Es liegt einfach an: Vielfältigen.
Zum Einen muss man erkennen, dass der typische Käufer bei E-Auto eben ein Neuwagenkäufer ist. Ca. 68% der E-Autos sind Neuwagen, 32% Gebrauchtwagen. Der Neuwagenkäufer kauft Autos für durchschnittlich 44 000€.
Und der durchschnittliche Fahrer fährt 12 300km im Jahr.
Das durchschnittliche Alter der Autos beträgt 11 Jahre.
Gebrauchtwagenkäufer kaufen (ca.) 25% unter 10 000€, 50% 10 000-25 000€; 25% über 25 000€
Neuwagenkäufer kaufen (ca.) 10% unter 20 000€; 55% 20-40 000€ und 35% ab 40 000€.
Gebrauchtwagen machen 85% aus und Neuwagen 15%.
Wenn also 15% aller Wagen Neuwagen sind, und ca. 90% sind teurer als 20 000€; bei 85% Gebrauchtwagen sind 75% bei unter 25 000€:
Die Leute BRAUCHEN günstige Wagen, aber sie BEKOMMEN keine günstigen Kleinwagen und erst recht keine günstigen E-Kleinwagen. Dazu kommen die extrem hohen Auflagen und Gesetze der EU, mit immer neuen Einschränkungen (dieses Jahr Kameras im Innenraum, demnächst soll eine automatische Temporeduktion während der Fahrt kommen!) UND STRAFZÖLLE auf die günstigen, billigsten E-Klitschen und Kei-Cars.
Tja und: Wo soll man die laden? Wer kein Eigenheim hat muss wieder eine Ladesäule finden, da kostet der Strom wieder mehr. Da gibt es zwar viele Ladesäulen mit viel Leistung, aber eben einfach nur popelige Steckdosen... Fehlanzeige. Also können sich das eher Eigenheimbesitzer kaufen. Und die meisten Eigenheimbesitzer haben genügend Geld übrig, um sich größere Autos zu kaufen. Werden aber nur teurere E-Autos verkauft, sind die gebraucht unattraktiv, selbst mit hohem Wertverlust kaufen die meisten Leute schlichtweg günstige Verbrenner. Und ich glaube nicht, weil die das wollen, sondern weil sie das MÜSSEN. Die haben schlichtweg kein Geld für ein teures E-Auto.
Zum Schluss kommt noch die allgemeine Einstellung gegenüber Autos, die eher weniger als Mittel-zum-Zweck Konsumgut deklariert werden, sondern für "unabhängigkeit, Freiheit, Möglichkeiten und Selbstverwirklichung" propagiert werden. Status durch Autos. Plemplem, aber ein psychologischer Trick.
Wenn nur mehr Leute das fahren würden, was sie BRAUCHEN, dann gäbs evtl. andere Fahrzeuge und mehr kleinere, eben als Mittel-zum-Zweck.