Strompreisanalyse 2024

vorsichtig mit der meinungsäußerung hier.
es wird nur "die wahrheit" von manchen geduldet.

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Zumal es

Auch einen Ausstieg vom Ausstieg geben kann. Alles schon mal da gewesen. Planbar ist gar nix.
Alle gesetze, in denen steht "bis zum jahr 203x soll . . . ." sind nix wert.

Deshalb ist der grossteil der diskussion, die sich an die "zukunft" richtet, wie es dann sein wird, werden könnte, unsinnig.

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Wunderbar geschrieben hutab Dazu kann ich nur ergänzen: Wir haben uns damals, bevor wir zusammen gezogen sind, überlegt was braucht man an Platz für eine vierköpfige Familie und was müsste an Geld in die Hand genommen werden (Miete) um mein damaliges Hobby weiter betreiben zu können. Das ist jetzt fast zehn Jahre her und wir landeten dennoch bei rund 1000€ Kaltmiete für 4 Zimmer auf ca. 100m² plus eine kleine Halle für das Hobby ca. 120€. Da war aus wirtschaftlicher Sicht sehr schnell die Entscheidung klar: Für damals 650€/Monat kann man auch gleich ein Eigenheim finanzieren. Neubau kam aus diversen Gründen nicht in Frage, also wurde es ein Altbau von 61 mit 116m², voll ausgebautem Spitzboden und Keller inkl. einem 58m² Nebengebäude (Typisches Flüchtlingshaus aus den 60ern mit Nebenerwerb) und 1350m² Grundstück. Die Bude wurde (nicht energetisch) in knapp drei Jahren Arbeit kernsaniert, außer Rohwänden war nicht mehr viel drin. Geschätzt 95% Eigenleistung - 2019 kam das Dach neu ohne Eigenleistung - das war aber noch bevor die Preise für Dachsanierung explodierten.

Okay, es ist nun aus dem Stadtwohnsitz meiner Holden und meinem Großdorfwohnsitz ein beschauliches 890 Seelen Dorf geworden - zur Arbeit wurden die Fahrtwege zweitweise etwas weiter, ist mittlerweile wieder mit rund 20min Fahrt im Rahmen. Aber, in dem Fleckchen waren Immobilien schlicht gut bezahlbar.

Von Riester und privater Altersvorsorge (rein finanziell) und dem ganzen Rotz hab ich mich schon gleich nach der Ausbildung verabschiedet - das damalige Hobby war einfach zu teuer :stuck_out_tongue_winking_eye: Heute sehe ich auch, das Einsparen von Nebenkosten als größte Altersvorsorge. Und die energetische Sanierung folgt alsbald. Eigentlich müsste uns eine fette Förderung allein dafür zukommen, dass wir Bestand gerettet und nicht neu gebaut haben, wenn man denn mal auf den so populären CO2 Fußabdruck schielt.

Nun, für den Staat sind diese Fehlentscheidungen doch eine Win-Win-Situation. Preise explodieren und die Mehrwertsteuer spült Einnahmen in die leere Staatskasse.

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Das kann ich nachvollziehen. Wobei ich:

  • glaube das wir gut daran täten mehr Wandel zu akzeptieren. Wir sind als Industrienation zu statisch in einer Welt in der China und die USA sehr dynamisch agieren.
  • gnädiger wäre und nicht von Fehlentscheidungen sprechen würde. Es ist im Nachhinein immer einfach zu sagen das war falsch und das war klar. Aber Prognosen zu machen ist halt schwierig sofern sie die Zukunft betreffen.

Als man auf russisches Gas gesetzt hat hat man vermutlich günstige Energie gegen die Erpressbarkeit gestellt. Das kann man zu jeder Zeit unterschiedlich beurteilen. Da haben uns aber wiederholt die Amerikaner drauf hingewiesen.
Als man den Plan für den AKW Ausstieg getroffen hat dachte man das Risko für AKWs ist zu hoch/Bevölkerung dagegen und mit Gaskraft kann man sich gut und günstig versorgen. Ich hab jedenfalls bis 2022 niemandem in Foren pro AKWs schreiben sehen.

Mein Punkt ist auch nur das sich aus dem Ursprungsbeitrag die Schlussfolgerung "Wegen der Energiewende sind die Strompreise so hoch" nicht ableiten lässt.

So ist das halt viel beklagen. Darauf reagiere ich genervt weil uns das nicht weiter bringt. Und es ist ein Virus das sich durch unsere Gesellschaft frisst. Wer glaubt das wir die Probleme damit lösen liegt falsch.

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was für eine erpressbarkeit?
vielleicht mal weniger gez medien konsumieren?
russland ist immer noch auf platz 2 der gas importe nach europa nun eben mit teurem lng.

du sagst doch immer der gaspreis ist schuld an den hohen strompreisen, ja wer hat denn diesen künstlich aufgeblasen?

aber keine sorge das wird schon von der nächsten regierung wieder korrigiert werden und der strompreis sinkt wieder für alle.

Ich postuliere dir folgendes: Nach Merkel muss weg und die Ampel muss weg wird es nicht lange dauern bis es Merz muss weg heist. Der große Plan im Hintergrund steht schon. Aber um Energie gehts da nicht.

Zum Rest: Ich bin damit durch. Ich habe keine Argumente für dich die du hören willst.

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Das sehe ich anders.

Mit der Energiewende kommen immer und immer wieder neue Gesetze wodurch im Nachgang Kosten entstehen die den Strompreis beeinflussen.

Nur ein Beispiel für was gibt es in der heutigen Zeit noch ein Volleinspeisungstarif für private Haushalte, der ist seit mindestens zwei drei Jahren nicht mehr Zeitgemäß. Verursacht nur Kosten, zusätzliche Arbeit und bringt unter den Strich auch nicht mehr Strom ins Netz.

Fäng der Netzbetreiber an deine Anlage zu dimmen, hat er den Ausfall zu erstatten. Auch diese Kosten wird er letztendlich wieder umlegen müssen.

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Der Ursprungsbeitrag enthält Zahlen Daten Fakten. Kann man ja zitieren und dann herleiten warum man das anders sieht. Ohne das sind das aber eben nur Meinungen. Und Meinungen werden zu oft mit Fakten verwechselt.

Das jetzt der Volleinspeisungstarif ein kostentreiber ist halte ich auch mal für eine Meinung. Glaub das wird jetzt nicht soo oft genutzt. Insofern treibts den Preis vermutlich nicht. Aber das ist meine Meinung und es war ja als Beispiel gedacht. Insofern alles gut.

Wenn ich an zusätzliche Kosten für die Energiewende denke dann fallen mir zwei wesentliche Punkte ein:

  • Die garantierte Einspeisevergütung die auch bei zuviel Strom gezahlt werden muss kostet erheblich
  • Der Netzausbau für die ganzen kleineren Anlagen und um den Windstrom von Nord nach Süd zu bekommen

Das kostet Geld. Meiner Meinung nach sollte man

  • Die Einspeisevergütung einstellen oder nur noch bei positiven Spot Markt Preisen zahlen
  • Kosten für den Netzanschluss in Relation zur Anlagengrösse setzen und nur noch Anlagen bauen die in einem gewissen Verhältnis stehen
  • Den Offshore Windausbau so lange verzögern bis die Nord / Süd Leitungen stehen (Stichwort Offshore Umlage)
  • Hinterfragen ob die Ausbauziele der Stromnetzbetreiber realistisch sind. Ich wusste z.B. nicht das man im Winter die Leitungen erheblich (glaub 50%) überlasten kann weil es kalt ist. Weil diese Leute ein Monopol in Bereichen haben ist das kritisch zu hinterfragen
  • Den Kram mal beschleunigt bauen ohne da 10 Jahre wegen irgendwelchen Eidechsen zu warten

Die Leitungen waren im NieS-Netz doch bisher ausreichend. Mit welcher Begründung sollten die ausgebaut werden, wofür der VERBRAUCHER zahlen sollte? Wenn es einen Netzausbau gibt wegen Einspeiser, müssen Einspeiser bezahlen. Wenn jemand ein E-Auto mit 22KW laden will, soll der für 22KW bezahlen.

Das ist im übrigen das was ich die ganze Zeit schreibe. Aber ich würde Fehlinformationen verbreiten...

Wenn das Netz ausgebaut werden muss, wieso kommen dann keine Zahlen wo es hapert? Dann würde man doch sofort und unmittelbar sehen was Sache ist. Stattdessen kommen von den Netzbetreibern etc. pp. immer Pauschalsplätzchen. Die kann man glauben, aber das sind dann eben KEINE Zahlen und KEINE Daten und KEINE Fakten. Sondern 1:1 was der sagt. Und ganz ehrlich, ich glaube zwar an das Grundproblem, aber einem Netzbetreiber glaube ich kein bisschen solange er das nicht faktisch belegt. Dass mal irgendwo nen Trafo überlastet ist glaube ich gut und gerne, wenn da im NieS-Netz zuviel gebaut wird von den Leuten in nem Dorf, da glaube ich das sofort. Bei ner Siedlung an einem Trafo mit nem Hochhaus? Kein bisschen, das glättet sich einfach weg. Und genau diese Glättung wird auch im deutschen Netz flächendeckung durchgeführt. Daher ist die Aussage, man müsse das Netz ertüchtigen wodurch belegt?

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@hf_spsler
Bei mir war das ähnlich. Auch schweineviel eigenleistung gemacht. Das hat sich über 8 jahre gezogen, nach 8 jahren war das zu 95 prozent fertig. Jedes jahr habe ich 2 wochen meines urlaubs für grössere sachen genommen. Weil ich das an den wochenenden nicht schaffen konnte. Sonst jedes wochenende haus gebaut. Auch an einigen feiertagen arbeiten verrichtet, bei denen es leise genug zuging.

Weils auch gar nicht so ist. Das wurde auch schon geschrieben, die teuerst produzierte kwh gibt den strompreis für alle vor. Und das ist der strom, der in den gaskraftwerken produziert wird. Hat nix mit der energiewende zu tun, im gegenteil.

Auch der strom, den wir zu hause selbst erzeugen und verbrauchen kann nicht besteuert werden. Deshalb ist auch der staat daran interessiert, dass alles eingespeist wird und man es teuer zurück kaufen muss.

[Moderation: Politische Aussagen gelöscht]

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Stimmt. Und der norwegische Staat hat mehr als genug Geld. Er verdient viel am Strom und Erdöl zu regulären Zeiten. Der meiste Strom wird übrigens aus Norwegen nicht nach DE, sondern nach Großbritannien exportiert.

Siehe auch Strom: Die ganze Wahrheit hinter Norwegens Dunkelflauten-Wut auf Deutschland - FOCUS online

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Da können wir dann lange warten (die Anrainer und Bundesländer wollen nicht) und es fehlt uns im Winter Strom, wenn es nicht genügend PV gibt.

Das Problem ist die damalige Diskussion, dass Bürger Leitungen unter die Erde legen wollten. Kostet immenses Geld. Aber wir leben halt in einer Demokratie, in der die Bürger demonstrieren dürfen und sich solchen Luxus wünschen dürfen. So etwas kostet dann halt viel Geld für die Gemeinschaft.

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Ja hatte überlegt ob ich das Thema Leitungsbau unter der Erde in meine Liste aufnehme. Aber ich halte das für entschieden und nicht mehr zu ändern. Ich habe deshalb geschrieben das wir diese Sachen schneller bauen müssen.

Wir brauchen offshore und die Leitungen

Ah, die Solidaritätsdebatte. Jetzt bestimmen wir in D, was Norwegen an uns zu leisten hat? An wen die in welcher Reihenfolge wieviel liefern dürfen.

Fakt ist, wir hatten hier zu wenig eigen erzeugten Strom - hätten den auch durch Reservekraftwerke nicht decken können. Sprich, wir sind auf das Wohlwollen anderer Länder angewiesen. Und das selbstverschuldet. Da kann man noch so viel schönreden. War das Argument nicht, Abhängigkeiten zu reduzieren?

Das wäre noch i.O., wenn andere unsere Energiewende mittragen würden. Augenscheinlich gehen alle oder fast alle anderen einen anderen Weg.

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Ja, das nennt sich Handel. Die Idee hat sich weltweit duchgesetzt. Export und Import. Ein großes weltweites Netzwerk.

Warum hat es sich durchgesetzt? Weil die Vorteile größer sind, als die Nachteile. Trotz der Abhängigkeiten.

Ist dein Ideal, dich von niemanden und nichts mehr abhängig zu machen?

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Solange der Handel nicht jenen zu Gute kommt die es bezahlen: Eindeutig ja.

Bestimmen wir ja überhaupt nicht. Und wo hatte Norwegen das Problem, wenn man selbst genügend Strom gehabt hätte?

Schau Dir den Artikel an. Die ganze Dunkelflaute-Sache wird arg übertrieben.

Was war eigentlich das Problem mit den Strompreiszonen Norwegen-Süd? Wenn man in Norwegen selbst genügend Strom hat und selbst bei der Dunkelflaute noch Überschuss gehabt hat, braucht man an der Börse auch nichts einkaufen. Dann ist das für Norwegen-Süd überhaupt kein Problem, sondern im Gegenteil man kann sich freuen, dass man den eigenen Strom, den man als Überschuss hat, teurer verkaufen kann. Dann hat der norwegische Staat doch eher von der Dunkelflaute profitiert.

Wenn Norwegen jetzt jammert, dann kann das mehrere Gründe geben:

  • Man hat selbst nicht genügend Strom, um durch die Dunkelflaute zu kommen (Fakt ist, dass wohl ausreichend Transit-Leitungen zwischen Norwegen und Norwegen-Süd fehlen) und musste selbst Strom zukaufen, oder
  • Man war zu gierig und hat durch langfristige Verträge mehr exportiert als man selbst produzieren kann.

Als Konsequenz: Norwegen hat nicht zu viel gezahlt, weil die bösen Deutschen Strom abgezwackt haben. Es war entweder falsche Planung in Norwegen oder Gier, die den Strom schon vorher verkauft haben, obwohl man selbst nicht immer genug hat.

Es gab keinen Mangel an Strom, sondern der Börsenpreis mit dem Day-Ahead-Preis ist hoch gegangen, weil gemäß der Wetterberichte erwartet wurde, dass es einen Mangel geben könnte. Wären an dem Tag Netzprobleme absehbar geworden, hätte man in DE die Gaskraftwerke auch hochgefahren. Das geht relativ schnell. Ist aber auch teurer. DIe Betreiber haben entschieden, dass es nicht notwendig ist diese im Verbrauch teuren Anlagen hochzufahren. Wir sind in DE auch nicht dafür da, dass der Börsenpreis fällt.

Sollen wir unsere Gaskraftwerke hochfahren, damit die Börsenpreise niedrig sind? Macht doch doch keinen Sinn. Sollen die Bürger in DE zahlen, weil jemand in Europa falsch geplant hat?

Wir leisten schon jetzt unseren Beitrag, wenn z.B. Atromkraftwerke in Europa im Sommer nicht genug Leistung bringen können, weil die Kühlung ein Problem ist.

Mein Fazit aus der ganzen Pressesache ist: Es ist wichtig, dass wir auch in DE Strompreiszonen bekommen. Erst dann wird sichtbar wo die Probleme sind. Und das wären dann in DE die Strompreistrassen Nords nach Süd. Wenn die Bayern mehr für Strom zahlen müssen, würde man ganz schnell den Ausbau der Trassen im eigenen Interesse voran bringen oder selbst auch genügend Windräder aufstellen, weil Photovoltaik im Winter nicht den Bedarf deckt.

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Falsch.
Wahrheit wird von allen geduldet.
Sachliche Meinungen in Diskussionen auch.

Inhaltliche Geisterfahrer, die gerne streitend im Gegenwind aller stehen, eher nicht. Und das nicht, um ihre Meinung zu ändern (das ist sachlich nicht möglich), sondern sie sollen ihre Streitereien woanders machen.

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Du meinst also Meinungen sind in Ordnung solange es keine emotionale Meinung ist? Ich "darf" also schreiben, dass der Strompreis steigt, ich "darf" aber nicht schreiben, dass mich das stört? Bzw. es sollte dann auch keiner schreiben, dass ihn meine Meinung, dass es mich stört stört?

Ich denke ich hatte schonmal angestoßen dass es vielleicht sinnvoller wäre Meinung und Fakten zu trennen im Forum, einmal das was man in irgend einer Form auch medial mit Quelle angeben kann, und einmal welche Schlussfolgerung man selber daraus zieht. Das wird sich sonst in Themen, egal welche, immer überschneiden. Zwangsläufig. Weil man involviert ist und daher dazu neigt emotional zu werden.

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Ich versuche mal zu übersetzen, so wie ich Carolus verstehe:
"Ich finde es kacka, dass der Strompreis steigt, weil wir wg. Merit-Order so teuer den Strom an die Verbraucher verkaufen"
Halte ich für zulässig.
Gleiches Statement plus "und das Problem hätten wir nicht, wenn die Mafiamethoden der Versorger verboten wären und Nordstream nicht von den..." such Dir ne politische Farbe aus "abgedreht worden wäre."
Halte ich für unzulässig.
Jedenfalls würde ich Carolus so in etwa interpretieren.

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