Ich bin auch schon fast soweit. Ein 16s BMS von Ali-Express ist schon eingetroffen. So einen Akku aus Einzelzellen selbst zu bauen ist am Ende wahrscheinlich sinnvoller.
Der scheinbar günstige Preis von Powerness hat ja wahrscheinlich Gründe…
Bevor ich aufgebe, werde ich den Akku aber öffnen und sehen, ob da irgendwas brauchbares drinsteckt.
Update:
Habe jetzt doch ein Arduino-Interface entworfen, mit dem der SOC (oder dessen Nähe zu Null) detektiert werden soll, um das Endabschalten des Akkzs und den händischen Restart zu vermeiden.
Die Akkuspannung wird per Spannungsteiler auf Arduino-verträgliche 5V gebracht und dann per analog-Input ausgelesen.
Weiter kommt auch wieder der Stromsensor zum Einsatz, der ein digitales Signal ausgibt, sobald der Autoladeziegel Strom (AC) zieht.
Dann wird die Entladung des Akkus freigegeben, sofern dieser ausreichend Rest-SOC aufweist, ansonsten nicht. Gleichzeitig wird im Falle des angeschlossenen Autos die Akkuladung unterbrochen, da man im Falle eines Balkonkraftwerks den Akku ja nicht mit teurem Netzstrom nachladen möchte.
An der Software wird noch gearbeitet, die notwendige Hardware-Änderung ist schon fertig. Gegenüber dem ursprünglichen Konzept sind jetzt Teile der Automatisierung mittels Smartlife verwirklicht. Da man die PV-Leistung per intelligenter Einspeisesteckdosen verwenden kann, entfällt die dachbodenseitige Installation und die separate Funkstrecke zwischen Dachboden und Garage vollständig.
Update:
Die Arduino-Software ist fertig und im Simulationsbetrieb (ohne echte angeschlossene Akku- und Wechselrichterhardware) getestet.
Da zu erwarten ist, dass die Akkuspannung nach spannungsgesteuerter Unterbrechung der Entladung sofort wieder etwas ansteigt, habe ich eine frei definierbare Hysterese einprogrammiert, innerhalb derer die Entladung nicht wieder freigeschaltet wird, wenn der untere Grenzwert einmal erreicht wurde.
Das soll verhindern, dass es zu einem zyklischen Ein-Ausschalten der Entladung kommt, wenn die Grenzspannung erreicht wurde. Eine sinnvolle Größe dieser Hysterese ist noch zu ermitteln.
Morgen wird es ernst, mit allen Hardwareaggregaten dran.
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UPDATE:
Allmählich glaube ich auch, dass Powerness eine Art Müllentsorgung auf Kosten der Kunden betrieben hat.
Nachdem heute Morgen der WR zunächst regulär funktionierte, hat irgendwann die Aufschaltung des Batterie-Inputs (bei mir per Relais) zu einem sofortigen Störungssignal der Batterie geführt. Reproduzierbar.
Wie sich herausstellte, verursacht neuerdings einer der beiden WR-Eingänge eine Kurzschlußsituation. Schaltet man die Batterie nur auf den anderen Eingang durch, läuft alles wie es soll.
Auch die Automation mit Hilfe des Mikroprozessors und teilweise der Smartlife-Szenen scheint jetzt zu klappen. Zwei ältere Wifi-Dosen, die daran beteiligt sind, beklagen sich gelegentlich über schwaches WLan. Die werde ich bei Gelegenheit gegen die leistungsfähigeren und verbrauchszählenden Greensun-Dosen austauschen. Wieviel Leistung der WR mit nur einem PV-Eingang noch bringt, werden wir sehen.
An der Photvoltaik hängt grade noch der 600W APS-WR. Wenn die Batterie mit einem noch hier rumliegenden 800W Deye Sun M80G4 zusammenspielen sollte, kann der halbseitig tote TSun-WR auf dem Dachboden mithelfen….
Alles in allem waren die Erfahrungen mit dem Powerness Angebot aber ernüchternd. Ja, ich habs zum Laufen gekriegt, wobei mir einige der Erfahrungen von RoBernd sogar erspart geblieben sind.
Aber der Zusatzaufwand an Zeit und Geld für Zusatzhardware macht den scheinbaren Vorteil des günstigen Einkaufs mehr als zunichte.
UPDATE:
Der Wechselrichter ist zwar Ursache der Batteriesbschaltung, gleichwohl nicht defekt.
In gewöhnlichen PV-Anlagen setzt der Photostrom in der Regel allmählich und kontinuierlich ein. Das lädt dann die WR-Eingangskondensatoren langsam auf und die Einschaltsröme bleiben klein.
Haut man aber die Batteriespannung schlagartig auf den Eingang, ziehen diese Kondensatoren kurzzeitig so viel Strom, dass der Akku dies als Kurzschluß eertet und abschaltet. Belegt man nur einen Eingang, reicht der Einschaltsrom nicht aus, um die Kurzschlussreaktion des Akkus zu triggern.
Das war vermutlich auch der Grund, warum die SSRs, mit denen ich fiesen Strommanfsngs geschaltet habe, sofort durchgebrannt (eher durchlegiert) sind. Jedenfalls hsben sie jetzt einen permanenten durchgeschalteten Zustand.
Abhilfe: der zweite WR-Anschluss darf nicht gleichzeitig, sondern gering zeitversetzt zugeschaltet werden. Das bedeutet ein zweites Relais, der Zeitversatz ist mit der Arduino-Steuerung sehr simpel realisierbar.
Die Lernkurve mit diesen Teilen ist spektakulär und steinig!