Strompreisanalyse 2024

Schön billig: Hilft die Rückkehr zum russischen Gas?
(ja ich weiss kommt von den - brainwash medien, ich poste es trotzdem).

Für mich (ja meine Meinung) - ist Gas einfach zur "Waffe" geworden oder meinetwegen auch Droge. Man gibt etwas günstig oder kostenlos und dann dreht man dem Abhängigen die Daumenschrauben zu. Ist kein rein russisches Ding - das gleiche sehe ich bei den USA.
Rückkehr zu russischen Gas scheint eine einfache Lösung, war ja früher auch mal "gut". Ist das wirklich so simpel - wohl kaum (auch wenn man das hoffen möchte). Totaler Abhängigkeit ist niemals gut - das sehen wir ja leider in vielen Bereichen.
Für einen vermutlich kleinen kurzfristigen Impact, sich wieder in die Abhängigkeit begeben - ich bin klar dagegen. Für mich ist so ein Weg ein Weg zurück - und nein früher war nicht alles besser. Hier wird mit Ängsten und Hoffnungen gearbeitet - nachvollziehbare Argumentation - ich habe keine gesehen. Und nö ein Windkraftwerk im Garten will keiner - ich auch nicht - auf dem Hügel gegenüber (da wohnt niemand und ist auch kein Naturschutzgebiet), ja. In jedem Garten fordert auch überhaupt niemand.

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Hattet ihr Wind? Energy Maps sagt extrem wenig Wind heute. In welcher Region bist du?

Und Tibber schreibt das:
Auch in Frankreich sind die Temperaturen in dieser Woche niedrig. Als Folge wird sich die Nachfrage in dem vergleichsweise temperatursensiblen Land erhöhen. Am Mittwoch dürfte sie insgesamt gut 10 GWh/h über dem gewohnten Niveau für diese Jahreszeit liegen. Auch das hat Auswirkungen auf die allgemeine Preisbildung am europäischen Energiemarkt.

Hast du den Faden überhaupt gelesen?

Was hat die heutige Windsituation damit zu tun?

Genauso gut könnte ich die Solareinstrahlung mittags an einem sonnigen Tag im Mai als Beispiel nehmen.

Wie ich weiter oben schon schrieb: wenn du 10 Minuten keinen Sauerstoff bekommst, dann interessiert es dich einen Sch..., daß du im Mittel immer ausreichend bekommen hast.

Darum geht es - den Zustand zu verhindern, der alles zusammenbrechen läßt. Durch Redundanz. Aber nicht mit zwei volatilen Energieträgern, wenn bekannt ist, daß es jedes Jahr im November/Dezember Tage gibt, an denen beide zusammen nicht ausreichend liefern.

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also wär der vermieter nicht dagegen, ich häte schon eins
:slight_smile:

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Wenn es nur wenige Stunden sind, tun es einfachste Motoren, von denen haben wir gigantische Mengen rumstehen (Größenordnung 5000 GW) und 23 von 24 Stunden tun die gar nichts und in der restlichen Stunde laufen sie meist in extremer Teillast.

Das ist schon lange so, Nachtspeicher für die Nutzung von AKW / Braunkohlestrom und vor allem Grundlast Privilegien für die Industrie.

Das hat auch absolut Sinn gemacht, 5 Cent für Großverbraucher. Die 50 km Hoch oder Höchstspannungsleitung mit nahezu 100% Auslastung vom Braunkohle Grundlast Kraftwerk zum Aluminiumwerk 300 MW Grundlast Verbraucher kostet tatsächlich nur etwa 0,1 Cent die kWh und früher hat man bei Kleinverbrauchern hohe Strompreise deutlich positiver als Anreiz zum Energie sparen gesehen. Also wurde auch die Abgabenlast bei Strom gezielt Kleinverbrauchern aufgebürdet.

Was historisch gewachsen ist an der Bepreisungsstruktur macht heute viel weniger Sinn. Heute wird das Aluminiumwerk in Essen nicht mehr vor allem durch ein Grundlastkraftwerk in 50 km Entfernung versorgt, sondern durch 500 km Leitung aus PV in Bayern und Wind in Mecklenburg Vorpommern.

Das ist massiv teurer, weil wir jetzt 500 km Leitung brauchen => aus 0,1 Cent wird 1 Cent und diese Leitungen auch noch mies ausgelastet sind, bei 20% Auslastung => aus 1 Cent wird 5 Cent

Und selbst das reicht noch nicht, weil PV und Wind nicht auf der höchsten Netzebene angeschlossen sind.

Wind und PV für den Abtransport nach weit weg, da sind allein schon die ersten paar Kilometer bei schlechter Auslastung schnell bei 5 oder sogar 10 Cent nur fürs Netz.

In der heutigen Preisstruktur merkt da aber weder das Aluminiumwerk etwas von, das hat immer noch minimale Netzentgelte, wenn es in Grundlast durchläuft und wird für unter 7000 Betriebsstunden mit einer Erhöhung der Netzentgelte um einen Faktor zehn abgestraft.

Noch merken die PV und Windanlagen im Nirgendwo etwas davon, wenn für die Bedienung von Grundlast in Essen extrem teuer das Netz ausgebaut wird.

Und nicht nur das Netz, man braucht dann auch noch Backup Kraftwerke für die Nacht mit wenig Wind und so wie das heute läuft sollen das sauteure GuD Gaskraftwerke mit perspektivisch Wasserstoff sein.

Für mich hat die wirtschaftliche Logik dahinter fast etwas Perpetuum Mobile haftiges.

Das Aluminiumwerk ist schließlich auch eine Art Elektrolyseur. Wir machen also mit viel Verlusten in einem teuren GuD eine Elektrolyse rückgängig (die von Wasser), um eine andere anzutreiben.

Das ist so ein unglaublicher Unsinn, den man da rechtfertigt.

Wenn wir Kosten reduzieren wollen, dann müssen die Anreize stimmen. Da kann man ja durchaus Aluminiumwerke aus strategischen Gründen in Deutschland / Europa haben wollen für Aluminium Elektrolyse und die unterstützen, macht China auch.

Aber bitte mit Berücksichtigung der echten Kostenstrukturen heute und da wird man das 300 MW Aluminiumwerk wirtschaftlich optimiert neben einen großen Windpark mit 600 MW Wind und 1000 MW PV und einem 3000 MWh Batteriespeicher und einem 100000 MWh großen Wärmespeicher setzen und da nur 100 MW Leitung daneben setzen und dann das Aluminiumwerk mit 80% Auslastung betreiben.

Das spart unglaubliche Summen gegenüber heute, wo der 600 MW Windpark eine 600 MW Leitung bekommt und die PV separat 1000 MW und der Strom hunderte Kilometer zum Aluminiumwerk gekarrt wird.

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Verstehe Deine Ausführungen nicht. Norwegen hat bereits jetzt mehrere eigene Strompreiszonen. Diese haben nichts mit der Strompreiszone in DE zu tun.

Wenn sich Norwegen also selbst über die internen Leitungen in Norwegen versorgen könnte, steigen dort die Preise weder für die Bürger noch für den Staat Norwegen. Sie haben ja genug Strom. Brauchen also nichts teuer einkaufen. Im Gegenteil. Wenn man Strom exportiert profitiert man von der Dunkelflaute. Warum sollten also die Norweger mehr zahlen, wenn Sie nichts einkaufen müssen?

Es muss also eher so sein, dass Norwegen selbst einen Mangel hatte und nicht genügend Strom von den Strompreiszonen Nord in die Strompreiszone Süd übertragen konnte. Das passt auch zu dem Focus-Artikel, den ich verlinkt hatte.
Dann muss da Norwegen etwas tun statt zu jammern.

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Für ein paar Stunden lohnt sich teurer Leitungsbau nicht.

Bei der Kappung der Leitungen ins Ausland hat Norwegen nur Nachteile. Hohe Strompreise können ohne Verlust für den Staat ausgeglichen werden, wenn Norwegen regelmäßig günstig importiert und teuer verkauft. Da kommt genügend Gewinn bei heraus, dass der norwegische Staat alle norwegischen Verbraucher auf das (ohne Leitungen ins Ausland) Niveau herunter subventionieren kann und trotzdem noch Geld über hat.

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Stimmt. Norwegen würde viel Geld verlieren, wenn man nicht mehr nach Großbritannien (dahin wird das meiste exportiert) und anderen europäischen Ländern wie DE exportiert.

Und damit ist das Jammern, dass den "armen Norwegern" etwas Profit entgeht ziemlich popolistisch.

Norwegen verdient excellent damit, dass sie teuren Strom aus Wasserkraft verkaufen, auch wenn man damit nicht zu allen Zeiten die eigene Stromversorgung decken kann.

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Populisten sind echt immer negativ. In Deutschland ist der Spin ja, dass man teuer aus dem Ausland kauft und Strom bei Überschuss verschenkt.

Sicher kann man da noch viel optimieren, aber Norwegen hat riesige Speicher, wenn man noch Schweden dazu nimmt reden wir über grob 120 TWh oder drei Monate des deutschen Netzbezugs, bzw. Faktor etwa 3000 mehr als in Deutschland an Pumpspeichern steht.

Und nicht nur, dass die Speicher riesig sind, man kann sie auch fast ohne Verluste nutzen. Ist zuviel Strom da, werden die Turbinen in den Speicherwasser Kraftwerken abgeschaltet und der natürliche Zufluss füllt die Seen. Da muss man nichts mit Verlust hochpumpen, es reicht, wenn man den Zeitpunkt der Stromproduktion verschiebt.

Das ist doch ein Win Win. Norwegen verkauft Speicherkapazität, die da in Massen rumsteht, also kein zusätzliches Invest kostet und dazu noch fast 100% effektiven Speicherwirkungsgrad hat (man hat die Leitungsverluste nach Norwegen und zurück). Da verdient Norwegen super dran und Deutschland kann so billiger speichern als wenn man es im eigenen Land mit Wasserstoff machen würde.

Es ist schon interessant, wie da Populisten aus einer Win Win Geschichte, von der beide Seiten gut profitieren, rhetorisch ein Lose Lose draus machen, so wie es gerade passt.

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Ja hatten wir, Gebiet ist 997xxx

Ja habe ich, es ging um das Wort Reservekapazität und das nicht immer das was in DE zur Verfügung steht ausnutzt wird.

So schlimm ist das nicht. Persönlich habe ich nichts gegen Windkraft wenn sie schonmal da sind sollen sie auch das Potential was sie haben.

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Mal ein Danke für diesen Beitrag. Da sind viele Sachen zum drüber nachdenken drin

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Es ist schon interessant, wie man die Tatsache, daß die Dunkelflaute in Zentraleuropa dem norwegischen Stromkunden hohe kWh-Preise bescherte, als win-win für norwegischen und deutschen Staat ummünzt. Und danit null Zweifel aufkommt, die gegenteilige Aussage noch mit 'Populisten' belegen.

Die wurden nicht angeworfen, weil es billiger war, aus dem Ausland zu beziehen. Auf Kosten der ausländischen Bevölkerung, die diese Preise auch zahlen mußten, obwohl die Erzeugungskapazitäten in ihrem Land ausgereicht haben. Das kritisiere ich. Wenn du Strom nach Börsenpreis beziehst, hast du vermutlich keinen Strompreisdeckel und willst auch nicht dafür bezahlen, wenn andere sich entgegengesetzt der allgemeinen Energiepolitik verhalten. Letztendlich kommt es auf die eigenen Kosten an.
In D war 2023 ein Jahresdurchschnittsbedarf von 48 GWh, z.Z. der Dunkelflaute 2024 60+ GWh. Der Anteil an EE liegt mittlerweile bei 50+ %, wären mindestens 30 GWh. In der Dunkelflaute fehlen > 20 GWh aus EE, sonst wäre es keine Dunkelflaute.
Wie willst du diese 20+ GWh mit < 10 GW Netzreserve generieren?
Ergo, wir verlassen uns sehr darauf, daß andere liefern können.
Was jetzt deine Antwort, an dem besagten Tag wurden Windräder vermutlich aufgrund von Überkapazitäten aus dem Wind genommen, mit einem Mangel in einer Dunkelflaute zu tun hat, versteh wer will.

in dem man mindestens 20gwh an speicher hinstellt bei 100eur/kwh wieviel kostet das den steuerzahler?

da sind mir zuviele nullen an dem ergebins dran
dafür braucht man das netz dann nicht überall ausbauen

Tja was da so alles aus dem Thema des fadens wurde.

"Er neigte das Haupt und weinte bitterlich"

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Teils bisserl wirr, ich kann auch lange nicht alles nachvollziehen.
Trotzdem solange es gesittet zugeht, gut. Zumindest habe ich doch einige Gedankengänge besser verstanden (nicht das ich deswegen zustimme). Es hilft ja auch, wenn man mal aus der eigenen Gedankenwelt/Situation ein Stück rausguckt.

Aber was ist eigentlich nun mit dem Strompreis :slight_smile: ? Sollte mal AI eine Zusammenfassung des Fadens machen lassen.

Heul leise Chantal :stuck_out_tongue_winking_eye: :stuck_out_tongue_winking_eye: - hoffe du verstehst den Spaß von meiner Seite...

Bezüglich Strompreis und den eingangs diskutierten Anbieterwechsel: Wir haben gestern unsere Preismitteilung ab März 2025 erhalten. Vertragsdauer 12 Monate, wir sind meine ich schon 6-7 Jahre Kunde dort. 34,53 cent, Grundgebühr gibts keine.

Da bin ich gleich mal zu Check24 und musste feststellen, dass es aktuell (zumindest auf diesem Portal) keinen einzigen Anbieter gibt der dies unterbieten kann.

Das Thema hatte ich bei der „Dunkelflaute“ schon. Warum Windräder aus den Wind gedreht werden wenn der Börsenpreis hoch ist.

Selbst wenn der Vermarkter anders kalkuliert hat ein Tag vorher ist es in meinen Augen kein Grund wenn der Bedarf da ist die Produktion zu stoppen und nur meine kalkulierte Menge Abzugeben.

Vielleicht kann mir das jemand erklären warum das so ist. Was ist wenn ein Direktvermarkter mehr produziert als er an der Börse angegeben hat.

Sind bei Dir die Netzkosten so hoch? Ich würde mit Octopus vermutlich unter 20Cent kommen. (mit nutzung meines Speichers um Nachts zu laden und Tags zu nutzen). Netzbezug nachts 15.xCent/kwh (wenn man passendes auto oder Wallbox hat). (vergleichsportale haben 28Cent ausgepuckt)

Hmm, kein Plan. PLZ 31249, vielleicht bekommst du andere Ergebnisse als ich? Für uns wird sich irgendwas dynamisches nicht lohnen. Bzw. dann müsste ich die Multiplusse ans Netz hängen, das ist aber weder gewollt noch geplant :upside_down_face: