Das ist die Übersicht in Onecta im Reiter Wärmemenge.
Die wird nicht einzeln nach IG angezeigt.
Sondern nur für beide zusammen. Man beachte auch die Textanmerkung unten drunter.
Die Wärmeabgabe wird nur insgesamt angezeigt. Nicht aufgeschlüsselt nach Innengerät.
Aufgeschlüsselt nach Innengerät wird nur der Verbrauch angezeigt.
(Das konnte ja auch schon die 2MXM Modell R die noch keine Wärmemenge hatte)
Und meines dafürhaltens müsste es ja einzeln nach Innengerät aufgeschlüsselt sein wenn Daikin mit der Liquid-Temperatur, Lüfterstufe und Innengerät-Raumtemperatur arbeiten würde zur Bestimmung der Wärmemenge.
Das garantiert ja wie gesagt nicht, dass es wirklich so ist. Ist halt nur ein weiteres Indiz.
Dann verstehe ich die Logik dahinter nicht. Ich sehe eine Seite, wo drüber "Wärmeabgabe Diesen Monat" steht und darunter sehe ich Innengeräte mit jeweils einer kWh Angabe. Das kann man doch nur so interpretieren, dass das die Wärmemengen dieser Innengeräte sind.
Darunter sehe ich "Multi-Split-Außeneinheit" mit 0kWh. Auch logisch, weil dieses Außengerät das nciht kann. Was steht denn dort bei dem Außengerät, was die Wärmemengen anzeigen kann? Die Logik verstehe ich aber auch nicht, warum hier neben den Innengeräten auch das Außengerät angezeigt wird.
Ich kenne leider die die Onecta App nicht, ist mir also nicht geläufig.
Daikin hat definitiv noch mehr Sensoren in den Klimaanlagen wie jene die man mit faikout sieht.
Der Liquid ist ja nach dem Wärmetauscher am Innengerat, ich nehme an es gibt genauso noch einen Sensor am abgang vom Kompressor. Dann ist die Berechnung ganz einfach wenn die Durchfluss Menge euch noch bekannt ist
Okay, ich glaube du hast ein bisschen zu schnell gelesen.
Und ich hab es auch zu uneindeutig geschrieben.
Du hast in Onecta in der App unter Einblicke 2 Reiter.
In einem Reiter “Verbrauch” kannst du dir den Verbrauch aller Klimaanlagen ansehen.
Nach Jahr, Monat und Tag.
Die Verbräuche der Klimageräte werden dort einzeln aufgelistet.
Egal ob Multi- oder Single-Split. Egal ob alte oder neue Perfera.
Man bekommt für jedes Innengerät einzeln einen Verbrauch angezeigt.
Dann gibt es einen zweiten Reiter “Wärmemenge”
Dort kann man sich entsprechend die Wärmemenge der Anlagen anzeigen.
Dort habe ich zu jeder Single-Split die produzierte Wärmemenge.
Meine alte 2MXM40er Multi wird unter Wärmemenge GAR nicht angezeigt.
Die ist dort nicht zu finden. Weil sie diese Wärmemengenanzeige nicht unterstützt.
Die NEUE 2MXM40er Multi (Badezimmer) wird dort bei der Wärmemenge angezeigt.
Siehe der 2te Screenshot in meinem ersten Beitrag dzau)
Es stehen dort auch beide Innengeräte. Aber es wird nur eine Gesamtwärmenenge angegeben die sich nicht nach Innengerät unterscheiden lässt.
Das stützt in meinen Augen halt die Vermutung, dass Daikin intern die Berechung der Wärmemenge nicht an den Innengeräten vornimmt sondern mit den Parametern der Außengeräte.
Würde Daikin die Wärmemenge anhand der Innengeräte berechnen gäbe es keinen plausiblen Grund, warum sie das in der App nicht auch so anzeigen würden. Vor allem weil sie beim Verbrauch hingegen ja tatsächlich nach Innengerät unterscheiden können.
Auch weil Daikin bei Wärmemenge ganz explizit von “Außeneinheit” in der App-Darstellung spricht.
Mal ein kleiner Screenrecord wo es vielleicht sichtbar wird.
Darum ist es denke ich ganz gut, dass wir diesen Thread hier zur manuellen Berechung haben.
Ich glaube nicht, dass man den Daten in Onecta vertrauen kann.
Auch weil hier ja ganz viele Leute auf Jahres-COP von teilweise über 6 kommen bei Perferas und teilweise sogar Multi-Split was in meinen Augen einfach nur begrenzt plausibel ist für Deutschland.
Bei einer multisplit wird die Klimaanlage ja nicht genau wissen wieviel Kältemittel wohin geflossen ist. Außer es gäbe noch einen Sensor der das am Innengerat messen kann.
Evtl weiß das AG die Menge auch nur geschätzt anhand von anderen Parametern. Der Stromverbrauch ist ja auch eine gute Schätzung und nicht komplett exakt, wobei die 10er Schritte da ziemlich stören in der faikout Anzeige. Intern ist es evtl genauer. Die tagesmenge an Strom passt sehr sehr genau zur Messung von meinem Stecker (±1%).
Aber evtl berechnen multisplit die Wärmemenge auch anders be single Split.
Jetzt hab ich es verstanden, die Darstellung ist da einfach missverständlich.
Was mich auch noch wundert oder irritiert hat: Die 0kWh bei dem dargestellten Außengerät. Ich dachte, das war die Anlage, die das gar nciht anzeigen kann. Vermutlich ist die einfach so neu, dass die noch gar nichts geloggt hat.
Ok, dann sehe ich das auch so, wie du schreibst, dass die das nur irgendwie über das AG berechnen. Das führt natürlich zu gewissen Fehlern.
Braucht man nicht zu wissen. Es geht um die Energie, die über einen Wärmetauscher gegangen ist und die lässt sich recht genau ermitteln über Volumenstrom der Luft, Ansaugtemperatur und Ausblastemperatur.
Die Menge an Kältemittel im liter/Stunde sollte dem Kompressor doch bekannt sein sowie die Temperatur wenn es den Kompressor verlässt - wenn Daikin da die Parameter kennt. Dann braucht man keine Temperaturmesser Ausblastemperatur - man berechnet einfach die Wärmemenge anhand der Eingangstemperatur vom Kältemittel. Denn es ist ja bekannt wieviel Energie da abgegeben/aufgenommen wurde. Daher kann man dann auch nicht für jedes Innengerät die exakte Wärmemenge wissen.
Ausblastemperatur ist nicht sehr exakt - je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit hat so ein Ventilator einge geringfügig andere Menge an Luft die der transportiert - dazu kann sich die Ausblastemperatur je nach Platz auch leicht unterscheiden. Das alles auch noch zu berechnen wird viel zu komplex. Wenn man weiß wieviel Energie das Kältemittel abgegeben/aufgenommen hat von Ausgang Kompressor zu Ausgang Innengerät - dann hat man einen sehr exakten Wert.
Übrigens, kleiner Tipp; wer bei einer Siesta den COP berechnen will wo man die Lüfterdrehzahl ja nicht rausbekommt. Baut zusätzlich einen weiteren Shelly ein der ausschließlich nur das Innengerät misst.
Die Leistungssprünge zwischen den 4 Lüfterstufen der Anlage sind groß genug um daran die Lüfterstufe sicher erkennen zu können.
Zur Beruhigung kann man einen Sensor bilden der einen 60sec-Mittelwert zeigt.
Sorgen welche Lüfterstufe der Auto-Modus wirklich setzt oder ob eine Lüfterstufe in Szenario xy auch wirklich angewendet wird hat man damit gelöst.
Hallo, eine Super Idee. Die 7 Stufen der Hantech liegen zwischen 1,5 und 2 Watt auseinander. Ich selber wüsste nicht wie ich an die kabeln des Lüfters rankomme. Deshalb habe ich ein tcrt-5000 eingebaut.
Für die Hantech ist es auf jeden Fall unerlässlich die genaue Drehzahl festzustellen um eine COP Berechnung durchzuführen. Alles andere ist Lotterie, denn ich musste feststellen das sie sich (völlig zurecht) nicht an die eingestellte Lüfterstufe hält. Sie beginnt zwar mit der Einstellung optimiert dann aber selbständig. Also freut euch nicht zu früh über einen COP von 5 bei höchster Lüfterstufe von 1120 rpm/560m3h. Obwohl diese eingestellt bleibt geht sie ganz gerne bis auf 800rpm/400m3h. Das wäre dann ein COP von 3,55. Wenigstens geht sie immer Stufenweise vor und nie dazwischen.
Wenn es von Interesse ist kann ich das gerne genauer ausführen.
Was mich mal interessieren würde ist an welcher Stelle ihr korrekterweise die Ansauglufttemperatur der Klimaanlage beim Heizen messen würdet?
Beim Kühlen scheint die Position irrelevant zu sein.
Beim Heizen nicht.
Wenn ich den Temperatursensor MITTIG wo ich den roten Punkt aufgemalt habe positioniere (da wo jetzt nur der Punkt ist und kein thermometer liegt) messe ich 1,5-2°C erhöhte Werte was vermutllich durch die Wärmeabstrahlung bedingt ist.
Obwohl die Anlage dort eigentlich ja Luft ANSAUGT.
Welcher der rot markierten Punkte wäre für Euch der Richtige?
Jeweils die beiden Äußeren? Oder der zweite von Rechts?
Oder doch mittig?
Rot markiert habe ich die Öffnung der Thermometer hinter denen der Sensor sitzt.
Ganz rechts oder ganz links, so dass du möglichst nicht über dem Wärmetauscher bist. Wie du schon schriebst, die Wärmetrahlung verfälscht sonst die Messung. Und wenn da einen Außenwand ist, dann möglichst weit weg von der Wand in Richtung Raum.
der Thread hier hat mir bisher sehr weitergeholfen, mich mit den geschätzen COP Berechnungen für meine beiden Daikin Split Klimas zu beschäftigen. Ich habe jetzt mit Claude ein Konzept ausgearbeitet, um mit möglichst vielen Messpunkten COP Werte und Wärmeabgabe anhand von Außenbedingungen schätzungsweise berechnen zu können und möchte dies noch weiter verfeinern.
Die Idee ist, für jeden Temperaturbereich/Temperaturhub ein Optimum in der maximalen Leistungsbegrenzung zu finden und diesen dynamisch auf die Bedingungen über die Heizperiode hinweg auf die Geräte setzen zu können, um Takten und Überschießen der Temperaturen im Kühlkreislauf zu minimieren. Ziel ist die optimale Teillast für die benötigte Wärmemenge. Ich hänge euch die Zusammenfassung des Aufbaus hier mit an.
Falls ich hier einer Halluzination aufgesessen bin und Dinge falsch verstanden habe, weist mich gerne darauf hin
Split-Klima als Heizung: COP-Messung ohne Luftstromsensor und Demand-Optimierung (Daikin + Faikin + Home Assistant)
Ziel
Den realen Heiz-COP einer Split-Klima im Alltag messen: pro Tag, Monat, Jahr und pro Außentemperaturbereich.
Eruieren, bei welcher Leistungsbegrenzung (Demand Control) die Anlage je Außentemperatur am effizientesten heizt, ohne dass der Komfort leidet.
Langfristig: den Verbrauch aus der Wetterprognose vorhersagen.
Gemessen wird nur der Heizbetrieb, Kühlen ist nicht Teil des Projekts.
Anlage und Hardware
Komponente
Zweck
Daikin Perfera ATXM25A2V1B (Eurovent: SCOP 5,15, COP 5,00 bei A7/20)
ε ist ein empirischer Faktor, denn der liquid-Fühler misst unterkühlte Flüssigkeit und nicht die Kondensationstemperatur.
Wärme zählt nur bei laufendem Verdichter.
COP wird immer aus Energiesummen gebildet (kWh Wärme / kWh Strom), nie aus Momentanwerten.
Aufbau in Home Assistant
Alles läuft über UI-Helper, ohne YAML. Die Messkette:
Template: Ausblastemperatur (ε-Modell)
Template: Luftvolumenstrom aus der Drehzahl
Template: thermische Leistung
Integral (Riemann links) → Wärmeenergie in kWh
Utility Meter für Tag, Monat und Jahr, jeweils für Wärme und Strom
Zwei Utility Meter mit Tarifen, die Wärme und Strom auf Außentemperaturklassen verteilen (angelehnt an Eurovent: −7 / +2 / +7 / +12 °C). Eine Automation schaltet die Tarife um.
COP-Templates je Zeitraum und Klasse, die erst ab einer Mindeststrommenge angezeigt werden
Für die Auswertung kommen dazu:
ein Sensor für die Messgültigkeit (meldet jede Minute „gültig“ oder einen Grund wie „Faikin fehlt“ oder „Shelly still“)
ein Protokoll, welcher Regelzweig gerade aktiv ist
Kalibrierung
Ein Skript fährt nacheinander die Lüfterstufen an (je 8–12 min) und loggt liquid, Ansaug- und Ausblastemperatur. Daraus ergibt sich ε je Stufe:
Drehzahl
ε
610 rpm
0,86–0,89
680 rpm
0,93
740 rpm
0,91–0,92
Verwendet wird ε = 0,90.
Plausibilitätscheck: Bei ~2,3 kW und 13 °C außen kam ein COP von ≈ 5,7 heraus. Das passt zum Nennpunkt.
Regelung
Ein eigener Blueprint begrenzt die Leistung über Demand Control, statt die Anlage ein- und auszuschalten:
Heizkurve: Die Außentemperatur gibt einen Grundwert und ein Fenster vor.
Integrator: passt den Haltewert alle 20 min um höchstens 10 % an, und nur wenn der Verdichter läuft.
Sonderfälle: Hysterese, Aufheizen nach einer Absenkung, Minimum, wenn der Raum über dem Ziel liegt.
Sollwert: fester Zeitplan, 21 °C tagsüber und 18 °C nachts.
Bisherige Erkenntnisse
Das starke Takten mit Läufen von 4–14 min kam nicht von zu hohem Demand. Ursache war ein fester interner Daikin-Sollwert, und die Daikin regelte auf ihren eigenen, zu warm messenden Fühler. Seit die Faikin-Automatik diesen Wert nachführt, laufen die Zyklen etwa 50 min.
Im Heizbetrieb unter Last kennt der Lüfter nur drei Drehzahlen (610 / 680 / 740 rpm). Nach einem Verdichterstopp gibt es eine Sperre von 3 min.
Ein einfaches Modell mit festem 5-K-Offset hatte die Wärme um ~23 % unterschätzt.
Versuchsplan (ab nächster Woche)
Baseline: einige Tage ohne Eingriff, Auswertung nach 2-K-Außentemperaturbereichen.
Messreihe: feste Demand-Werte in 8-Stunden-Blöcken über drei Wochen. Zu Beginn jedes Blocks wird für den aktuellen Temperaturbereich der Wert gewählt, der dort bisher am wenigsten getestet ist. Es kommen nur Werte infrage, die in diesem Bereich die Leistung tatsächlich begrenzen. Die erste Stunde jedes Blocks gilt als Übergang.
Auswertung in zwei Stufen:
Ganzer Block: COP, Komfortabweichung, Starts. Das ist die Strategie im Alltag.
Nur Phasen mit tatsächlich anliegender Vorgabe: Verhalten der Anlage bei diesem Demand.
Ungültige Minuten werden auf Wärme- und Stromseite gleichermaßen verworfen.
Grenzen
Der Luftstrom ist nicht unabhängig geprüft (geschätzt ±15 %). Absolute COP-Werte sind deshalb Schätzungen.
Die Restwärme im Lüfternachlauf wird noch nicht mitgezählt. Das benachteiligt häufiges Takten und wird gerade mit dem Ausblasfühler gemessen.
Abtauen wird nicht erkannt. Für kalte Klassen ist das relevant.
Quiet Outdoor, Comfort und Sensor Mode bleiben während der Messreihe unverändert. Die Ergebnisse gelten für den Betrieb mit diesen Einstellungen.
wirst du easy schaffen, für korrekte Daten würde ich Lüfternachlauf und Abbauvorgänge mit Einbauen für den Gesamt-COP denn das Gehört dazu. Sonst wird der COP bei kaltem Wetter zu gut dargestellt.
Wird bei jeder Außentemperatur 40% Demand bei der höchsten Lüfterstufe die das IG zulässt sein. Am Ende wird es für die Realität dabei darauf hinauslaufen, dass du den Demand nimmst den der Raum aktuell sowieso braucht und dabei die höchste zulässige Lüfterstufe verwendest. Daran bist du ja fest gebunden. Brauchst du mehr als 40% damit es warm wird musst du halt mehr benutzen
Du brauchst bei AT unter 5°C zwingend die Außenluftfeuchte weil die Abbauvorhänge einen relevanten Einfluss haben und die Abbauvorhänge stark abhängig von der Luftfeuchtigkeit sind. Je nach Isolation des Hauses ist auch der Wind und solare Gewinne eine sehr relevante Einflussgröße! Beeinflusst auch Punkt 2 weshalb ich lieber immer anhand des aktuell real wirklich anliegenden Bedarfes regeln würde (siehe weiter unten)
Macht es nicht viel mehr Sinn die Anlage lieber nach dem realen Temperaturbedarf des Raumes zu regeln? Also Soll-Ist-Abweichung?
(Ist ne Retrorische Frage )
Ist der Raum kälter als gewollt, stufenweise mehr demand erlauben, ist er zu warm auf 40% senken. Hysterese zum Takten einbauen (z.b +-0.3°C) damit in Situationen wo die Anlage takten muss weil die Minimalleistung mehr Wärme liefert als der Raum braucht die Taktpausen eine sinnvolle Länge haben.
Damit hast du alles was du brauchst.
Da kannst du ne smoothe Automation machen die plug and play für jeden Raum funktioniert egal welchen Wärmebedarf der hat.
Darauf wird es wenn man es angenehm betreiben möchte sowieso hinauslaufen und die Taktvermeidung hast du wie beschrieben automatisch mit eingebaut.
Wenn du darüber zusätzlich noch Effizienz im laufenden Betrieb weiter verbessern willst; Deine Effizienzstellschraube heißt Lüfterstufe und die hängt mit dem persönlichen Wohlbefinden zusammen da du darüber den Temperaturhub verbesserst.
Aufwand 10min und man ist fertig. Für immer.
Die Effizienz des Wärmetauschers (nicht mit Effizienz der Anlage zu verwechseln) sollte bei steigender Drehzahl sinken und nicht steigen wegen der schnelleren Durchströmung. Es sei denn mein Hirn ist am späten Abend zu blöd die Formel korrekt zu verarbeiten.
Die ganze Analyse macht ja Spaß.
Und das kann man wenn man Daten hat ja alles schön analysieren.
Aber das eigentliche Ziel habe ich nicht ganz verstanden
Es macht doch keinen Sinn zu gucken wann die Anlage eventuell bei welcher Temperatur idealerweise zu betreiben ist.
Du musst die Anlage so betreiben, dass der Raum auch die Temperatur bekommt die er braucht.
Da würde ich danach regeln wie im hier und jetzt die Temperatursituation im Raum real wirklich aussieht. Alles andere macht dich nicht glücklich sondern verrückt. Ist die Sonne aufm Fenster, hast du andere Ergebnisse. Ist es windig, hast du andere Ergebnisse. Ist es draußen Feucht, hast du andere Ergebnisse. Ist die Tür vom Raum auf und im Nachbarraum die Temperatur anders, hast du komplett andere Ergebnisse.
Ergo, du musst eh immer nach dem Regeln, was der Raum aktuell wirklich braucht. Das wird immer schwanken und kann nie pauschal gesagt werden.
Eigene Erkenntnisse aus 1 Jahr totanalysieren und automatisieren. Kannst du mir glauben!
Wenn du Effizienz steigern willst geht es über Lüfterstufe.
Wenn du spannende Dinge rausfinden und analysieren willst;
Vorschläge;
Sinnvolle Analyse was ideale Betriebspunkte angeht ist z.b zu gucken wann die Anlage für den Raum so unterdimensioniert ist, dass mit Nachtabsenkung Durchheizen sparsamer wird als morgens wieder mit viel Mühe Hochheizen zu müssen. Hängt auch stark von der Gebäudedämmung ab.
Bei mir gibt es 2 Räume wo Durchheizen unter 4°C AT (auf mindestmodulation) spart. In 3 Räumen ist es teurer.
Der Leistungsbereich beim Hochheizen der so ineffizient wird dass der die Ersparnis der Nachtabsenkung killt liegt aber deutlich jenseits der 95% Demand in Kombination mit 2h+ Aufheizzeitraum, kann ich dir so schon sagen.
Und eine Erkenntnis; wenn die Ölsumpfheizung unter -3°C bei Heizpause Strom zieht kann es durchaus sparsamer sein auf mindestmodulation durchzuheizen.
Kleiner PlotTwist;
Denn der beste COP-Bereich muss nicht zwingend der Bereich sein der den geringsten Gesamtverbrauch hat. Morgens ne Stunde bei schlechtem COP Hochheizen aber dafür Nachts 8h Heizpause wird in den meisten Fällen den Gesamtverbrauch senken obwohl es rein was den Tages-Gesamt-COP nicht den besten erzielbaren Wert erzielt.
Bevor du auf die Idee kommst die Leistung beim wieder hochheizen möglichst sinnvoll zu limitieren um da zu sparen durch Effizienz. Der Betriebspunkt wo langsameres Aufheizen eine längere Heizpause schlägt liegt im Bereich über 95% Demand in einem Bereich der nicht sinnig regelbar ist. Was du anpassen kannst; zu welcher Uhrzeit du anfangen musst wieder aufzuheizen. Denn das wird von der Temperaturaituation (Raum und Außentemperatur) abhängen.
Wenn man interessante Dinge Analysieren möchte sind das Dinge die für mich viel mehr spannend sind!
Und da hast du schon eine sehr gute Beschäftigung mit erstmal.
Aber was den realen normalen Betrieb angeht verstehe ich deinen Ansatz nicht.
Stell die Anlage doch vom Demand grundlegend einfach so ein, dass die die Räume komfortabel und effizient und taktarm warm macht wenn sie warm sein müssen. Und konzentriere dich auf die anderen Hebel. Denn die bringen dir unterm Strich sehr viel mehr. Versprochen.
Das ganze Thema Nachtabsenkung und wie sie bestmöglich spart ist der größte Hebel überhaupt.
Ansonsten zu dem anderen Thema mit COP-Auswertung nach Temperatur;
Sammel dazu parralel einfach die Daten mit Home Assistant über InfluxDB jetzt im Winter.
Und nach dem Winter hast du so viele Daten, dass du sowieso super viel nachträglich auswerten kannst.
Spart die ganze Mühe und viele neue Erkenntnisse wird es nicht geben.
Hab hier die Anlagen (unter anderem 5 baugleiche Perferas) seit einem Jahr laufen und schon alle Daten aller Anlagen 20x durch die KI gewurstet
Das ganze Thema läuft nicht weg.
Und je mehr Daten man hat desto gelassener wird man weil man schlauer wird.
Falls du mich trotzdem ignorierst, Allerspätestens nach dem Winter weißt du was ich meine und wirst dem nächsten dann das gleiche schreiben wie ich dir jetzt. Drum sei schlauer und spar dir das Jahr und konzentrier dich direkt auf die richtigen Hebel die mehr bringen.
Die ganzen COP-Templates zu haben ist ja trotzdem nicht falsch. Einfach weil man es kann.
Dachte ich mir schon. Eigentlich hab ich nur nochmal Bestätigung gesucht.
Ich hab ja auch gesehen was die Thermometer anzeigen. Das mit der Außenwand kann man tatsächlich an den Werten sehen mit etwa 0.2-0.3°C.
Auf dem Foto hatte ich Links die niedrigste Temperatur. Rechts +0.2-0.3°C
Und 2ter von Rechts nochmal zusätzliche+0.2°C
Unten im Büro gibt es noch ein 40 Jahre altes Fenster und die Anlage hängt daneben. Da sehe ich links/rechts tatsächlich ein Delta von über 1°C. Das ist schon heftig.
Ich glaube das Fenster muss doch mal neu
Ich kalibriere nochmal alle Thermometer auf identische Temperaturen.
Streng genommen müsste man vermutlich die Ansaugung ja aus 3 Richtungen messen und korrekt gewichten. Links/rechts/vorne. Glaube gerade vorne wäre nochmal interessant.
Aber ich glaube das wird zu absurd und ist am Ende nicht so relevant wegen 0.2-0.4°C Absolutwert. Auch wenn selbst das sicherlich im Jahres-COP tatsächlich schon die Nachkommastelle verändern dürfte. Ich mess es sicherheitshalber trotzdem mal.
Wichtiger ists ob der Vergleichbarkeit aber sicherlich es bei jeder Anlage gleich zu machen.
Die Ausführungen von Leon kann ich aus der Erfahrung des letzten Winters voll mittragen. Im letzten Winter habe ich akribisch den COP sekündlich aus erzeugter Wärme und Verbrauch (Integral) errechnet und daraus JAZ, MAZ, TAZ und SAZ ermittelt. Was auch immer ich versucht habe, die Anlagen (3 Hantech hpro 12000) zu Verbessern, ist kläglich gescheitert. Die Steuerung der Anlage war für mein Ziel eine gleichmäßige Innentemperatur zu haben immer besser als jeder Eingriff. Ausnahmen nur Nachtabsenkung und unter 4° (Vereisung). Ich musste feststellen das ein "schlechter" COP nicht unbedingt schlecht ist. Wenn ich genau 24° Innen haben will und die Anlage hält diese Temperatur genau ein, was kann ich da noch Verbessern?
Für den kommenden Winter wollte ich es noch genauer haben und Auswurftemperatur und Lüfterdrehzahl mit genauesten ESP32 geräte ausgestattet. Etwas ernüchternd: Auswurftemperatur geht jetzt viel schneller hoch und runter. Die letzten waren zwar sehr genau aber nicht so schnell. Und die gemessene Lüfterdrehzahl stimmt zwar mit dem Datenblatt überein, aber die Anlage korrigiert je nach Situation. Bei Werten unter 35° bleibt zwar die eingestellte Lüfter Einstellung aber die Anlage reduziert Still und Heimlich die Lüfterdrehzahl. Im Extremfall sind 1120 rpm eingestellt und die Anlage geht auf 800 rpm runter. Vermutlich ist das der Grund warum sie so gut wie nie takten. Wie das bei Daikin ist hab ich keine Ahnung
Fakt ist das die COP Berechnungen des letzten Winter für Auswurf Temperaturen unter 35° nicht korrekt sind. Als Trost bleibt mir der MAZ des Hauses. Bereinigter monatlicher Ölverbrauch der letzten 20 Jahre / monatlicher Verbrauch der Klimas.
Update dazu. Temperatur mittig messen und Sensoreingang leicht nach vorn über die Anlage überstehen lassen führt bei den Perferas bei mir zu einem Messergebnis, was in etwa in der Mitte zwischen Links und Rechts überstehend oben am Gehäuse liegt. Sieht optisch natürlich absolut beknackt aus.
Bei den Sararas hingegen führt mittig messen zu falsch hohen Werten.
Nepura noch nicht gemessen, Eltern im Urlaub, Anlage hat noch bis November dienstfrei.
Fenster sowie eine Montageposition sehr nah an einer Wand generell haben einen Messeinfluss.
Das gilt AUCH für Innenwände weil die dann wiederum in dem Bereich einen Temperaturstau begünstigen.
Generell mag ich aber schonmal sagen.
Da über 20 Sensoren in die Anlagen reinzupflastern würde ich niemandem zur Nachahmung empfehlen. Zumindest bei Daikin nicht.
Die AC_Home und Liquid-Werte sind unterm Strich in Kombnination nicht weit weg von manuell gemessenen Werten mit dem Vorteil, dass der Liquid-Sensor deutlich sensibler ist und schneller reagiert. Es sei denn man baut sich halt wirklich konkret für Luftstrom geeignete Sensoren ein. Meine Xiaomi Mi2-Sensoren sind träge und ein paar Minuten verzögert.
Solange die Anlage stabil läuft mag das gut sein und genauer als Board-Sensoren.
Spätestens wenn die Anlage im Winter abtaut passt das nicht mehr.
Ich lass das wie gesagt mal ein paar Monate laufen und hab dann zumindest für ein paar Anlagen die Korrekturfaktoren.
AC_Home und Ansauglufttemperatur weicht aber in der Regel weniger als 1°C ab.
Abweichung Ausblastemperatur und Liquid ist bei den aktuellen Bedingungen auch unter 1°C.
Situationen wo ich mir mehr Abweichung vorstellen kann ist Winter, hohe Lüfterstufe und hohes Delta Ansaug- zu Ausblas weil dann die Effizienz des Wärmetauschers eine Rolle spielt.
Bei niedrigen und mittleren Lüfterstufen und 10-15°C Delta ist aber Liquid kann man so sagen deckungsgleich zur Ausblastemperatur. Mal 0,5°C in die eine, mal 0,5°C in die andere Richtung.
Man könnte auch Messtoleranz sagen.
Ich denke ich kann jetzt schon sagen.
Wem es nicht um die letzten 2-3% Genauigkeit im SCOP/SEER gibt kann bedenkenlos AC_Home und Liquid benuten.
Solche Dinge wie die Stellung der Lüfterklappen haben am Ende einen größeren Einfluss.
Wenn ich bei der Sarara bei 7°C Ansaug-Ausblas-Delta (unterste Modulation 110W) die Lüfterklappe in zum Luftkanal passender Stellung stelle und 1x nach unten habe ich wenn ich sie nach unten Stelle plötulich 7.6°C statt 7°C Lufterwärmungsdelta. Was nur am Volumenstrom der Anlage liegen kann. Auf Lüferstufe silent/night.
In SCOP berechnet ist das schon ein signifikanter Unterschied.
Was ich auf jeden Fall sagen kann.
Die 0.5°C +- Abweichung an Ansaug- und Ausblastemperatur sind irrelevant.
Aber von der Tendenz ist es tatsächlich allgemein bei fast allen Daikin-Anlagen so:
Die Ansauglufttemperatur liegt im Schnitt 0,5°C unter dem was das Innengerät sagt
Die Ausblasluft liegt im Schnitt 0.5°C über dem was Liquid-Sensor sagt.
Liquid scheint von der Abweichung tatsächlich gar nicht unbedingt wirklich abhängig vom Volumenstrom zu sein und auch nicht vom Temperaturdelta sondern ist relativ konstant.
Kleine Abweichungen lassen sich zwar sehen. Wenn man es runten will landet man aber i.d.R bei 0.5°C.
Ich fahre gerade ein paar Messreihen mit der Klappenstellung.
Klappe ganz oben ergibt bei den neuen Perferas wohl den günstigsten (sprich HÖCHSTEN) Volumenstrom und damit bei gleichbleibender Rechnung den niedrigsten COP.
Im Spike ab 22.30 bis 22.45 Uhr habe ich die Klappen 1x ganz runter gestellt.
Beim Abfall ganz am Ende ab 23.20 Uhr habe ich Klappen wieder hoch UND das seitliche Schwenken von vielleicht 10° nach rechts auf gerade gestellt.
Das sind riesige Unterschiede die sich da auftun im Volumenstrom die sich entsprechend im rein rechnerischen COP niederschlagen.
Lüfterstufe: 3/5
Gerät: Perfera 2KW
Oder ein weiteres noch heftigeres Beispiel
Bei der 2.5KW Sarara ist Klappe bündig zum Ausblaskanal vs. Klappe 2 Stufen weiter runter tatsächlich sofort ein "berechneter" COP-Unterschied von über 10%.
Ich glaube das macht das Berechnen hier echt super super schwer.
Was ich jetzt mache:
Ich versuche die optimale Klappenstellung zu finden was Volumenstrom angeht.
Und werde es dann mit den Heiztabellen von Daikin bestmöglich abgleichen.
Da gibt es viele Werte auch bei Teilllast. Und wenn DAS dann einigermaßen Deckungsgleich ist kann man glaube ich erst probieren rauszufinden was die Klappen wirklich ausmachen.
Aber was ich sagen kann:
Ansaug und Ausblastemperaturen einbauen kann man sich komplett sparen.
Kleine Änderungen an der Klappenstellung egal ob horizontal oder vertikal haben ganz klar eine größere Auswirkung.
Hätte man zwar vorher schon ahnen können. Ist aber natürlich frustrierend.
Weil die ideale Klappenstellung für Volumenstrom entspricht der Idealeinstellung für den Kühlbetrieb in der Regel und nicht dem Heizbetrieb.
Das wird was die Gesamteffizienz der Anlage ausmacht kaum Einfluss haben.
Macht aber das Nachrechnen der realen Effizienz ungemein schwerer.
Eine Frage ergibt sich für mich. Wenn ich die lüftungsklappe ganz entferne müsste doch theoretisch ungehindert die Luft ausgeblasen werden, oder? Ich heize nur, meine IG sind auf ca. 1m höhe und wir werden nicht vom Luftstrom erfasst. Wäre das Denkbar oder übersehe ich was ?