Hi! Ich bin neu hier und leider ohne Ahnung.
Hab viele Videos geschaut und gelesen und hab jetzt dadurch noch weniger Durchblick als davor. Also Frage ich lieber...
Wir haben ein 79er Weber Fertighaus mit Ölheizung und keine moderne Dämmung.
Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut aber es hat ein paar Jahre alte Zwischenspardämmung und eine Isover Dampfsperre aber keine Heizkörper oder andere Heizung.
Ich benutze das Dachgeschoss als Werkstatt und Bastelraum. Im Sommer ist es teilweise 30°C warm und im Winter so um 10°C kalt.
Ich halte mich nur sporadisch da auf und somit ist eine durchgängige Kühlung und vor allen durchgängige Heizung nicht nötig oder erwünscht.
Ich habe mich gefragt ob eine split klíma Gerät in der Lage wäre vor allem im Winter die Lufttemperatur von 10 auf 18-19°C zu heben wenn ich es 1-2-3 Stunden bevor der geplante Bastelszeit es einschalte.
Der Dachraum hat ca. 80 m2 Fläche mit 3.5 m hohe Spitze.
Es ist mir klar, dass alle Gegenstände im Raum in diese Zeit nicht wärmer werden und somit die Temperatur sehr schnell wieder abkühlt wenn das Gerät aus ist.
Es geht mir lediglich darum, nicht jedes mal den Hintern abzufrieren in der kalten Luft.
Ist ein Split Klimagerät für so ein Zweck brauchbar? Wie dimensioniere ich es für diese sporadische Wärme-boost Zweck? Eher eine “fette” Anlage mit hohe Leistung oder reicht es was kleineres? Ich gehe davon aus, dass ich mindestens zwei Innengeräte brauchen werde weil das Treppenhaus den Raum in der Längsachse halb halbiert. (Also die Hälfte ist durch die Treppenwand halbiert.)
Ich wäre für Eure Anregungen und Ideen sehr dankbar.
80m² ist recht viel, die du doch vermutlich auch garnicht nutzt. Da würde ich den Bereich, der genutzt wird, abtrennen. Da reicht schon sein Stoff-Vorhang oder Plastik-Folie.
Wenn du es abtrennst, wirst du mit einer kleinen 3,5kW Split-Klima recht wahrscheinlich hinkommen.
Ein Teil (vor allem entlang der beiden Kniestock Bereiche) wird natürlich als storage benutzt. Aber ich nutze tatsächlich beide Hälfte. In eine Hälfte mache ich die “grobe” Sachen (hauptsächlich Holzbearbeitung wo mehr Staub abfällt) und in der anderen Hälfte die Feinarbeit. (3D Druck, Elektronik, Arbeit an Auto-teilen).
Deswegen habe ich an zwei Innengeräte gedacht um die zwei Hälften separat aufwärmen zu können.
Der Vorhang ist eine gute Idee und es ließe sich auch Recht gut realisieren. Danke.
Viel Dank für die Links. Die sind sogar günstiger als ich gedacht habe.
Kann man die Innenteile auf Holz Querbalken installieren? Oder gibt es irgendwelche Einschränkungen wo man diese aufhängt? (Die Stirnflächen sind “wertvolle” flache stellen wo ich meine Regale habe und durch ihre Entfernung müsste man auch sehr viel Rohrleitung installieren. In der Mitte verlaufen zwei dicke Querbalken die auch in die jeweils gewünschte Richtung zeigen. )
Wenn du ein Brett drunterbaust, was etwas größer als Innengerät ist, sollte das funktionieren. Allerdings musst du gut darüber nachdenken, wie du den Strang so weggeführt bekommst, dass du überall Gefälle hast, weil das Kondensat ja möglichst ohne Pumpe abgeleitet werden muss. Gilt aber nur im Sommer beim Kühlen.
In deinem Fall könnte es auch reichen, den Kondensatschlauch separat zu führen und im Raum in einen Eimer Enden zu lassen. An feuchten Tagen musst du mit durchaus 1 l Kondensat pro Stunde rechnen.
Wenn die Zeit nicht drängt und sich die Stunden pro Winter in Grenzen halten, kannst du ja das kommende Halbjahr zum Experimentieren mit Retro-Heizlüftern nutzen. Ich würde zuerst ein Energiekosten-Messgerät kaufen und schauen, wie der Raum genutzt wird und was das elektrische heizen kostet. Entsprechend dann ausrechnen, was sich wirklich lohnt. Du verteilst dort ja hohe Anschaffungskosten auf wenige Betriebsstunden.
Wenn die zwei Bereiche getrennt sind, kann ich mir vorstellen, dass der Bereich fürs Grobe nicht nennenswert geheizt werden muss, da kommt die Wärme “von innen”.
Den anderen Bereich dann mit einen Heizlüfter mit Thermostat nutzbar machen.
Bei beiden Bereichen können auch Heizstrahler/ Infrarotheizer die gefühlte Teperatur nennenswert anheben ohne das Budget zu überlasten.
Spontaner Gedanke ohne Hintergrundwissen:
Wenn es ein Gerät mit mehreren Innengeräten wird und der Grundriss passt, wäre es eine Überlegung wert, auch in den Wohnbereich ein Gerät zu hängen. Das kann in der Übergangszeit dann die Heizsaison des Ölers verkürzen und die Anschaffungskosten verteilen sich auf mehr Betriebsstunden. Evtl. ist das Vorhaben dann sogar als Wärmepumpe förderfähig.
Ich habe 2x 2k Watt Heizlüfter oben seit ein paar Jahren aber so richtig angenehm machen sie die Bude nicht. Ich glaube da fehlt einfach der Lüfter Durchsatz. Ich muss eine immer auf mich richten um nicht so toll zu frieren. In den “Groben Bereich” mache ich mein Möbel aber das bedarf auch sehr oft weniger schweißtreibende arbeiten (handfräsen, dübeln, zusammenkleben) und mit kalten Fingern ist das echt eine Herausforderung.
Ich habe auch nicht so viel Vertrauen in diese Geräte um diese 1-2 Stunden unbeabsichtigt zu lassen. Ich denke ein Klimagerät von einen namhaften Hersteller darf man da eher vertrauen.
Das zweite ist das Kühlen im Sommer was eine angenehme Zusatzfunktion wäre.
Es soll tatsächlich auch eine Art Experiment werden um Erfahrungen zu sammeln. Eventuell würde ich dann weitere Geräte für die restliche Räume dann überlegen. Wobei ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden mit unseren “alten” Buderus Heizung. Hab überall selbst gedruckte Kamin-Ventillatoren mit 80er Silent Lüfter unter der Heizkörper verteilt und das funktioniert gut. Wir sind beide sehr empfindlich auf Kälte und daher ist unsere Wohlfühltemperatur eher 23-24°C als 20.
Gepaart mit ein mäßig gedämmten Fertighaus wird das für eine Wärmepumpe schon kritisch mit Wirtschaftlichkeit.
Das mit dem ungedämmt = keine Wärmepumpe ist ein alter Trugschluss.
Der Heizbedarf deines Hauses bleibt ja gleich - Stellt sich eher die Frage - wie alt ist deine Buderus?
Wenn die noch die originale aus 79 ist, bist Du bei max. 70% Wirkungsgrad - da kannst Du dann für jeden Liter Öl 7kWh Heizleistung ansetzen. Bei Klimasplits mit einem SCOP von 5, kannst Du dann jeden Liter Öl gegen 7/5= 1,4kWh Strom ersetzen…. Der Faktor bleibt gleich egal wie viel Du verbrauchst. Ja, bei strengem Frost wird der SCOP nicht so hoch sein, aber in der Zwischensaison (und die fängt bei dir mit 24° ja früh an) wird er dafür bei 6-7 liegen.
Da Du ja auch schon Ventilatoren an den Radiatoren verbaust - hast Du mal geschaut wie weit Du deine Vorlauftemperatur senken kannst, ohne dass es kalt wird?
Ja, das Problem haben viele Heizlüfter, dass die viel zu wenig Luftdurchsatz haben. Dann hast du die Wärme nur sehr lokal vor dem Heizlüfter. Das ist bei Split-Klima anders, wenn du den Lüfter hier möglichst weit hoch stellst. Dann verteilt es sich gut im ganzen Raum.
Ich würde einfach mal testweise eine 3,5 kW Anlage installieren und Erfahrungen sammeln.
Eine 5kW ATXF könnte man auch nehmen, aber die ist gleich doppelt so teuer und hat noch schlechtere Effizienz, SCOP von 3,7. Wobei es durchaus sein kann, dass die sogar effizienter als eine 3,5kW ist, wenn du sie im unteren Leistungsbereich betreibst. Das IG ist bei der mit 990mm recht lang, also schön viel Wärmetauscherfläche.
Holzwerkstatt: Im Winter komme ich sehr gut klar bis etwa 14 Grad. Wenn man steht und sich etwas bewegt, geht das für 2-3 Stunden. Aber das ist jeder anders. Wenn du die in eine Holzwerkstatt hängst, würde ich unbedingt einen Zusatzfilter oben aus Gerät setzen, der den Holzstaub rausfiltert. Sowas hier:
Ich wusste, ich bin hier richtig.
Danke für den Tipp mit der Filter, das wird auf jeden Fall nötig.
Ich mache halt meine Möbel aus Dekorplatten und daher habe ich vergleichsweise wenig Arbeit mit viel und wärmende Bewegung. Kanten kleben, abfräsen, sauber machen… alles eher filigrane Arbeit und dann noch mein “erhöhte Wärmebedarf” von am liebsten 24°C…
Wie ist es eigentlich mit der Verlegung von Klimaleitungen? Kann ich das selber machen?
(Ich würde das Installieren und natürlich das Befüllen machen lassen aber die Leitungsverlegung wäre etwas was ich mich auch zutraue.)
Der Buderus ist von 97. Hab ein Raspi dran zum Auswertung und Daten Sammlung. Ich konnte bis 65°C runter. Darunter war es dann in der kältesten Tagen dann doch zu kalt für die zwei Frostbeulen. Steuerung (Verschiebung der Heizkurve für die weniger kalte Tage) mit Raspi ist aber nicht wirklich möglich daher ist es jetzt auf 65 eingestellt.
Ich hatte als die ganze Debatte losging natürlich auch erstmal Panik und hab auch Förderantrag gestellt. Hab aber dann die Notbremse gezogen als die Preise explodierten. Was auch allein schon durch die 4-5 Jahre Weiterentwicklung des Wärmepumpe Technik seither als richtige Entscheidung herausgestellt hat. Irgendwann muss der Ölkessel weg aber ich warte und beobachte noch. Noch ist Öl zum Glück nicht unbezahlbar.
Leitungen darfst du selber verlegen, Know-How dazu gibts hier im Forum. Anschließen der Leitungen, Drucktest, evakuieren, und Kälte-Ventile aufdrehen macht dann der Klimamensch. Sind für ihn etwa 2 Stunden Arbeit pro Gerät.
Deutlich zu hoch für eine Wärmepumpe. Auf 50 Grad sollte man mindestens runter bei NAT, aber auch da hat man keine berauschende JAZ. Die liegt dann vielleicht bei 3,0.
Ja, das habe ich auch nach meiner Recherchen gedacht. Interessant ist was manche Heizungsmonteure einem dennoch erzählen…
Wir haben auch eine Gasleitung legen lassen aber kurz bevor wir die Planung auf Gas Umstellung machen konnten fing das ganze Chaos mit der Sanktionen an. Unsere Stadtteil hat auch ziemliche Probleme mit der Stromversorgung (unterdimensionierte Trafo an der Zuleitung). Nachbarn haben bei ihren Neubau vor 5 Jahren Pellet genommen. Damals war es günstig… jetzt nicht mehr. Also alles ziemlich kompliziert und trotz der leichte Preissteigerung fahren wir mit Öl noch an besten. Crazy times.
Daikin macht zwar tolle Klimaanlagen aber ihre Webseite ist nicht wirklich informativ.
Ich blicke überhaupt nicht durch wie die Typenbezeichnungen (z.B. xAMXF50A und ATXF35G) mit der Fantasie Namen wie Perfera oder Comfora zusammenhängen. Ziemlich schwer eine Überblick über die Geräte zu bekommen.
Unser Haus hat 3 Etagen (Unter-, Ober-, Dachgeschoss). Das Untergeschoss liegt halb im Hang und hat gemauerte Wände was auch im Sommer eine angenehme Klima beschert. Nur zwei Räume werden aktiv benutzt was die Heizbedarf klein Hält.
Der Obergeschoss besteht aus Fertigbauwände mit nur wenig Dämmung. Hier wird im Sommer schon recht Warm und hier is auch eine Terrasse wo ich das AG für den Dach aufstellen würde. Über den Dachgeschoss habe ich schon geschrieben.
Heute Nacht habe ich überlegt ob es nicht sinnvoll wäre eine dritte Inneneinheit zu installieren für den Obergeschoss wenn man schon die Arbeit mit der Dachbereich macht. Die Frage war, was macht mehr Sinn: diese als dritte Gerät an den Dach-Außengerät dranzuhängen oder eher eine Eigene AG dafür zu nehmen? Kühltechnisch würde diese Innengerät öfter laufen als die auf dem Dach. Heiztechnisch eher umgekehrt. Im Bezug auf die Komfortfunktionen müsste dieses Innengerät mehr bieten als die auf dem Dach. Deswegen wollte ich schauen wie man die Geräte kombinieren kann… bin aber nicht schlauer geworden.
Bei Daikin ist es wirklich sehr kompliziert mit den ganze Produkten. Wichtig hier: Du musst die Märkte auseinanderhalten. Die ATXF oder AMXF deutet auf Geräte hin, die nur in Südeuropa gehandelt werden, da brauchst du den “catalogo siesta daikin”. In Deutschland heißen die z.B. FTXM/RXM.
Genau das meinte ich oben eigentlich. Meinen Hirnfurz mit der Förderung bei Mischinstallation darfst du getrost vergessen.
Wenn du dem AG im DG noch ein weiteres Innengerät im Wohnbereich spendierst, kannst du das AG in der Übergangszeit mit tollem COP zur Heizungsunterstützung nutzen, evtl sogar die Heizsaison verkürzen. Wenn unsere Regierung tatsächlich den Strompreis um 5ct drückt, wärst du bei 25ct/4=6,2 ct/kwh. Wenn es Kalt wird übernimmt der Öler alleine.
Was bei der Konstellation zu beachten wäre, dass es nicht möglich ist unter dem Dach zu kühlen und im Wohnraum zu heizen. Das muss Zeitlich versetzt erfolgen.
Ich war so auf das Dachgeschoss fixiert, dass ich trotz deiner Vorschlag eine Inneneinheit für den Wohnbereich nicht in Betracht zog.
Aber gerade zum Experimentieren wäre diese sogar viel sinnvoller. Aus Zeitmangel bin ich beim Geräte-Kombination-aussuchen noch nicht weiter gekommen. Vielleicht diese Woche.
Ich nehme an, die Kondenswassereröffnung ist logischerweise ganz unten am Gerät. Welche mindest Gefälle muss man bei der Installation einhalten? Bei 2 Geräte wäre der Ablauf kein Problem, bei der dritte bin ich noch am Grübeln.