Speicher explodiert bei Rostock

Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/feuerwehreinsatz-in-bentwisch-bei-rostock-einsatzkraefte-verletzt-DOINUI7LSVG4FKXOHQQEYAN6WM.html

In der Gemeinde vor den Toren Rostocks hat es am Sonntagnachmittag (5. Juli) einen Feuerwehreinsatz gegeben. Die Speicherbatterie einer Photovoltaik-Anlage explodierte. Drei Kameraden sind dabei zu Schaden gekommen.

Von Stefan Tretropp und Daniel Heidmann

Bentwisch. In Bentwisch sind am Sonntagnachmittag (5. Juli) drei Feuerwehrleute bei einem Einsatz verletzt worden. Wie die Einsatzleitstelle mitteilt, brannte eine Solaranlage in einem Holzschuppen auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses.

Laut Polizei riefen Anwohner gegen 16 Uhr die Feuerwehr, weil sie aus dem Anbau Rauch bemerkt hatten.

Die Bentwischer Feuerwehr rückte aus und betrat den als Werkstatt genutzten Anbau, um mit den Löscharbeiten zu beginnen. Dabei hätten sie den Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage untersucht, aus dem der Qualm offenbar kam. Der Speicherblock der Photovoltaikanlage hatte sich überhitzt.

Doch die Batterie explodierte – das Schuppendach flog weg und das Gebäude fiel zusammen, so die Polizei. Die drei Feuerwehrleute seien aufgrund der Druckwelle einige Meter weit zurückgeschleudert worden. Die drei Kameraden im Alter von 18, 25 und 31 Jahren wurden leicht verletzt.

Zwei Seelsorger kümmerten sich zudem um weitere Kameraden der Bentwischer Feuerwehr, weil sie einen Schock erlitten hatten. Der Akku sei mit einem Bagger in eine große Wanne voll Wasser gelegt worden, um weitere chemische Reaktionen zu verhindern.

Auch Nachbarn waren betroffen: Herumfliegende Trümmerteile verursachten Schäden an zwei benachbarten Grundstücken. Der entstandene Sachschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge rund 40.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

OZ

So und jetzt?
Solange es keinerlei fundierten Ergebnisse sind ist nur ein E Speicher kaputt gegangen.

Und die Möglichkeiten durch Störungen sind vielfälltig, Falshe Einstellungen, Falsche Bedienung,defektes oder Falsch eingestelltes BMS nicht richtig festgezogene Schrauben an den Battriepolen oder schlechte Verschweisung.................................... zb.

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Ist erstmal nur die Meldung… Hier in Vorpommern ging schon wieder die Diskussion um Heimspeicher und die Gefahr los…
Wenn dem das Dach weggeflogen ist war da sicher mehr im argen. Vielleicht findet sich ja jemand der mehr Infos bekommt wenn die Brandursachenermittler durch sind.
Oder der Eigentümer meldet sich und schreibt was er für einen Speicher hatte..
Quasi erstmal nur die Meldung … wir werden sehn was kommt.
Ich musste erstmal meine Frau beruhigen.:innocent:

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Das Thema „explodierende Speicher“ wurde hier ja schon gründlich diskutiert, das ist ja schon woanders mal passiert.

Oliver

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Naja meine muss ich nicht beruhigen da sie genau weis das es Sicher ist und auch die Parameter kennt und die 3 Fache absicherung das eben nichts überladen wird ect. Aber ich kanns verstehen aber ich sehe es schon irgendwann kommen das die Politik sich eimischt und eben dann nur noch Zertifiziertes material verbaut werden darf mit TÜV abnahme ect.

Jede Form von Energiespeicher ist erstmal "gefährlich".

Egal ob es der Benzinkanister, ne Gasflasche oder Batterien sind.

Disclaimer:
Ich will der Feuerwehr hier keinen Vorwurf machen etwas falsch gemacht zu haben.

Meine Kenntnisse beschränken sich auf Feuer und Flamme und sobald dort Gasflaschen auftauchen werden entsprechende Maßnahmen getroffen, wie z.B. aus der Deckung löschen.
Und nach dem abkühlen werden die Flaschen ins Wasserbecken gelegt. Müsste die Folge nochmal raussuchen aber das waren glaube ich Acetylen Flaschen.

Bei der Meldung ist nicht ganz klar was passiert ist, liest sich aber so als ob man da direkt im Raum bzw. zumindest relative nahe bei dem Speicher war. Es würde vermutlich Sinn machen bei dem Verdacht auf Batteriespeicher ähnlich wie bei Gasflaschen zu verhalten.

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Deshalb sollte man die Räume ja auch entsprechend markieren…
siehe auch : https://meintechblog.de/2023/01/22/operation-hausspeicher-kennzeichnung-fuer-einsatzkraefte-und-brandschutz/

Dann lass sie bloß in diesem Glauben…

Oliver

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Ne das ist so, da ich eh alles selbst Baue und mein System kenne, können wir beide Nachts ruhig schlafen.

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Ja genau, und die Schlussfolgerung war damals grob folgende: Der Batteriespeicher an sich explodiert nicht.

  • Bei der Zellchemie NMC (was es bei PV-Heimspeichern seit Senec kaum mehr gibt, aber was in E-Autos (noch?) häufig vorkommt) ist ein Thermal Runaway möglich. Die Zelle überhitzt durch elektrische Entladung und fängt irgendwann zusätzlich an, chemisch zu brennen. Es brennt heftig, gibt u.U. Stichflammen, aber zumindest keine Explosion.
  • Bei Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4), was heute DER Standard für Heimspeicher ist, ist das Havarieverhalten an sich viel gutmütiger. Die Zelle kann überhitzen, sich aufblähen und ausgasen, aber sie brennt nicht mit offener Flamme. Eigentlich viel weniger kritisch. ABER: Wenn sie ausgast, kann im Gas/Rauch ein gewisser Wasserstoffanteil sein. In geschlossenen, wenig belüfteten Räumen kann im ungünstigsten Fall die Explosionsgrenze überschritten werden.

Im hier geschilderten Fall klingt es so, als ob es LiFePO4 gewesen sein könnte und eine Knallgasexplosion den Anbau zerlegt hat, wohingegen der Speicher an sich wahrscheinlich mechanisch weitgehend unversehrt geblieben sein dürfte. Vielleicht erfährt man im Nachgang noch etwas.

Spekulation(!!) meinerseits: “….Holzschuppen….” klingt für mich nach Lagerort für Benzinkanister, Gasflschen für Grill, Lösungsmitteln usw.. Akku hat vielleicht nur das vorhandene zündfähige Luft-/Gasgemisch zum Explodieren gebracht….? Unschön, aber in so einem Fall eher “Bedienungsfehler”

ÖRa

Spekulatiuszeit ist erst wieder zu Weihnachten…

Oliver

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muss ja nun alles schöngeredet werden, damit man nicht die rote Karte von den Familienmitgliedern bekommt…

Die Menschheit besteht nun mal aus Bedienungsfehlern.

Siehe Straßenverkehr, wie viele Unfälle haben rein technische Ursachen?

Die Verkabelung auf dem Dach deutet schon in eine gewisse Richtung.

Auf dem Foto sollen die Speicher zu sehen sein. Quelle: Ostseewelle

Würde auch nach dort zum Sammelthread deuten:

z.B.:

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Der Vergleich stinkt.

Speicher sind noch recht neu und vermehren sich durch den Preissturz explosionsartig.

Wie schaut in 5 oder 10 Jahren Betriebsdauer aus. Vermutlich hat sich eine große Anzahl aus Sicherheitsgründen abgeschaltet und es bremst zum Glück die Statistik.

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Wäschetrockner werden oft nur betrieben, wenn man Vorort ist. PV-Speicher laufen 24/7, wenn da was passiert und man nicht zu Hause ist, ist die Gefahr großer Schäden deutlich größer.

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Am Ende ist es halt wie überall denke ich: Weder das “kleinreden” von Risiken (wie es hier gerade passiert) noch das “schlechtreden aus einem Anlassfall heraus” (wie es ebenfalls gerade hier passiert) macht letztlich Sinn.

Ich denke das Risiko was von Akku´s ausgeht dürfte ja mittlerweile - spätestens nach den Meldungen brennender Häuser, Garagen, Müllverwertungsanlagen - jedem bewusst sein.

Somit wir es zwangsläufig MIT so einem Akku ein höheres Risiko geben, als ohne… Aber das gilt auch für viele andere Arten von Akku´s wie (Klassiker) E-Bike, Roller usw. oder auch von den Werkzeugen.

Der Unterschied ist halt, dass die in so einem “Hausakku” gespeicherte, chemische Energie noch mal deutlich höher ist, entsprechend ist auch das Gefahrenpotential im Fehlerfall entsprechend höher… Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich auf das ganze Haus auswirkt halt damit auch.

Meine persönliche, subjektive und nicht fachkundige Meinung dazu:

Wenn man sich sowas anschafft, sollte man dazu auch die passenden Bedingungen schaffen. Wo bei Werkzeug oder E-Bike Akku i.d.R. halt noch der Stahlschrank für eine sichere Aufbewahrung reichen wird, könnte es bei einem Hausakku dann eben ggfs. der Stahlbetonraum mit Feuerschutztür und (geregelter?) Belüftung sein.

Ein Hausakku im Holzschuppen wird dann halt eben nicht ideal sein…