Solarexpress - ein voll elektrisches Hausboot mit PV, elektrischen Antrieb und Akkus

Es geht darum, dass die beiden anderen sogar Energie gewinnen. Schon komisch. Und die wundern dich nicht?

Und da SOC aus einem BMS ganz allgemein darunter leidet (ausnahme Seplos, glaube ich) dass nichtmal ein ordentlicher Shunt drin ist, gilt für mich , dass ein SOC etwa so aussagekraftig ist wie eine beschlagene Glaskugel.

Wir haben dieses Thema hier hundert fach auf fem Board, die Falke wo SOC funktioniert kannst du mit der Lupe suchen. Es gibt sie nur deswegen, weil schon die Fehlertheorie nicht ausschließt, das es einzelne zufällig richtige gibt.

Das ist das Problem. Und wenn die Strommessung nicht in Absolut- UND Relativgenauigkeit EXTREM gut ist, kannst du das Ergebnis vergessen… je längere Zeit umso schlimmer.

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Würde ich auch vermuten.
52,3V sollten ca. 60% SOC sein also sind alle SOC Werte vermutlich falsch.

99% . . . 52,4/16=3,275 echter SOC um die 60% herum
27% . . . 52,3/16=3,268 echter SOC um die 60% herum

Mit RS485 kann man sicher auch alle einzelnen Akkuzellen auslesen ohne den Akku zu öffnen.

Die einzelnen Zellspannungen sind super wichtig, um zu beurteilen ob es den Akku gut geht und man den SOC ignorieren kann.

DANKE in die Runde, ich bin erschlagen von euerm Fachwissen und voller Hoffnung einem Lösungsweg näher zu kommen. Von der Fachdiskussion verstehe ich nur sehr wenig, da bin ich überfordert🧐

Etwas zu den Hintergründen. Unser Boot wurde von der Werft Tom Sawyer Boats in Feldberger Seenlandschaft gebaut. Wir sind mit der Arbeit und dem Boot sehr zufrieden alles funktioniert gut. Letzten Spätsommer waren wir sogar auf der Bootsmesse in Werder (bei Potsdam) mit unserem Boot, haben für einiges aufsehen mit dem Konzept gesorgt.

Leider wurde im letzten Herbst (nach der Messe) der Elektroingenieur und der Chef von Tom Sawyer entlassen und es gibt keinen kompetenten Ansprechpartner mehr für Garantiefälle. Der jetzige Geschäftsführer (aus andere Sparte des Konsortiums eingesetzt) hat weder Zeit noch Kompetenz sich damit (Akkuproblem) wirklich zu befassen.

Die Akkus wurden von der Werft in Österreich gekauft und der Händler ist abgetaucht, Garantie in China durchzusetzen, daran denke ich nicht mal und die Tom Sawyer Werft auch nicht. Ja es gibt auf dem Papier 7 Jahre Garantie - nützt mir nur nichts.

Sollte es sich rausstellen das der eine Akku defekt ist müsste er repariert werden, diesen Typ gibt es neu offensichtlich nicht mehr.

Einer von euch fragte ob das Boot im Wasser bleibt im Winter - Ja.

Für mich kristallisiert sich an Euch ein Angebot raus. Gerne zeige ich euch vor Ort das Boot! Es liegt in der nähe von Havelberg. Jetzt beim schreiben kommt mir eine schräge Idee:

Wir könnten doch ein Elektroboot-Meß-und Reperatur-Wintertreffen vor Ort veranstalten und ihr würdet euch den Problemakku ansehen, Messtechnik mitbringen und so können wir eventuell das Problem lösen…..

Ich würde aus Thüringen Rostwürste mitbringen und ihr bekommt tiefen Einblick in ein autarkes Elektroboot das wirklich funktioniert .
Grüße aus Thüringen , Bodo

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Leider 500km hin und 500km zurück für mich, aber eine sehr gute Idee :+1:

Aus den 500km werden gefühlt nur noch 300km :smiling_face_with_three_hearts:

Naja 2 Kisten Thüringer Bier verkürzen den Weg erheblich….:winking_face_with_tongue:

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Klingt reizvoll, aber:

  1. den Akku gibt´s für rund 700 €
  2. der ist vermutlich gar nicht defekt, jedenfalls nicht ernsthaft, dann hättest du einen Fehlercode neben der Spannung auf dem Display
  3. Winter ist keine gute Jahreszeit für Test´s an Akku´s, weil sie keine Ladung unter Null Grad mögen. Die sollten ruhen oder man müsste sie aufwärmen, um Test´s zu machen.

Hab ein Segelboot mit E-Antrieb auf dem Plauer See. Der Rumpf würde Eisgang und Eisdruck nicht überstehen. Das kommt jetzt raus und die Akkus (nur 2 Stück mit je 20 kg) nehme ich mit nach Haus und stelle sie in einen Keller, der hinreichend warm ist.

Meine Empfehlung: lasse es jetzt so, wie es ist und dann berichtest du im kommenden Frühjahr, wie es ausschaut. Das wird schon…

L.G.

Danke für die Antwort, ja da hast du Recht, Boot ist auch schon Winterfest gemacht

LG Bodo

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Dein Garantieanspruch hast du gegenüber der Werft und das unabhängig wer gerade Geschäftsführer ist. Ob die Werft Ansprüche bei einem Zulieferer durchsetzten kann muss dich nicht interessieren.

Formal musst du den mangel schriftlich bei der werft anzeigen und eine Frist zur Nachbesserung setzen. Nach dem Schreiben kannst du mal schauen wie die Werft reagiert, mit Glück in deinem Interesse.

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Der Anspruch auf Sachmängel Gewährleistung besteht gegenüber dem Verkäufer (hier Werft) und beträgt 2 Jahre (bei Bauwerken 5). Ist aber (noch) nicht das Thema, da wir bisher keinen Mangel feststellen können. Die Fehlerhafte SOC Anzeige ist m.A. kein Mangel, sondern der Zellchemie und dem Messsystem geschuldet. Wer genauere Angaben möchte, braucht andere Messeinrichtungen.

Natürlich hat @berny recht, dass der Anspruch sich gegen das Unternehmen und nicht gegen den Geschäftsführer persönlich richtet. Aber ohne Mangel kein Anspruch und @Solarexpress Bodo wollte hier erstmal erfahren, ob ein Mangel vorliegt. Stand jetzt kann das keiner eindeutig aus der Ferne beantworten.

L.G.

Nach meinem Verständnis liegt eindeutig ein Mangel vor.

Es sind 3 gleiche Akkus, 2 Akkus verhalten sich “gleich”, der 3te Akku zeigt ein anders Verhalten.

Nun gibt es zwei Schlussfolgerungen → der eine Akku halt ein Problem / Mangel oder die zwei Akkus haben ein Problem / Mangel (weniger wahrscheinlich).

Das man sich parallel versucht schlau zu machen ist mehr als vernünftig aber ich rate formal das beobachtete als Mangel mit Fristsetzung anzuzeigen um mögliche Ansprüche nicht zu verlieren.

Und die dritte lautet: alle SOC Anzeigen sind sehr ungenau. Das ist eigentlich “bekannt”. So wie es Bodo beschrieben hat, stimmen die SOC Anzeigen sowohl nach Entladen, als auch nach Beladen wieder überein.

Unter der Annahme, dass die 3 Akkus an der Sammelschiene parallel sind und auch im Winter verbunden bleiben, meine ich in der Glaskugel folgendes zu erkennen:

3 identische Akkus, 3 identische BMS, der Ausreisser hat kürzere Kabel zur Sammelschiene.
Wenn man sich die Ladekurve von LFP-Akkus anschaut, sieht man erst an den extremen Rändern eine signifikante Änderung der Spannungen in Relation zum SoC.
Da spielen dann schon Kleinigkeiten eine Rolle, die das BMS dann falsch “interpretiert”.
Übergangswiderstand, Kabellänge, jeweilige Abweichungen der SoC-Messungen etc.
Daher würde ich - wie schon gesagt - nach der Winterpause und vor dem Laden die Spannungen der einzelnen Akkuspacks und vor allem (wenn möglich) die Spannungen der einzelnen Zellen messen und vergleichen.
Dazu mit einem Zangenamperemeter die Ströme beim Laden messen und vergleichen und auch testen, wie sich die Spannungen der Packs und Zellen ändern.
Beim Betrieb eines autark solarbetriebenen Bootes ist in meinen Augen ein Zangenampere- / Multimeter wie z.B. Voltctraft VC-523, um Spannungen und Ströme kontrollieren zu können, eh fast Pflicht.
Es kann also durchaus sein, dass eins der drei BMS durch oben beschrieben Einflüsse stark daneben schätzt. Erst nach genauerer Inspektion der Spannungen und Ströme wird das Glaskugelbild etwas schärfer :wink:

Sonnige Grüße vom Nachtwind

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Der Standard bei der SOC Ermittlung eines BMS ist primär das Messen des Stroms der rein bzw. raus geht. Dieser wird dann mit der Akkukapazität verrechnet und von 0 - 100% angezeigt.

Zusätzlich kann eventuell noch die Spannung mit eingerechnet werden, was bei LiFePO4 Zellen schwierig bzw. ungenau ist.

Ich kenne kein BMS welches die Selbstentladung eines Akkus sinnig erfassen kann.

Ich bleib dabei, 3 gleiche Akkus und einer verhält sich stark anders als die 2 anderen Akkus → also liegt ein Problem / Mangel vor. Ob die Batteriezellen oder das BMS das Problem bzw. Ursache des Mangels sind soll die Weft analysieren.

Nochmal, das der Besitzer / Nutzer sich schlau macht was da vorgeht ist sinnig und hilft auch sicher bei der Kommunikation mit der Werft.

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Danke für den Tip mit Reklamation. Anfang August habe ich mit Einschreiben Rückschein nach mehreren Telefonaten und Mailverkehr eine Letzte Nachfrist Reklamation Akkupack gesetzt.

Ersatzvornahme durch Dritte angekündigt, Kosten werden in Rechnung gestellt. Frist war 1. Sep. 25.

Wir haben das Boot Juni 2024 übernommen.

Der verantwortliche Geschäftsführer kommt telefonisch mit immer neuen Ausreden und Versprechungen, Händler nicht mehr erreichbar, beauftragter Elektriker meldet sich nicht u.s.w.

Ergo, ich brauche Jemanden der sich gegen Bezahlung des Themas annimmt, Prüft und Repariert und eine Rechnung stellen kann. Die stelle ich dann der Werft in Rechnung.

LG Bodo

Für die Zukunft wäre es wohl sehr wertvoll wenn man alle 48 einzelne Akkuzellen von den drei Akkus per Internet auslesen kann ohne vor Ort sein zu müssen. Weil das Boot ja nur Zeitweise genutzt wird und auch weiter weg steht.

PV Leistung ist ja mehr wie genug vorhanden um die geschätzten 30 W/h Dauerverbrauch auch in der dunklen Jahreszeit ab zu decken. Vielleicht kann man einen Teil davon nur Tagsüber aktivieren so dass Nachts nur mehr 5 bis 10 W/h übrig bleiben. Welches Konzept dafür Ideal wäre weiß ich leider nicht aber hier wird sich sicher jemand damit auskennen und auch den Stundenverbrauch abschätzen können ob das realistisch ist.

z.B. raspberry pi und einen Teltonika Router ---> wie gesagt kenne ich mich da leider zu wenig aus.

Derzeit gibt es eher keine Anzeichen auf Kostspielige Schäden.

Hallp Bodo,
wie ich lese, brauchst du keinen jur. Rat. Es ist nun eure 2te Saison mit dem Boot. Wie war es denn in 2024? Gab es diese Abweichung bei der SOC Anzeige der Akkus schon? Ist darauf geachtet worden? Manche Sachen fallen irdendwann auf, ohne dass man weiß, wie es vorher war.

L.G.

Felicitysolar LPBA48200-II

Okay das ist ein sehr kostengünstiger Akku der offensichtlich Probleme hat wenn man dem Video glauben darf.

Am Auslesen der 48 einzelnen Akkuzellen führt kein Weg vorbei weil das ist der einzige Weg ist um herauszufinden in welchen Zustand der Akku ist.

Wir benötigen eine Möglichkeit den Akku über die Vorhandene Schnittstelle auszulesen. Welche Hard und Software ist dafür nötig?

Ja, die komischen Anzeigen gab es schon am Anfang, wurden aber immer als “Normal” hingestellt.

Der Fahrbetrieb, auch unter Volllast, war unproblematisch, auch sonstige Verbraucher an Bord, Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher Boiler alles ok.

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Die sind auch normal, so wie ich sage: auf SOC eines BMS ist kein Verlass.

Ich sehe da bezüglich einer Reklamation diesbezüglich weder Anlass noch Erfolgsmöglichkeit.

Nicht das man das falsch versteht: ich sage nicht, dass der Akku kein Problem hat. Ich sage: mit dem SOC kann man Probleme nicht feststellen.

Diesbezüglich unterstütze ich der Vorschlag der Mitposter: Die Spannungen der Zellen müssen angeschaut und auch zukünftig überwacht werden: z.b. das Thema Balancierung.

Dazu gehört auch, das die eingestellten Lade und entladeparameter, Spannungen, Ströme mal angeschaut werden.

Ich empfehle dem OP, sich mit Hilfe hier etwas Grundwissen anzueignen, was man bei einem solchen Akku gekegentlich überwachen muss und wie man ihn betreibt, stillegt und wieder in Betrieb nimmt.

Ich erwarte nicht, dass der Akku jetzt ein garantiefähiges Problem hat, ich erwarte, dass er es in den nächsten zwei Jahren bekommen kann/könnte, wenn man ihn nicht “richtig” überwacht und “richtig” betreibt. Und dann würde es auch nicht mehr Garantiefähig sein.

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