Beim Heizen stellen sich manche noch einen Entfeuchter in die feuchten Räume um das nicht rauslüften zu müssen. (Der Entfeuchter nutzt die Kondensationsenergie mit und hat noch Verlustleistung. Er kann beim Heizen bestimmt mindestens mit 150-300W helfen, je nach dem wieviel das Gerät selber an Strom zieht und in Wärme umwandelt und wieviel Menschen/Geräte Wasserdampf erzeugen)
(Morgens und abends lüften, oder KWL ist trotzdem zu empfehlen. Allein da auch natürliche Baustoffe ausdünsten könnten und die industriellen meißt noch mehr.)
Ein Kreuzstromwärmetauscher z.B. ist sehr, sehr viel besser als "diese Be/Entlüfter, die alle halbe Stunde die Richtung drehen"!
Für Allergiker, z.B., ist alles was noch zusätzlich filtert, ein Segen.
@jensdecker ja, die Studie ist mir auch eher als “wir nehmen auf, was durchschnittliche Bewohner/Mieter” so machen aufgefallen und jetzt kein wirklicher Versuchsaufbau. Angaben der Industrie vertraue ich aber noch weniger, ich vermute einfach bei beiden Linien einen deutlichen Bias.
Daher rein wirtschaftlich betrachtet:
Kosten einfache Lüftung: 5000 Euro, Reinvestition von 2500 nach 10 Jahre, Jährlicher Aufwand ca 100 Euro: jährliche Investitionskosten bei 7% Zins/aka Opportunitätskosten: 450 Euro die ersten 10 Jahre
Kosten mit WRG: 10.000 Euro, Reinvestition ca 5000 Euro nach 10 Jahren, Jährlicher Aufwand ca -200 bis +200 Euro. Jährliche Kosten ca 700 Euro für die ersten 10 Jahre. Das nur rein wirtschatlich betrachtet (sehr vereinfacht) - ein Luxus ist es bestimmt schon. Die Frage ist, ob der Luxus in einem Haus mit vielen Naturmaterialien so viel mehr Luxus bringt, dass das einem das wert ist. Die ganzen Ausdünstungen von “modernen Neubauten” kenne ich, das ist echt teils wirklich übel ohne Lüftungsanlage Was mich vermutlich sehr nerven würde, ist, dass ich mich um die Technik 1-2mal im Jahr kümmern muss und das auch noch bezahlen haha (da wären wir beim Thema individueller Geschmack/Prioritäten).
Ja, ich plane viel mit Naturmaterialien. Regional ist die Tradition einfach eher Holz statt Lehm, es gibt auch ausser Steico und Naturheld aktuell keinerlei wirkliche Anbieter von solchen Produkten; maximal der Bauer nebenan kann etwas Rohmaterial geben. Lehm werde ich einfach schauen, was beim Aushub rauskommt, ob das nutzbar ist. Lehm, Stroh und Hanf fertige Produkte gibt es garnicht offiziell käuflich.
Dann ist das definitiv nichts für Dich. Um Filterwechsel kommst Du zumindest bei ner zentralen Anlage (keine Erfahrung mit dezentralen Teilen) nicht herum. Bei Splitklima mußt Du auch regelmäßig die Filter der Innengeräte auspusten/abwaschen.
Hier der Vollständigkeit halber trotzdem noch der Link zu meiner Auswertung/Anlage:
super, danke für die Auswertung. Spannend und sexy neben der Splitklima fand ich ohnehin Wärmepumpe mit Wandheizung in Lehmverkleidung/Lehmwand. Das ist relativ günstig, im Nachhinein halbwegs installierbar. Nachteil weiterhin Kosten und Platzbedarf in solch beschränkten Verhältnissen für WP, Pufferspeicher etc. und vmtl braucht man externe Hilfe.
@Marl84 darauf mag ich jetzt nicht wirklich antworten, da ich kein Chemiker oder Biologe bin und mir das zu weit vom Thema abschweift. Ich bitte dich einfach mal selbst für dich zu beobachten, wie du dich in Unterkünften mit natürlichen Materialien fühlst vs. eher Industriematerialien; insb. wenn man die Lüftung mangelhaft ist. Hier beim Umweltbundesamt findest du eine Liste mit einigen Materialien und deren Ursprung.
Wärmepumpen machen hier ja auch einige in DIY und Wandheizung mit Lehmputz ist bei den Leuten recht gängig, die Fachwerkhäuser mit ihren eigenen Händen sanieren. Wird man ab ner gewissen qm Zahl aber zumindest ne Lehmputzpumpe brauchen und mit umgehen können müssen oder den Putz halt machen lassen. Im Passivhaus oder nahe dran ist es halt immer ne Frage, wieviel Aufwand man für die wenige verbleibende Wärme treiben will. Und bei Dir kommt noch dazu, daß das Haus nicht durchgehend bewohnt wird, wenn ich Dich richtig verstanden habe? Oder nur jetzt, aber später als Alterswohnsitz dann doch?