Speicher DMEGC M01 Erfahrungsaustausch

@RoBernd

Wir kommen der Sache näher. Offensichtlich funktioniert der Wechselrichter auch nur richtig mit dem Akku, wenn er ebenfalls per Wlan mit seiner TSun-App verbunden ist.

Tatsächlich zeigt dann der Akku seinen Füllstand im Display an und die Akku-App meldet eine Entladung. Allerdings nur knapp 2 Ampere. Da im Moment keine Möglichkeit zur Nachladung besteht, erstmal die Sache stillgelegt.

Dass die Gerätschaften nicht autonom, sondern nur mit diesen sonderbaren Apps laufen, ist schade. Klar, wenn man Timersteuerung und so etwas machen will, ohne Hardwarelösungen wie ich sie vorhabe, ist die App vielleicht nützlich. Dass es nicht ohne geht, allerdings aus meiner Sicht verwerflich.

Der APS-Wechselrichter ist in dieser Hinsicht problemlos. Er hat eine Wlan Möglichkeit, aber wenn man sie nicht nutzt, funktioniert er trotzdem.

Nö, er funktioniert auch ohne App. Das Wlan Symbol blinkt dann schnell aber es geht trotzdem. Jedenfalls bei mir.

Bei mir hat er erst zu arbeiten begonnen, als ich die Tsun-App und damit auch die Wlan-Verbindung eingerichtet habe. Vielleicht hat ja die Wlan-Verbindung das Wunder bewirkt, und nicht die App. Aber ohne die App hatte man auch keine Gelegenheit dem WR die Wlan-Daten mitzuteilen.

Sorry, ich dachte wir reden über den Speicher.

Ich habe mir auch den Speicher gekauft. Wie so viele wegen des Preises.
Somit haben beide Wohnungen nun jeweils einen Speicher bekommen.

Ich kam aber mit der TSUN App nicht zurecht und habe einfach einen EPP-Deye 300 dran gehangen (gabs bei ebay für gerade mal 38€). Läuft auch super. Hab im Speicher eingestellt, dass er ab 19uhr bis 23uhr die Ladung abgeben soll und in der Zeit gehen schön 300W am Abend, wenn ich am Pc sitze und der TV läuft Strom in die Wohnung. Über Tag lädt nur der Akku und sobald er voll ist, schaltet er zum Wechselrichter durch. Funktioniert auch bisher gut. Hab es auch schön über Tuya eingestellt, da ich eh schon Steckdosen über Tuya nutze zur Messung von mehreren Balkonkraftwerken.

Muss dazu sagen, ich habe bei beiden Wohnungen jeweils nur 1x 400W hängen. Bei einer Wohnung hängen noch kleinere Billige 2x 150W (wenn der wert überhaupt stimmt) noch mit dran. In der anderen Wohnung hängt die eine Solarzelle leider eh sehr ungünstigen Richtung Nord/Ost, da ist der Speicher eh nur eher fürs Wochenende.

Wenn ich das richtig lese, sollte der Speicher wohl nicht draußen sein, damit er besser läuft? In einer Wohnung habe ich ihn direkt schon in der Wohnung. Leider gibt es bei wenig Sonnenlicht ein ganz schön lautes Spulenfiepen

Kann man den TSUN Wechselrichter auch ohne WLAN über Bluetooth einstellen? Es wird überlegt beim Balkonkraftwerk im Garten auch so einen Speicher zu kaufen. Dieser würde aber mitten auf der Wiese unter den Modulen stehen (also auch kalt?). Im Garten gibt es aber kein WLAN. Deshalb die Frage.

@RoBernd:

Du hattest ja den MPPT-Tracker überbrückt. Läuft Deine Konfiguration aktuell mit oder ohne diesen Tracker.? Nachdem mein Akku ja wohl doch Ok zu sein scheint, hätte ich keine Bedenken ihn aufzuschrauben und ebenfalls den Tracker zu deaktivieren, falls es sinnvoll ist.

Als Netzteile sind zwei Geräte bestellt, einmal das gestern abgeschossene regelbare Netzteil, 60V, max. 10A. Und ein weiteres 60V, 20A starr eingestelltes. Mal sehen, womit es besser klappt. Im Winter dürfte wohl das schwächere Teil eine bessere Wahl sein. Im Sommer kann man auf der PV-Seite mit einem zweiten WR auch höhere Leistungen ins AC-Netz einspeisen, die mit meiner Steuerung das Haus nicht verlassen, sondern direkt vom Akku per Netzteil wieder absorbiert werden.

Bei deinen Annahmen muss man berücksichtigen, dass der WR extrem träge ist. Ob der Speicher Spannung am Ausgang liefert, sollte man besser mit einem Multimeter prüfen, anstatt mit einer Leistungsmessung am WR-Ausgang. Und um festzustellen, ob der WR tatsächlich läuft, sollte man mindestens 5-10 Minuten warten. Ändert man in dieser Zeit etwas, z.B. die WLAN-Verbindung, kann man u.U. falsche Schlüsse ziehen.

Der WR ist sicherlich träge. Aber dass der Akku endlich seine Statusanzeige abgegeben hat, ist direkt beim Verbindungsversuch des WR mit dem WLan oder der TSun-App eingetreten.

Für die Leistungsabgabe habe ich vermutlich nicht lang genug gewartet, da der Akku ohne Nachlademöglichkeit nicht leergezogen werden sollte. Die neuen Netzteile werden wohl heute Abend eintreffen.

Was ich gesehen habe war nicht die Leistungsabgbe des WR, sondern im WLan des Akkus dessen DC-Strom. So hatte ich es zumindest interpretiert. Hast Du weiterhin Deinen MPPT des Akkus deaktiviert?

60 Volt halte ich für zu viel. Ich hatte Messungen am Ausgang des MPPT gemacht. Da kamen nie mehr als 58 Volt raus. Ich lade sogar nur mit max. 56 Volt.

Wenn ich mich richtig erinnere stellt der TSun einen Accesspoint zur Verfügung. Man kann dann eine Webseite öffnen (192.168.4.1) und die Verbindung zum Wlan einrichten aber mehr glaub ich nicht.
Die Antwort wäre also nein.

In der Akku-Spec wird ein DC-Spannungsbereich von bis zu 95V genannt. Tatsächlich sind 60V für ein 16s LiFe-System schon grenzwertig. Aber wenn man den Daten vertraut, muß die Akku-Elektronik die Möglichkeit haben, die anliegende Eigenspannung für die Zellchemie verträglich zu wandeln.

Allerdings sind die Fehler der Einheiten und Bezeichnungen in eben jenem Datenblatt nicht grade vertrauensfördernd…

Ach so, verstehe, der MPPT würde dieses bewirken. Wenn man ihn überbrückt, ist man natürlich selbst für die Spannungsgrenzen verantwortlich. Mit dem regelbaren 10A-Netzteil kann ich dem Rechnung tragen.

Damit ist der PV-Eingang gemeint.

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Danke Martin, das habe ich grade auch erst verstanden!

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Ich habe jetzt das regelbare Netzteil erhalten und erstmal an den PV-Eingang angeschlossen.

Den Strom auf 7,5A runtergedreht. Der MPPT zieht dann die Spannung stereotyp auf 37 Volt, angezeigt am Netzteil. Das sind dann knapp 280W. Nicht toll für ein Netzteil, das mindestens 480W Dauerleistung liefern könnte.

Man sieht aber keinerlei MPPT Aktivitäten. Zumindest bis jetzt ist die Spannung nicht noch weiter runtergegangen

In der Akku-App wird eine Spsnnung von 54,4V bei einem Strom von 4,8A angezeigt, entsprechend einer Ladeleistung von 261W. Stimmt zumindest in der Größenordnung mit den am Ladrgerät angezeigten Werten überein.

Im Moment ist es so, dass der Akku seinen Zustand nur dann im eigenen Display anzeigt, wenn PV-Input anliegt. Die Entladung per WR ist aktuell abgeschaltet. Statusanzeige scheint es also immer dann zu geben, wenn entweder oder/und eine Verbindung zur Peripherie aktiv ist. Standalone sieht man den Zustand nur per App.

Das Netzteil mit den „starren“ 60V / 20A hat nicht so ein schickes Display und keine noblen Einstellknöpfe für CV und CC. Gleichwohl existieren, und zwar sogar offiziell ausserhalb des Gehäuses zugängliche Spindeltrimmer mit genau dieser Beschriftung. Es wird somit möglich sein, die Spannung auf LiFe-verträgliche Werte einzustellen und auch den Maximalstrom zu begrenzen, so dass ggf. der MPPT übergangen werden kann.

Nach dem frustrierenden Einstieg klären sich die Dinge allmählich.

Morgen versuche ich es mit dem stärkeren Netzteil. Denn auch wenn der MPPT die Spannung runterzieht, müsste doch ein deutlich höherer Strom (bis 20A) und damit eine Leistung bis zu 740W möglich sein, wenn es bei den 37V bleibt.

Während des Schreibens ist der in der App angezeigte Ladestrom deutlich angestiegen, die Spannung auch ein wenig, so dass jetzt mit 330W geladen wird. Das bedeutet, dass bei konstantem Netzteilstrom der MPPT eine höhere Spannung gewählt haben muss.

Das war dann auch der Fall. Ist zwar unklar, nach welcher Strategie der MPPT seine Bedingungen anpasst, aber bei mir ist es nicht so wie bei Bernd, dass die Spannung immer nur abgesenkt wurde.

Habe das Laden jetzt erstmal unterbrochen, um morgen den Test mit dem 20A-Ladegerät nicht mit einer schon vollgeladenen Batterie zu starten. Aktueller SOC laut App ist 70%.

Wenn das mit dem stärkeren Ladegerät wie erwartet funktioniert, muss ich das Ding nicht aufschrauben und lasse den MPPT einfach werkeln.

Der WR liefert bei mir enttäuschende 740 Watt. Hat jemand bessere Werte?

Zitat RoBernd:

Mir ist (in Android) aufgefallen, dass die App nicht immer aktuelle Werte anzeigt. Erst wenn ich im Task Manager alle Apps lösche und die App neu starte, bekomme ich aktuelle Werte.

Zitat Ende

Bernd, das ist unter IOS ähnlich. Häufig passt er die Werte zwar an, aber ich hatte auch Fälle, wo die Daten „festhingen“. Erst ein Beenden der App (bei mir eigebettet in Smartlife) bringt dann Abhilfe.

Diese Art der schlampigen Programmierung scheint zunehmend um sich zu greifen.
Damals, zur Zeit der Lochkarten, hätte man sich sowas nicht getraut….!

Der Versuch mit dem 20A-Netzteil ging gründlich schief. Erstmal lief es korrekt, der MPPT regelte nur auf 54V runter, der Strom lag auf dem Grenzwert des Ladegeräts bei etwas über 20A.

Also ca 1000W Ladeleistung.

Ich schraubte schon am Poti für den CC rum, allerdings ohne sichtbaren Effekt. Aufgrund der Erfahrungen mit dem regelbaren Netzteil wollte ich einen deutlichen Abstand zur Spec-Grenze dieses Geräts einstellen. So 15A wären sicherlich OK.

Wie berechtigt diese Absicht war, zeigte sich wenige Minuten später. Zunächst sprang der Netzteil-Lüfter an und kurze Zeit später flog die Haussicherung raus….

Exakt die Symptome, mit dem sich das erste regelbare Netzteil von dieser Welt verabschiedet hatte.

Habe das 20A Netzteil dann geöffnet. Es war unschwer die Handschrift des unseligen Konstrukteurs zu erkennen, der schon das regelbare Netzteil so inkompetent designed hatte.

Fast gleiche Bauteile, fast gleiches Platinenlayout, wieder eine eingelötete Sicherung, die in beiden Fällen das Netzteil nicht schützte. Und wenn sie es getan hätte: 12 Schrauben lösen, Hauptplatine ausbauen, Sicherung auslöten und neue hinein. Wer denkt sich denn sowas aus?!

Aber in die Verlegenheit kommt man ohnehin nicht, denn das Ding ist schlichtweg tot. Ob die Einstellung des CC-Potis den Strom soweit begrenzt hätte, dass nichts mehr passiert, kann man nicht sagen, da das Ding schon vor einer sichtbaren Auswirkung den Geist aufgegeben hat.

Garantiefall ist es auch nicht mehr, da ich das Gehäuse geöffnet und das Siegel gebrochen habe. Ärgerlich.

Für meine Konstruktion kommt jetzt, wie ursprünglich geplant, das regelbare, stromseitig auf knapp 8A gedrosselte Netzteil zum Einsatz. Den MPPT lasse ich erstmal aktiv.

Ist blöd sowas. :sleepy_face:
Man kann es sicher reparieren nur ob der Aufwand lohnt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ich würde wenigstens die Leistungsbauteile (Mosfets?) ausbauen und prüfen. Aber Vorsicht, mit Netzspannung und Ladeelkos ist nicht zu spaßen.
Könntest du für die beiden Netzteile Links liefern damit andere gewarnt sind? Danke.

Grüße Martin

Gerne:

Hier das regelbare Netzteil:

Und hier das ungeregelte (ist mit den Potis wohl doch regelbar

Der Link zeigt auf ein 12V Netzteil. Es gibt dir aber eine Auswahl mit einer 60V 20A Zusage, die habe ich genommen.

Komme mit meiner garagenseitigen Kiste langsam voran. Die mechanischen Arbeiten, Einbau diverser Steckdosen, CEE-Stromversorgung, SSRs zum Schalten der Lade/Entladeströme und die Verkabelungen und Anschlüsse DC sowie AC-seitig sind weitgehend fertig.

Wechselrichter und Akku hängen an der Garagenwand, der Akku wird per Netzteil geladen, abhängig von einer Steuerlogik wird die Ladung durchgeschaltet oder getrennt.

Entladung ähnlich. Wenn ein Stromsensor in der Autoladungszuleitung Aktivität bemerkt, wird die Entladung freigeschaltet und die Ladung gesperrt. Geladen wird ausserdem nur, wenn das Balkonkraftwerk mehr als 250W einspeist.

Die etwas komplizierte Mimik erlaubt es, den Akku und die Steuerungskiste in der Garage zu platzieren, obwohl der Einspeisewechselrichter auf dem Dachboden arbeitet. Dort kommt nur noch der Einspeisesensor zusätzlich hin und natürlich der Fernschalter, der den Zustand der Einspeisung zur Steuerungskiste hin funkt.

Die Lösung ist komplett autark, braucht weder Wlan noch Internet. (ausser Akku und evtl. Wechselrichter, womit ich ursprünglich nicht gerechnet hatte).

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Die Leistungsdaten sind für den Preis ordentlich. Allerdings ist mir aufgefallen, dass der Wirkungsgrad nicht so prickelnd ist. Bei einem Netzteil, dass viele Stunden am Tag läuft, wäre mir das zu wenig. Bei Nominallast würden ja bis zu 90 Watt in die Luft geblasen.

Autarkie bekommst du übrigens auch mit Tasmota hin. Du müsstest nur einen ganz einfachen Router ins Haus stellen. Ohne Server und ohne Internet. Der Vorteil davon wäre auch, dass die Nachrichten quittiert werden, anders als bei deiner One-Way-Funklösung.