaster nicht die ideale Lösung? Du kannst damit die Fernbedienungsbefehle "lernen" und danach mittels HA die Anlage so steuern als ob du die Fernbedienung nutzen würdest.
Solch IR-Blaster gibts für kleines Geld und sogar mit integriertem Temperatur-/Feuchtigkeitssensor.


Dran denken, dass mit jedem Tastendruck immer das komplette Setting der Fernbedienung übertragen wird. Man kann also nicht separiert nur "Soll auf 21 Grad" rüberschicken. Das macht die Sache mit etwas komplexer.

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Klingt nice. HA ist noch in meiner Pipeline.
Hast du so einen, wie heißt der? Die Suchmaschinen finden einen Thermo-Hygro (lt. Bewertung Abweichungen ± 1–2°) mit schwachem Display + IR für ~20€. Angeblich für 50.000+ Anwendungen – kann der auch alle Befehle der Fernbedienung an Mitsubishi übertragen? Anlernen stelle ich mir recht aufwändig vor.
Zu bedenken auch die Handhabung: Original-Fernsteuerung hängt an der Wand und zeigt alles an ohne Handy-Entsperrung… + Hardware-Buttons. Damit kommen auch Senioren im Haushalt klar.

Ich habe mir mal Diesen kommen lassen, eigentlich wegen Luftfeuchte u. Temperaturmessung. Abweichung zu vorhandenen Shelly H&T bei Temperatur 0 und bei Luftfeuchte -1%, also zu vernachlässigen.
Die IR-Funktion habe ich dann nur mal angetestet, da ich sie eigentlich nicht brauche, weil meine Anlage per Wlan eh voll steuerbar ist bis auf LED/Peep on/off. Das Anlernen selbst stellt kein Problem dar. Schwieriger ist es da schon bei diesen Tuya-Geräten diese für "Local Tuya" freizuschalten, da man erst über die Developer-Website an den Key kommen muss.
Nutzt man lieber Handy statt HA, kann man auch die normale Tuya App verwenden und in dieser dann die Fernbedienung anlernen, es scheinen da für sehr viele IR-Geräte die Codes schon in der Datenbank zu sein. Für meine Anlage musste ich nur 2 Tasten im Lernprozess senden und danach war die Klima komplett eingebunden und kann per Cloud gesteuert werden.

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Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, neue Stromleitungen für die Klimaanlagen zu verlegen. Meint ihr, dass es möglich wäre eine Perfera 2,5 kw und eine Cold Region 3,0 Kw auf einer Sicherung zu betreiben? Die auf den Datenblättern angegebenen maximalen Leistungsaufnahmen (z.b. 0.61 kw bei der Cold Region) erscheinen mir nicht plausibel.