Solarthermie funktioniert auch im Winter

Es ging nun vorwiegend um die Tage, an denen die ST was erbringt. Die anderen Tage hatte ich jetzt nicht mitkalkuliert. Die ST bringt ja auch mal bei einer Stunde was. Und dann aber 3-4 mal soviel wie die PV. Also Wärme zu Strom.

Ich kann euch aber sagen selbst bei difusen Licht macht die ST ein bischen was klar wirklich Heizen tut sie da nicht aber die PV ist da auc nicht besser.

Sag ich ja. Würdest du aber z.B. nur von 20°C an aufheizen würde die ST mehr bringen können. Oder eben noch tiefer. Aber du schreibst es ja. Der Eisspeicher kostet natürlich auch Geld.

Bei mir kam heute übrigens 29,2kWh von einer 15kwp Süd-PV-Anlage vom Dach. Temperatur müsste immer noch unter 0°C liegen, die Nacht war es wohl -7°C.

So ist es. Ich selbst habe 3 platten (kein vakuum) sudwest ausrichtung. Nebendran sind 10 solarpanel a 450 W montiert. Ich lass das brauchwasser solar, im sommer wird der speicher auf fast 90 grad geheizt. Aber nur 4 monate kann das brauchwasser solar spürbar unterstützen.

Einen weiteren punkt datf man nicht unterschlagen. Wenn das brauchwasser morgens “zu kalt" ankommt, muss es mit z.b. ölheizung warm gemacht werden, dass die personen duschen können. Dabei muss der gesamte speicher aufgeheizt werden. Wenn um 10.00 die sonne kommt, kann nicht viel genutzt werden, da der speicher schon auf 50 grad steht.

In besagten 4 monaten kommt der speicher morgens warm genug an. Aber sonst nicht. Liegt auch an den temperaturen ausserhalb des speichers.

Ich lass das auch, mir reichen die 4 monate brUchwasser erwärmung. Sollte was kaputt gehen, werde ich das nicht mehr reparieren.

Das noch:

Ich habe vor 7 jahren in einem anderen haus 7m2 vakuumkollektoren aufs dach gemacht, es mussten 7 sein um eine förderung zu erhalten. Fast jedes jahr ist das defekt. Da gehen einzelne röhren defekt oder die flüssigkeit verdampft an irgend einer stellle. Ein abolutes minus geschäft. Da überlege ich, das vom dach zu reissen. Das wurde alles mit einer fachfirma installiert. 1x hat die versicherung wegen hagelschaden bezahlt. Das gehört jedenfalls zu den top 3 schlechtesten entscheidungen, die ich im leben getroffen habe.

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Könnte man nicht einfach im Keller einen Tank hinstellen und Kaltwasser vorwärmen? Wenns aus der Leitung mit 10°C kommt und 1000l dann damit auf 20°C erwärmt wär das was. Bzw. auch den Keller. Dann ist die Energie nicht weg.

Meine 9m² VRK-STH, ebenfalls West und damit erst ab 13 und bis 16 Uhr nennenswerte Leistung hatte heute knapp 10kWh Ertrag. Ich frage mich, ob die STH von @Schwarzermann tatsächlich VRK oder doch eher Flackkollektoren sind (bei denen spielt die Aussentemperatur eine größere Rolle?). Bei ähnlichem Wetter (Sonnenschein) wäre das sonst ein sehr schlechter Wirkungsgrad. Mit PV und COP 3 hätte ich (10kWh / 0,8 (optimistischer Wirkungsgrad STH) x 0,22 (Wirkungsgrad PV) x COP 3=) 8,25kWh Wärme. Da ist der Unterschied schon deutlich kleiner.

Das Problem bei STH ist das Temperaturniveau: Wenn nur wenig Leistung kommt (diffuses Licht) kann man mit der Energie nicht viel anfangen. D.h. wenn der Puffer erst mal unter Rücklauftemperatur abgekühlt ist, bringen die wenigen kWh bei bewölkten Himmel praktisch nichts (außer mit den Speicherverlusten den Keller zu heizen). Der Strom aus PV hingegen geht direkt in die WP. Interessanter wird es bei höheren Außentemperaturen, da würde ich dank höherem COP erwarten, dass die WP besser abschneidet.

Aber auch ich lasse das jetzt erst mal so. Die Anlage ist bestenfalls kein Minusgeschäft und bietet zumindest im Sommer eine gewisse Redundanz für WW. Außerdem verschleißt die Gasheizung (oder später eine WP) in dieser Zeit weniger.

Das ist auch mein gedanke. Im sommer bleibt der ölbrenner ganz aus, dadurch hält das ding vielleicht ein paar jahre länger.

Ich habe den heizölverbrauch Warmwasser ermittelt. September und oktober wurde nur öl für warmwasser verbraucht. Das brauchwasser solar habe ich aussen vor gelassen. Es wurden 44 liter heizöl pro monat benötigt, um warmwasser für 2 wohnungen bereit zu stellen. Es wird also fast nix an geld gespart. Die ölmenge ist ziemlich genau. Ich habe bei einem füllen des tankes die liter pro mm ausgerechnet, kann jetzt immer über füllstände auf den verbrauch rechnen.

In meinen Verbrauchs daten EFH, BJ 1950, Sanierung 2014, ca. 160 m², Göttingen hatte ich mal geschreiben:

In deiner PDF Datei Solarthermie_Auswertung_2026-01-21_PVForum.pdf gibst Du einen Winkel von 35° an und erntest damit. Glückwünsch. Ich muss schon sagen, dass ich darauf ganz schön neidisch bin. Mit meinen 15° Neigung auf Westdach erreiche ich meine höhste Temperatur so gegen 15:00. Vor Jahren hatte ich mal aufgeschrieben, dass ich Mitte Februar maximal 44°C auf dem Kollektor erreiche. Am 28.2. sind es dann 55°C, wo ich dann bei 42°C Speichertemperatur schon ernten kann. Anfang Oktober bin ich dann wieder nur noch bei maximal 42°C. In der Heizperiode bringt mir das also überhaupt nichts.

Bisher hatte ich überlegt ob ich die Anlage nicht runterschmeiße und stattdessen PV auf das Dach setzte und einen Heizstab in meinen 800 Liter Hygienespeicher einbaue. Jetzt frage ich mich, ob die die Anlage nicht versetze. Ich hätte noch “West 45° Neigung”, was ja nach den Daten von Schwarzermann warm genug werden müsste, oder “Süd 45°, wo ich im Winter aber nur 2-3 Stunden Sonne drauf habe (morgens erst Verschattung durch Baum und Nachbar-Hochhaus; Nachmittags Verschattung durch einen Giebel) Außerdem kriege ich da aus Platzgründen nur noch 2 ST-Platten aufs Dach. Hat schon mal jemand eine ST-Anlage versetzt? Wahrscheinlich müsste ich dann die Flüssigkeit erneuern, was dann auch wieder kostet. … Oder einfach die ST da lassen wo sich ist und nur Warmwasser im Sommer?

Mit Fachfirma lohnt sich STH nicht. Ich teile die Erfahrung. Ich habe teure Viessman Röhren, von einer Firma montiert, die nur Viessmann macht. Die (teure) Firma war nicht in der Lage nach Montageanleitung zu montieren und das Design von Viessman ist quasi per Definition undicht. Zwischen den Kollektoren sind die Verbindungsrohre nur gesteckt (je Seite 2 Dichtungsringe). Bei jeder Temperaturänderung verschiebt sich das Teil durch Ausdehnung und wird undicht (beim Abkühlen). Die Dichtungen sollen das wohl ausgleichen aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das 30 Jahre mitmachen. Austauschen geht nur, wenn man den ganzen Kollektor demontiert.

Ich bin derzeit auf Betrieb mit Wasser umgestiegen, das ist billiger.

Zumindst habe ich bisher keine Probleme mit dem Vakuum (12 Jahre).

Wenn die kollektoren auf dem dach nicht kaputt sind, sondern die steuerung+pumpe oder die schleife im brauchwasserspeicher, können die doch auf dem dach beiben. Was spricht dagegen, die brauchwasserplatten still zu legen, wasser raus. Und dann solarpanel auf die anderen platten zu machen. Fest genug ist das ganze bestimmt. Wenn nicht der erbsen zähler nachbar kommt und daran rum meckert. Dann könnte man die brauchwasserplatten jederzeit reaktivieren.

Meine Kollektoren sind gnz einfache Flachkollektoren innen Kupferrohr mit dementsprechend Kupferblechdran das Schwarz lackiert ist fertig die verbinder sind schraubklemmverbinder ein Holzrahmen aussen rum unten ein bischen Glaswolle oben eine Glasscheibe fertig, das ist nix Wildes hat 2009 1200€ mit 600€ montage gekostet dazu die Pumpeneinheit und ein Ausdehnngsgefäss und ca 20 meter Edelstahlwellrohr die ganze Anlage hat seiner zeit 3600€ gekostet das wars. seit dem ist sie auf dem Dach und produziert wärme 2014 hatte ich nen Blitzschlag da hats die Steuerung zerlegt da hab ich das ganze nun auf die ETA Heizungssteuerung geklemmt den die kann das auch. vor 3 oder 4 Jahren hab ich einmal 30 liter Solarflüssigkeit gekauft seit dem läuft sie ohne Probleme. Ich hatte damals auch zuerst gedacht Vacuumröhren zunehmen der Installateur meinte lass es, nimm die einfachen die funktionieren immer zuverlässig ,und so ist es auch. Was die Anlage bringt seht ihr ja oben Grafisch da gestellt und das sind reelle werte ich Lese das ganze aus und die Werte Stimmen den rest hat Chat GBT mir errechnet aufgrund meiner Werte und der Zeit inklusive Durchfluss.

Ich hab ja geschrieben die West auslegung hat den Vorteil das eben Abends das Wasser auch Warm genug ist im Sommer reicht mir das dicke keine Frage das nächste was ich habe da wo die ST auf dem Dach liegt wird sie durch nen Dachständer verschattet mit der PV iss das blöd der ST ist das wurscht. Zudem ist die Redundanzhalt unschlagbar gerade wenn auch Stromausfall mal ist mit meinem grossen PV Speicher fahre ich zur Not den Holzkessel hoch dann komm ich bis zu 2 Wochen aus wenn wir Sparsam sind.

Die Garage ist Süddach und wäre von der Leitungslänge vie zulange zudem ist da alles mit PV voll.und sie wird ab Oktober verschattet da das Garagen Dach tiefer ist und das die einzige Süd Ausrichtung hat bis auf die Zaun PV

Kostenmäßig sind Flachkollektoren ganz klar im Vorteil. Es gibt kein Risiko, dass das Vakuum verlorengeht (kommt bei den Röhren wohl öfter vor). Dafür ist eben der Wirkungsgrad im Winter deutlich geringer (Abstrahlverluste) und die Stagnationstemperatur deutlich höher (die Sole in meinen VRK wird nicht wärmer als 142°C).

In der Frage Winterertrag wäre IMHO der Flächenertrag PV + WP höher (Wirkungsgrad FK-STH vermutlich <40-50%). Heutzutage ist diese Lösung vermutlich auch ökonomischer wobei es gleichzeitig nach wie vor gute Gründe für STH gibt. 2009 sah die Welt sowieso noch ganz anders aus, also nicht als Kritik verstehen.

Es ist schon schön anzusehen, wenn das Wasser bei -10°C draußen mit >60°C vom Dach kommt (gut, dafür muss die Sonne schon etwas länger als 2h scheinen). Das mache ich inzwischen aus Effizienzgründen nicht mehr - im Winterhalbjahr geht die Energie in den Heizungspuffer.

Ich selbst hatte 2014 den Aufwand für STH unterschätzt. Stromleitungen sind dann doch einfacher zu verlegen (und ändern) als Wärmeträgerleitungen. Wenn dann noch die Wartung dazukommt (gibt genügend Anlagen, an denen nur alle paar Jahre was zu machen braucht), könnte man schon darauf kommen, STH als Fehlentscheidung einzuschätzen. Heute würde ich nur PV montieren, das ist noch robuster als Flachkollektoren. Im Sommer sollte bezüglich Redundanz genügend Strom erzeugt werden, um per Heizstab zu heizen. Der funktioniert im Winter bei defekter WP/Heizung auch ohne Sonne (außer bei Stromausfall).

Ich hab 8kw Solarthermie flachkollektoren auf dem Dach (Süd 45 grad) das sind 4 Stück. Die hat 11kwh gestern gemacht. Daneben liegt ne 7kwp pv Anlage die hat 22kwh geschafft. Wenn ich jetzt Solarthermie runter baue und da 5 pv module hinlege dann schaffen die 7kwh und daraus mach ich mit nem cop von 4 → 28kwh. Die sind zwar erst 3 Jahre alt deshalb sind sie noch drauf aber ich würd immer pv machen. Allein die Wartung. Wie teuer die Flüssigkeit ist. Wenn ich dafür nen heizubgsbauer rufe dann ist der Ertrag vom Jahr weg.. etc etc.. also wer seinen Pool damit beheizt ok da versteh ich das aber bei nem 2-4 Personen Haushalt rentiert sich das erst sehr spät

Das ist nur zum großen Teil richtig. Ich betreibe hier Röhrenkollektoren. Sicher ist die Jahresernte der Röhre deutlich höher, ABER die Eigenschaften sind doch sehr verschieden. Man kann das nicht direkt vergleichen. Röhre kommt sehr gut bei direkter Sonnen durch trockene Luft, schon hohe Luftfeutigkeit schmälert die Ernte dramatisch. Bei Rauhreif oder Schneefall ist Schluß.

Im Kern-Winter ( Dez., Jan. u. Feb. ) ist hier im Raum Bremen sowieso sie Ernte max. 10% vom Sommer, dazu AMI mit mehr H20.....
Schon in der Übergangszeit sieht die Bilanz sehr positiv aus.

Mein Fazit ist : als die Entscheidung fiel, war sie richtig. Aus heutiger Sicht ist PV und Wärmepumpe und Heizstab optimaler. Die Zukunft kenne ich nicht.

LG Jörg

Genauso siehts bei mir aus. Ich hab die Solarthermie halt draufgelassen, und nur um zwei Kollektoren verkleinert, als die PV dazukam, weil der komplette Abbau halt doch einen größeren Umbau im Heizungskeller nach sich gezogen hätte.

Wenn’s denn aber dann doch mal eine WP gibt, fliegt die Solarthermie runter, und wird durch PV ersetzt.

Oliver

Hier diese woche montag und dienstag.

Ein 450 W solarpanel hat pro tag ca. 0,9 kwh produziert. Die solarpanel sind auf dem gleichen dach, direkt nebendran. Ich könnte 3 solarpanel machen, wo jetzt brauchwasser solar ist.

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Flachkollektoren kann man auch gut mit einer Wärmepumpe kombinieren.
Vielleicht umschaltbar mit Eisspeicher und Luftregister. Das baue ich gerade hier auf.

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Mit ner kleinen Sole Wärmepumpe aus China? Ich hab in der kalten Zeit jetzt häufiger mal auf die Temperaturen vom pt100 im Kollektor geachtet und die waren da oben immer 1-2 grad kälter deshalb dachte ich eig das wird nicht viel mehr bringen als eine lwwp… weil eisspeicher oder grabenkollektor muss man auch erstmal bauen

Und Flachkollektoren liefern erstmal gar nichts.

Ich stelle im Winter die tatsächliche Außentemperatur morgens/nachts anhand der Kollektortemperatur fest und die stimmt mit dem Außenthermometer überein. Dementsprechend wird bei kurzem Sonnenschein die notwendige Kollektortemperatur nicht erreicht. Die PV liefert hingegen selbst bei Nebel oder unter einer dicken Reifschicht schon Strom.

Wir haben hier akutell gerade Nebel mit einer Sichtweite von ~150m. PV liefert ~78W / kWp, Kollektortemperatur hat hingegen erst seit kurzem das Vorzeichen gewechselt.

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Da hattest du wohl Recht. Er nutzt Flachkollektoren, die Ausbeute wird mit PV also höher sein im Verhältnis. Vakuumröhren hätten wohl einen noch höheren Wirkungsgrad, ich denke aber dass auch der bei tiefen Außentemperaturen durch Wärmeverluste ein wenig abgesunken ist.

Nur werden die Flachkollktoren bei diffusem Licht so gut wie nichts mehr erzeugen, Vakuumröhren schon ein wenig, wenn auch eben nicht mehr signifikant, weil die Senke eben schon wärmer ist, als die Röhren erzeugen können (inkl. Verlust Umgebung).