Totalschaden vermeiden - Leverkusen, 11.01.2026 als Warnung?

Nicht wirklich, es kommt darauf an.

Es gibt zwar RCD mit integriertem Leitungsschutzschalter (diese 1 poligen Dinger) - aber die “üblichen” 3 poligen RCD - FI in einem Verteiler sind keine Leitungsschutzschalter. Die Leitungen werden in dem Fall von den NH im Hausanschlusskasten (Zuleitung bis RCD) und von den - tatsächlichen - Leitungsschutzschaltern geschützt. Es würde ja auch keinen Sinn ergeben, dass ein zumeist 40 oder 63A RCD eine Leitung schützt bzw. ist es generell kein Schutzschalter gegen Überlast.

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Stimmt.

Das andere wären dann wohl RCBO.

Und Hopfen hat mit Fehlerstrom-Schutzschalter recht.

(Fehlerstrom-Schutzschalter – Wikipedia

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@balkonpv Du hast sicher gelesen, dass es sich um ein Relais handelt. In den technischen Daten findest du, dass es einphasig maximal 2500 VA direkt schalten kann. Alles darüber hinaus benötigt AC seitig einen Schütz. Auch müssen die Werte des Fensters eingestellt werden. Das ist IMHO nicht mehr im DIY Sektor. Das sollte jemand machen, der es richtig verschalten und einstellen kann. Das kann zB ein Elektriker machen.

@mobilsolar da bin ich völlig deiner Meinung, aber ich würde wetten, dass von 10 Elektrikern die man fragt, ob sie das schon mal gemacht haben, maximal 1 die Kenntnisse tatsächlich hat.
Damit man als Auftraggeber diesen einen kompetenten Elektriker findet, muss man die richtigen Fragen stellen können.

Testen lässt sich die gebaute Lösung dann sowieso sehr schlecht, oder sehe ich das falsch?

Kommt drauf an: Wer nur in Privathaushalten und Büros installiert, wird es vermutlich nicht kennen, ist dort einfach total unüblich. Aber im industriellen Bereich, wo viele Elektriker auch arbeiten, sind solche Lösungen nicht so selten.

Hab gerade gesehen, dass wohl einige Shellys auch eine Überspannungsabschaltung haben. Das wäre eine billige Lösung für diverse Anwendungsfälle.

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Denke das ist der entscheidende Tipp.

Meiner Beobachtung nach, sind nur die großen Elektrobetrieb > 50 Leute im industriellen Bereich unterwegs und die haben kein Interesse an einem 1000€ Auftrag von einem Privathaushalt.

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Auch da gibts Relais und Schütze.
Und KNX, …

Problem ist wohl eher, dass es nur noch eine handvoll Elektriker im Handwerk gibt (Lohnschere zwischen Handwerk und Industrie einfach zu groß) und die können sich die Aufträge aussuchen.

Spezialauftrag von einem unbekannten Kunden an einer unbekannten Anlage mit einer unbekannten Wärmepumpe die mitunter nicht mal eben einfach vom Netz genommen werden darf und auch noch Garantie hat schreckt bei guter Auftragslage quasie jeden ab.

Mir ist nach der Wende aus DDR zeiten ein motor getriebenen stelltrafo für ca. 3kW einphasig zugelaufen. War genau für solche Fälle in instabielen netzen konzipiert und ist ziemlich flott… war damals wohl ein muss für kostspielige Anlage. Gab's auch als kleinen handbetriebenen stufentrafo für den fernseher…

Ist halt recht viel Aufwand… ich hatte den ne zeitlang bei mir betrieben um das ursprüngliche 220v netz für alte Elektronik zu generieren. Bei mir im strassenzug war die Netzspannung fast permanent bei den +10%. Inzwischen mit victron insel keine probleme mehr….

Wenn interesse mach ich am we mal bilder :slight_smile:

@win ja, habe eben gelesen, dass der Shelly Pro 1PM eine “Overvoltage protection” besitzt. Damit ( ca 75 Euro) oder Finder Serie 70 (ca.60 Euro) könnte man für kleines Geld je AL einen Schutz nachrüsten. Meine Jeisha nutzt zwei AL, einen für den Kältekreis (2kW) und einen zweiten für den 3 kW Heizstab, also für ca 150 Euro wäre die WP auch gegen diese Überspannung geschützt.

Der Shelly schaltet bei 264 V ab und schickt eine Nachricht. Beim Finder kann man das Fenster einstellen.

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Ich bin nicht Win, aber suche auch gute Relais die viel aushalten (für andere Zwecke)

Im "Basic Wiring Diagramm" fangen die schon an zu zeigen das ein Snubber bei induktivem Lasten (Motor, Kompressor) nötig ist.

Auch, konnte ich keine Dauerhafte Last angaben finden.

Gibt es irgendwo welche?

(https://www.shelly.com/de/products/shelly-pro-1pm

Das mit dem Snubber ist wegen Überspannungen die beim Ab- Schalten (der induktiven Last) enstehen können.

Ich selber wäre in so einer Situation sehr vorsichtig und würde das nur machen lassen wenn mehrere Fachleuten drüber geguckt haben.

Ist es grundsätzlich nicht so, dass eine “Abschaltung” über ein zb. Schütz die exakt identischen Auswirkungen auf den Verbraucher hat - wie wenn zb. der FI “hart trennt” oder der Strom ausfällt?

Es macht sicher Sinn, sich darüber Gedanken zu machen - aber man hat es ja auch nicht (zu 100%) in der Hand, ob nicht doch mal ein FI auslöst oder der Strom ausfällt. In diesen Fällen sollen die Geräte ja auch nicht kaputt gehen.

Interessant wäre in dem Zusammenhang (für mich) auch, ob und wenn ja wie es sich ggfs. auswirkt, wenn (wie im Falle von ausgelöstem FI oder Stromausfall) zeitgleich andere Verbraucher auf der selben Phase eingeschalten sind.

Also wäre quasi interessant - wenn man schon darüber nachdenken möchte - sich zu überlegen, was / wie / wodurch ggfs. beschädigt werden könnte und wie man es dann ev. verhindern kann.

Ich würde mal (naiv wie ich bin) sagen, dass die Geräte im Normalfall keinen Schaden nehmen, wenn man sie “hart” vom Netz trennt. (Sachen wie laufende Firmware update etc. nat. ausgenommen)

Eine laufende WP hat ja als induktive Last ihren Kompressor und ihre Steuerungselektronik als “gefährdetes Bauteil”. Da wäre also beides schon in einer Anlage vereint.

Während zb. ein Staubsauger wenn er läuft und “hart getrennt” wird wenn, dann eher ein anderes Gerät gefährden könnte - sollte es an der selben Phase hängen?

Ob die da wirklich mehr als raten könnten :thinking:

Ob das “gut” ist, weiß ich nicht. Aber die 4 polige 230V (bzw. dann 400V) Ausführung kostet gerade mal € 8.- Und die Bewertungen sind insgesamt sehr positiv. Mit 63A ist es auch so überdimensioniert, dass es eigentlich für alle üblichen Aufgaben keine Probleme geben sollte.

Bei der Herstellung von Produkten z.B. ist ein Bauteil ohne ausführliches Datenblatt und vom Hersteller garantierten Werten, nutz- und wertlos.
Man weiß nicht ob es zuverlässig ist.

Wenn es um zu schützende Geräte geht, die viel kosten, schätze ich unsere sonst oft lästigen Normen, etc. sehr, da ich weiß was die SchutzGeräte können sollten.

Da ich mein Wissen bei dem Thema als lückenhaft ansehe, würde ich immer im realen Leben Fachleute fragen.

Interessanterweise schützt der notwendige Snubber erstmal den Schalter, der im Schaltmoment sonst "kaputtgehen" könnte.

Nachtrag:
Ich selber finde die Idee des auslösenden FI im Überspannungsfall gut, würde jedoch vorher die Standard Überspannungschutzkomponenten (Blitz, kurze Überspannungen) nachrüsten.

Oder was kaufbares, nicht so teueres, für genau den Fall der Wärmepumpe ausgelegt, was davor geschaltet wird. Da kenne ich mich aber nicht aus.

Ich würde da nicht basteln oder Versuche machen.

auch hier würde ich den 230V Schütz von Finder nehmen, wo soll sonst die 12V DC herkommen?

Gibt's auch online…

Also den finder schütz 22.32.0.230.4420 mit dem Schutz aus der Serie 70 kombiniert. Als Beispiel. Jedenfalls kein Billigtril aus USA oder China.

Der Markt wird übeschwemmt von China-Kram, gerade bei Amazon. Auch dieses Teil kommt aus China, Hersteller ist "YueQingShiHeXunDianQiYouXianGongSi".

Das Problem bei dem Chinakram ist, dass man die Qualität überhaupt nicht einschätzen kann. Die können von sehr gut bis extrem gefährlich liegen.

Bei Elektro-Installation würde ich nur die etablierten Hersteller nehmen. Im kostengünstigen Bereich gäbe es Schneider und Eaton. Mitunter ist auch ABB recht günstig. Persönlich greife ich gerne zu Hager oder Siemens.

Von Eaton findet man so einen Schütz im Bereich 40-60 Euro.

Ich denke, das ist der Punkt:

Angenommen, du machst da:

Und dann fragst du anschließend jeden Einzelnen: Kannst du mir garantieren, dass ich dann “sicher” bin und nichts passieren kann?

Was denkst du, würden die sagen :thinking:

Ja, ging mir - vor allem “früher” - auch so.

Mittlerweile - viele durch “Fachleute” verursachte Schadensfälle später - sehe ich das weitaus differentierter. Da lernt man dann (mehr oder weniger schmerzlich), dass die reine Tätigkeit in deinem “Fach” aus Menschen nicht automatisch “Fachleute” macht. Oftmals auch insbesondere dann, wenn sich diejenigen dann als solche sehen und bezeichnen.

Das ist eben sehr individuell - wie eh überall. Der Eine interssiert sich wirklich für die “Materie” - kennt sich top aus - setzt alles daran, gute Arbeit zu leisten. Der Andere interessiert sich 0 für das was er macht, arbeitet “irgendwie” was manchmal gut geht, manchmal nicht… (Um die beiden Extreme aufzuzählen).

Dennoch sollte man sich denke ich auch immer in das Gegenüber hineindenken, oftmals kann eben selbst dann etwas schief gehen - wenn derjenige nichts oder nichts grob falsch gemacht hat. Shit happens :wink:

Ich bin da nicht “tief” genug im Thema, ob es überhaupt erlaubt ist, absichtlich einen Kurzschluss zu “installieren” um den RCD auszulösen (unabhängig der Prüftaste).

“Schöner” wäre für mich da eine Variante mit Schütz, das gezielt abschaltet. Der Vorteil ist dann auch, da kann man ja dann wählen ob es stromlos offen oder geschlossen sein soll.

Es war nie die Rede von einem 12V Schütz:

Ich kann das “Beispielbild” das automatisch eingefügt wird nicht beeinflussen… (Es war bereits das 230V Schütz ausgewählt)

So mache ich das auch :+1:

Kommt halt auch darauf an, was jemand vor hat. Wenn jemand eines für gelegentliches “basteln” haben möchte, dass i.d.R. nur rumliegt, wird sowas ggfs. auch reichen… Für fixe Installationen sollte man immer auch hochwertige Ware verwenden.

Die Prüftaste macht genau das.
Sie läßt einem Fehlerstrom fließen um den RCD auszulösen.

Genau, innerhalb vom RCD…

Nein, die Prüftaste erzeugt keinen Kurzschluss in der Installation hinter dem RCD…

Es gibt übrigens spezielle RCD, die eine “Not-aus” Funktion beinhalten:

Mit sowas kann man dann - korrekt - den RCD gezielt aus der Ferne bzw. automatisiert abschalten;)