gerne würde ich meine Südfassade noch mit PV bestücken. Leider sind alle meine Anfragen bislang ins Leere gelaufen. Selbst die Firma, die mein Dach bestückt hat, scheint es nicht nötig zu haben…
Kennt zufällig jemand eine Firma im KreisDüren/Städteregion Aachen/Erkelenz die Interesse an einem Auftrag hat? Größenordnung geschätzt 6 -10 kWp
Danke für den Tipp, ich schau mal, hätte nicht gedacht dass das ein Problem darstellt, würde als Laie sogar denken, dass es einfacher ist, irgendwelche Metallschinen auf die Mauer schrauben und dann die Module befestigen…
Das könnte tatsächlich ein Thema sein. Mir hat auf der Intersolar-Messe ein Mitarbeiter einer Firma, die Fassadenmontagesysteme herstellt, am Messestand gesagt, dass man zur Vertikalmontage PV-Module mit besonderer Zulassung benötigt.
Laut schneller Recherche könnte damit eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) gemeint sein. In dem Artikel gibt es Information dazu:
Zitat:
" Die meisten Photovoltaikmodule auf dem Markt sind keine zugelassenen Bauprodukte und verfügen auch nicht über einen Verwendbarkeitsnachweis. Sie dürfen deshalb in der Regel nur im Überkopf-Bereich eingesetzt werden, wenn eine Dachkonstruktion oder eine andere Barriere unter den Modulen vorhanden ist, die Schutz vor herabfallendem Glas bietet."
Da solltest Du Dich genauer informieren. Wenn man's selber macht, kräht da wahrscheinlich kein Hahn danach, aber ein Fachbetrieb wird evtl. auf PV-Modulen mit abZ bestehen (müssen).
Guter Hinweis :), aber ist Überkopf nicht bei Carports o.ä.? Wenn bei unserer (möglichen) vertikalen PV-Anlage etwas herunterfallen würde, würde es auf dem Garagendach landen und somit niemand gefährden…
Zusatz-Info:
Ich habe die Firma wieder gefunden, auf deren Messestand man mir das mit der bauaufsichtlichen Zulassung bei Vertikalmontage gesagt hat: Es war die Firma Mo Energy Systems aus Österreich. Die haben u.a. ein Vertikalmontagesystem, das auch bei WDVS-Fassaden funktioniert:
Such' doch mal das passende Montagesystem für Deinen Anwendungsfall aus deren Produktprogramm heraus, und dann frage die einfach, ob die Module bestimmte Zertfifizierungen haben müssen.
Und das Ergebnis dann am besten hier posten, damit es für die Nachwelt dokumentiert ist
Hilft dann bestimmt später anderen weiter, die hier ins Forum reinstolpern.
Das ist nach meiner Kenntnis nach Hersteller angaben unzulassig: Klemmung nur von beiden Seiten. (nur Kraftschluss) Mein Kenntnisstand ist, dass 2 klemmen unten und 2 oben sein müssen (formschlüssig).
Die hat er irgendwo günstig bekommen. Ansonsten hätte er viel mehr Panels installiert. Platz ist ja da. Die Absturzsicherung mit der Schiene finde ich aber sehr vorausschauend. Da kann nichts abrutschen. Kann man nicht meckern……
Die Vorschrift hat wohl damit zu tun, dass das Glas in den Profilen (auf Dauer) rutschen kann. Vor Jahren hat jemand ein Panel nur an der oberen Schiene aufgehängt. Das ist binnen 15 Tagen in der Hitze rausgerutscht. Wenn hier ausschließlich die untere Schiene komplett trägt, und die Seiten zum Tragen unbeteiligt sind, wäre die Vorschrift formal erfüllt.
Wenn es um baurechtliche Veränderungen geht wird es kompliziert nach meiner Erfahrung.
Besserwisser on:
Die Veränderung am Bau wird von einem Fachplaner geplant.
Die wird dann ggf. vom Bauamt genehmigt, je nach Umfang.
Dann kann die Veränderung von einer zertifizierten Fachfirma (Nachweise Lehrgänge e.t.c.) montiert werden.
Wie mo energy richtig schreibt:
Die Unterkonstruktion muss ebenso aus zugelassenen Baumaterialen bestehen und nachgewiesen
werden. Dübel, Anker, Aluminium, Schrauben und sonstige verwendete Materialien müssen über
entsprechende Zulassungen und Prüfungen verfügen. Das zusammengeführte Systemmuss wieder
als „Ganzes“ nachgewiesen sein. Die Montage wiederum muss von qualifiziertem Fachpersonal
ausgeführt werden das die entsprechende Gewerbeberechtigung hat- das gilt nicht nur in der
Fassade, es gilt auch für eine PV-Dachanwendung.
Ein wichtiger Punkt - ALLES bis zur geprüften Schraube mit Dübel muß im System geprüft sein !!
Die Montageanleitung ist genau zu beachten!
Nach der Montage erfolgt die Abnahme, teilweise durch Sachverständige, die für das Gewerk zugelassen sind)
Das wird gerade bei sicherheitsrelevanten Dingen kleinlich gehandelt. Z.B. Fluchtwegtüren und Schlösser!
Manche Dinge können auch von der Fachfirma mit einem Abnahmeprotokoll fertiggestellt werden.
Da gibt es in DE bestimmt Formulare für
Dann ist die Fachfirma haftbar für Schäden, die durch das Gewerk verursacht werden.
Besserwisser off.
Also, der Nachbar mit dem Eisenwinkel unter den Panels ist selbst haftbar für alle Schäden.
Wird ein Passant bei Sturm von dem Panel getroffen, wird ein Sachverständiger ggf. die fehlerhafte Montage beweisen !
Natürlich bauen wir alle mehr oder weniger DIY-Projekte. Und das mit viel Informationen von Fachleuten. Geht ja auch fast immer gut, und ich will auch nicht schwarzmalen, sondern zum Überprüfen der eigenen Taten anregen.
Dann ist ja gut, dass es bei der Installation von PV-Panels in der Regel nicht um eine baurechtliche Veränderung geht. Meine Panels konnte ich und auch meine Kollegen und Nachbarn ohne Baugenehmigung installieren.
Formulare für das Abnahmeprotokoll habe ich noch nie gesehen.
Ist ja gut, dass in der Praxis keine Schwarzmalerei notwendig ist.
Teilwiese werden die Installationen m.E. zu locker gesehen. Kontrollieren tut das in DE keiner. Da muss man als Auftraggeber selbst kontrollieren.
Meinem Solateur musste ich erst einmal auf die Ausführungshinweise des Hersteller der Solarträgerziegel hinweisen. Und auch auf die Verwendung von Doppelgewindescharuben bei weicher Aufsparrendämmung. Das hat ja seine Gründe, dass die Hersteller das fordern. Auch wenn es mit einfachen Gewindeschrauben vermutlich die 5 Jahre Gewährleistung am Bau übersteht, so dass es für die Fachfirma kein Risiko darstellt. Ich möchte aber das es länger als 5 Jahre hält……