Strompreisanalyse 2024

Ist ja auch so: Je früher man mit PV oder anderen Maßnahmen anfängt, um so früher ist man im Bereich, wo sich alles amortisiert hat und man einfach nur noch hunderte von Euros im Jahr spart.

Wenn ich das bei Split-Klima bei uns sehe: Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Hätten wir viel früher machen sollen.

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Auch hier: Ja und nein. Hättest du früher gemacht, aber früher waren die auch noch nicht so günstig zu bekommen. Akkus früher gemacht ein paar Jahre? Da würdest du dir den Hintern ärgern wenn du die heutigen Preise siehst. Es gibt Preisschwellen.

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Die Preise sind in weiten Teilen massiv gefallen aber auch die EEG Vergütung ist über die Jahre gesunken. Früher hat man also noch hohe Vergütungen, als Kompensation zu den hohen Investitionskosten, bekommen.

Es zeigt sich also, der Entwurf dieser EEG war eine gute Idee und heutige Einsteiger profitieren wie auch die Vorreiter profitieren konnten. Die Kampagnen gegen EEG zeugen vom Unverständnis der Kritiker oder deren wahren Ziele. Betrachtet man nun noch die aufgelaufenen Kosten des EEG in Relation zu den Kosten der Drecksschleudern dann war es sogar noch ein Schnäppchen.

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Ich habs schon öfter geschrieben, eigentlich ist das simpel. Der Endverbraucherpreis /3 ist ungefähr das, was man bekommen müsste. Egal wie sich der Endverbraucherpreis zusammensetzt. Liegt der am Ende inkl. aller Gebühren bei 30ct müsste man 10ct bekommen. Liegt er bei 40ct müsste man 13ct bekommen. Usw. Es sind ja auch nur marginal viele Privatanlagen und auch da kann man einfach mehrere Deckel setzen zu welchem dieser Tarif (als Förderung) gälte. Und zwar pro Person z.B. 2,5kwp.

"und heutige Einsteiger profitieren wie auch die Vorreiter profitieren konnten"
Naja, wenn dafür alles abschaltbar wird und werden soll oder nur xy% eingespeist werden darf ist das nicht so wie früher. Die Preise waren früher höher aber die Einspeisetarife höher.

Wenn das keiner machen würde, würde der preis aber weiter steigen, denn erst ein gewisser Wechseldruck senkt Preise. Es geht nicht um reich werden, nur um nicht noch ärmer zu werden als ohne Druck auf die Verkäufer zu machen.

Du hast es erkannt... Wenn die PV Einspeisung durch Zusatzkosten gedrosselt wird, steigt auch der Grundpreis-Strom wieder an... für private PV beitzer gut, für die Gesselschaft ein Fiasko.

Na ja, wirklich Preis laut Börse und gut, dann bilden sich schnell Lösungen das zu optimieren. Nur die Kosten der Direktvermarktung müssen gedeckelt werden. Beim EEG Strom der abgenommen werden muss, ist auch kein Deckel drauf. Das die Kosten im EEG nicht ausarten dürfen ist mir auch kar, aber dann bitte alle und vor allem die CO2 schädlichen Förderungen mitbetrachten.

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Bedingt.
Die geringeren kosten werden durch wechselbonus erreicht. Das setzen die unternehmen bestimmt steuerlich ab. Der strompreis selbst wird nicht günstiger.
Ich habe mir früher so zeitschriften abonniert. Nach dem erhalt der ersten zeitschrift zum nächst möglichen termin gekündigt, einfach um das nicht zu verpassen.

Da ist was dran. Allerding muss man sagen, das split klimaanlagen teurer geworden sind. Hätte man wirklich vor 10 jahren kaufen sollen. Vielleicht waren die Geräte damals nicht so weit entwickelt, in der hinsicht kann ich nix sagen. Aber bestimmt günstiger als jetzt.
PV Anlagen sind jetzt sehr viel günstiger. Auch ich habe abgewartet, füŕ mein erstes 600 W BKW mit nur 2 Solarpanel trotzdem knapp 1.000 Euro gezahlt. Die grosse inselanlage erweiterung erst gemacht, als die Preise tief genug waren und das sinnvoll wurde.

Klimaanlagen waren nicht günstiger. Es gibt heute Baumarkt-Splitgeräte für knappe 500€ als Quick-Connect. Eigentlich bekommt man die Dinger auch für 200€. Es muss nicht immer Daikin, Mitsubishi, Fujitsu etc. sein. Genauso wie Monoblock-Anlagen. Installieren lassen, ja. Genauso bei PV. Installieren lassen: Hanf zu Gold spinnen.

Die mehrheit der Menschen muss das von einer Fachfirma machen lassen, wir diy Cracks sind ne sehr kleine gruppe. Neben der diy Fähigkeit muss auch der Mut vorhanden sein, so eine Anlage ohne qualifizierten Fachbetrieb zu installieren.

So wie es unsere Regierung nun will, max. LNG aus den USA kaufen, um niedrige Zolle auszuhandeln, klappt es offenbar auch nicht.

L.G.

Die Schlussfolgerung im Artikel ist Interessant: "Man möge doch pragmatisch den Plan der Ampel übernehmen (der schon ausgehandelt ist)". Macht aus Zeitliniesicht Sinn, auch wenn ich große Zweifel an der Umsetzbarkeit der Umstellung auf Wasserstoff habe (grünen). Aber jetzt ein Jahr+ erneut mit der EU zu verhandeln bevor man irgendetwas macht, kann es auch nicht sein. Für grünen Wasserstoff braucht es aber wieder mehr Wind und PV (an den richtigen Stellen)...
Hier fehlt es am Gesamtkonzept - alles nur Stückwerk je nachdem welche Lobbyisten gerade mit der Politik gesprochen haben. Ich höre auch nichts von der Politik über Speicher die die Preise auch auspendeln könnten (um wieder auf das Thema des Threads zu kommen).

Meine Meinung dazu: wir brauchen kein einziges zusätzliches Großkraftwerk (GuD oder Turbine). Es sollten als selten genutztes Backup günstige Motoren dezentral verwendet werden. Da wäre mir lokal flüssig lagerbarer Treibstoff am liebsten (Propan, DME, HVO), Erdgas gerade so akzeptabel und Wasserstoff ein absolutes No-Go, welcher auf keinen Fall eingesetzt werden sollte.

Doch wir brauchen große Gaskraftwerke um eben bei Flaute von EE den Strombedarf decken zu können. Nicht wir privat, sondern eben Wirtschaft, Industrie und Handel. Ich bin ja sonst immer für die Endverbraucher, den Endkunden in der letzten Meile. Aber hier muss ich sagen: Es muss für einigermaßen günstigen Strom gesorgt werden. Auch wenn alles elektrifiziert werden soll. Ein Erdgasnetz und Erdgasspeicher sind schon vorhanden, es wäre töricht das einfach zu beenden und brachliegen zu lassen. Ferner können, wie du sagst, lokale kleinere Kraftwerke durchaus Sinn ergeben, z.B. auch mit Stromerzeugung UND Wärme. So kann man im Winter dafür sorgen, dass weniger Strom benötigt wird UND stellt Strom für z.B. Elektroautos bereit, man senkt also die Peakleistung die ansonsten benötigt würde und daher große Kraftwerke vonnöten. Damit ist man auch etwas dezentraler. Nur auf solche kleinen Lösungen gehen, ich weiss nicht, alleine die ganzen Großstädte im Ruhrgebiet, eher nein. Da sind die Gaskraftwerke besser als es mit anderen fossilen Kraftwerken zu machen. Zudem ließe sich eben "Überschussstrom" als Gas speichern, wodurch man weniger Gas kaufen müsste, egal von woher!

Was übrigens auch immer von mir geschrieben wurde. Erst auf Gas, da kann man einen riesen Haufen Autos anstatt mit Öl-Verbrennung mit Erdgas-Verbrennung nutzen. Hybrid damit überall kleine Akkus reinkommen für Stop-and-Go. Und dann E-Autos weil dann schon ein Teil Hybrid wäre und daher genug Akkus produziert werden....

Die bestehenden Gaskraftwerke sind ausreichend, um in TWh gemessen so was wie 90% des Back-ups für PV/Wind zu machen. Für den Zubau, also zusätzliche, neue Kraftwerke, reden wir über sehr wenige Betriebsstunden im Jahr und dafür sind die Großkraftwerke zu teuer.

Ich bin bei Wasserstoff und Elektrolyse allgemein sehr skeptisch. So ein Elektrolyseur kostet viel Geld. Das ist Energie intensive Grundstoff Industrie, die man am liebsten in Grundlast mit nahezu 100% Auslastung fährt.

Realistisch mit allem drum und dran wird man bei Elektrolyseuren mindestens 100 Euro pro kW und Jahr an Kosten haben. Selbst wenn der Strom umsonst ist, kostet dann bei 2/3 Wirkungsgrad der Wasserstoff 1,50 Euro die kWh für 100 Betriebsstunden im Jahr.

Erdgas kostet in Europa im Großhandel um die 3 Cent die kWh, in den USA eher 1 bis 1,5 Cent die kWh.

Elektrolyseure brauchen ordentlich Betriebsstunden, Wasserstoff ist absolut ungeeignet für Lagerung und Transport, ganz besonders, wenn wir wenige Betriebsstunden und dezentrale Erzeugung vorziehen. Zu vage akzeptablen Kosten kann man Wasserstoff nur mit Pipelines transportieren und geologisch unter der Erde speichern.

Bevor du für Strom, den du nicht gebrauchen kannst, Geld bezahlen musst, wäre es doch lohnenswerter den zu verwursten, und sei es für einen Wirkungsgrad von 33% von Strom zu Gas, welches dann ins Erdgasnetz gespeist wird. Erdgas. Nicht Wasserstoff. Damit man auch nicht die bestehende Gas-Infrastruktur umbauen muss.

Bin jetzt nicht der Chemie-Gott. Aber P2G läuft doch üblicherweise über den Zwischenschritt Wasserstoff?

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Es muss nur nicht so ins Gasnetz. Dann muss das gesamte Netz auf Wasserstoff umgebaut werden. Wofür? Es geht ja um "Überschüsse". Dann doch lieber den Wirkungsgrad, erstmal, vernachlässigen.

Was soll denn dann die kWh Strom aus dem Ersatzgas kosten?
Ich vermute, dass möchte hier keiner bezahlen.
Der DVGW schreibt dazu für 2035 zwischen 12 und 17ct.
Da das der Lobbyverband der Gasbrenner ist und andere Quellen von Preisen zwischen 3 und 15€ pro kg oder knapp 40kWh sprechen, was 7,5 bis 37,5ct pro kWh entsprechen würde, nehme ich eher die Obergrenze von 17ct. an. Ohne weitere Umwandlungskosten oder -verluste verwandle ich die nun in 1kWh Erdgas.
Daraus werde im perfekten Gaskraftwerk dann 0,8kWh Strom, der dann bereits ohne weitere Kosten bei >21ct die kWh läge. Verheize ich den in der heimischen Gasheizung, Wirkungsgrad sei ebenfalls 80%, ich brauche 12.000 davon, 2500€ für Brennstoff im Jahr plus Grundgebühren? Das ist ein Irrweg.

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Ich komme irgendwie mit diesen ganzen Kostenrechnungen nicht klar. Warum soll das Ersatzgas so teuer sein? Verwurstet werden soll ja nur unser ganzer Wegwerfstrom, sprich EK 0,0000cent/Kwh, Steuerfrei und ohne jegliche Abgaben. So nach dem Motto, wer Wind/Solar baut, darf zu keiner Zeit abregeln, jeglicher Überschuss ist kostenfrei an Speicherbetreiber/Ersatzgaserzeuger zu liefern.
Bleiben also am Ende nur Kosten für Technik und Personal bei Speicherbetreibern/Ersatzgaserzeugern. Und, die können doch nicht Höher sein als die Kosten durch Einkauf/Transport/Zoll/Steuern/Personal von Brennstoffen im Ausland, oder?

Den Elektrolyseur zaubert Aladin herbei?
Was Du beschreibst bedeutet Enteignung. Ich muss etwas kostenfrei abgeben, was ich selber produziere.
Entschädigungslos wird das nicht gehen. Und selbst wenn das ginge.
Bau ich doch entweder meinen eigenen Speicher mit auf und sammle meine Überschüsse dort, um sie bei Bedarf selber zu verkaufen oder
ich baue gleich gar keine EEG-Anlage mehr, weil es sich nicht mehr (rechtzeitig) lohnt.
Die Anlieferung von Erdgas für ein paar ct. die kWh (3,5) oder die Erzeugung des selben Brennstoffs aus Strom zum 0-Tarif ist nicht gleich teuer.
Ein gut steuerbarer Elektrolyseur kostet pro kWh H2 Erzeugung je Stunde 1750€. Also die Maschine kostet in der Anschaffung so viel. Läuft der nun 24/7 so würde der erzeugte Wasserstoff eines (des ersten Jahres) knapp 20ct kosten. Jedes weitere Jahr reduziert natürlich die Kosten entsprechend. Läuft die Anlage 10 Jahre lang genau so, kostet die kWh entsprechend nur 2ct.
Der läuft aber nicht 24/7, weil es nicht 24/7 grünen Überschussstrom gibt. Mir fehlen die Zahlen an wie vielen Stunden im Jahr wir Strom ins Ausland herschenken oder gar für dessen Abnahme noch Geld bezahlen. Aber insgesamt würde ich zwei oder drei Monate, insbesondere tagsüber bei hoher Sonneneinstrahlung, annehmen. Da es auch im Sommer dunkle Nächte mit 0 PV-Strom gibt :smirking_face:, unterstelle ich 60x24h.
Das bedeutet etwa Faktor 6 oder Kosten von 12ct./kWh bei zehnjährigem Betrieb wie oben unterstellt.
Ein Toyota Mirai braucht 1kg/100km was etwa 40kWh wären. Beim Heizen liegt der H2-Preis knapp über dem aktuellen Erdgaspreis, die Infrastruktur und die Verbrauchsanlagen müssten dafür aber vermutlich großflächig ertüchtigt werden.
Wer bezahlt das? Der der es bestellt?
Infos dazu

Ergänzen würde ich, dass Umsonst Strom auch anderweitig eingesetzt werden kann, zum Beispiel Elektroautos, Klimaanlagen, Warmwasser oder für Wärmespeicher.

Da soll der direkte Nachbar in zehn Meter Entfernung 40 Cent die kWh für Strom zahlen und verzichtet deswegen auf das Elektroauto und leidet lieber bei fast 40 Grad als eine Klimaanlage anzuschaffen und verbrennt gleichzeitig Erdgas für sein Warmwasser und dann wird ernsthaft vorgeschlagen den Strom umsonst einem Elektrolyseur in 500 km Entfernung zu liefern??

Und für 100 Stunden im Jahr wird dann der Ortstrafo ausgebaut, eine 500 km Leitung verstärkt, ein dicker Trafo neben den Elektrolyseur gesetzt, eine Pipeline vom Elektrolyseur zum geologischen Wasserstoffspeicher gebaut?

All die Infrastruktur kostet Geld. Bei sonstiger Energie intensiver Industrie wird bei 2% Abschaltung gejammert, dass da gegenüber 100% Auslastung die Wirtschaftlichkeit baden geht, aber Elektrolyseure können 99% der Zeit dumm runstehen und auf Überschuss Strom warten?? Und damit Hundert Mal so viel Elektrolyseur Kapazität brauchen wie mit 100% Auslastung?

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