Das kann ich nicht beurteilen, weil mir die Messwerte fehlen. Hier ist ja vieles häufig subjektiv geprägt.
Ich schließe nicht aus, dass eine 3MXM40-Anlage mit 3x 2 kW-IG weniger Energie verbraucht als drei einzelne 2kWAnlagen - bei ggf. gleicher Kühl oder Heizleistung.
Minimale Modulationsgrenze ist keine subjektive Möglichkeit sondern ein Fakt. Wenn also die minimale Modulationsgrenze bei einem Multisplitgerät höher ist bleibt nur noch takten.
Takten ist Effizienzverlust beim anfahren.
Und dann muss man hoffen, dass beim Takten das Gerät so arbeitet, dass nicht jene Räume, die schon warm sind, während der Anlaufphase mitbeheizt werden, sonst überheizen sie. Und weil die Wärme eben wegmuss, und das Außengerät für 3 Innengeräte daher größer ausfällt, wird auch bei minimaler Frequenz mehr Wärme übertragen werden müssen.
Das Problem bei Klima ist halt das du viele IG brauchst. Für maximale Effizienz braucht es dann auch viele Außengeräte. Muss man halt stellen wollen und können.
Mal davon abgesehen: Durch Türen Heizen geht nicht wirklich. Kühlen nachts bei geschlossener Tür zum schlafen ist auch nix.
Kommst du auf den kleinen Spitzboden? Hier könnte man ein Kanalgerät stellen und dann die Räume oben mittels Luftschläuchen beheizen. Hat ein Arbeitskollege so umgesetzt. Nachteil ist das das nur eine grobe Temperatur Regelung erlaubt. Das unterstützt oben dann alle Räume und vereinfacht auch das Sanierungsproblem mit der Einrohrheizung
Unten würde ich drei IG in WZ, Schlafen und Kind vorsehen. Wenn du das nicht bauen willst würde ich das Gerät im Flur weglassen
Um sich hier von subjektiver Wahrnehmung - wie sie hier im Forum entstehen kann - zu entfernen, habe ich google befragt:
"Technisch ungünstig" bedeutet, dass eine Konstruktion, ein Prozess oder eine Lösung unter technischen Gesichtspunkten Nachteile aufweist, ineffizient ist oder Probleme verursacht.
Also das würde ich so unterschreiben, ähnlich würde ich das auch erklären.
Wir haben es also bei den Split Klima LLWP mit einer Konstruktion, einer Anlage zu tun. Jetzt ist also die Frage, ob eine Multisplit unter technischen Gesichtspunkten Nachteile gegenüber einer Monosplit aufweist.
Vergleichen wir also mal:
Dazu ziehe ich die sehr weit verbreiteten 3,5 kWh Geräte heran.
Starten wir mit der Monosplit 2025er Perfera All Season:
Was sofort auffällt: Da die Aussengeräte mehr oder weniger beinahe identisch sind zwischen 2,5 kW und 3,5 kW (Abmessungen, Gewicht identisch) hat so gesehen die 2,5 kW Anlage einen Vorteil bzgl. Effizienz - kann sie doch im Vergleich auf einen größeren Wärmetauschen zurückgreifen.
Gleichzeitig sinkt die Effizienz für die 3,5 kW Version aber eben nur dann, wenn man auch wirklich die (eh geringe) Mehrleistung zu der die 3,5 kW Anlage fähig ist auch abruft. Man hat also etwas mehr mögliche Maximalleistung für etwas mehr Geld.
Ich denke jedem, der so ein Gerät nutzt, dürfte klar sein: Das kann so nicht stimmen. Die Aussengeräte werden lauter, je mehr Leistung sie erzeugen. Und wenn nun wie bei Multisplit eines dieser Aussengeräte weniger Gesamtleistung bietet - als zwei vergleichbare Monosplit, aber eben dennoch 2 Innengeräte versorgen muss, dann läuft das eben auch tendenziell mit sehr viel höherer Leistung als bei Monosplit. Und ein mit hoher Leistung laufendes Aussengerät übertönt sehr sicher spielend 2 Aussengeräte die mit weniger als der Hälfte der Leistung laufen.
Man sieht auch in den Tabellen von Daikin sehr deutlich: Die Multisplit Aussengeräten haben (natürlich) weder die Maximalleistung, noch die Effizienz von 2 vergleichbaren Monosplit:
So wird für 2x 3,5 kW dann ein 5 kW Aussengerät verwendet anstatt sonst 2x 3,5 kW bei Monosplit.
Also auch bzgl. Belastung für das (einzige) Aussengerät könnte das am Ende schon was ausmachen bzgl. Lebensdauer etc. - weil das dann tendenziell immer mit deutlich höherer Leistung laufen muss, als vergleichbare Monosplit.
Ich hoffe damit “subjektive Prägung” ausgeschlossen zu haben
Ich denke dies liegt auch mit daran, dass hier im Forum versucht wird möglichst verbrauchsoptimiert zu heizen? Sprich jeder Raum mit eigener Temperatur.
In grossen offenen Wohnungen oder Büroflächen kann ich mir den Vorteil schon vorstellen, da hier das Manko der Multis nicht zu Buche schlägt und alle Innengerät gleich groß ausfallen können und zugleich in Betrieb sind.
Ja das tut sie. Meiner Meinung nach aber nicht weil das Prinzip schlecht ist, sondern weil die techn. Umsetzung noch ausbaufähig ist.
Warum kann am Aussengerät kein Absperrventil ungenutzte Kreisläufe komplett von der Versorgung trennen? Aktuell gehen noch bis zu 25% der erzeugten Wärme in abgeschalteten Kreisläufen verloren und sind somit das eigentliche Problem einer Multisplit.
Abschliessend würde ich sagen, Multisplit ja, aber nur dort wo dieser Nachteil nicht zu tragen kommt.
Daikins Multisplit-Geräte haben üblicherweise einen niedrigeren SCOP haben als Single-Split-Geräte.
Also selbst unter Laborbedingungen sind sie schlechter.
Solange Daikin nicht klar erklärt, was an den genormten Tests für die SCOP-Berechnung falsch ist, glaube ich keiner Werbeaussage.
Vor dem Hintergrund müsste Daikin schon sehr sehr gut begründen, warum die Geräte in der Praxis besser sind als im Labor. Denn so einfach, wie Daikin es darstellt, kann es nicht sein.
Keine Ahnung, dafür kenne ich mich zu wenig aus. Vermutlich gibt es technische - mit Sicherheit aber auch finanzielle Gründe das nicht “zu kompliziert” zu gestalten.
Ja, aber eben auch weniger Leistung.
Also am Ende bekommt man:
Weniger Leistung
Weniger Effizienz
Nur 1 Aussengerät anstatt min. 2 oder halt mehr
Die bekannten Nachteile bei der Nutzung (Geräusche in anderen Geräten etc.)
Aber speziell im Fall von 2 fach Multisplit um fast das selbe Geld wie 2 Monosplit.
Im Bezug auf die reine Nutzung - sofern man sich an den etwaigen Nachteilen nicht stört - ist Multisplit natürlich “schöner” - weil man eben nur 1 Aussengerät hat anstatt mehrere.
Wenn das der einzige Grund ist, dann müsste Daikin, um ehrlich zu sein, sagen: "Multiplit ist effizienter als Single-Split, aber nur wenn Sie unseren Produktbeschreibungen nicht trauen, und das Gerät deutlich überdimensionieren (wie genau sagen wir aber nicht)".
So oder so, die Aussagen von Daikin passen nicht zusammen.
Aber das Wichtigste Kriterium hast du weg gelassen. Wie hoch ist die minimale Heizleistung bei der Multisplit gegenüber den Single-Split? Elektrisch und Wärmetechnisch.
Denn wenn das Außengerät nur 1000W Wärme liefern kann, müssen die wohin. Und wenn sich 2 Innengeräte abgeschaltet haben, weil warm genug, dann gehen die 1000W fast gänzlich in einen Raum. Der dann zu warm wird. Und wenn dann einer der Räume wieder abkühlt müssen wieder 1000W irgendwo hin. Usw. usf. Und das kann ineffizient sein. Von den technischen restlichen Daten abgesehen.
Das wäre dann aber wieder eine klassische Fehlplanung.
Im Grunde müssten die Monteure, Planer und Hersteller nur explizit diesen Umstand klar kommunizieren und vom Einzelraumbetrieb abraten. Es sei denn sie können die Anlage so auslegen, dass die Heizlasten gleich verteilt werden können und somit ein Einzelbetrieb die Ausnahme bleibt.
Sind diese bekannt? Wenn ich mal ganz blauäugig rangehe, dann sage ich mal zu Multisplitlaborbedingungen gehört auch ein gewisser Prozentsatz Einzelbetrieb. Am Ende kommt dann ein etwas schlechterer Wert raus, aber real und intelligent genutzt kann der Benutzer durchaus mit Single gleichziehen, oder gar überbieten.
Richtig. Aber du bekommst ja 3 Fernbedienungen mit 3 unterschiedlich einstellbaren Temperaturen und wunderst dich, dass das nicht eingehalten wird. Wie das intern in der Wärmepumpe funktioniert ist mir als Kunde jedoch wurscht. Andernfalls sollen sie nur eine Fernbedienung herausgeben, die gilt dann für alle drei Räume. Für mich ist das nah an einer Täuschung, weil mir als Kunde mit 3 Temperatureinstellungen sugeriert wird, ich könne jeden Raum einzeln einstellen.
Das gilt nicht für alle Multisplit-Anlagen!
Aber ich z.B. bin darauf hereingefallen, und halte mich für technisch versiert genug. Ich habe auch noch die Antwort irgendwo. Man KÖNNTE das so machen, aber der Hersteller WILL das nicht. Es ist nur eine Frage der Software/Einstellung und wird vom Hersteller abgewiesen.
Da fehlt noch einiges an Erkenntnis. Von der Wärmeabnahme des Raumes vermute ich einfach genau das, was an Leistungsbedarf im Bivalentpunkt angegeben ist.
Die Test-Bedingungen werden gerade bei Multisplit deutlich freundlicher sein gegenüber einem normalen Nutzerprofil sein. Da werden im Test immer alle IGs eingeschaltet sein, beide heizen gleichzeitig in einem Raum bei gleicher Innen-Temperatur. Aber natürlich wird die Anlage takten müssen, wenn der Wärmebedarf geringer ist, als Mindestmodulation. Verluste in Räume, die gar nicht beheizt werden sollen, hat man so natürlich auch nicht.
Das verbessert zumindest die Situation für Multisplit enorm, wenn man das Teil einschaltet und 24/7 in allen Räumen durchlaufen lässt über den ganzen Winter. Das kann in gut gedämmten Häusern auch recht effizient sein, ist ja im Grunde das Selbe, wie man LWWP auch betreibt. Klar, etwas Nachtabsenkung kann man auch noch fahren.
Die Regelung läuft unter solchen Bedingungen typisch auch deutlich besser.
Trotzdem bleiben bei Multisplits Nachteile, vor allem der deutlich kleinere Wärmetauscher am AG. Das AG skaliert ja nicht entsprechend mit. Eine 4er Multi hat kein AG, was viermal so groß ist, wie 4 Single-Splits. Oft haben die nahezu identische Größe, damit kann der Wärmetauscher nur entsprechende Leistung entwickeln, wenn er sehr viel kälter gegenüber der Umgebung ist. Das kostet Effizienz.
Was dadurch dann auch nachteilig ist: Die Anlage friert viel früher ein. Unsere Single-Split läuft oft noch bis 1,5 Grad ohne Vereisung durch. Eine Multisplit vereist z.B. oft schon bei 5 Grad Außentemperatur. Dies ist in vielen Klimazonen ganz entscheidend. Bei uns (NAT -8 Grad) würde ich mal schätzen, dass 80% im Winter die Tempratur >1,5 Grad ist, vor allem, wenn man auch in der Nacht nicht heizt, wie wir es machen. Wir haben typisch im Winter nur 2 Wochen, wo die Anlage abtauen muss. Bei einer Multisplit können daraus dann schnell 8 Wochen werden.
Es geht ja noch weiter. Zusätzlich zur geringeren Effizienz und Leistung (je nach Auslegung usw. kann man damit ja leben) stellt sich dann die Frage, was passiert wenn die Geräte älter sind? Sehr wahrscheinlich werden die meisten Anlagen gewechselt, weil sie defekt sind. Jetzt ist das bei einer Monosplit kein Problem, sollte sich die nicht günstig reparieren lasen - tauscht man die eben. Aber bei Multisplit ist das dann doch ein Problem. Soweit ich hier im Forum gelesen habe, sind die Geräte ja untereinander wohl nicht kompatibel. Also auch nicht vom selben Hersteller. Also mal schnell ein “Nachfolgermodell” anschließen wird nicht funktionieren. Also müsste man zwangsläufig reparieren lassen. Was das finanziell ggfs. bedeutet, kann man sich denken. Wenn ein einzelnes Innengerät defekt ist, könnte man ggfs. ja vielleicht noch dieses weglassen und stattdessen eine Mono installieren. Aber wenn das Aussengerät betroffen ist?
Also ganz so unproblematisch ist das denke ich alles nicht.
Dazu kommt dann nat. auch die generelle Abhängigkeit, die sich daraus dann wieder ergibt. Man ist auf Ersatzteile vom Hersteller angewiesen und muss darauf hoffen, dass es dann noch Teile gibt. Die Preise die aufgerufen werden, muss man einfach akzeptieren - kein Wettbewerb… Im schlimmsten Fall könnte es wohl dazu führen, dass man die gesamte Multisplit Anlage auswechseln muss - weil zb. das Aussengerät nicht mehr läuft und nicht mehr erhältlich ist bzw. nicht repariert werden kann.
Bei Monosplit tauscht man im schlimmsten Fall die defekte Anlage komplett, der Rest läuft bis dahin und die defekte Anlage kann schnell auf irgendeine andere gewechselt werden - ohne Abhängigkeit von Lieferzeiten und Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
@win Das kann ich so nicht bestätigen. Bei gleicher Eingangsleistung, tauen bei mir Multi und Single gleichermaßen ab. Der Winter war ja bisher prädestiniert Vergleiche zu ziehen.
Aber ja, dein Einwand ist sicher berechtigt, zumindest bei hoher Leistungsanforderung. Aber da wären wir ja dann wieder bei der Auslegung. Wenn also 3 Single durch Multi ersetzt werden sollen, dann müsste man rein theoretisch ein 3x so starkes Außengerät planen und wäre dann wieder bei gleichem Vereisungsverhalten.
Ich meine wir drehen uns im Kreis und können festhalten, Multi kann effizient, aber, es muss die Anlage sehr gut zur Nutzung passen.
Und noch mal ein Beispiel aus der aktuellen Nutzung.
COP meiner DUO sinkt bei bei jetzt ein paar Plusgraden und dadurch einem taktenden Innengerät stark ab. Zwar sinkt dabei der Stromverbrauch, aber das in Betrieb verbleibende Innengerät wird ineffizient.
Ich könnte jetzt die Tür öffnen und beide Räume synchron beheizen, würde aber 100Watt Mehrverbrauch bedeuten.
Ich kann es so belassen, Verbrauch bleibt gering und COP schwankt zwischen 3 - 6,5
Ich könnte über Nacht die Anlage abschalten, so das beide Geräte wieder länger zusammen aktiv bleiben.
Ich habe mich Heute bei fast 6°C für Variante 1 entschieden und lande mittlerweile bei 270-300Watt und COP nahe 5,4 über die letzten 12h.
Ich meine damit kann ich mehr als zufrieden sein, zumal die Single sich den ganzen Tag auch ihre 400Watt genemigt. Die muss allerdings auch 6°C höher heizen.
Das Verhältnis stimmt in der Regel nie, also 3 Single haben immer eine viel größere Wärmetauscherfläche, als eine 3er Multisplit. Man kann das Außengerät einfach nicht viel größer bauen. Dann kann man es nur kompensieren über deutlich höhere Temperaturdifferenzen des Wärmetauschers oder durch mehr Luftvolumen, was aber auf die Lautstärke geht, die man ja auch nicht will.
Bei gleicher Eingangleistung ist es logisch, da könnte die Multi mit einem etwas größeren Wärmetauscher sogar im Vorteil sein. Aber die Multi muss ja normal deutlich mehr leisten. Sie soll ja z.B. so viel leisten, wie 3 Single-Splits. Dann würde man auch mit 3 facher Eingangsleistung rechnen.
Würde man eine Multi einsetzen, die weit herunter modulieren kann und diese auch dort hauptsächlich betreiben, kann sie sehr effizient sein.
Den letzten Satz unterschreibe ich. Würde allerdings nicht ganz so streng sein und meiner Multi einen möglichen sehr effizienten Betrieb bis zu 3/8 Leistung zugestehen.