Mittelplate in der Nordsee vor Büsum hat jedenfalls Öl gefördert, 2019 1,1 Mio to., und tut das noch?
BGEV - 2% förder(n/ten) wir lokal. Aber hier geht es ja eigentlich um Strom nicht Öl. Gas würde ich wegen der Abhängigkeit beim Strompreis noch als OnTopic gelten lassen ... oder wollen wir Öl verstromen?
Weitere Quelle: Wikipedia
Bedeutsame Erdölvorkommen im Inland
Die wichtigsten Erdölvorkommen Deutschlands befinden sich in Norddeutschland. Bezogen auf die Bundesländer wird in Schleswig-Holstein (ca. 1 Millionen Tonnen Erdöl in 2022) und Niedersachsen (ca. 600.000 Tonnen Erdöl in 2022) der Großteil des heimischen Erdöls gefördert – zusammen rund 90 Prozent der deutschen Gesamtproduktion. Auch in anderen Bundesländern, wie z.B. Rheinland-Pfalz, Bayern oder Hamburg wird Erdöl gefördert – doch in geringeren Mengen. Eines der bedeutsamsten und größten Erdölfelder Deutschlands liegt in Schleswig-Holstein im Wattenmeer: auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate wurden seit Inbetriebnahme im Jahr 1987 insgesamt mehr als 40 Millionen Tonnen Öl gefördert – störungsfrei und mit einem Höchstmaß an Sicherheit, sowie Wasser- und Umweltschutz.
Nö, am besten überhaupt keine Stoffe für Strom- oder Wärmeerzeugung, die
- nicht umweltfreundlich sind und
- wir nicht im eigenen Land "ernten" können, was kein Statement zum Thema Teller oder Tank sein soll.
- Wasser, Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse aus Reststoffen wären ohne Wertung der Reihenfolge meine Favoriten.
Möglichst kein sauer erwirtschaftetes Geld zum Kauf von Rohstoffen aufwenden, sofern es nicht unausweichlich ist.
Ja. Es gibt positive Effekte, die den Wechsel auf EE attraktiver machen, die sind eher langfristig.
ölkrisen 74 und 78, autrofreie Sonntage: Wir sind immer noch abhängig von irgendwelchen Despotien, Imperialismen, die uns mal schnell reinfunken können. Das ist dann weitgehend weg.
Volkswirtschaft: Ven dem Geld im Umlauf, auch dem am eigenen Konto, geht immer noch zu viel ins Ausland für Energie. Es wäre besser, unser erarbeiteter Wohlstand bliebe langfristig eher im Land.
Der Bericht ist sehr detailliert, was das Potenzial angeht. Weil wir keine unkonventionelle Förderung von Öl und Gas zulassen, bestehen erhebliche Unsicherheiten bei den tatsächlich technisch und wirtschaftlich förderbaren Mengen. Der Bericht gibt daher eine Wahrscheinlichkeitsverteilung. Es ist 95% sicher, dass mindestens 380 Milliarden Kubikmeter gefördert werden können (in Tiefen zwischen 500 und 5000 Metern) und 95% wahrscheinlich, dass es nicht mehr als 2340 Milliarden Kubikmeter sind.
Der deutsche Gasverbrauch 2023 lag bei 75,7 Milliarden Kubikmeter und soll ja deutlich niedriger werden. Wenn wir 2035 bei 15 Milliarden Kubikmetern Bedarf liegen, sind die unkonventionellen Resourcen jetzt wirklich nicht vernachlässigbar klein.
Wieviel davon wirtschaftlich förderbar ist, lässt sich noch schwerer vorhersagen als die technisch förderbaren Mengen.
Die Geologie lässt es unwahrscheinlich erscheinen, dass Deutschland ein Riesen Exporteur wie die USA wird, aber es ist zumindest im Bereich des nicht ganz unwahrscheinlichen, dass eigene Förderung Gas in den 30ger Jahren zumindest eine Weile bezahlbarer machen könnte, weil LNG Importe schneller überflüssig gemacht werden könnten.
Da sind viele Unsicherheiten dabei, aber die Entscheidung gegen Fracking ist schon eine bei der Bezahlbarkeit und Import Abhängigkeit gegen vage Ängste bezüglich lokaler Effekte (Erdbeben, Grundwasser) sehr niedrig gewichtet werden.
Beim Klimaschutz wertet man da die möglichen Lock in Effekte und Anreize für weitere Gasnutzung sehr hoch gegenüber dem Gewinn, wenn man sich den LNG Transport sparen kann.
Im Norden von Braunschweig gab es, als ich klein war, Dutzende Erdölpumpen. Die haben bei jedem Hub nur paar Liter gefördert aus dem Ölschiefer raus.
Kann es sein, daß Fracking nur zur Erhöhung der Fördergeschwindigkeit gemacht wird?
In den Preisspitzen wird in Deutschland und Westeuropa auch etwas Öl verstromt. Ich würde das tatsächlich gerne ausdehnen, zumindest im Sinne von lokal lagerbaren flüssigen Treibstoffen. Das kann auch HVO aus altem Frittenfett oder DME/Methanol sein, welches aus Klärgas gewonnen wird.
Motoren sind extrem billig, wir haben zuletzt 4 GW an AKW abgestellt. So ein Automotor hat im Schnitt inzwischen mehr als 100 kW und davon haben wir inzwischen fast 50 Millionen, in Summe also 5000 GW an Kapazität.
Die Automotoren sind nicht so effizient wie Gas GuD und 200000 km bei Volllast (200 km/h) sind gerade mal 1000 Stunden oder anderthalb Monate.
Aber wir brauchen ja auch für die (kalte) Dunkelflaute keine Jahrzehnte bei Volllast. Da soll dezentral für wenige Stunden erzeugt werden, um Spitzenlasten abzudecken.
Das ist deutlich billiger als Großkraftwerke und spart Netzausbau.
Und da sind wir bei den Punkten, die halt den Strompreis treiben. Die neueste McKinsey Studie sieht da Strompreise für Privathaushalte von 50 Cent die kWh als mögliches Szenario.
Deutschland hat ein weitreichendes Gasnetz. Gasspeicher. Gaskraftwerke sind als flink anzusehen. Alle fossilen zu Gas umwandeln.
Sicher sinnvoll, solange und wo das Gasnetz da ist. Bei geringer Auslastung hat dezentrale Lagerung von flüssigen Energieträgern, bzw. unter geringem Druck verflüssigbaren Gasen wie Propan oder DME, Vorteile.
Ein Pipeline Netz braucht langfristig Auslastung, damit sich der Erhalt lohnt.
Außerdem ich bin kein Prepper ;-), aber Resilienz ist schon wichtig und ein paar Hunderttausend dezentrale Propantanks bekommt man nicht so schnell ausgeschaltet wie die paar Pipelines und geologischen Großgasspeicher, die Deutschland versorgen.
Das Netz lohnt sich, wenn es dazu benutzt wird bei Überschussstrom diesen in Gas umzuwandeln um es dann zu speichern.
Man kann auch in DME umwandeln. In den nächsten Jahren ist das mit dem Überschuss zu Gas sowieso so eine Sache. Das macht nur wirklich Sinn, um Elektrolyseure in der Praxis weiter zu entwickeln und zu skalieren.
Aber eigentlich haben wir zu wenige Stunden mit Überschuss für so sündhaft teure Apparate.
Da ist Nutzung für Wärme besser, Heizstäbe sind billig. Die billigst Variante wie im Wasserkocher noch keine 10 Euro pro kW, was so zwei Größenordnungen weniger ist als bei Elektrolyseuren.
Und im Moment wird selbst im Sommer noch verdammt viel Gas und Öl für Wärme verbrannt und könnte durch Strom ersetzt werden.
Und wenn private Verbraucher selbst bei geschenktem (also wirklich geschenkt und nicht 40 Cent echter Preis auf der eigenen Rechnung und -15 Cent als Börsenpreis)
Strom nicht wissen, was sie mit dem Strom machen können, kann man abregeln. Für wenige Stunden ist das sinnvoller als sauteure Anlagen 99% der Zeit dumm rumstehen zu haben.
Wieso? Man kann auch im Sommer viel importieren, es gibt ja dann auch im Ausland viel EE welcher günstig ist. Also nutzen um es als Gas einzuspeichern.
Willst Erdgas aus der Leitung in einen Tank einlagern?
Es ist deutlich effizienter und billiger eine Öl oder Gasheizung für Warmwasser oder einen Brenner in der Industrie abzuschalten und stattdessen Strom zu nehmen
als Strom in einen Elektrolyseur zu stecken und damit (Wasserstoff) Gas herzustellen.
Für eine kWh Strom sparst du mit dem billigst Heizstab grob 1,1 kWh Erdgas
kannst aber nur 0,7 kWh Wasserstoff erzeugen und das mit einem etwa hundert Mal so teurem Gerät.
Der Propantank hat das gespeicherte Medium doch schon im Namen.
Ich weiss nicht. Bevor man Strom wegwirft ist das eine Idee. Immer.
Ich frag mich ob das am gegenwärtigen Ausbau der EE liegt. Es ist zu viel das heißt wir produzieren auch mal Überschuss aber zu wenig um den Speicher ökonomisch zu nutzen?
Da gibt's doch bestimmt Infos zu wie das sich bei weiterem Ausbau der EE entwickelt. Hat da jemand was?
Ich frage mich beim lesen hier, es geht fast immer nur noch darum das gas doch wo anders billiger ist als bei und und wo wir jetzt Gas her bekommen... Fracking?
Wenn ich privat z.B. Kartoffeln immer teurer kaufen muss, kommt doch der kluge und findige schnell auf die Idee, Kartoffeln selber anzubauen. Sei es im kleinen auf dem Balkon, der kann natürlich nur einen Teil seines Bedarfs decken oder im Garten, der würde über den Winter kommen.
Warum bremsen so viele Leute dann den Ausbau der EE um das Gas zu ersetzen? Klar geht das nicht von heute auf morgen, aber das muss doch das Ziel sein. Es muss doch mal der Weg aufgezeigt werden, der nötig ist um dort hion zu kommen, das sehe ich von keiner Partei oder Akteur, der diesen Weg gehen will. Klar definierte Zielpunkte, also erst mal ausbauen und dabei Überschüsse abregeln, weil geringe Überschüsse nicht wirtschaftlich zu nutzen sind. Da sind wir ja jetzt etwa, daraus muss der Kurzzeitspeicher Ausbau forciert werden, aber immer weiter mit der Erzeugerleistung, allem voran Wind, da der im Winter vorrangig vorhanden. Erreicht die Überdeckung einen Punkt, müssen Langzeitspeicher her...
Bis es so weit ist, brauchen wir natürlich weiterhin Gas, mit den LNG Terminals sollte das ja gezeigt haben, es geht und die Preise sind jetzt nicht explodiert. Firmen bekommen eh meist auch noch bessere Konditionen als private.
Ich halte Gas auch ganz einfach wegen Methanhydrat für eine Möglichkeit. Wichtig ist aber weiterhin auch die Spaltung von CO² in Sauerstoff und Speicherung des C in vielfältiger Weise. Baumaterial, Dämmung, was auch immer.
Das Kartoffelbeispiel, du brauchst halt verdammt viel Platz. Selbst so nen hochkantbeet reicht bei 4-Personen auch nicht lange. Der Kosten-Nutzen-Faktor ist einfach nur absurd.
Es kostet halt. Und es ist auch so das nicht alles was man bei EE tun kann auch sinnvoll ist.
Mir ist der Klimawandel sehr wichtig. Aber mir ist auch wichtig weiter in einem Industrieland zu leben.
Die grossen Batteriespeicher die man jetzt baut / bauen will werden die Lage hoffentlich entspannen.