Da gibt es wohl eine Gnadenfrist von ein paar Monaten - quasi Testbetrieb um die unnötige Bürokratie zu vermeiden. Spätestens wenn man regelmäßig im Testbetrieb ist, geht man wohl aus der Grauzone in die Verbotszone.
Das ist eigentlich auch ein teil meines Planes.
Ich wollte nicht nur Fossilen verbrauch verringern, sondern auch notstrom bzw. Teilautarkie. Und zwar kostenlos.
Dazu habe ich mit 2 gebrauchten panels und einem Billigwandler angefangen. Nach 16 Monaten war das Geld zurück, und ich habs wieder investiert.
Jetzt steht hier ne anlage zum Nulltarif, und der Akkuteil ist in arbeit.
@win: Nein, die speisen i.d.R. nicht ein, sondern laden meistens irgenwelche Akkus auf, (die aber auch mit Landstrom geladen werden können).
Dein Vorschlag wäre sicher gut für die Energiewende aber wird wohl wegen der damit verbundenen Bürokratie nicht gemacht werden. Wenn z.B. das Reisemobil mit vollen Batterien vor dem Haus in der Sonne steht, geht die Energie verloren.
Nix Gnade, es steht einfach so in den Regeln. Temporär sind bis zu 6 Monate.
Und ich nenne es nicht "Gnade", wenn man etwas erlaubt weil es einem selbst die Arbeit erleichtert.
So so, du denkst also, dass es mir verboten ist mehr als x mal irgenwelche Panels oder Verschaltungssituationen zu testen?
Das temporäre Betreiben ist weder eine Verbots noch eine Grauzone, sondern komplett Weiß und Regelkonform.
Hab mal ein bischen gerechnet und die 52 Häuser auf ein EFH runtergebrochen.
Das Volumen des Speichers entspricht pro Haus gerade mal Grundfläche x 10m Tiefe.
Bei einem Neubau könnte man also vor Baubeginn den Speicher mit z.B. 2-3 m tiefen XPS Dämmungen an der Hausaußenwand, einbringen. Je tiefer um so besser.
10m Bohrungen mit 15cm Durchmesser sind auch mit Amateurmitteln machbar, bzw. dürfte es auch durch eine Firma günstiger als 35m werden.
Die obere XPS-Dämmung dann deutlich dünner als die 20cm im kanadischen Objekt und so kann im Herbst/Frühwinter selbst ohne technische Mittel, etwas Wärme ins Haus kommen.
Dazu dann bis November die LWWP Wärmepumpe mit Spitzen COP und hoher Solarunterstützung.
Erst ab Anfang Dezember wird dann per kleine Umwälzpumpe ernsthaft auf den Speicher zugeriffen. Der sollte dann zumindest Dez+Jan alleine das Haus beheizen (COP von 30).
Wird die Entnahme ab Februar etwas geringer, kommt mit zunehmendem Solarertrag, die LWWP wieder ergänzend hinzu.
Schade das ich gerade kein neues Haus baue
Wobei ich keine Solarwärmekollektoren nutzen würde sondern Solarmudule.
Da kann der gewaltige Sommerüberschuß, einer Inselanlage, per kleine Durchlauferhitzer den Speicher füllen.
Mehrere Wärmetauscher und Glykol könnten entfallen, da die Anlage völlig frostfrei unter dem EFH liegen würde.
Legt es aus wie Ihr mögt. Meinetwegen leg man es auch so aus, dass man einfach alle "6 Monate" die Panels leicht verschiebst, absteckt und damit wieder "6 Monate" gewinnt. Ähnlich Parkscheibe am Auto. Kann man so machen, nur ist das dann nicht mehr wirklich Test und mobil.
Wie gesagt kann jeder so machen wie er will - sind schließlich eigenverantwortlich.
Wer sagt dass ich irgendwas "so" machen will?
Was ich sage ist, dass die Regel weder eine Gnade ist, noch Grauzone.
Ein Mißbrauch kann bei jeder Regel passieren (wie bei der Parkscheibe).
Aber dadurch wird noch lange nicht die regelkonforme Nutzung zur Grauzone.
Da gibt es doch überhaupt nichts zum "Zulassen".
Vereinfacht formuliert bohre ich ein paar Löcher in den Garten und stecke da mit reinem Wasser gefüllte Gartenschläuche in U-Form rein und mach die Löcher wieder zu.
Keinerlei Schadstoffe oder Grundwassernutzung. Und auch kein Grund irgendwen deshalb zu fragen.
Im Grund nicht viel anders als mein 4000l Wassertank, den ich tief eingebuddelt habe und mit XPS gegen Frost von oben gesichert habe.
Inzwischen wächst über dem, auf der 30cm Mutterbodenschicht, wieder Rasen.
Und genau das ist bei 10m Tiefe nicht mehr so einfach erlaubt.
Bei höherem Grundwasserspiegel erst recht nicht.
Und wenn dann noch Wasserschutzgebiet ist?
Ja, wenn man Gras drüber wachsen lässt und so lang niemand danach fragt, geht manches.
Bei nem Neubau soll aber so ab und zu auch mal die Bauaufsicht auftauchen und ggf dumme Fragen stellen...
Danke, interessant ist das allemal, auch wenn wohl nicht alles sooo läuft, wie versprochen (Updates: DLSC). Das Erdreich wäre vielleicht ein guter Speicher, wenn die Wärme nicht in alle Richtungen "verschwinden" würde.
Ich hatte vor 15 Jahren gerechnet, ob ich einen Kellerraum mit einem raumgroßen, sehr gut gedämmten Warmwassertank als Speicher für den Winter ausstatten kann, später gingen die Überlegungen in Richtung Latentwärmespeicher, dann habe ich geprüft, ob es reichen würde, alle Kellerräume als Speicherräume zu nutzen: keine Chance.
Bei thermischer Speicherung bin ich seitdem skeptisch.
Bei mechanischer Speicherung sind anscheinend alle anderen skeptisch, dabei würde ich mir im Maschinenbau- und Erfinderland mehr Innovation erwarten, etwas wie die "Hochgeschwindigkeitsspindel" oder rekuperierende Wasserverdränger.
Das hast Du falsch verstanden. Die hohe Temperatur (80°) wird mit Solarwasserwärmem oder, bei Inselsolar, mit den gigantischen Überschüßen der PV erzeugt. Eine WP hat damit nichts zu tun außer parallel oder einzeln das Haus zu heizen.
Das ist auch mit Solarthermie und Wärme wird auf sehr niedrigem Temperaturniveau im Erdreich gespeichert. Isolieren tun die nur nach oben und etwas zur Seite. Nach unten wird nicht isoliert.
27000 Liter Tank im Haus mit Solarthermie, solarer Deckungsgrad soll 95% sein.
Was mir vorschwebt ist so ähnlich wie von Dir beschrieben. Ich fürchte da allerdings bei einem einzelnen Haus hohe Verluste.