Split-Klima: Wie gut funktioniert bei Euch die Abtau-Funktion?

Mit der Abtaufunktion bei Dimstal/Midea bin ich sehr zufrieden. So ein Abtauvorgang hat bisher noch nie länger als 6 bis 7 Minuten gedauert.
Hier mal als Beispiel von heute, keine 3 Minuten Dauer und auch das Wiederaufheizen dauert nicht lange in der Übergangszeit.

Hallo zusammen,

Auch wenn die letzten Einträge schon einige Zeit zurück liegen, hatte ich die Hoffnung, dass einer von Euch das hier evtl. liest.

Ich bin stark am überlegen, ob ich in Kombination mit einer PV auf Split Klimaanlage gehe, oder auf IR.

War mir eigentlich schon Recht sicher, das es Klima werden. Jetzt habe ich aber folgende Gedanken \ Bedenken, welche ich gerne abschätzen würde und bin begeistert, von dem was ich hier lesen durfte.

Nur bleiben am Ende noch zwei Fragen offen.

  1. Wie häufig taut das Außengeräte bei Euch durchschnittlich in den Monaten November bis März ab? (Mir ist klar, dass das von Anlage zu Anlage variiert. Würde aber gerne ein Gefühl bekommen und gerne auch zur Antwort das System nennen.)

  2. Die Leistungsverläufe, die ihr aufgezeichnet habt, sind sehr interessant. Leider kann ich aus den Graphen ohne Daten nicht die Effekte durchschnittliche Leistung ablesen. Könnt ihr mir diese ohne großen Aufwand ausrechnen lassen und mit dem Leistungswert im Regelbetrieb nennen?

Ich weiß, das sind freche Wünsche und ich erwarte von niemandem, dass er die Zeit investiert.

Falls den einen oder anderen aber dennoch die Neugier packt, würde ich mich ziemlich freuen und wäre sehr dankbar!

Für eben diejenigen meine Gedanken bzw. meine Situation... Wir sind in ein 60 Jahre altes Haus mit Nachtspeicher Ofen gezogen. Es gibt keine Infrastruktur mit Heizkörper oder ähnlichem. Daher bin ich auf kreative Lösungen angewiesen, welche nicht zig tausende Euros verschlingen, Heizkörper, Heizwasserkreislauf und Heizung zu installieren. Mein Gedanke war, "genial! PV und Wärmepumpe, welche ca 1\4 des Stromes benötigt. Werde ich fast autark..." Die Haken, welche ich sehe sind die Investitionskosten im Vergleich zur iR Heizung, die deutlich niedrigere Lebensdauer von Split Klimaanlage, dass IR 100% wartungs und Reperaturfrei sind, der reduzierte SCOP bei großen Temperaturdifferenzen und jetzt kommt noch der zusätzliche Energiebedarf in den relevanten Monaten durch abtauen on top. Zudem ist die IR ziemlich wahrscheinlich komfortabler durch die Strahlung. Daher würden beide Systeme vermutlich nur als Zuheizung zum Pelletofen dienen, welcher fürs gesamte Haus einfach zu wenig ist und in den Ecken bzw. einzelnen Zimmern zu kalt wird - zwecks Schimmel...

Wenn ihr mich mit euren Erfahrungswerten versorgt, lasse ich Euch gerne an meinen Gedanken und Berechnungen teilhaben

Gerne bin ich für weitere Gedanken und Anregungen offen. Auch falls das schon Mal jemand gedanklich durchgespielt hat.

Vielen Dank an die Neugierigen im voraus!

@weissauchnicht

Und wieder einer der glaubt IR wäre auch nur im Ansatz so sparsam wie eine Split Klima beim heizen {green}:razz: Probiere doch bitte aus und Berichte

Abtauen geht erst unterhalb von 2-3 Grad los. Und dann hängt es stark von der Luftfeuchte ab. Wenn es richtig kalt wird, auch wieder weniger, weil da die Luft meist recht trocken ist. Es gibt Zeiten, da taut die Anlage alle 45min ab und dann wieder Zeiten, wo die nur alle 2-4 Stunden mal abtaut. Das Abtauen selber dauert so etwa 5-10 Minuten.

Verstehe ich nicht, was dich da interessiert. Ich weiß auch nicht, auf welchen Graphen du dich beziehst. Ich denke, es geht dir um die Leistung beim Abtauen. Bei meiner Anlage geht die von 500 schrittweise auf 1000 Watt hoch. Nach dem Abtauen wird noch trocken geblasen und dann gehts wieder los. Ich würde einfach mal mit 5min und durchschnittlich 750 Watt bei einer 2,5kW Anlage ausgehen.

Das sind genau die Bedingungen, unter denen ein Split-Klimaanlage optimal zum Einsatz kommen kann. Das ist die einzig bezahlbare Lösung, die gleichzeitig die Effizienz einer Wärmepumpe bietet.

Wenn Du Dir noch unschlüssig bist, dann nutze doch einfach einen weiteren Vorteil der Split-Klimaanlage: Du kannst Raum für Raum entscheiden, welche Heizung Du möchtest. Installiere Dir 1 oder 2 Split-Klimas, und nutze in den anderen Räumen erst mal die IR-Panels. Wenn Du dann einen Winter lang die Verbrauchsdaten erfasst, werden im kommenden Winter ganz bestimmt mehr Split-Klimas an den Wänden hängen. Wollen wir wetten...?

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So, sorry!

Dienstreisen und Kinder haben es mir nicht ermöglicht, zeitnah zu antworten.

@zx6r nein, ich denke nicht, dass IR sparsamer sind.

Würde nur gerne ein Gefühl für einen realistischen COP inklusive Abtauvorgängen über die Wintermonate bekommen.

Die COP werden meines Verständnisses zufolge bei standardisierten Bedingungen vermessen.

Welcher Hersteller nimmt den dann bitte nicht Luftfeuchtigkeiten an, zu welchen es keine Vereisung gibt?

Die Split wird immer noch sparsamer sein. Aber wie viel würde mich interessieren.

Insbesondere da IR eine 2 - 2,5x längere Lebensdauer haben.

Würde somit gerne die Gesamtkosten bzw. Alle Rahmenbedingungen betrachten und nicht nur den Verbrauch.

@win

Danke! Das ist ziemlich genau das, wonach ich gesucht habe.

Dass das Vereisen von der Luftfeuchtigkeit und Temperatur abhängig ist, ist klar.

Deinen Schilderungen würde ich entnehmen, dass ich mit einer sehr konservativen Schätzung annehmen kann, dass der Enteisungsvorgang zwischen 10% und 15% der Gesamtenergie benötigt. Realistisch ist vermutlich under 10%.

Das bedeutet, bei einem COP von 2,5 bei sehr großerln Temperaturunterschieden liegen die Einbußen des COP max. bei guten 0,3.

Bei einem COP von 3,5 liegen die max. Einbußen bei rund 0,45.

(Alles worst Case Szenarien...)

Annahme: Über die 5 Monate November bis März je Stunde 5min mit 750W, wobei diese 100% zum enteisen dienen, was vermutlich auch sehr konservativ geschätzt ist. Dann komme ich aus 12,5% der aufgenommen Energie. Mit der Annahme von 15% der gesamten Energie hatte ich für den COP noch konservativer gerechnet.

Damit ist mir bereits sehr geholfen und bestätigt den Verdacht, dass es sich im worst Case zwar merklich auf die Systemperformance auswirken kann, aber vermutlich hinsichtlich der Gesamtkosten Rechnung keinen großen Einfluss hat.

Das wollte ich zumindest einmal überschlagsmäßig hinterfragen.

@alexx gehst Du wetten ein, bei welchen Du im Vorfeld fest davon ausgehst, dies zu verlieren? :slight_smile:

Wenn noch jemanden anderes seine Enteisungsvorgang mit mir teilen will, bzw. dem win seine Beobachtungen damit bestätigen möchte, würde es mich durchaus interessieren.

Insbesondere auf welche Split die Werte bezogen sind.

(Noch einmal die Werte zusammen gefasst: Leistungsaufnahme im Regelbetrieb, durchschnittliche Leistungsaufnahme während der Enteisung, Dauer der Enteisung und Schätzung oder Messung der Anzahl der Enteisungen über die kalten Monate)

Wollt ihr auch eure Erfahrungen mit mir teilen, wie lange eure Split Anlagen schon laufen und wie oft ihr sie warten habt lassen?

Danke nochmals

Ja, so in dem Bereich wird es liegen. Und wenn du dir mal genauer die Temperaturen in deiner Umgebung anschaust, hast du vielleicht viele Tage, die über 3 Grad liegen. Bei uns ist das so. Da braucht es dann bei mäßiger Leistung der Anlage gar keine Abtauzyklen mehr. Beispiel: Gestern waren es bei uns 2,7 Grad in der Nacht. Die Anlage lief mit 200 Watt durch und hielt das Wohnzimmer auf den gewünschten 19 Grad. Auch nach 8 Stunden noch keine Vereisung am Außengerät. Bei dieser Temperatur hat die Anlage mit einem SCOP von 4,7 immer noch einen COP von etwa 5. Allerdings klappt das so effizient nur, wenn der Innenlüfter auf Max steht.

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Hallo.

Ich bin am überlegen ob ich nicht an der Daikin Single Split Siesta Essence 2,5KW an der Außeneinheit mal einen Temperatursensor anbringe um dann damit die Werte auf meiner Wetterstation mit zu tracken. Um so zu erkennen wann die Außeneinheit abtaut.

Wo könnte man den Sensor am besten anbringen?

Kannst du am Innengerät anbringen. Kältekreislauf wird ja umgedreht, insofern wird der Wärmetauscher am IG ordentlich kalt. Ebenso die Kälteleitungen. Im einfachsten Fall loggst du die Auswurftemperatur der Luft. Dieser Wert macht eh Sinn für die Effizienzoptimierung.

Hallo

Die Auswurftemperatur loge ich bereits durch einen solchen Sensor. Ich dachte es wäre evtl. interessant wie weit der Wärmetauscher außen erwärmt wird beim Abtauen?

Wo, wenn innen, würde man da den Sensor anbringen? Ich dachte mir halt das man ja evtl. außen besser ran kommt.

Kommt drauf an, was du wirklich wissen willst. Der Wärmetauscher am AG wird wenig spannend sein. Der taut so lange ab, bis im unteren Bereich ein paar Grad über Null gemessen werden. Weiter oben wird er noch etwas wärmer sein, weil das Gerät immer von oben nach unten abtaut, wenn also oben schon alles geschmolzen ist, ist unten noch Eis.

Wenn du eh schon einen Sensor für die augeworfene Luft hast, sehe ich keinen Sinn darin, einen weiteren zu verbauen. Du willst ja nur sehen, wann und wie lange ein Auftauzyklus ist. Oder gehts um was anderes?

Moin.

Na ich fände die Temperaturen die da beim Abtauen gefahren interessant.

Hallo.

Ich habe jetzt mal einen zusätzlichen Sensor installiert.

Allerdings nicht am Außengerät sondern innen unter der Isolierung an der 1/4" Kälteleitung, da am AG mir erst mal zu aufwendig war und ich die Anbindung am IG eh noch nicht isoliert hatte.

Die 1/4" Leitung müsste doch beim Abtauvorgang die kältere Leitung sein oder?

sah so aus:

Kam natürlich danach noch Isolierung drauf.

Heute hatten wir so +1,5C° bis -0,5C° Außen

Anlage lief von 10:30Uhr bis 17:30Uhr über Timer mit Bedarfssteuerung 60% + EcoNo, Lüfter 4v5.

Abends dann per Fernbedienung mit EcoNo, Lüfter 4v5.

Zu sehen auf dem folgenden Scrennshot:

Oben - Sensor Kältemittelleitung

Mitte - Ausblass Temperatur

Unten - Raumtemperatur

Beim Abtauen geht die Temperatur bis auf etwa -14C° zurück.

Keine Ahnung ob das normal ist.

Abtauvorgang dauert etwa 10 Minunten

Durchaus denkbar, man will ja möglichst viel Energie in kurzer Zeit und das Innengerät hat nur recht wenig Wärmekapazität als Gegengewicht. Die Flüssigleitung ist eigentlich hier auch keine Flüssigleitung, weil das Expansionsventil im AG sitzt. Durch die Leitung ist also schon Teil der Verdampfung und kühlt damit deutlich stärker runter.

Die 10 Minuten Auftauphase heißt übrigens nicht nur, dass man eine Heizpause hat. Es wird dem Raum auch zusätzlich noch Wärme entzogen.

Heute, ähnliche Wetterlage wie gestern.

Aber heute anders, Anlage läuft nicht wie gestern abend per Fernbedienung sondern per Timer, Bedarfssteuerung 70%, 20,5C°, mit Lüfter 4v5, EcoNo.

Was anders ist:

Temperatur beim Abtauen nur ca. -8C°, und Stromverbrauch komplett anders.

Das beim Stromverbrauch scheinbar keine Pause davor zu sehen ist sondern nur danach verwundert?

Die schaltet doch von heizen (Kompressor läuft) sofort auf kühlen (Kompressor läuft). Und erst nach dem Abtauen wird der Kompressor für vielleicht 2 Minuten ausgeschaltet und der Außenventilator macht ordentlich Wind, damit der Wärmetauscher getrocknet wird. Da zieht die Anlage dann nur noch um 30-50 Watt. Dann läuft der Kompressor wieder an und die Anlage heizt.

Wie tief es mit der Temperatur an der Flüssigleitung geht, hängt davon ab, welche Wärmemenge der Wärmetauscher außen fürs Abtauen benötigt. Je länger der Abtauprozess dauert, um so tiefer rutscht die Temperatur am IG.

Heute hat meine 3er Multisplit das erste Mal abgetaut - krass wie da das Wasser rausläuft. Verbrauch war ca. 600W. Hab mal ein kurzes Video hinzugefügt

Was ich mich gestern gefragt habe: Man stelle sich vor, die Anlage ist völlig vereist und kurz vor dem Abtauen. Jetzt schaltet man sie aus. Was passiert dann, wenn man sie wieder einschaltet? Ob die das Abtauen dann zügig erledigt oder erst eine Stunde mit dem total vereisten Außengerät ineffizient weiter läuft?

Derzeit ist das Wetter bei uns feucht und bei 0-2 Grad. Tagsüber, wenn auch noch die Sonne etwas scheint, braucht die Anlage im Süden keine Abtauzyklen. Sehr gut. Die Anlage im Norden hingegen taut so alle 90-120min einmal ab. Dauert ca. 7-9 min.

Wenn der entsprechende Algorithmus in der Steuerelektronik "schlau" gemacht ist, dann startet die Anlage nach dem Wiedereinschalten erst mal mit dem Heizbetrieb und überwacht den Temperaturunterschied zwischen dem Verdampfer (der hat an der Seite üblicherweise einen Temperatursensor) und der Außentemperatur. Kühlt der Verdampfer weit unter Außentemperatur ab, dann wird Eis dran sein, und es wird ein Abtauzyklus gefahren.

Rein "nach Historie" abzutauen (in dem Sinne: "Beim Ausschalten war ich kurz vorm Abtauen, das hole ich jetzt mal eben nach") wäre weniger schlau, denn zwischenzeitlich könnte das Eis ja durch Umwelteinflüsse (z.B. Sonneneinstrahlung oder 2 Grad warmer Schlagregen) weggetaut sein.

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Meine ATXD35A ARXD35A aus Italien taut heute sehr oft ab. Außentemperatur knapp unter 0°C, max. -3°C.

Der Abtauvorgang dauert ca. 13 Minuten lang, was ich als lang empfinde.

Ist die Anlage fertig mit Abtauen, dann startet sie und läuft mit fast 1kW und es kommt bereits nach weiteren 30min der nächste Abtauvorgang.

Insgesamt tut sich die Anlage sehr schwer, die 22m² ordentlich warm zu halten bei ~20°C Innentemperatur.

Ich werde das die kommenden Tage weiter testen aber so wie mir das aussieht, ist da mein 4kW-Holzofen einfach haushoch überlegen und billiger.