denken. Das scheint mittlerweile Usus zu sein. Irgendwie einen Billigtarif aufziehen, den veranschlagten Abschlag geringfügig höher ansetzen als nötig, Pleite machen und Kunden die eine Rückzahlung hätten erhalten müssen gucken dank Insolvenzverfahren in die Röhre.
Womit ich mich darin bestätigt fühle, dass die Preisgarantie nur ein Marketinggag bzw. einfach ein schlechter Witz ist.
Die Begründungen von Grüüün sind genauso seltsam, die Gründe für das Einstellen der Belieferung liegen in der Zukunft - sind aber heute schon für das Einstellen verantwortlich? Hat man zu hoch gepokert, schiebt man diese Gründe nur vor? Oder ist Ökostrom nun doch nicht so günstig wie es einst Hr. J. Fischer propagiert hat?
Grüüün ist nicht pleite, das war nur eine Marke der Münch Energy GmbH ohne eigene Firma. Insofern war das auch keine Kündigung, die wollen einfach den Geschäftsbetrieb dieser Marke einstellen und nur noch bis Ende Oktober liefern. Ob das rechtlich überhaupt möglich ist bei Verträgen, die noch länger laufen, ist wohl umstritten.
Okay, Pleite ist im Zusammenhang mit Grüüün sicher nicht das richtige Wort. Aber die seltsamen hellseherischen Fähigkeiten von Grüün sowie mein Empfinden hinsichtlich Preisgarantie über Laufzeit X bleiben.
Ich hab meinen Stromtarif bei einer EnBW Tochter genommen, bilde mir ein dass ich da vielleicht ein wenig mehr Stabilität habe. Aber klar, wenn sich die Lage am Strommarkt signifikant verändert, dann werden die immer ihre Möglichkeiten haben zu kündigen.
Bei den großen Anbietern glaube ich nicht, dass da so schnell gekündigt wird. Bei den Kleineren oder auch Billiganbietern würde ich mir da größere Gedanken machen.
Selbst wenn sie in eine Insolvenz gehen ist dein Verlustrisiko begrenzt so lange dein Abschlag nicht zu hoch für deinen Verbrauch ist und du nach dem ersten Jahr der Belieferung keine hohe Prämie einkalkuliert hast.
Das betrachten m.E. die Vergleichsportale nicht immer vollumfänglich.
Unser Vertrag läuft am 31.10 Aus 1 Monat kündigungsfrist letzter kWh Preis lag bei 31,4 cent jetzt zahle ich 27,8 ab 1.11 somit wurde es für uns günstiger, na mal schaun wie sich das in 12 Monaten so entwickelt.
Bei Naturwerke war ich auch bis Juli, da lief meine 12 monatige Preisgarantie ab. Ich bekam ein neues Angebot, fast der gleiche Preis sogar etwas günstiger, allerdings eine fast verdoppelte Grundgebühr. Auch eine Variante
Was ich auch nicht weiß, wie verhält sich denn eine 12 monatige Preisgarantie, wenn die Stromsteuer tatsächlich gesenkt wird, wovon ja momentan die Rede ist
ich glaube in meinem Vertrag stand, dass die Preisgarantie nicht für "Strompreisbestandteile" wie Steuern Gebühren etc. gilt. Ich interpretiere das jetzt mal ganz naiv als bidirektional
Es gibt alle Arten von Preisgarantien. Von „der Preis bleibt konstant, egal, was passiert“ bis hin zu „nur der eigentliche Strompreis wird garantiert“.
Wie immer sollte man wissen, was man unterschrieben hat. Und natürlich gilt das, egal, in welche Richtung sich da Preisbestandteile ändern.
Laufende Verträge mit vollständiger Preisgarantie schaun halt bei der Steuersenkung in die Röhre.
Jenachdem wie die Bedingungen zur sog. Preisgarantie aussehen kann man davon ausgehen, dass bei einigen laufenden Verträgen eine Senkung der Stromsteuer zur Gewinnsteigerung mißbraucht- und nicht weitergereicht wird. Vermutlich halt immer dann, wenn in den Bedingungen steht "Preisgarantie auf den Arbeitspreis, ausgenommen Steuern, Abgaben und sonst. Gebühren.
Deshalb halte ich es nach wie vor für sinnvoll bei Vergleichen zu schauen was unterm Strich steht und nicht immer die Grundgebühr als "ist sowieso da" auszuklammern. Gerade dann wenn der Jahresbezug eher niedrig ausfällt.
Pacta sunt servanda. Das als Missbrauch zu bezeichnen ist dann doch verfehlt.
Hat man einen Vertrag mit vollständiger Preisgarantie abgeschlossen, dann hat man einen Vertrag mit vollständiger Preisgarantie abgeschlossen. Klingt blöd, ist aber so.
Ich hab die letzten Jahre immer im Juni für das kommende Jahr abgeschlossen und bin da immer recht günstig gefahren, mal schauen wie die Preissituation im Juni 2027 ist:
Den würde ich auch nehmen. Nur sind die regionalen Unterschiede ja extrem. Also anders gefragt aus welcher Region stammt das Angebot und welcher Verbrauch liegt ihm zu Grunde?
Nein, die Grundgebühr hat sich ja erst im Verlängerungsangebot verdoppelt, also nach Ablauf der 1-jährigen Preisgarantie. Deswegen hab ich es ja auch nicht angenommen und wieder gewechselt.
Ich wollte damit nur sagen, dass man eben auch bei den Verlängerungsangeboten genau hinsehen muß denn sowas geht gerne unter.
Ja, natürlich muss man immer genau hinsehen, da bin ich doch ganz bei dir.
Dein "nein" verstehe ich allerdings nicht ganz. Es gibt hier Einige, z.T. auch Ehemalige, die wehement- und unter den Ehemaligen gar fast militant- dagegen sind die Grundgebühr mit in die Vergleichsrechnung einfließen zu lassen. Das sehe ich grundsätzlich anders. Ich halte es nach wie vor für falsch bzw. unvollständig nur den reinen Arbeitspreis zu vergleichen. Der kann mit 28Cent (oder weniger) noch so schön aussehen, wenn dann aber beim (beispielhaften) Bezug von 2000kWh/a noch 10,2Cent für Jahresgrundgebühr/Bezug dazu kommen, sind es eben keine 28Cent mehr. Da schneidet ein Anbieter mit 33Cent und 9€ Grundgebühr pro Monat unterm Strich besser ab - steht aber in der Statistik schlechter dar weil angeblich Arbeitspreis zu hoch - das meine ich damit.