Split Klima Projekt für das ganze Haus

auch die alten sind keine ein/aus Thermostate, sondern regeln stufenlos zwischen 0 und 100%. Die fangen an zu rauschen, weil die Raumtemperatur erreicht ist und die Heizleistung gedrosselt wird, so dass die Raumtemperatur gehalten wird.

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Sorry, falscher Begriff: ich meinte die Ventile an den Heizkörpern.

Ganz auf ist bei einer vernünftigen eingestellten Heizung eh der Normalzustand, aber auch dann hat der Heizkörper nicht die Leistung, die die Splitklima Anlage an die Luft abgibt.

Da ich gerade keinen guten Heizkörperrechner finde: Heizkörper berechnen | HORNBACH für einen ersten Überblick.

Ja, durch Nichtheizen spart man immer mehr als durch Heizen. Aber es geht hier ja nicht um die Temperaturabsenkung über längere Zeit, sondern um die Verlängerung der Hysterese. Da will man nicht ständig zwischen +23° und +18° wechseln, sondern so zwischen 22,5° und 21,5°.

Schnell wärmer wird es bei der LLWP nur um Bereich der Luftausströmung, im restlichen Raum wird das durch die Wärmespeicherung der Baumasse und des Mobiliars weggepuffert.

3 kW Heizleistung sind nun mal immer 3 kW Heizleistung, egal ob aus LLWP oder LWWP. Oder aus der Gastherme. Diese Wärmeleistung erwärmt den Raum. Es ist physikalisch unmöglich, dass das bei einer Heizmethode schneller geht als mit einer anderen. Schneller ist das dann allenfalls lokal in einem Bereich des Raums (z.B. in der Raumluft), um den Preis, dass es an lokal anderer Stelle (an den Wand- und Möbeloberflächen) langsamer warm wird. Wenn Du aber beispielsweise mit der LWWP und über Heizkörper heizt und Booster an den Heizkörpern hast, ist die Wärmeverteilung der von der LLWP sehr ähnlich.

Dass man mit LWWP besser durchgängig heizt als mit Nachtabsenkung, hat einen völlig anderen Grund: die hohe Speichermasse des Heizestrichs der FBH. Die spezifische Wärmekapazität des Estrichs liegt bei ca 2000 J/kgK, und die hohe Dichte von ca 2000 kg/m³ sorgt dafür, dass man seeeeeeehr viel Energie zur Erwärmung benötigt, die dann aber auch nach Abschalten vorm Zubettgehen noch seeeeehr lange im Beton bleibt. Beim 30 m² großen Wohnzimmer mit 6 cm Estrichdicke hast Du ca 3.600 kg Estrichbeton liegen, und um diesen von 20° auf 35° zu erwärmen benötigst Du satte 30 kWh Wärmezufuhr. Bei 3 kW Heizleistung also 10 Stunden! Da gehst Du dann schon wieder ins Bett und schaltest wieder aus :slight_smile:

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Aber nur, wenn die Wärmequellen im Raum diese Leistung abgeben können. Was im Keller steht, interessiert nicht. Haben wir denke ich ausreichend dargestellt und finde ich schon ziemlich daneben, das jetzt einfach wegzuwischen … Aber ich muß auch nicht mit jedem diskutieren.

Naja, das kommt eben auf den Heizkörper an. In aller Regel ist Deine Aussage falsch.

Grundsätzlich sind Heizungen früher immer extrem überdimensioniert worden, nicht zuletzt auch durch Gewinnstreben der Heizungsmafia. Schon die nach Norm zu erfolgende Heizlastberechnung ergibt typischerweise mindestens 20% zu hohe Werte. Da kommt dann also beispielsweise raus, dass man für das Beheizen bei -12°C Außen- und +20° Innentemperatur 10 kW Heizleistung benötigt. Und obwohl man dann ganz real mit 8 kW IMMER gut auskäme, und zu 99% der Zeit auch mit 6 kW (weil die tiefste Normtemperatur nur alle paar Jahre mal für wenige Nachtstunden erreicht wird), verkauft der Heizungsmensch den Bauherrn dann - “Du willst doch auf Nummer sicher gehen, oder?” - eine 15-kW-Gastherme. Und die Heizkörper werden so ausgelegt, dass sie diese 15 kW Heizleistung auch übertragen können.

Nun wurden die Heizkörper ja aber immer auf die Breite der Fensternische ausgelegt, also fast immer breiter als nötig. Und damit konnten die bei den üblichen 55° VLT schon drei bis vier mal so viel Wärme in den Raum übertragen, wie zu 99% der Zeit gebraucht wurde.

Und weil diese völlig überdimensionierten Heizkörper bei 55° VLT viel mehr Wärme übertragen können als nötig, können sie fast immer auch bei 35° VLT noch ausreichend Wärme übertragen.

Wenn der Heizkörper also bei 35° VLT 3 kW Heizleistung abgeben kann, dann ist das exakt die gleiche Heizleistung, die eine 3 kW Split Klima abgibt.

Nochmals: 3 kW sind IMMER 3 kW, ganz egal, wo die herkommen.

Hab ich seit 50 Jahren an keiner Heizung in Deutschland mehr gesehen. Das sind alles Thermostate. Ok, mag Ausnahmen geben.

Genau. Ich hatte nur die Extrempunkte beschrieben, die mechanischen sind stufenlos, die elektromechanischen in kleinsten Stufen (Schrittmotor).

Es geht um die Frage, ob man durch Nichtheizen in Zeiten, wo man keine Wärme in Räumen braucht, Heizkosten sparen kann. Und durch bedarfsweises Heizen kann man viel sparen.

Beispiel-Szenario: Man geht abends ins Bett und schaltet im Wohnzimmer die Split-Klima aus. Am nächsten Morgen, 8 Stunden später, schaltet man sie wieder ein, vielleicht 2 Stunden. Dann geht man arbeiten und die Anlage ist wieder 10 Stunden aus. Und dann läuft sie wieder 4-5 Stunden am Abend. Im Gegensatz zu einer LWWP, die 24/7 heizen würde. Da hat man enorme Einsparungen durch das bedarfsweise Heizen. Natürlich mit Komforteinbußen, weil Wände und Gegenstände auf einem niedrigeren Temperaturniveau bleiben.

Ist bei uns anders. Es wird im gesamten Raum nach schon kurzer Zeit hinreichend warm.

Real ist das doch aber nicht so. Mein 10m² Homeoffice hat einen Heizkörper, der 1100W bei 60 Grad hat. Die Split-Klima kann 3kW liefern. Auch macht es einen großen Unterschied, was die Wärmeverteilung angeht. Aufgewärmte Luft, die gut durch den Raum verteilt wird, erwärmt überall im Raum. Eine IR-Heizung mit der gleichen Leistung ist da völlig anders vom Wärmeempfinden.

Genau das sorgt doch für die extreme Trägheit dieses Heizkonzeptes, weshalb man eben nicht mal eben schnell hochheizen kann. Deshalb muss man solche trägen Systeme durchlaufen lassen. Ganz anders eine Split-Klima, die kann ganz schnell die Luft hochheizen, weil die kaum Wärmekapazität hat und damit ganz schnell warm ist.

Naja, wenn die Wärmequelle im Raum nur 2 kW abgeben kann, dass handelt es sich nicht um eine 3-kW-Heizung. Selbstverständlich reden wir in der Diskussion immer davon, dass eine Heizung ihre Heizleistung auch an den Raum abgeben kann.

LWWP haben diese relativ seltenen Beschränkungen ja auch nur dann, wenn alte Heizkörper weiter verwendet werden sollen. In aller Regel werden sie mit Flächenheizungen betrieben, die selbstverständlich auch auf die entsprechende Übertragungsleistung für die gewünschte VLT ausgelegt sind.

Ich hatte es bei uns mal ausprobiert und die Vorlauftemperatur der Heizkörper auf 40 Grad abgesenkt bei 0 Grad Außentemperatur. Wenn ich da eine Nacht im 10m² Homeoffice nicht geheizt hatte, lief der Heizkörper den ganzen Tag auf voller Leistung und Abends hatte ich trotzdem erst 17 Grad von morgens 14 Grad. Absolut unzureichend. Split-Klima hingegen bringt den Raum auf akzeptable 18 Grad nach 30-60 min.

Hallo @tom-berger

in meinem Selbstversuch im Winter 2022/23 hat das nicht funktioniert. Hab für ein 35m2 Raum 2 Plattenheizkörper (doppelte Platte) von je 1,6m Länge. Bei Null Grad draußen war eine Vorlauftemp. von 42 Grad erforderlich, sonst wäre es nicht 20.5 Grad drinnen warm geworden. Die Luft wurde von je 5 Ventiatoren zwischen den Platten nach oben bewegt. Die Luftmenge wäre ohne die Lüfter noch geringer gewesen, d.h. es hätte zu wenig Wärmeübertragung an die Raumluft gegeben. In diesem Versuch konnte ich auch nicht “schnell” Aufheizen. Die Nachtabsenkung hab ich damals ausgeschaltet, weil das Aufheizen des Raumes sonst zu lang (mehrere Stunden) gedauert hätte.

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Bei einem gleichen Raum muss die in den Raum eingebrachte Wärme ja irgendwo hin. Nochmals: es ist physikalisch unmöglich, dass bei gleicher Heizleistung ein Raum insgesamt (also Luft, Baumasse und Mobiliar) durch eine LLWP stärker oder schneller erwärmt wird als ein anderer. Die Wärme verteilt sich nur anders.

Da redest Du aber von was völlig anderem! Wärmeempfinden ist was anderes als Wärme. Wärme ist das, was man physikalisch messen kann. 3 kW Heizleistung sind die physikalisch messbare Zufuhr von Wärme. Und deshalb sind 3 kW Heizleistung ausnahmslos immer 3 kW Heizleistung, egal wo sie herkommen.

Dass beispielsweise eine Infrarotheizung schon bei geringerer Wärmezufuhr das gleiche behagliche Wärmeempfinden auslöst, ist etwas völlig anderes.

Ja, aber das liegt nicht am Vergleich LWWP mit LLWP, sondern am Vergleich “Heizestrich oder nicht”. Die LWWP kann ihre Wärmeleistung ja auch anders abgeben als über einen Heizestrich.

Naja, damit beweist Du aber doch nur, dass die Plattenheizkörper auch mit Deinen Ventilatoren nicht die notwendige Heizleistung abgeben konnten. Der Selbstversuch musste also scheitern.

Ich schrieb deshalb ja auch einschränkend, dass “fast immer” die alten Heizkörper stark überdimensioniert wurden, aber eben nicht ausnahmslos immer. Dazu kommt, dass Deine alten Plattenheizkörper mit ziemlicher Sicherheit für mindestens 70° VLT ausgelegt waren.

Ja: bei der Sanierung von Gebäuden mit extrem alten Heizungsanlagen reichen die Heizkörper meist nicht für 35° VLT. Es gibt angeblich auch noch immer Gebäude mit alten Schwerkraftheizungen, die 90° VLT brauchen. Da kommst Du dann mit 35° nicht weit.

In vielen Fällen müssen bei Umrüstung auf Wärmepumpe zusätzliche Heizkörper installiert werden, weil die bei der niedrigen Vorlauftemperatur nicht hinreichend sind. Nur wer Fußbodenheizung hat, muss typisch nichts tun.

Das ist doch das einzige was zählt: Das Wärmeempfinden. Schlussendlich heizen wir doch, um uns darin wohlzufühlen und nicht, um in irgendwelche Tabellen eine Wärmeleistung zu protokollieren.

Und was nützt einem ein 60 Grad warmer Heizkörper, den man in 2 m Abstand nicht mehr wahrnimmt, wo eine LLWP die ganze Luft im Raum erwärmt, egal, wo im Raum man sich befindet.

Es wurde doch jetzt schon mehrfach geschrieben, dass Heizkörper oft viel niedrigere Leistungen haben, als eine LLWP im Raum. Die kleinste LLWP haben 2kW Nennleistung, können aber oft auch 3-4 kW. In kleinen Räumen hat man aber oft nur Heizkörper mit 1000-1500W.

In unserem Wohnzimmer mit 16m² haben wir einen Plattenheizkörper 22 mit 1600mm Länge, der hat bei 55 Grad Vorlauftemperatur gerade mal 1400 Watt. Oft läuft der aber unter 50 Grad, da hat er dann vielleicht noch 1200 W. Den haben wir übrigens schon getauscht, früher war da nur einer mit 1200 mm Länge drin.

Wir vergleichen hier also eine 3 kw LLWP mit einem 1,2 kW Heizkörper. Und so ist es ganz oft.

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Erstens hängt die mögliche Wärmeleistung eines Heizkörpers von der VLT ab. Zweitens ist es so, dass Heizkörper früher meistens stark überdimensioniert wurden. Oft - aber eben nicht ausnahmslos immer - reicht der alte Heizkörper deshalb aus.

Man kann sinnvoll nur Heizungen mit gleicher Leistung vergleichen. Und eine Heizung besteht immer aus einem System für die Wärmeerzeugung und einem System für die Wärmeverteilung. Wenn Du alte Heizkörper mit einer LWWP weiter verwenden willst, ist es Deine Aufgabe, zu prüfen, ob die alten Heizkörper geeignet sind.

Nein, WIR tun das nicht, das tust nur Du. Ich vergleiche nur Heizungen gleicher Leistung.

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Was dann halt mit der Realität selten was zu tun hat …

Genau, ich denke, der Blinkwinkel ist hier stark unterschiedlich und was wer meint, kommt ja auch erst stückweise heraus.

ein 3 kW Plattenheizkörper, Typ 33, Höhe 600 mm, VL 35, RL 30, wäre ca. 8m lang.

Eher selten in einem einzigem Raum anzutreffen.

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@thaistatos
danke für die Berechnung, nun weiß ich Bescheid. 8m ist die längste Seite des Raums. Nun weiß ich, dass ich vorhandenden Heizkörper austauschen müsste, um mit einer LW Wärmepumpe mit gutem Wirkungsgrad hin zu kommen. Bei einer LL Klimasplit spare ich mit diesen Aufwand.

@tom-berger
mein Selbstversuch soll hier nichts beweisen. Deine These, bei alten Heizungsanlagen wären die Heizkörper stets so groß ausgelegt, um mit 35 Grad VL klar zu kommen, bestätigt er aber auch nicht. Vermutlich käme ich mit den Heizkörpern dennoch hin, wenn ich dem Luftstrom deutlich erhöht hätte. Mit den 80X80mm PC Lüftern würde es vermutlich so laut werden, dass es unerträglich wird. Walzenlüfter in diesen Längen hab ich nirgend wo gefunden. Ziel der Übung war es, zu ermitteln, wie laut dürfen Lüfter sein, wieviel Staub wirbeln sie auf (Filter hatte ich nicht eingesetzt) usw. Ich heize derzeit mit Holzpellets in einem Zentralkessel mit 1000l Speicher. Dem Kessel ist es “egal”, welche VL ich wähle, weil die VL aus dem Speicher mit dem RL auf die von mir gewählte VL gemischt wird. Im Versuchswinter hatte ich die Speichersoll Temperatur herab gesetzt und habe ich ca. 10% mehr Pellets gebraucht, als im Referenzwinter. Durch Vergleich der Gradtagszahlen konnte ich ermitteln, dass der Versuchswinter auch 10% kälter war, als das Referenzjahr. Mit anderen Worten: wird die Heizenergie durch Verbrennung erzeugt, spart abgesenkte VL nicht gerade signifikat viel. Sie ist jetzt wieder mit 55 Grad bei außen Null Grad schon recht angenehm, nach 16 Grad (nachts) ist der Raum in 1 bis 2 Stunden auf Soll von 20,5 Grad. Da macht die Nachtabsenkung schon Sinn, wenn man berufsbedingt außer Haus ist und ab 16:00 erst aufgeheizt wird. Bis ich dann zuhause bin, ist das Wohnzimmer warm und ab 22:00 geht die Nachtabsenkung los. Dann dauert es bis 24:00 bis die Raumtemperatur unter die Komfortzone fällt. Das gezielte steuern der Raumtemperatur nach dem Bedarf sollte beim sparen helfen, denn der Wärmeverlust nach außen durch Wände und Fenster hängt vom Delta T ab. Sie läßt sich nur dann sinnvoll einsetzen, wenn die Raumheizung relativ schnell den Raum erwärmen kann. Das wird mit LL Klima Anlagen wahrscheinlich preislich günstiger möglich sein, als mit einer LW Wärmepumpe und dem Umbau der Heizkörper.

L.G.

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Ein Plattenheizkörper ist keine Heizung, sondern nur der wärmeübertragende Teil der Heizung. Und dann hat der nur unter bestimmten Randbedingungen auch eine Heizleistung von 3 kW.

Es ging zunächst mal nur um die Behauptung, dass eine LLWP einen Raum schneller beheizen könne als eine LWWP. Dem hab’ ich widersprochen mit dem Hinweis, dass 3 kW Heizleistung immer 3 kW Heizleistung sind, egal wo die herkommen, und dass ein Raum mit 3 kW Heizleistung völlig unabhängig von der Erzeugung dieser 3 kW Heizleistung immer gleich schnell warm wird. Und dann, nach längerem Hin und Her stellte sich heraus, dass die LWWP gar keine 3 kW Heizleistung hat, sondern nur 1,2 kW, weil diese ihre Wärme über einen alten Plattenheizkörper abgeben muss.

Es ist mühsam, in solchen Diskussionen einen klaren physikalischen Standpunkt zu vertreten.

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Wo soll ich denn solchen Unsinn verbreitet haben?

Vielleicht solltest Du meine Beiträge aufmerksamer lesen.