Stringplanung bei Gaube und unterschiedlicher Dachneigung

Moin in die Runde

Ich benötige Schwarmintelligenz und vor allem Erfahrung aus der Praxis.

Folgende Situation

Ich habe mir vor ein paar Monaten einige Aiko Module gekauft welche ich auf mein Eltern Haus und mein Haus installieren möchte.

Die Unterkonstruktion habe ich bereits auf beiden Dächern bei der Dachsanierung eingebaut und Schienen gesetzt.

Alles nach der Prämisse: Voll ballern und n bisschen Symmetrie fürs Auge.

Sprich nur die Aufteilung der Strings ist noch Flexibel. Hier leider auch die Problematik.

Ich habe die folgende Situation, dass ich die Südseite maximal belegen möchte und ich aber Verschattung durch die Gaube, vor allen Dingen auf der rechten Seite und bei niedrigen Sonnenstand im Winter auch durch die Scheune davor habe. Zudem unterschiedliche Dachneigung von der Gaube und den normalen Dach. Hier habe ich schon einige Situation mit drei oder 4 MPPT, Optimierern oder Mikrowechselrichter durchgespielt, kann mich jedoch wegen mangelnder Praxis für kein System richtig entscheiden. Deshalb würde ich gerne von euch wissen, was ihr für diese Verschattungs und Lage Situation bevorzugen würdet.

Dachfläche 1 : Azimut: -5,71 ° (S)

Insgesamt 33 Module

7 Module mittig unterm Fers ca 40 grad dachneigung

12 Module auf der Gaube ca 10-15 Grad dachneigung

7-10 Module rechts neben der Gaube ca. 40 Grad dachneigung

7-10 Module links neben der Gaube ca. 40 Grad dachneigung

Bei den beiden Modulen neben der Gaube gibt es im Sonnenverlauf auf ca 3-6 Modulen etwas verschattung. 7 sind geplant und könnte noch auf 10 auf beiden Seiten erweitert werden.

Dachfläche 2: Azimut: 173,27° (N)

Insgesamt 9 Module

9 Module mittig auf dem Dach im oberen Drittel ca 40 grad dachneigung

Vielleicht habt ihr ja gute Ideen.

Vielen Dank und viele Grüße ausm Norden

schau mal bei @Mittelhesse rein, wie er das berechnet und gelöst hat:

Es ist eine sehr ausführliche Doku, bei der zahlreiche Probleme zu lösen waren. Dort wirst du gewiss das passende für dich finden.

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Macht man es sich einfach, die 4 Strings wie aufgeführt und Hoymiles WR mit 4 Strings :wink:

Sonst zwei gleichgeneigte Strings parallel und drei MPPT, oder First/Gaube links in Serie- je nach Spannungslage.

Verschattung.....
Ich persönlich habe auf einem String Verschattung. Morgens 5 Module, abends 2. Da habe ich Optimierer von BRC ohne jedwelche Überwachung und Gespiel verwendet.

Laut Leistungsanzeige sind die wirksam. Ein Blick ohne, dann mit Optimierter machte einen deutlich erkennbaren Unterschied.

Muß man abwägen, ob so etwas Sinn macht.

Wenn du Platz für 39 Module auf dem Süddach hast, warum willst du nur 33 drauf machen?

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Danke dir! Ist sehr gut beschrieben :ok_hand:t2:

Das war momentan auch mein letzter Stand: Links, First und rechts zusammen + die paar verschatteten Module mit BRC.

Der Hoymiles HIT hat 4MPPT - das macht es ja noch einfacher :slight_smile:

Das Ding klingt sehr interessant.

weil von den 6 Stück 3-4 noch mehr verschattet wären und es die Stringaufteilung zwecks 1000V beschwerlicher macht. (AIKO-A460-MAH54Db laut Datenblatt ca. 460 Wp, Voc 41,06 V, Vmpp 34,62 V, Isc 14,25 A, Impp 13,29 A)

Wir haben ein Dach mit 3 Gauben, unterschiedliche Neigungen, SO-Seite und NW-Seite.

Wenn die Unterschiede in der Neigung nicht so groß sind (bei uns ca. 25 Grad und 7 Grad auf den Gauben) kann man die Module durchaus zusammen in einen String packen. Wichtiger ist die gleiche Ausrichtung und möglichst wenig Verschattung. Neben den Gauben haben wir auch Verschattung, im Winter natürlich mehr. Direkt neben den Gauben haben wir knapp 1 m Platz gelassen, den Rest aber voll belegt. Wir haben 3 Strings: einen 12er (alle gleiche Ausrichtung und Neigung auf Schrägdach) und 2 Strings mit je 10 Modulen wobei Schrägdach (25 Grad) und Gauben (7 Grad) gemsicht sind. Nach meiner Erfahrung macht das am Ende nicht viel aus. Wir haben weder Optimierer noch ein besonderes Schattenmanagement.

Wichtiger ist aus meiner Sicht, dass die für den WR optimale PV-Spannung möglichst schnell erreicht wird, damit dieser effizient arbeiten kann. Je nach Verschattungssituation würde ich die Strings evtl. aufteilen. Bei kleiner oder nur kürzerer Verschattung ist das aber auch unerheblich.

Auf jeden Fall N- und S-Ausrichtung in verschiedene Strings, ggf. im Norden aufständern. Aber auch flach liegende Module bringen bei bedecktem Himmel gute Werte!

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der Dank gebührt @Mittelhesse
wenn ich wüsste wie, würde ich ihn weiter leiten.

Ciao

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Ich würde das Dach trotzdem voll machen.

Du brauchst einen String für die Gaube, einen fürs Norddach.

Beim 40° Süddach würde ich alle ohne Schatten in einen String nehmen.

Die mit Schatten entweder an Modulwechselrichter oder an einen String eine Wechselrichters der damit gut umgehen kann.

Also drei Strings + ModulWR/MPPT-Laderegler oder vier Strings. Man kann sowas auch mit zwei String-WR bauen. Ein Hybrid mit Akku und einer der nur AC macht. Wieviel davon dann in den Akku geht sollte übers Jahr angepasst werden.

Egal wie wenig die Schattenmodule dann bringen, auf alle Fälle mehr als keine. An diffusen Tagen soviel wie Nord, an sonnigen Tagen mehr.

Interessant ist dabei, welche Hybrid WR AC aus dem Netz zum Laden des Akkus verwenden können....

Es ist ja sehr sinnlos, klappt das nicht.

Mache bitte ein paar konkrete Vorschläge.

Wer redet von “aus dem Netz“

Mir ging es um Hausüberschuss wegspeichern.

Das sollten die meisten aktuellen Hybrid -WR können.

Egal ob Netzparallel oder an Load/Generator ports.

Der von dir genannte Hoymiles sollte das auch machen. Deye kann es sogar ohne zusätzliches Smartmeter wenn der 2.WR hinter ihm hängt.

Das ist dann "aus dem Netz" - über das Smartmeter auf Nullbezug geregelt - .....

Also was der AC WR einspeist :wink:

Hätte könnte sollte hilft nicht.

Und warum in zwei WR investieren, wenn es einer alleine hinbekommt?

Welchen Vorteil hat so eine Lösung?
Welche Nachteile ?
Was sei zu bedenken?
Warum beeinflust das wie die Notstromfägigkeit ?
.......

Ich habe so etwas installieren "müssen" - würde es nicht bevorzugen, gibt es eine andere Option. Aus meiner Sicht ist das ne Krücke

Man könnte auch reine AC WR nehmen und einen SAX Speicher.

Ich kann euch beiden leider nicht komplett folgen.

Ich finde die Idee mit den Microwechselrichter soweit ganz smart. Kommt dem Kommentar von @deff von der Super Doku @Mittelhesse ja ganz nahe, soweit ich es flott überreißen kann.

@vavuum weshalb siehst du das als Krücke?

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Vielleicht nochmal als kleinen Zusatz.

Wie auf dem Bild ersichtlich, rechts und links neben der Gaube wären die 6 Module welche optional dazukommen können.

Das ganze ist ein Doppelhaus mit jeweils 130 qm, Wärmepumpe und später auch zwei Wallboxen. Elektrik ist komplett neu, die Verteilung muss noch komplett neu aufgesetzt werden.

Es ist mit Aufwand und geringerem Nutzen verbunden, zwei WR hintereinander zu schalten.

Es werden zusätzlich Verkabelung, Sicherungen, Platz benötigt.

Aufwendig, überflüssig - wenn es keinen Grund für 2 WR gibt.

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Den geringeren Nutzen sehe ich anders. Was ist der Mehraufwand bei einem zusätzlichen AC-WR? Drei Sicherungen und ein paar Meter Kabel?

Ich habe mich auch mit dem HIT noch nicht genauer beschäftigt was Stringparameter und Belegungsmöglichkeitenangeht. Evtl ist er ja genau die Allzweckwaffe für dieses Dach?

Gründe für meine Empfehlung

1. Ich kenne die Schattenperformance der Hit-WR nicht. Ein Fronius Symo als Beispiel, kann das gut. Oder eben die ModulWR

2.in diesem Anwendungsfall ist der Grundverbrauch in der schlechten Zeit wohl recht hoch (WP). Ob das vom HauptWR erzeugt wird oder vom zweiten(mehreren) bringt keine Verluste, so lange nichts von AC eingespeichert wird.

3.im Sommer müsste der DC Anteil des HauptWR reichen um den Akku zu laden. Der Teil des/der Ac-WR kann verbraucht oder eingespeist werden.

4.Frühling/Herbst müsste man dann sehen was wohin geht. Das wären dann beim Einspeichern ein paar Prozent Verluste.

5.wenn einer der WR ausfällt kommt trotzdem noch Strom vom Dach, evtl ein paar Anschlüsse ändern und du musst nicht alles an Strom kaufen bis der WR repariert/getauscht ist.

Alles nur meine Meinung.

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