Das ist schon lange so, Nachtspeicher für die Nutzung von AKW / Braunkohlestrom und vor allem Grundlast Privilegien für die Industrie.
Das hat auch absolut Sinn gemacht, 5 Cent für Großverbraucher. Die 50 km Hoch oder Höchstspannungsleitung mit nahezu 100% Auslastung vom Braunkohle Grundlast Kraftwerk zum Aluminiumwerk 300 MW Grundlast Verbraucher kostet tatsächlich nur etwa 0,1 Cent die kWh und früher hat man bei Kleinverbrauchern hohe Strompreise deutlich positiver als Anreiz zum Energie sparen gesehen. Also wurde auch die Abgabenlast bei Strom gezielt Kleinverbrauchern aufgebürdet.
Was historisch gewachsen ist an der Bepreisungsstruktur macht heute viel weniger Sinn. Heute wird das Aluminiumwerk in Essen nicht mehr vor allem durch ein Grundlastkraftwerk in 50 km Entfernung versorgt, sondern durch 500 km Leitung aus PV in Bayern und Wind in Mecklenburg Vorpommern.
Das ist massiv teurer, weil wir jetzt 500 km Leitung brauchen => aus 0,1 Cent wird 1 Cent und diese Leitungen auch noch mies ausgelastet sind, bei 20% Auslastung => aus 1 Cent wird 5 Cent
Und selbst das reicht noch nicht, weil PV und Wind nicht auf der höchsten Netzebene angeschlossen sind.
Wind und PV für den Abtransport nach weit weg, da sind allein schon die ersten paar Kilometer bei schlechter Auslastung schnell bei 5 oder sogar 10 Cent nur fürs Netz.
In der heutigen Preisstruktur merkt da aber weder das Aluminiumwerk etwas von, das hat immer noch minimale Netzentgelte, wenn es in Grundlast durchläuft und wird für unter 7000 Betriebsstunden mit einer Erhöhung der Netzentgelte um einen Faktor zehn abgestraft.
Noch merken die PV und Windanlagen im Nirgendwo etwas davon, wenn für die Bedienung von Grundlast in Essen extrem teuer das Netz ausgebaut wird.
Und nicht nur das Netz, man braucht dann auch noch Backup Kraftwerke für die Nacht mit wenig Wind und so wie das heute läuft sollen das sauteure GuD Gaskraftwerke mit perspektivisch Wasserstoff sein.
Für mich hat die wirtschaftliche Logik dahinter fast etwas Perpetuum Mobile haftiges.
Das Aluminiumwerk ist schließlich auch eine Art Elektrolyseur. Wir machen also mit viel Verlusten in einem teuren GuD eine Elektrolyse rückgängig (die von Wasser), um eine andere anzutreiben.
Das ist so ein unglaublicher Unsinn, den man da rechtfertigt.
Wenn wir Kosten reduzieren wollen, dann müssen die Anreize stimmen. Da kann man ja durchaus Aluminiumwerke aus strategischen Gründen in Deutschland / Europa haben wollen für Aluminium Elektrolyse und die unterstützen, macht China auch.
Aber bitte mit Berücksichtigung der echten Kostenstrukturen heute und da wird man das 300 MW Aluminiumwerk wirtschaftlich optimiert neben einen großen Windpark mit 600 MW Wind und 1000 MW PV und einem 3000 MWh Batteriespeicher und einem 100000 MWh großen Wärmespeicher setzen und da nur 100 MW Leitung daneben setzen und dann das Aluminiumwerk mit 80% Auslastung betreiben.
Das spart unglaubliche Summen gegenüber heute, wo der 600 MW Windpark eine 600 MW Leitung bekommt und die PV separat 1000 MW und der Strom hunderte Kilometer zum Aluminiumwerk gekarrt wird.