Umbau bestehende Heizung, wie anfangen oder doch garnicht?

120L am Tag wäre ein 50kWh Ölkessel 24h am Tag durchgehend. Brauchst du wirklich so viel? Trotzdem würde ich es so versuchen, an den Extremtagen muss halt die Ölheizung zuheizen.

Bei diesem Wärmebedarf würde ich keine WP machen, geht irgendo ans Haus ein zusätzlicher Heizraum mit Pelletskessel in Serie? Oder halt Öl raus und Pellets rein.

Ich schaue nochmal in meine Unterlagen - ich hab einen (mechanischen) Ölzähler in der Ölleitung (Braun HZ5?) und schreibe grob wöchentlich (im Winter mal häufiger, im Sommer auch mal 3 Wochen nicht) auf und übertrage das irgendwann in eine Tabelle um mir zumindest grobe Graphen / Interpolationen zu geben.

Der Kessel ist ein zweistufiger wo die 2. (100kW Stufe) seit 15 Jahren still gelegt ist

Klingt für mich halbwegs plausibel. Hier brauche ich 9kW bei Normauslegungstemperatur (-8°C) und dann läuft die Kiste non-stop. Damit habe ich einen Jahresverbrauch von ca. 20.000 kWh.

Mit Faktor 5 käme er dann auf 45kW und 100.000kWh(10.000 l Öl)

Also ich habe ein Haus von 1904 und habe selbe Heizung wie du 2 Zoll Rohre im EG und 1 Zoll im 1 og. War früher mal Schwerkraftheizung. Heizkörper vollguss und extrem schwer. Habe 15 Jahre mit Gas geheizt und nur die Fenster getauscht. Fenstertausch hat ca 1500 Euro Gas im Jahr gespaart (waren insgesamt 35 Fenster, habe ich in 2 Schüben gemacht und Förderung bekommen, daher Fenster einbauen lassen waren für alle Fenster 30000 Euro, da Fenster alle ca 2m hoch und 3 m breit (Deckenhöhe 3,80). Förderung weiß ich nicht mehr. Dach habe ich von innen gedämmt hat aber nicht so viel gebracht wie die Fenster. Wenn überhaupt 200 bis 300 Euro pro Jahr.
Dann kam Gaskriese und sie wollten auf einmal statt 4000 Euro Gas Vorrauszahlung von 2000 Euro IM MONAT (war vor dem Preisdeckel).
Habe dann Splitklimas gekauft und alle 8 Räume mit ausgestattet. Da ich auch hier Förderung bekam waren die Gesamtkosten incl. Einbau 20000. Gasheizung habe ich dann parallel betrieben als das Gas gedeckelt war. Dann kam Hochwasser und Gasheizung überflutet. Da wir keinen Bach in der Nähe haben und es durch einen dammbruch bei nem Schlammweiher kam hatte ich natürlich keine Hochwasserversicherung. Also Gasanchluss abgemeldet und in die Bäder auch noch Splitklimas und heize seitdem nur mit den Splitklimas.
Da ich ca 24 kwp Solar habe ist März bis oktober manchmal november null kosten für heizen und kühlen. Die letzten Winter ca 3000 Euro für Strom. Bei 300qm Wohnfläche. die Splitklimas haben aber den unglaublichen Vorteil, dass ich die räume normal auf 15 bis 16 Grad habe und nur die Räume die genutzt werden dann auf 22 (meine Frau mags warm) Und ich kann das ganze automatisieren. Ging bei der Gasheizung nicht.
Warmwasser war ein echtes Problem, aber da die hier teilweise noch bleileitungen hatten, habe ich einmal von unten nach oben die Warmwasserrohre neu verlegt (in einer Ecke vom Bad nen Teil einer Ecke abgeschrägt und dort durch. Bei mir sind die 3 Bäder aber übereinander.
Die anderen Wasserstellen 3 mal Küche einmal Einliegerwohnung habe ich mit Durchlauferhitzer gemacht. Es gibt so steckverbindungen für Kupferrohre, das hat super geklappt und war in ner Woche Urlaub gemacht.
ICH würde auch wenn es sau teuer ist die Fenster tauschen, und wenn alle mitmachen splitklimas einbauen. Bei mir wäre das mit ner Warmwasserwärmepumpe unglaublich träge geworden, da in meiner Heizung ca 800 l Wasser sind. Wunderbarer Wärmepuffer nur leider unglaublicht träge. War schon mit Gasheizung ein Problem, da die effizienter war wenn sie durchlief, als mit Nachtabsenkung.

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TLDR:
Für eine richtige Gewichtung, so wie ich früher mal im Auftrag für ein Ingenierbüro Heizlastberechnungen gemacht habe, fehlen noch Daten :

Gesamtbeheizte Fläche in QM
Leistung des NT Kessels
Baujahr des Gebäudes (Mindestens interessant ob vor oder nach 2000)
Verbrauch von Öl
Und die PLZ (Wobei die erste Stelle schon ausreicht wenn es dir zu Privat wird)

Aus meiner persönlichen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit (versierten) Ingenieuren und auch anderen Planern, ergab sich aus meiner Perspektive früher folgendes:

Es gibt keinen Grund warum aufwändig saniert werden MUSS, es gibt teure Kombisysteme die auch bis zu 80° oder mehr Vorlauftemperatur hinbekommen und mittlerweile auch dass bei unter 5 Grad Celsius, ohne dass euer Stromzähler zum RoadRunner wird.

Was mir besonders gefallen hat, war ein Hydraulisches Hybridprinzip, in dem an der Stelle wo der Heizkessel steht, Hydraulische Weichen eingesetzt werden, die genau in dem Bereich, wenn die Wärmepumpe gut und zuverlässig leisten kann (Alles über 5°) genau das tut: Wärme günstig ins Haus bekommen.

Die Hydraulik sorgt, durch 2 verschiedene Messstellen dafür, dass sollte doch auf einmal wesentlich mehr Heizenergie gebraucht werden, der alte Ölkessel mit anspringt. Elektrisch unabhängig, keine Schnittstelle sondern rein nur Wasser Sensorik

Das besondere Dabei: Es gibt bereits Objekte wie ein Haus aus 1912 was ohne Sanierungsmaßnahmen genau mit diesem Prinzip betrieben wird. Das Ergebnis 80% weniger Öl Verbrauch. Wenn die Ölheizung mal das zeitliche segnet, kann man eine passende Heizung die dann modern ist einsetzen (womöglich mit Wasserstoffantrieb oder Pellet oder eine bessere Wärmepumpe) einsetzen. Und förderfähig war es unter den alten Regeln auch, weil 2/3 der Energie mindestens aus der Wärmepumpe kommen muss, und das System 75% geschafft hat.

Wenn möglich, geb doch gerne mal die Infos aus dem TLDR Absatz durch, und ich schau mal nach. (Keine Sorge, kein Verkauf, ich arbeite in der Branche nicht mehr )

habe auch noch so einen alten Kasten mit 445qm und 6 Einheiten seit den 90ern.
Die alte Ölheizung habe ich sofort rausgeschmissen. Warmwasser kommt bei und nur aus Durchlauferhitzern. Boiler alle entfernt. Daher keine Zirkulation und fast sofort warmes Wasser.... kein Hygieneproproblem. Hohe Decken ( 3,6m) wurden isoliert und abgehängt. Alle Fenster und Aussentüren erneuert. Fast alles in Eigenleistung mit wenig Geld. Zunächst ein Gaskessel mit 44KW Leistung von Buderus... der hat 33 Jahre gehalten und lief mit LPG
, da keine Gasleitung im Ort vorhanden war mit einem 4800 Tank ohne Probleme. Seit dem eine 32KW Gastherme. Zusätzlich gab es noch 2 kleine Scheitholzöfen mit 5 KW zum schwofen.
Vor 16 Jahren kam ein 17KWP Photovoltaik mit noch guten Konditionen die im Sommer schon mal die 1oo KwH am Tag einspeist. Also kaum gealtert scheint. Die WR waren nach 13 Jahren hinüber.
Wenn die PV Vergütung endet, kommt eine Erweiterung und ein großer Speicher dazu...und es nichts mehr ins Netzverkauft.
Zu Deinem Projekt und Umständen würde ich auch zu neuen Fenster/-Scheiben tendieren. Wärmepumpe kann man machen, aber wir haben uns aus Kostengründen und Komfort bereits bei einem weiteren Objekt zu Split Klimas entschieden. Das lässt sich einfacher und komfortabler steuern und spart eine menge Energie, speziell dort wo sie in Rohren in der Wand am Ende verschwindet. Damit Abrechnung usw kein Problem. Du kannst Wohnung oder Raum für Deine Anforderungen und Kenntnisse nach und nach fertigstellen.

Den Weg der Splitklima werden wir nächstes Jahr auch (weiter) gehen.

Fenstertausch: muss ich mal Angebote einholen. durch (teilweise) Schiefer eingepackte Laibungen wirds beim "normalen Austausch" -> rausbrechen, neuen Rahmen rein, nachputzen deutlich aufwendiger als normal. Vielleicht gucke ich mal wegen Scheibentausch. Wobei jetzt (bei 5 Grad in der früh) der Voll-Alurahmen deutlich kälter ist, als die (2Glas?) Scheibe.

Ein Energieberater will natürlich gern den Kompletttausch und dann die Rahmen/Leibung von aussen mitdämmen. Aber das wäre die große Lösung mit Aussenwand und Fenstern, wo man vermutlich eher Richtung 250k € schaut.

@Rufus klingt spannend, aber das ist mir am bewohnten/teils vermieteten Objekt ein bisschen zu heftig. DLE für die Duschen/Badewannen läßt sich mangels Stromanschlüssen auch nicht trivial realisieren. weitere Split steht am Plan, Scheiben bzw Fenster muss ich mich erkundigen,

@hmover995 80 Grad Vorlauf brauche ich hoffentlich nicht. Beheizte Wohnfläche muss ich nachmessen (dzurch teilweisen Leerstand etc) da sind Leitungen in der Wand natürlich auch für etwas ausgelegt was wir (derzeit) nicht brauchen. Im Haus könnten sicher 15 -20 Personen leben, derzeit sind es 7

Kann daraus verstehen das Du DLE nicht favorisierst. Allerdings spart es im Vergleich zu Boilern oder riesigen Speichern enorm viel Energie, da man nur erhitzt wenn WW gebraucht wird. Eine Stromleitung zu verlegen ist deutlich einfacher und unkomplizierter als eine Verrohrung. Bei einem meiner neueren Projekte mit ca. 280qm haben wir das auch so realisiert. Vorher haben wir eine Simulation durchgeführt und die Kosten analysiert. Die Energieeinsparung gegenüber dem alten WW Speichersystem waren in unserem Fall bei gleicher Nutzung enorm. Ein weiterer Vorteil besteht darin das moderne DLE's einstellbare Temperaturen haben. Folglich muss kein Kaltwasser am Wasserhahn dazu gemischt und wieder verschwendet werden.

Vielleicht eine Überlegung wert.

Dafür wäre der Energiebedarf der WW versorgung interessant, ka wie ich den derzeit messen kann. Durchfluß/Wärmemengezähler im WW?
Umbau heißt (komplettes) Haus neu schlitzen (mit vorhandenen flachbandkabeln irgtendwo in der Wand oder Aufputz verlegen.
Aber ggf was für die Einliegerwohnung, damit die komplett autark wäre.. wobei an der Zirkulation auch andere Teilnehmer dranhängen -> komplette Hausseite müßte man machen. hmm das sehe ich eher bei ner Entkernung aber ich hab auch schion mit DLE geliebäugelt.. aus den gleichen Gründen

Für den Durchfluß hast Du für jede Wohneinheit vermutlich einen Wasserzähler.
Wärmemengenzähler brauchst Du nicht bei DLE, da nur Kaltwasser fließt. Ist ja Wenn wirklich wichtig, dann einfach einen Shelly vor die Sicherung. Wenn jede Wohneinheit eine eigene Verteilung mit Zähler hat, sollte das möglich sein. Ob Flachkabel noch zulässig sind weiss ich nicht genau. Da wir die Decken bisher immer gedämmt haben sind die Kabel einfach dahinter verschwunden. Es gibt auch DLE mit geringerer Stromaufnahme ca 13kw. Vielleicht ist das auch eine Alternative. Je nach dem welche Leistung von der PV kommt und Speichergröße kann man damit bis ca 38 Grad oder mehr günstiger duschen.

Das ist so die halbe Wahrheit. Zwar hast du mit einem Boiler Verluste, aber wenn du beispielsweise PV-Strom hast, kannst du den Durchlauferhitzer mit 21KW vergessen. Du verbrauchst dann plakativ nur 500kWh und diese 500kWh kommen direkt an. Mit einerm Boiler wären es 750kWh. Beim Boiler erzeugst du aber mit der PV-Anlage 450kWh selbst. Kaufst also nur noch 300kWh. Wie geschrieben, kannst du beim DLE vergessen außer du hast eine riesen-PV.

in meinem Fall funzt es... ist immer von den Gegebenheiten abhängig. Aber hier ist ja ohnehin noch Solarthermie vorhanden. Eine BWW käme auch in betracht. Alles eine Rechenaufgabe und der Geldbörse. Ich habe in einem anderen Objekt einen WWB der unter den dortigen Umständen auch funktioniert. Es gibt keine pauschalen Lösungen. Übrigens hatte ich nichts von einem 21 Kw DLE geschrieben....

Da es mal als "Famielinhaus" geplant war: leider nicht. alles hängt zusammen keine eigenen Zähler für KW/WW/Heizung (wobei Einlieger mittlerweile zumindest einen WMZ für die Heizung hat)

Für Duische/Badewanne wirds mit nem kleineren DLE nicht gehen, oder?

Ich habe 13kW an meiner Dusche, und es reicht mir. Badewanne geht auch. Aber ich habe den kleinen erst diesem Jahr, noch nicht im Winter getestet bei niedrigerer Kaltwassertemperatur. Und ob jemand mit langen Haaren damit glücklich wird...

Andererseits, in Großbritannien gelten z.B. 10kW schon als reichhaltig für eine Dusche. Aber die sind daran gewöhnt daß einfach nicht viel Wasser raus kommt.

Habs aus Neugier mal für unsere Dusche mit nem guten Sparkopf überschlagen: 6 Liter/Minute, 15 auf 40 Grad, macht etwa 10.5 kW.

d.h. duschen mit Sparkopf geht, Baden wirds eher was längeres?
@krummbrumm wir sind aber nicht in England :wink:

In Amerika gilt auch Presspappe mit Bauschaum als "Haus"

hilft aber alles wenig, das Problem ist nicht 11 oder 22 oder ob ich überhaupt überall ausreichend Leitung hinbekäme

Hallo @devnull

die Temperatur "fühlen" ist sehr ungenau, da Alu die Körperwärme besser ableitet. Nimm ein Messer mit Holzgriff und fühle, was sich kälter anfühlt: es ist die Klinge aus Metall, obwohl Klinge und Holzgriff die gleiche (Raum-) Temperatur haben. Nimm mal ein IR Thermometer zum messen. Um die Scheiben zu messen, kann man ein Stück Malerkrepp aufkleben.

Der Rahmen weniger als 10% der Fensterfläche aus. Daher sollte der Glaser mach schauen, ob er dir Gläser mit besseren K Werten einbauen kann. Wenn jetzt schon 2 Scheiben drin sind, dann sollte das machbar sein. Das geht dann vor Ort, Glasleisten und Scheiben raus, neue Gummidichtungen und Scheiben rein und wieder mit der Leiste fixieren.

Moderne Scheiben sind einseitig innen bedampft, manchmal gibt es auch noch Argon als Schutzgas. Das sollte reichen, denn wenn der Rahmenanteil weniger als 10% der Fläche ausmacht, der Austausch mit Rahmen aber 100% mehr Kosten, dann wäre es meine Wahl.

L.G.

Eine gute Idee..

vielleicht tätige ich einen Lustkauf UNI-T UTi260B Wärmebildkamera und messe mal nach.

Werde einen Glaser fragen und ggf mal einen Testballon starten, wenn der Preis ok ist.