Solarthermie funktioniert auch im Winter

Ob ST im Winter funktioniert? Bei mir schon.

Meine Anlage: 15² einfachste Kollektoren von ca. 2011. Großen Speicher mit 20m². Keine Stagnation im Sommer. Noch immer die gleiche Solarflüssigkeit drin, da nach wie vor i.O.. Ausser einem undichten Absperrhahn keinerlei Defekte. Die Abdichtung des Speichers hat eine Fa. gemacht, Rest alles DIY.

Im Herbst wird die ersten Wochen direkt mit der Wärme aus dem Speicher geheizt. Geregelt natürlich mit Mischer. Wenn die Wärme für VL-Soll nicht mehr reicht, springt eine kleine WWWP an die über Mischer die richtige Quelltemp. erhält. Die WWWP kühlt den Speicher langsam aus. Durch die Schichtladeeinheit geht der ausgekühlte RL immer unten in den Speicher u. der hat dann irgendwann im Winter unten so 8 - 15°. Die ST muß also im Winter nur ca. 8° über Speichertemp. haben um Ertrag zu erziehlen. Im günstigten Fall ernte ich also bei ca. 16° Kollektortemp. schon Energie. Da braucht es nicht viel Sonne, da genügt diffuses Licht.

Die WWWP läuft natürlich mit PV-Strom :slightly_smiling_face: .

Wenn der Speicher noch nicht so weit abgekühlt ist, geht die Energie der ST in einen Heizkörper im Keller. Da gibt es eine billige LWWP die die Abwärme von Ladereglern, Wechselrichtern, Heizungsrohren und auch der WWWP verwertet. Wenn der Keller zu kalt wird, heizt die ST über den Heizkörper ein wenig nach u. die LWWP hat’s leichter.

Ich lass keine Energie ungenutzt, auch wenn’s noch so wenig ist.

Gruß Schraubermeistro

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Tolle Hybridlösung mit optionaler Nutzung der ST für ne WP!

Das klingt ein wenig wie die Horror-Wartungskosten bei WP (ich habe keine). Ich schließe nicht aus, dass es solche Rechnungen gibt aber das ist dann doch eher ein Zeichen für einen absahnenden Handwerker bei unwissendem Kunden. Und wie oft fallen die Kosten normalerweise an?

Wie auch bei Heizungsanlagen.Wenn sich die Betreiber mehr um Einstellungen und Wartung kümmern würden, wäre die durchschnittliche Energie- oder Kosteneinsparung vermutlich höher als der ST Ertrag. Aber dann müsste sich damit beschäftigen und Zusammenhänge verstehen.

Ernstgemeinte Frage zur eigenen Risikobwertung: Was hast du an Problemen gesehen? Meine dank Hersteller und Fachfirma (in noch unvollständigen Szenarien, bisher Dampf und Abkühlung) undichte VRK-Anlage hat dadurch regelmäßig Luft drin, die einzige Konsequenz bisher war nachlassende Leistung. Bei FK würde das Glykol ausflocken, das habe ich gelesen.

Entlüften sollte aber normalerweise auch ohne extra spülen gehen (zumindest solange die Solarpumpe die Druckdifferenz schafft), dauert nur länger.

Vielleicht sollte man in diesem Thread mal “funktionieren” definieren.

Keiner (der Anlagenbetreiber) hat bestritten, dass es auch im Winter Erträge gibt. Das erinnert an die generelle Aussage “WP funktioniert im Altbau”, man lässt gerne die Bedingungen und Kosten weg. Bei 80°C benötigter(!) VL Temp könnte es schon schwierig werden. Dampfkraftwerke haben auch funktioniert, bis sie durch besser passende Lösungen ersetzt wurden.

Auf eine generelle Schlagzeile (“ST bringt nichts”) mit der Teil-Gegen-Schlagzeile (“ST funktioniert”) zu antworten ist irgendwie der schwarz/weiß Zeitgeist.
Wenn man “nichts” mal mit “nicht signifikant/viel” ausschreibt, so wie es wohl in der Regel gemeint sein dürfte, hast Du eben noch nicht das Gegenteil bewiesen. Beweisen würden es hohe Ertragsdaten (kWh) für den Winter (Nov-Jan). Mit Momentanaufnahmen an guten Tagen als Beweis für Zeiträume schürt man eher noch mehr Skepsis. Viel interessanter sind Ergebnisse unter schlechten Bedingungen. Und ja, ich weiß, dass die ST auch bei Bewölkung Energie in den Keller liefern kann.

Für die meisten stellt sich irgendwann aber schon die Frage, ob es nicht nur funktioniert, sondern sich auch lohnt. Bei den direkten wirtschafltichen Faktoren (kWh ST vs. kWh aus PV (+ WP) / Gas / Öl /…) schneidet ST heute nun mal oft eher schlecht ab, aber das kann man noch halbwegs rechnen. Indirekte wirtschaftliche Kosten hingegen (Verschleiß, Redundanz, Marktwert, da wurde einiges genannt) muss man subjektiv bewerten. Auch mit einer problemlos laufenden Anlage muss man sich beschäftigen und sie bedarf einer gewissen Wartung (zumindest Prüfung).

Das ist für mich die Kernaussage:

  1. “ST bring nichts” als wirtschaftliche Betrachtung
  2. “ST funktioniert auch im Winter” als Zeichen der Freude.

Das zweite teile ich uneingeschränkt. Es ist einfach schön zu sehen, wie sich der Puffer auch bei -10°C draußen merklich aufwärmt oder wie auch bei Bewölkung Energie vom Dach kommt. Ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand dafür lohnt, steht auf einem anderen Blatt. Andererseits - wo ist die Grenze zum Hobby?
Ich freue mich jedenfalls für den TE, dass es bei ihm so gut funktioniert und er damit zufrieden ist.

Leider bin ich berufsmäßig zur Frage verdammt: “Geht’s auch besser?”

Wer ist das nicht :wink: Der TE hat ja selber auch geschrieben, daß die Entscheidung heute anders aussehen würde. Ich finde es schön, wenn so Anlagen von Solar-Pionieren, Thermie oder PV, auch heute noch was verwertbares bringen oder wie bei Schraubermeistro anders als üblich eingesetzt werden.

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Es kommt auf die Fragestellung an. Wenn die Fragestellung ist: "Weiterbetreiben oder abbauen?" spielt die Investition dann keine Rolle, wenn der Weiterbetrieb mehr kostet, als er einbingt. Wenn Leute nichts selbst machen können, sind die Handwerkerkosten beim nächsten Ausfall wohl oft höher, als der Nutzen.

Kommt noch hinzu, dass man vielleicht Dachfläche frei bekommt, die dann deutlich mehr erwirtschaften kann.

Und wieviel kwh sind das durch Solarthermie bei dir im Winter? Also mal die 3 kälteren Monate Dez-Jan-Feb.

Das ist zwar betriebswirtschaftlich korrekt, trotzdem lassen sich auch heute noch Hausbesitzer neue Gasheizungen einbauen. Und das, obwohl der Betrieb (und die zwangsläufige Wartung) mit Sicherheit (betriebswirtschaftlich) mehr kostet als er einbringt.
Betriebswirtschaftlich gibt es auch gute Gründe, sich für eine Mietwohnung und gegen ein Eigenheim zu entscheiden. Trotzdem sind viele Menschen Eigenheimbesitzer oder auf der Suche danach.
ST zeichnet sich i.d.R. dadurch aus, dass sie wenig Folgekosten verursacht.

Die Dachfläche bekommt man bei Rückbau nicht einfach so frei. Der Rückbau verursacht auch kosten. Und die betreffen nicht ausschließlich das Dach. Mein Pufferspeicher ließe sich ohne ST nicht mehr sinnvoll betreiben. Der müsste also raus und dafür ein Puffer rein, der auf die aktuelle Heizmethode ausgelegt ist. Für mich hieße das, Kosten für eine möglicherweise erforderliche Reparatur der ST in Kauf zu nehmen, die andere als rausgeschmissenes Geld ansehen würden.

Ok, da kommt es drauf an, ob die Kosten eh irgendwann anfallen und dann die Frage, ob es günstiger oder ungünstiger ist, die jetzt zu haben oder später. Hat man kein Geld im Moment, könnte es günstiger sein, den Abbau zu verschieben.

Wir schnell recht komplex, weil man vieles berücksichtigen muss bei verschiedenen Szenarien, um zu einer sinnvollen Entscheidung zu kommen.

Das sehe ich anders. Bekannte von mir standen letztes Jahr vor der Entscheidung, neue Gasheizung für 6500 Euro oder Wärmepumpe für 30.000 Euro. Die haben sich für Gas entschieden und ich denke, das machte auch Sinn. Die sind 80 und der Zeithorizont war eher 10 Jahre, für den sie geplant haben. In 10 Jahren wäre eine Wärmepumpe beim Verkauf kaum noch was wert, also kein Argument der Wertsteigerung. Und ich halte es für unwahrscheinlich, dass Gas in den nächsten 10 Jahren extrem teurer werden wird.

Nebenher darf man die Wartungskosten nicht vergessen. Die können nichts selber machen und die Wärmepumpe hätte deutlich mehr verschlungen, als eine Gasheizung.

MAn man man was hab ich da nur angefangen, aber ich muss sagen es gefällt mir, mittlerweile ist klar as geht was Sinn macht und was nicht.

und hier nochmals Live von Heute

Und hier der verlauf innerhalb von 24 h man sieht gut wie die WP ständig abtaut wielange die ST gearbeitet hat und was jetzt aktuell noch kommt ja die Westseite bringt uns sehr viel , bin ja schon darauf eingegangen warum Westseite und heute wirds ein 8,5 Std Tag mit Sonne.

Ja Anschlechten tagen kommt nicht viel bis gar nichts, davor war es aber so wo ich noch mit Hoz geheizt habe das die ST im Winter garnicht funktionierte da in den Puffern meist 70° oder mehr waren, erst jtzt mit der WP kommt der ST effekt gut zu geltung.

Du weißt selbst, dass dieser Vergleich ganz schwer hinkt. Die WP wurde für 30.000€ angeboten, weil der Handwerker die 50% Förderung schon mit eingepreist hat, oder? Dann sicher Split, damit man möglichst viel von der bestehenden Heizungsinstallation rausreißen und/oder umbauen kann.

Die Entscheidung hätte ich in dieser Situation wohl auch pro Gas getroffen.

Das sehe ich anders. Ich denke, WPs haben eine deutlich höhere Haltbarkeit als 10 Jahre. Und die Wertsteigerung kommt nicht über die Hardware der Heizungsanlage sondern über den Buchstaben im Energieausweis.

Das wäre ein extrem trauriges Ergebnis für jede Bundesregierung seit 2000 und für die EU-Politik im Allgemeinen.

Du gehst davon aus, dass LWWPs (speziell Monoblock) einen deutlich höheren Wartungsaufwand haben als LLWPs? Und Du gehst davon aus, dass die jährliche Wartung der Gasheizung sowie die regelmäßige Zwangsüberprüfung der Abgaswerte günstiger ist und auch bleibt, als die so gut wie nie erforderliche Wartung von WPs?

Du hast recht, die 50% Förderung muss natürlich berücksichtigt werden, alles andere war aber eben genau so. Sie brauchten eine neue Heizung und es ging darum, ob Gas oder Wärmepumpe. Es gab 4 Angebote für Wärmepumpe im Bereich 30-35 tausend Euro. Alles Monoblocks, keine Splitsysteme.

Rechnet man jetzt die Förderung runter, waren es 6000 Euro vs. 15000 Euro.

Ich persönlich nicht, weil ich es selber machen würde und weiß, dass ich dann so gut wie nichts dran machen muss. Bei meinen Bekannten ganz anders: Wenn sie diese Option gewählt hätten, hätten sie den 5 Jahre Wartungsvertrag abgeschlossen, der mit angeboten und dringend empfohlen wurde. Und der lag irgendwas um 500 Euro im Jahr.

Die neue Gasheizung braucht wohl die ersten 3-5 Jahre gar keine Wartung. Und wenn, dann waren es eher so um 120 Euro. Auch bei der alten Anlage wurde nur alle 3 Jahre gewartet.

Hier war mehr mal erwähnt das bei ST eine automatische Entlüftung eingebaut ist , mein Rat- zu machen und am bestens abbauen, das ist eine vorprogrammierte Fehlerquelle für Luft in System, seit ca. 2005 bauen wir die nicht mehr ein und bei die Gelegenheit bauen ab (Wartung), es war mal die Zeit das Z.B. bei Wolf Kollektoren waren die ganz Oben angebaut.

es gibt nie genug Energie, bei mir fliesst Strom aus Haus nur zum ausgleich. :slight_smile:

Da hast du leider nur zwischen den Zeilen gelesen. Und es wäre vermutlich auch ganz nach deinem Wunsch, dass ich zu dieser „Sorte“ gehören würde, aber da muss ich dich leider enttäuschen.
In meinem Haus war noch nie ein Handwerker oder Ähnliches – der Einzige, der hereindarf, ist der Schornsteinfeger.

Meine Autos waren noch nie in einer Werkstatt. Meine PV-Anlage habe ich vollständig selbst aufgebaut und in Betrieb genommen, inklusive Akkubau. Die defekte ST-Anlage habe ich eigenständig und fachmännisch vom Dach geholt.
Was willst du noch wissen? Vermutlich nichts davon, denn das wirst du wahrscheinlich wieder überlesen und stattdessen nach etwas anderem suchen, worauf du einschlagen kannst.

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Dabei geht es nicht nur um den Frostschutz, aber das weißt du sicher selber wenn du alles DIY machst.
Zudem habe ich gesagt

Aber nur im Bestand... hier war ja einer der das neu bauen wollte...

Was machst du da mit der Wärme? was ist ein 20m² Speicher???

Na ja, wenn der Dampf, der dann entsteht, wenn die Brühe >100°C wird nicht entweichen kann... mit einer Undichtigkeit, geht wohl der druck raus... aber glaub mir, ist wie Wasser im Maschienenraum der Titanic. Das knallt ordentlich...

Der Vergleich ist gut... ST durch PV ist auf das Aktuelle angepasst.

Glaube aber nicht das du dein WW sinvoll nutzt im Sommer, also nutzt du sie doch nicht und schmeist sie weg.

Das sehe ich nicht, garantiert mehr als PV... Solarflüssigkeit muss gewartet werden.

Ich sag dir, das selbe habe ich durch, mit PV hast einmal Kosten und dann schauen wie lange der WR hält... Ich musste sogar noch Dachziegel legen, weil meine Anlage Indach war... ich kann nur sagen den Schritt bereue ich nicht. WP hatte ich zwar schon, aber noch das BEV dazu und "Alles wird Strom" und der eigene Nutzen ist um so viel mal höher als einen Puffer der 90°C im Sommer hat... der nix bringt. PV macht so viel Mehrwert und trotzdem bringt die PV genau so ihren Anteil zu der WP wie die ST. ggf. sogar noch mehr, weil ich ja auch Strom wo anders verbrauche.

Na ja, wo hat die WP höhere Wartungskosten als eine Gasheizung? Aber in dem Alter kann ich das verstehen, wobei die WP nach 10 Jahren nicht Wertlos ist.. ist ja wie Aussagen von früher, der Akku im Auto ist nach X jahren Schrott. Aber die haben doch bestimmt Erben die das übernehmen wollen, selbst beim Verkauf. Aber ja wer weiß heute schon ob morgen den Politikern der Klimawandel egal ist und es nur ums weiter so geht.

Na dann ist die drinnen voll verdreckt... ich war auch erstaunt, wie viel dreck sich da drin sammelt. Je nach Gasqualität alle 1-2 Jahre reinigen und Verschleißteile tauschen ist da angesagt.
500€ Lüfter sauber machen und schauen ob alles da ist... heftig.

Die Hersteller haben sich in Kooperation mit den Installateuren tolle Pakete einfallen lassen. Und wer 30.000 Euro für eine WP-Lösung bezahlt, möchte, dass die schön gepflegt wird und regelmäßig liebevolle Zuwendung bekommt. So funktioniert das Geschäft dann.

Und natürlich die üblichen Sachen: "Sie bekommen 5 Jahre Garantie, aber nur, wenn jährlich eine Wartung gemacht wird."

Viele Menschen reflektieren das nicht, haben keine Ahnung von dieser Technik und wollen keine Risiken eingehen, also wird gemacht, was der Fachbetrieb empfiehlt.

Verstehe ich nicht. Selbst in AKWs wird nur Wasserdampf erzeugt, der die Turbinen antreibt. Selbiges gilt auch für Kohle- und Gaskraftwerke. Es hat sich also nur der Energieträger zur Dampferzeugung geändert.

Austausch der Solarflüssigkeit ist bekannt, habe ich schon geschrieben und quantifiziert. Warum also das Gegenargument nochmal hervorkramen. Dauerkosten PV: Höhere Zählergebühr wegen 2-Wege-Zähler. Noch höhere Gebühren bei Anwendung von Modulen aus dem EEG.

Das mag bei Dir so sein. Wir sind seit 2018 mit zwei BEV unterwegs. Seit 2020 wird im Sommer kräftig klimatisiert. Und trotzdem speisen wir jährlich ca. 1.200 kWh ins öffentliche Netz. Was brächte mir also ein Ausbau durch Abbau? Die paar kWh mehr im Winter sind "nicht signifikant", der Sommer ist mehr als abgedeckt.

Wie oben beschrieben, bei uns nicht. Das andere ist ein nicht valides Argument. Strom ist zwar universeller einsetzbar, lässt sich aber nicht mehrfach verbrauchen. Entweder rechnest Du den selbst erzeugten Strom voll der WP zu oder Du machst eine Gesamtenergiebilanz. Wenn Deine WP im Winter 20% des täglichen Stromverbrauchs ausmacht, entfallen auch nur 20% des selbst erzeugten Stroms auf die WP. Um ganz genau zu sein: wenn die Sonne scheint und Du bist autark, sind es 100%. Ohne Sonne und Akku sind es 100% Netzstrom.

Und daran anschließend stellt sich die Frage, ob die Anschaffungskosten von Wärmepumpen und Gasheizungen realistisch vergleichbar sind. Selbst die Anschaffungskosten von PV-Anlagen sind über mehrere Jahre nicht vergleichbar. Als es noch Fördergelder gab, wurden ähnliche Mondpreise aufgerufen wie heute bei WPs. Als die 0% Umsatzsteuer eingeführt wurden, sind die Preise massiv eingebrochen. Ein ähnlicher Effekt würde sich auch bei WPs einstellen, wenn man die Einbauförderung streichen würde.
Die meisten Energieberater, die in Anspruch genommen werden müssen, sind an der Stelle aus diversen Gründen auch nicht hilfreich.

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Die Wärme wird den gesamten Sommer über gesammelt u. gespeichert. Was 20m² sind? Das sind 20.000Liter Speichervolumen. Ein Raum, komplett ausgekleidet mit dicker Isolierung u. wasserdichter Polyesterauskleidung, Wärmetauscher mit Schichtladeeinheit für ST, Schichtladeeinheit für Heizungsrücklauf. Erklärung genug?

Wegen des großen Speichers gibt’s keine Stagnation. Sollte der Speicher seine max. Temp. erreichen, wird die Energie der ST in den Heizkörper im Keller geleitet und dort tatsächlich vernichtet. Die Wärme heizt den Kellerraum mit den alten Mauern auf u. trocknet die Mauern (Haus ist 125 Jahre alt), der Rest wird ins Freie geblasen. Das passiert aber an weniger als 10 Tagen im Jahr. Stagnation gibt es aber auch da nicht.

Ich speichere nicht nur für WW. Natürlich nutze ich die ST auch um WW zu erzeugen, aber das meiste geht in den großen Kellerspeicher und wird später für’s Heizen verwendet. Ende des Sommers ist der Speicher natürlich von oben bis unten gut “gewärmt”. Da braucht es dann schon höhere Kollektortemp. damit noch was an Wärme reingeht. Aber wenn im Herbst die ersten Heiztage anfallen, schafft das die kleine LWWP noch alleine, die kühlt den Keller ab und die ST wärmt die Kellerluft nach. Daher wird die ST auch dann genutzt wenn sie für das Speicherfüllen zu wenig Temp. bringt.

Wieviel Wärme im Herbst, Winter in kw/h erzeugt wird kann ich nicht sagen. Es ist kein Wärmezähler eingebaut. So sonnige Tage wie die Letzten bringen offensichtlich so viel Wärme ein, das die WWWP die den Speicher nutzt auch jetzt im Feb. noch laufen kann. Ohne Nachschub von der ST wäre schon Schluss, da die Mindesttemp. für den Speicher erreicht wäre.

Gruß Schraubermeistro

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Wenn da was knallt, wurden bei der Anlage aber auch mehere Fehler (blockiertes Sicherheitsventil) gemacht. Du weißt das sicher, trotzdem für Mitleser: Erst mal verdampft nur soviel Flüssigkeit, dass der Dampf den Kollektor füllt, die Flüssigkeit wird in das MAG gedrückt (Details für den Fall dass das nicht funktioniert, gibts im Netz - ein Stichwort wäre Leerkochen) Wenn das alles nicht reicht, muss das Sicherheitsventil ansprechen (bei mir 6 bar, also weniger als das Brauchwasser). Wenn das SV dann auch nicht funktioniert, brauchen wir für einen Knall sich ausdehnendes Wasser und das kann nur die Menge des überhitzen Wassers (flüssig > 100°C) sein. Bei 15 bar könnten wir dann tatsächlich 200°C heißes Wasser haben, das beim Platzen eines Rohrs schlagartig zu Dampf wird (und sich dadurch selbst abkühlt). Jetzt kommt es darauf an, wo und wie die Undichtigkeit entsteht - platzt ein Rohr wie ein Fahrradschlauch (gab es die auch auf der Titanic? :)) oder wird doch einfach nur eine Verschraubung undicht, die den Druck “langsam” entspannt. Der worst case hier m.E.: Eine Leitung IM Haus wird undicht und durch MAG&co kommt genügend und schnell 200°C heißes Wasser an die Stelle. Hier wären einige m3 Dampf sicher sehr unschön und könnten einen ordentlichen Knall verursachen. Ein platzendes MAG ist sicher auch nicht schön (hier fehlt aber trotzdem das Volumen).
Sollte der Kollektor platzen und sich sämtliches Wasser plötzlich in Dampf verwandeln, möchte ich keinesfalls daneben oder unter dem Dach stehen, aber ich würde erwarten, dass außer dem Kollektor höchstens einige Dachziegel kaputtgehen.

Zurück zur Realität: Die Dampfdrucktabelle ist bei Glykolmischungen nochmal anders. Ich dachte bis vor kurzem, meine Kollektoren seien nur flüssigkeits- und nicht auch gasdicht (wobei die Viskosität auch noch reinspielt) und da meine VRK lt. Datenblatt eine physikalisch vorgegebene Stillstandstemperatur von max. 142°C erreichen können, hatte ich zwischenzeitlich sogar versucht, die Dampfbildung durch einen höheren Anlagendruck (4-5 bar) zu vermeiden. Hatte aufgrund anderer Effekte und zu kleinem Sicherheitsabstand des SV leider nur leider keinen ausreichenden Erfolg.

Find ich gut, damit bist Du einer der wenigen, die beide Varianten kennen. Zeigt halt auch, wie individuell die Bewertung ist. Bei vorhandener WP macht der Ersatz demnach mehr Sinn.