Stromautarkie rechnet sich

"Das technisch-ökologische Potenzial der Wasserkraftnutzung in Deutschland wird auf etwa 25 Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr beziffert. In den vergangenen zehn Jahren wurden bereits bis zu 23 TWh Strom pro Jahr aus Wasserkraft gewonnen. Damit ist das Wasserkraftpotenzial zu großen Teilen erschlossen."

Fuels sind toll, wenn:

  1. Der Elektrolyseur mehr als 4000 Stunden Überschuss bekommt
  2. Mit Biomasse kombiniert wird und die synthetischen Brennstoffe nur für seltene Spitzen genutzt werden

Bis mindestens 2030 sollten Elektrolyseure nur aus Gründen der Technologie Entwicklung aufgebaut werden, sie sind erstmal völlig ungeeignet als Partner zu Ermöglichung von mehr Erneuerbaren Zubau.

Dafür sind Batterien die ideale Lösung in einem Umfang, der bei vielen Menschen noch nicht durchgedrungen ist.

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Sehe ich als Beschreibung der aktuellen Situation an. Entstanden durch eine mindestens 15 jahre bestehende ignoranz gegenüber der Tatsache, dass Speicher essentiell sind und gebraucht werden.
Batterien sind in der Zwischenzeit dazugekommen und werden imho nur durch die Tatsache, dass man nichts anderes aufgebaut hat, überbewertet.

PV und Batterien sind in den letzten Jahren massiv im Preis gefallen, bei grünem Wasserstoff ist dagegen vor allem auffällig, dass sich Hoffnungen auf Preissenkungen zunehmend zerschlagen.

Das geht inzwischen so weit, dass ein saisonaler DIY Batteriespeicher für das Einfamilienhaus so günstig ist wie Wasserstoff Flaschen, sprich 100 Euro die kWh.

Und da braucht man nicht folgendes noch zusätzlich zu den 100 Euro pro kWh:

"Ihr picea 2 Preis: 99.900 – 160.000 €
Je nach individueller Auslegung und inkl. 5 Jahre Garantie (optional auf 10 Jahre verlängerbar).

Servicevertrag: 773,50 € (inkl. 19 % USt.) pro Jahr"

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Anfangs mit Kinderarbeit für Lithium, heute mit weltweiter umweltzerstörung und neuer Abhängigkeit von Rohstofflieferanten. Die kontinuierliche weitere Ausbeutung der Ressourcen ohne mass und ziel.
Nicht alles, was billig ist, ist gut. Und batterierecycling wird auch nicht richtig kommen.

Du meinst Kobalt aus dem Kongo, welches in LFP gar nicht verwendet wird.

Das Forum hier sollte wahrscheinlich umbenannt werden, da Akkus so böse sind und völlig überbewertet als Energiespeicher :wink:

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das galt für cobalt
und es ist heuchelei

cobalt und anders wird in der stahlproduktion tonnenweise verarbeitet da sind akkus ein witz dagegen

außerdem ist das komplett offtopic hier

Sieh es mir nach, dass es OT ist, aber wie umweltfreundlich ist nochmal die Produktion von Gas und Öl?

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picea könnte sicher sehr viel günstiger sein wenn es massiv gefördert werden würde, mal sehen was die zeit bringt.

ich hoffe ja noch auf bezahlbare wasserstoff metallhydridspeicher die fast drucklos das wasserstoff im sintermetall speichern können.
sauschwer aber für stationären betrieb optimal.

warum wird sowas nicht auch massiv gefördert?
geld ist ja da man muss es nur drucken :wink:

Das System ist noch schlimmer, weil man bei Wasserstoff zu solchen Überprüfungen VERPFLICHTET ist. Selbst wenn man keine Wartung wollte, man müsste sie machen.

Nein, bei lithium auch.
Ist aber wirklich OT hier, gebe ich zu. Sorry.

Die Speichervariante als Salz der Ameisensäure (Wasserstoff eingespeichert) bzw. Kalium Backpulver (Wasserstoff freigesetzt) finde ich besonders nett.

Wasserstoff als Reinstoff kann ich wenig abgewinnen. Das kann man fast nur in riesigen geologischen Speichern zu erträglichen Kosten lagern und in Pipelines transportieren und selbst das ist noch deutlich teurer als bei Methan. Und passt außerdem überhaupt nicht zu sehr variabler dezentraler Erzeugung und als Lückenfüller.

Ein stofflicher Speicher muss einfach dezentral gelagert werden können, sonst kann man das meiner Meinung nach vergessen.

Nichts ist unmöglich, aber ich sehe bei Druckflaschen mit vielen 100 bar Druck nur begrenzte Möglichkeiten der Kostenreduzierung.

Kannst ja auch Methan draus machen, Stichwort Methanisierung und Power-to-Gas.

Dafür gibts dann ja Netze in gewohnter Weise.

Dann möchte ich es nochmal probieren: Wie wäre es, wenn wir das Thema aufsplitten. Denn eine Stromautarkie ist mit weniger Verbrauch einfacher zu realisieren, dann muss aber im Bedarfsfall Stromerzeugung anderweitig vonstatten gehen (Generator oder BHKW oder Peltier o.ä.), zudem Reduktion der Verbraucher indem man auf andere Heizarten setzt (WW und Heizung per Fossilen Rohstoffen).

Anders wird es nicht gehen außer man baut das ganze Haus genau dafür ausgelegt dahin. Die Kosten werden bei weitem höher sein, als die Grundgebühren und Stromkosten in Kauf zu nehmen für die paar popeligen Restbezugs-kWh.

Selbst Holz wenn man einen Wald hat ist im Endeffekt mit Schornstein, Wartung, fällen, sägen, hacken, reinwerfen teurer als die paar Kröten für den Strom zu berappen. Netzausfall klar, da reicht aber auch ne Tonne Kohle im Keller um mit der eigenen PV+Akku über die Runden zu kommen bei einer Dunkelflaute. Die dann auch nur im Winter für ca. 2 Monate wirklich relevant wäre.

Für die nächsten Jahre finde ich (Bio)Methan eine super Lösung. Da kann man erstmal mit dem bestehenden Gasnetz arbeiten und Biogas aufarbeiten zu Biomethan.

Längerfristig kann man mehr und mehr Wasserstoff aus Elektrolyse chemisch einbringen und dann auch das Zielprodukt ändern.

Nur für Spitzenlasten sind Pipelines sehr teuer, sobald eine Ersatz Investition ansteht. Mit DME könnten Teile des Gas-Netzes flexibel zurück gebaut werden und zum Beispiel nur ein Dorf als Gas-Netz Insel mit DME oder Bio Propan versorgt werden (weitere Nutzung des letzten Kilometers an Leitungen und der Gasheizung für kalte Tage) oder alternativ sogar auf Flaschen Bio LPG umgestellt werden.

DME hat noch den Vorteil, dass es selbst kein Treibhausgas ist und man daher nicht so genau auf Leckagen achten muss wie bei Methan, welches leider ein sehr potentes Treibhausgas ist.

Ich träume von Wärmespeichern und Transport des Stroms über Batterien, sprich man geht den Strom bei Biogasanlage oder Windrad vom Bauern holen.

"Elektrotankstelle Unterahrain

An unserer Elektrotankstelle in Unterahrain, Deggendorfer Straße können Sie an unseren modernen Elektroladesäulen 100% regionalen, grünen Strom tanken.

Dabei haben Sie die Wahl zwischen 50kW DC und 20kW AC Ladestationen, jeweils mit unserer Ladekarte für nur 20 Cent Netto/kWh anstatt 25 Cent."

Idealerweise würde es Erzeugung von Methan und gleichzeitig Stromerzeugung an EINER Stelle geben. Denn dann kann das bei der Verbrennung erzeugte CO² viel besser mit Wasserstoffzuführung zu Methan erfolgen als wenn man das wieder aufwändig aus der Luft ziehen muss oder dorthin transportieren. Quasi ein Kreislauf. Zusätzlich natürlich ein Strom-Akku damit das Ding nicht die ganze Zeit An-Aus geht.

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Biogas besteht etwa zur Hälfte aus Methan und zur Hälfte aus CO2, von daher muss das CO2 nicht unbedingt aus der Luft abgetrennt oder recycelt werden. Wenn man es aber macht, könnte man mit dem CO2 entweder noch mehr Wasserstoff Derivate wie DME oder Methan erzeugen, oder auch permanent speichern (CCS) und damit CO2 aktiv wieder aus der Atmosphäre entfernen.

Das CO2 zwischen speichern ist schonmal viel einfacher als Wasserstoff zu speichern. Bei der Abtrennung gibt es verschiedene Möglichkeiten, bei Oxyfuel müsste man Sauerstoff der Elektrolyseure zwischenspeichern, was wieder etwas schwerer ist. Bei Aminwäsche gibt es einen Energie intensiven Schritt mit dem das CO2 wieder von der Aminlösung getrennt wird.

Interessant könnten in Zukunft Prozesse sein, bei denen die Energie intensive Regeneration zeitlich von der Abscheidung getrennt wird.

Vielleicht ist eine Option CaO, das erstmal mit Wasser löschen (gibt Wärme) und dann das Kalzium Hydroxid zur Abtrennung des CO2 als Kalzium Karbonat nutzen und das CaO erst zurück gewinnen, wenn Überschuss Strom zur Verfügung steht.

Förderung? Aus deinem Munde?
Was ist hiermit:

Ich glaube das nicht, denn eine Klimaanlage ist auch eine WP... und da sehe ich eher die nicht ewig gestrigen, die sich auch schon vor Jahren eine WP eingebaut haben, jetzt noch mehr werden. Weltweit nutzen sicher mehr WP als einen Gas Ofen. Zumal es ja wesentlich größere Gebiete gibt, die nicht so kalt sind wie in D oder Nördlicher, da wurde schon immer mit der WP (Split-Klima) geheizt.

Zum original Thema, er hatte ja ´geschrieben, er heizt mit WP und will sich das ganze nicht mit dem Strom schön rechnen und dafür was anderes nutzen oder einzusparen.

Nach meiner Kalkulation, rechnet sich Autarkie nicht, auch bei euren Rechnungen werdet ihr feststellen es kommen noch etliche Kleinigkeiten dazu, die Kosten alle mehr als man denkt.
Noch dazu braucht man genug Fläche um die PV aufzubauen. Mag sein, bei einem 3 Seiten Hof hat man genug Dachfläche, die will ich aber auch nicht bezahlen, damit unter der PV eine Dachhaut ist...
Meine Kalkulation mit einer 16kWp PV und ~30kWh Speicher sowie Einspeisung, machen mich wirtschaftlich autark. Das ist doch was der Großteil will.

Da machst dich auch abhängig und wirtschaftlich zahlst drauf, nur weil du nicht einspeisen willst und lieber Strom sparen, weil zeitweise nicht genug da und dafür Gas kaufen?

Wenn dann das BEV auch noch Rückspeisen kann, hat man einen 60kWh Akku der auch noch die 50km am Tag fahren kann. Aber ob das noch was wird ???

hi hi dann aber auch nur so viel verbrennen, wie in den Jahrtausenden entstanden ist...

nur nicht wenn das Unwetter/Hochwasser bei dir ist... wär der Klimawandel nicht, gäbe es diese Katastrophen weniger...

und wie schaffst du es mit einem Verbrenner nur auf 1% EE zu kommen? Nie, weil der immer verbrennt... BEV fährt zwischen 20-100% EE, klar ist Kohle oder Gas noch da, aber mit mehr Ausbau auch höherer Anteil EE. Andere Länder haben sich den Atomstrom nur schön gerechnet in der CO2 Bilanz.

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Ich führe da nochmal an, dass die Produktion von Öl und Gas Strom benötigt. 1,6kWh / Liter Kraftstoff lauteten die Zahlen, die ich gesehen habe.