Sinkende Eigentumsquote verantwortlich für Handlungsspielraum bei regionalen Klimafragen?

Ich habe oben ausgeführt, dass man das nicht kann. Weil das zu teuer ist. Anhand der Eigentumsquote und dem Wunsch nach einem Eigenheim schlussfolgere ich, dass mehr wollen, aber nicht können. Und daher meine Frage: Ist bei einer Eigentumsquote von ca. 25% bei den unter 45 jährigen und dem Wunsch von 70% nach Eigentum der Großteil nur zu faul,inkompetent und verwöhnt?

50% der unter 35 jährigen hat durchschnittlich 17 300€ an Vermögen. Da kann man sich ggf. noch nichtmals ein Auto kaufen. Geschweige denn, dass die Bank dir auch nur irgendwas gibt. Noch ist der Vermögensunterschied im Alter gering. Das wird sich mit der zunehmenden Verteilung eben durch nicht-vererben oder geringer Eigentumsquote in den nächsten Jahren und Jahrzehnten signifikant ändern. Und zwar nicht zum Guten, wobei ich als gut verzeichnen würde, dass sich die Bürger des Landes auch ein Grundstück und Wohneigentum leisten können.

“Man kann fast alles, wenn man will und dafür seine Freizeit investiert. MAn muss nur wollen”.”

Genau. War früher so. Heute für mindestens 50% der Leute unter 35 Jahre undenkbar. Wie geschrieben, die sind sicher nicht zu faul, dumm oder ignorant. Zudem kommt eben der Einfluss der älteren Generationen hinzu. Wenn die schon zur Miete wohnen, ist die Wahrscheinlichkeit groß es als Kind solcher Eltern ebenfalls zu werden. Und ja, der JayHa hats geschafft, ich selbst habe mich reingeheiratet und ebenfalls ein Haus (wenn auch nicht zur vollen freien Verfügung) und meinen Kindern wird es damit einfacher ergehen als mir. Diese Privilegien sind wie geschrieben nicht das Problem.

Sondern erst einmal zum Grund zu kommen. Da hilft dann auch keine hohe Inflation. Oder Unsicherheiten wie momentan. Es gab immer Unsicherheiten. Eine unterschwellige Atmosphäre von Angst und Unsicherheit. Angst alles zu verlieren. Das ist für jemanden der was erreicht HAT schwer vorzustellen. Er hats ja immerhin auch geschafft…. die die es nicht geschafft haben, die hört man selten. Wie auch? Ein Teil wird sich schämen, ein anderer Teil sich ablenken. Ein ganz großer Teil hat gar nicht erst die Zeit sich in Foren oder sonstwo zu tümmeln um darüber zu philosophieren. Dazu kommt, dass eben hier, und in vielen anderen Foren, wir eigentlich eher themenbezogen sind. In einem Tesla-Forum wird es auch andere Diskussionen dazu geben und andere Ansichten als in einem Trabbiforum. Oder einem für Gebrauchtwagen-DIY-Forum. Keiner gibt gerne zu erfolglos zu sein oder Pech gehabt zu haben. Und WENN er es macht, dann wird ihm eine Opferrolle zugesprochen (immer dieses jammern). Aufmerksamkeitsdefizit. Ggf. auch Neid oder nicht hilfreich sein. Dabei ist das einfach so. Ohne Wertung. Eines von vielen Schicksalen. Dumm gelaufen.

Wenn aber die Häufung von “dumm gelaufen” auf knapp 50% geschätzt wird, dann bezweifel ich ganz einfach den eigenen Wirkungsbereich dieser Menschen. Es wird welche geben die zu faul sind. Zu blöd. Aber nicht in dem Ausmaß.

“Klar gelingt einem bei ersten mal das Gewerk wie z.B. das Fliesen legen im Bad nicht sofort und es kostet beim ersten Mal extrem viel Zeit. Aber es klappt.”

Beim ausgleichen des Bodens im Kinderzimmer habe ich anstatt 2cm tiefer 2cm höher verlegt. Resultat: Mit einer Mauernutfräse habe ich im nachhinein 25qm um 4cm rausgefräst, dann dünn nachnivelliert und dann die Fermacellplatten und FBH rein. Man macht auch Fehler. Man muss aber die Zeit haben. Und den Platz. Wo soll man das alles lagern? Hat man alle Maschinen? Traut man sich das zu? Denn arbeiten um Fachpersonal zu bezahlen… das verschlingt zuviel.

Es geht bei der Frage nach den 70% darum, diese bereit wären Ihre Freizeit zu investieren. Und für zig-Jahre Schulden zu Haben. Und bereit sind nicht mehr jedes Jahr in Urlaub zu fahren.

Da kommen keine 70% raus. Wer ist heutzutage bereit sind ein abgerocktes Haus zu nehmen, dafür Schulden zu machen, die nächsten 20 Jahre alle Freizeit zu investieren und auf vieles zu verzichten. Da kommen dann eher 10% raus.

In meiner Firma will ein großer Anteil der Generation Z lieber in Teilzeit arbeiten statt 40 Stunden pro Woche zu arbeiten. Und mehr als 40 Stunden zu arbeiten ist undenkbar.

Insofern kann ich viele verstehen, die lieber zur Miete wohnen. Das die gerne ein Haus hätten ohne den notwendigen Aufwand zu treiben, kann ich verstehen. Würde auch gerne im Lotto gewinnen.

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Ja, mag sein. Ich habe ein Eigenheim. Ganz so simpel ist es dann doch nicht.

Rechne einfach zu deiner Sparquote noch die Autos, die Urlaube, die Pizzen, Chipstüten und Kinobesuche, das neue Smartphone, der neue Flachbildfernseher dazu, all die schönen Dinge, die man nicht missen möchte, die zum Leben dazu gehören, auf die man Anspruch hat.

Was nicht heißt, daß ich gar nichts davon habe.

Denn wie @wihz schon anmerkte, Wünsche bedeuten für Viele harte Arbeit und Verzicht und daß wenige der Generationen X bis Z auch zu Opfern bereit sind. Exemplarisch dafür Generation Z: Kinder Nein Danke, wo doch die Welt untergeht. Selbst im Krieg wurden Kinder gezeugt und geboren.

Allein wenn ich sehe, was so ein Smartphone kostet - nein, nicht das für 50,- , sondern daß für 1000+.

Oder ein Urlaub, ein Konzert, das Feierabendbier.

Überlege einfach mal, was du im Leben für langfristig unnütze Dinge, Elektronik, Kinkerlitzchen, Schnuckekram etc. ausgegeben hast, das geht schnell ins 6stellige.

Ach ja, bei den Boomern gabs das alles nicht. Auch in meiner Anverwandschaft gab es Leute, die alle 10 Jahre sich neu möblierten und regelmäßig essen gingen, aber auch Leute die in dreißig Jahren eine Scheune zum Wohnhaus umbauten. Normale Arbeiter. Und deren Kinder es ihnen gleich taten.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Heute mag das schmieden beschwerlicher sein. Die heutige Generation hat wesentlich mehr mitbekommen, als meine oder meine Elterngeneration. Die Grundlagen sind da, aber die jungen sind träge, aber anspruchsvoll. Behaupte ich.

Wenn also 70% Eigenheim wollen, aber nicht können, dann liegt es sicher nicht an der Mitgift der Alten.

Um zurück zur Eingangsaussage zu kommen, nämlich daß Immobilien billiger werden müßten, damit die junge Generation sie sich leisten kann, setzt eindeutig am falschen Ende an.

Lies einfach nochmal den von dir verlinkten Artikel: die Randbedingungen sind schuld, zuviel Abgaben, zu hohe Auflagen, zu hohe Inflation - und dann überlege, wer dafür verantwortlich ist.

Da ist es natürlich leichter, die gluckenden Alten zu beschuldigen, sie hätten über ihre Verhältnisse gelebt und müßten jetzt abgeben.

Ich frage mich gerade, wem die ganzen Zweit- und Drittwohnungen gehören? Und ob deren Kinder woanders zur Miete wohnen, Teil der 70% sind, aber von Daddy kein Haus gesponsert bekommen.

Wenn nur 25% Eigentum haben, dann hat im Schnitt jeder vier Wohnungen - eine für sich und drei zum Vermieten.

Wie war das eigentlich, als Sozialwohnungen billig privatisiert, aber teuer zurückgekauft wurden?

Aber du hast Recht, in diesem Land würde ich mich auch nicht mehr reinknien - wofür auch. Dann eher eine Berghütte in Skandinavien, in Österreich oder Italien. Dann darf ich auch offiziell Insel.

Ich arbeite immer noch - man bin ich blöd. Sollten alle von Bürgergeld und Subventionen leben - man gönnt sich ja sonst nichts.

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Gerade Werbung gesehen: IPhone 17 pro max: 2449 Euronen.

Wahnsinn, und ich bin sicher, das wird auch gekauft.

Aber kein Geld für Eigenheim. Buhu.

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Natürlich kommen da keine 70% raus. Es sind aber jetzt 25% mit Eigentum. 50% haben nur ca. 17 000€ an Vermögen.

Und nach dir und JayHa liegt das einzig und alleine daran, dass sie zwar können “jeder ist seines Glückes Schmied” aber nur zu faul zum arbeiten sind (nur Teilzeit statt 40 Stunden die Woche, mehr als 40 Stunden sind undenkbar, LIEBER zur Miete wohnen, würden gerne im Lotto gewinnen), also genau jene Argumente der älteren Generationen oder aber der privilegierten die im nachhinein feststellen: Hat bei mir auch geklappt, ist also für jeden möglich, aber das ist sowieso nur die Minderheit weil die Mehrheit zu faul ist.

@jayha

“Rechne einfach zu deiner Sparquote noch die Autos, die Urlaube, die Pizzen, Chipstüten und Kinobesuche, das neue Smartphone, der neue Flachbildfernseher dazu, all die schönen Dinge, die man nicht missen möchte, die zum Leben dazu gehören, auf die man Anspruch hat.”

Das kann ich nicht. Das liegt daran dass solche Daten schwer zu bekommen sind, weil die Datenerhebungen und die Statistiken das nicht hergeben.

Ich lese z.B. im PV-Forum, dass sich JEDER ein E-Auto leisten könne. Es gibt überhaupt keinen Grund sich einen Verbrenner zu kaufen. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, so nach 20-30 Seiten, dass es doch nicht ALLE sind. Sondern jeder in diesem Forum. Der Großteil der Leute dort hat eine PV-Anlage. Und dazu gehört auch mindestens ein eigenes Haus. Einige haben auch gewerbliche Anlagen. Die haben also noch eine Wirtschaft/Unternehmen. Und da verwundert mich die Einstellung dann nicht.

Eigentlich ist es exakt dieselbe Einstellung, die man hier anprangert und auf die ich zurück kommen will. Es ist einfach der pure Egoismus, Starrsinn und weniger die fehlende Leistungebereitschaft.

Die Meisten sind einfach nur Egoisten und bei Egoisten gibt es keinen Kompromiss. Und ja, das müssen sich “die Alten” auf ihr Brot schmieren, dass ein Großteil ihrer, der Großteil der jüngeren Generationen Egoisten sind. Kein Anderer hat sie so erzogen.

Das “Buhu” am Ende von JayHa beschreibt es. Kritik = Jammern. Aufzeigen von Problemen, Gesellschaft wie strukturell dadurch, dass es vermehrt große Immobilienbesitzer gibt und Immobilienunternehmen, jammern. Jeder soll selber gucken wie er weiter kommt. Jeder soll weiterhin Egoist sein. Geht es um Bürgergeld, H4, dann nimmt man als Beispiel jene, die in den Medien gezeigt werden. Den kleinen Bruchteil, der herhalten muss und nun für alle steht, öffentlich angeprangert. Wenn es um die Jugend, um die Eltern geht, ich kann noch so viele Beispiele mit statistischen Daten bringen, die Auswertung wird dieselbe sein. “Die” geben alle ihr Geld sinnlos aus, können damit nicht umgehen, verdienen selbstgewollt zu wenig oder sind zu dumm. Auch die, lauter Egoisten.

Ältere Menschen, die egoistisch handeln? Nicht über einen Kamm scheren. Dasselbe aber mit den Nachfolgegenerationen machen.

Das alles sorgt für Spaltung. Diese Spaltung ist gewollt. Und die gäbe es nicht, wenn man selber genug Selbstvertrauen hätte es zu schaffen. Wenn einem aber immer nur wieder und wieder Steine in den Weg gelegt werden, resigniert man. Man hat kein Mittel auszubrechen aus dem Schema.

“Ich arbeite immer noch - man bin ich blöd. Sollten alle von Bürgergeld und Subventionen leben - man gönnt sich ja sonst nichts.”

Alleine das zeigt auf, dass die Propaganda vom faulen Arbeitslosen zieht. Es ist nicht wichtiger, sich um seine Kinder 160-200 Stunden im Monat zu kümmern. Das ist “blöd”, das ist “gönnen”. Viel mehr Freizeit, andere gehen arbeiten.

Nochmal: Das Ziel muss sein: Technologieoffen aber nicht naiv. Investitionsoffen aber nicht verschwenderisch. Kompromissbereit und Diskussionsoffen. Probleme erkennen und diese lösen. Zusammen.

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Lies noch einmal was ich geschrieben habe. Ich habe nicht geschrieben, dass es daran liegt, dass sie zu zu faul sind. Und auch nicht, dass sie im Lotto gewinnen wollen. Ich habe geschrieben, dass ich auch gerne im Lotto gewinnen würde.

Sie setzen andere Prioritäten. Work-Life-Balance ist wichtig. Wichtig in Urlaub zu fahren, wichtig etwas vom Leben zu haben und viel zu erleben. Sie sind bereit auf Einkommen zu verzichten und sehen da einen Vorteil in Teilzeit zu arbeiten,

Sie wollen kein Eigenheim, wenn das Verzicht bedeutet. Und warum sollte man das auch unbedingt wollen? Was ist am Eigentum so toll? Es ist nicht günstiger als Miete und wenn man kaum in Urlaub fahren kann und die Work-Life-Balance leidet, ist es das dann wert. Mit einem Haus hat man auch viele Verpflichtungen. Als Mieter ruft man den Eigentümer, wenn der Wasserhahn leckt. Tolle Sache.

Hat man Geld übrig, gibt es gemäß der Finanzexperten viel bessere Möglichkeiten als in ein Eigenheim zu investieren.

Und natürlich jammert man über hohe Mieten. So wie wir über hohe Kosten für das Eigenheim jammern. Ganz normal.

Ich sehe die sinkende Eigentumsquote als Ausdruck der geänderten Einstellung zum Leben.

Und ja, die 70% bezweifle ich komplett. Mag sein, dass es viele Mieter gibt, die neidisch auf Hauseigentümer sind (Neid ist in DE ein großer Faktor). Wenn diese aber nüchtern die Vor- und Nachteile betrachten, ist das wieder etwas ganz anderes.

Ich werde auch nicht bis zu meinem Lebensende in meinem Haus leben. Geplant ist dieses zu verkaufen und dann stadtnah zur Miete zu wohnen und dann das Leben zu genießen. Ohne sich ständig um ein Haus kümmern zu müssen.

Und dann werde ich nicht neidisch auf Hausbesitzer sein, sondern diese eher bemitleiden. Hätte ich vielleicht früher machen sollen, aber in der Erziehung gab es die Primärziele: Guter langfristiger Job (dabei viele Kompromisse eingehen, weil viel zu viele einen Job wollten) und später Baum am eigenen Haus pflanzen. Und ein eigenes Auto haben.

Diese Primärziele hat die heutige Generation überwiegend nicht mehr. Damit ändert sich nebenbei auch die Eigenheimquote. Darin sehe ich kein Problem. Man muss niemanden dazu zwingen das Leben lang für ein Eigenheim zu arbeiten und zu verzichten, damit dieses dann mit 70 Jahren abbezahlt ist.

Ist ja auch gut so. Soll jede Generation andere Ziele haben. Das ist keine Spaltung, sondern eine andere Lebenseinstellung.

Nein, habe das so nie gesagt. Zu jeder Zeit gibt es Leute, die nicht können. Aber viele legen den Fokus auf andere Dinge, sind nicht mehr bereit, Opfer zu bringen. Eis Haus erfordert Opfer, Verzicht. Auch früher wurden Hauskredite über 30 Jahre abgeschlossen - selbst wer mit 20 ein Haus kaufte/baute, zahlte sein halbes Leben Abtrag.

Aber: die 70% spiegeln vielleicht die Wünsche wieder, aber nicht jene, die auch bereit dazu sind. Zu keiner Zeit ist den Leuten das zugefallen. Die 70% ist genauso falsch wie “alle könnten”.

Das war/ist aber nicht das Thema. Ich sage es noch einmal: die Hausbesitzer sind nicht an den Hauspreisen schuld (siehe auch “Wert 1914”). Die Forderung, die Hauspreise zu senken, damit Junge sich das leisten können, geht fehl. Substanz kostet - und wer kein altes teures Haus kaufen will, baut eben ein Neues. Dann sieht er, das es nicht überzogene Forderungen der Hausbesitzer sind, sondern daß ein Haus allein von der Substanz teuer ist, dazu noch Abgaben und unsinnige Bauvorschriften.

Es ist nicht mein Haus, egal ob jetzt zu groß für mich, was Leute davon abhält, selbst zu bauen oder kaufen.

Betreffs der Rosiñenpickerei: ich kenne nicht jeden Bürgergeldempfänger, aber ich bin auch nicht weltfremd. Ich halte nur einen geringen Teil für wirklich bedürftig - und selbst davon haben sich noch ein Teil selbst weggeschossen. Ich habe da angesichts behaupteter Arbeitslosenzahlen Null Verständnis für die Arbeitsfähigen. Das fängt schon in der Schule an - nicht jeder ist ein Einstein, aber Fähigkeiten, um später seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sollten die meisten hinbekommen. Auch ohne Haus.

Zur Überschrift: man braucht kein Eigentum, um PV zu installieren. Ja, es erleichtert es, weil Eigentümer in der Regel langfristig planen. Ich denke, in Ländern mit mehr Eigentum wird die PV-Quote nicht per se höher sein.

Und für jene, die kein eigenes Haus haben, gibt es Mietwohnungen, für jene ohne Auto Bus und Bahn, für jene ohne PV Solarparks.

Weil du das Auto ansprachst: isch habe gar kein Auto. Obwohl auf dem Land die Busverbindungen hauptsächlich aus Schülerbussen und Sammeltaxis besteht. Mir war die Freiheit, kein Miete mehr zahlen zu müssen, wichtiger als die Freiheit, jederzeit spontan überall hin fahren zu können. Das Geld ist bei den Meisten endlich - du kannst selten auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen und nur eingeschränkt am gleichen Abend.

Btw, was ist eigentlich das Ziel dieses Fadens? Eine Bestandsaufnahme, ein Wunsch nach mehr PV? Smalltalk?

Louis Rossmann (right to repair Aktivist) hat dazu immer eine schöne Geschichte. Sein Vermieter in NY sagte zu den Termiten in seiner Wohnung: Are you Pinocchio? they are not after you, dummy.

Eines seiner grossen Anliegen ist die “Aushöhlung des Eigentums”, und gleichzeitig immer skrupellosere Geschäftsmodelle und Praktiken.

Erst gestern kam hier im Radio ein Bericht, dass die kleinen Vermieter stark zurückgehen. Für die Mieter sind das viele schlechte Nachrichten, in einer bereits jetzt sehr schwierigen Situation.

Die "You'll own nothing and you'll be happy" Gesellschaft (vorgestellt 2016 am WEF, Ida Auken) ist aus meiner persönlichen Sicht ein absoluter Albtraum. Eigentum verpflichtet, und wer das selbst erlebt hat, der weiß was es bedeutet und respektiert meist auch das Eigentum anderer (auch von Gemeinschaften, wie einem Staat).

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Ja, ich fange, nach 30 Jahren, jetzt auch an zu verkaufen.

Wobei mein Problem weniger die Mieter sind, sondern der immer dreistere Staat und es kaum noch vernünftige Handwerker gibt.

An der Börse, mein zweites Standbein, zahle ich dann (für den Verkaufserlös) deutlich weniger Steuern auf die Erträge.

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genau so ist es habe mein haus in 90% eigenleistung gebaut.
jahrelang kein urlaub kein luxus keine freizeit.
dafür die hälfte der kosten die ich für pfuschende handwerker bezahlt hätte und weniger ärger mit nicht eingehaltenen terminen gabs auch noch.

ist aber nicht für alle was,
viele bevorzugen lieber im cafe sitzen nen flat white trinken und tiktok machen... :sweat_smile:

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Nur um ein Haus zu haben, wäre es für mich aber nichts gewesen jahrelang kein Urlaub und keine Freizeit zu haben. Hätte ich keine Kinder gehabt - okay, dann wäre es mir egal gewesen. Aber ich wollte und möchte auch für die Kinder da sein und nicht jahrelang nach meiner eigentlichen Arbeitszeit noch Wände verputzen.

Daher habe ich ein Haus bauen lassen, wir hatten das Geld und okay.

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Wir sind als als Kinder genau so aufgewachsen. Einen Urlaub im Jahr gab es trotzdem immer, aber man hat zweifellos an sehr vielem gespart, um sich ein eigenes Haus bauen zu können - mit maximaler Eigenleistung.

Ich fand schon als Kind Baustellen, Betonmischer und Kreissägen spannender als irgendwelche Spielplätze :sweat_smile:. Und wir haben da schon früh viel über das Leben, Sparen und Arbeiten gelernt. War alles gut so :blush:.

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Wenn du das zu 100% als deckungsgleich ansehen willst (ältere Generation und konservativ), nehme ich mir die Freiheit, zu widersprechen.

Einfach den Beitrag weiter lesen. Die älteren haben die Freiheit tun und lassen zu können, wie ihnen beliebt. Sind ja mündige Menschen. Und als Konsequenz wird das für Viele bedeuten im Alter irgendwann an den Punkt zu kommen, wo sie zwar KÖNNTEN aber nicht mehr KÖNNEN. Wer soll ihnen dann helfen? Jenen, mit denen sie ein Leben abgelehnt haben um ihr eigenes Leben leben zu können? Die können dann schlichtweg verkaufen, versteigern, oder vereinsamt sterben um das zu vererben. Damit dann um das Erbe gestritten wird. Obwohl sich doch mehr oder weniger jeder distanziert hat…..

Es war eben nicht schon immer so. Angst vor Veränderung. Das ganze Leben ist eine permanente Veränderung. Wer da nicht fluide bleibt, Kompromisse eingeht, der bleibt alleine stehen.

Vollkommen richtig. Leider gibt es in discourse keine Signatur, mit der im alten board bin ich ziemlich angeeckt.

“Ich bin kein Anfänger, aber ich lerne noch.”

Es war erstaunlich, wieviele Leute sich angeeckt fühlten… und damit zeigten, das sie die Botschaft verstanden hatten.

Nur wenn du nichts ändern willst, bei jeder neuen Jungfamilie wird sich immer was ändern. Die KÖNNEN nicht still stehen. Egal ob die älteren das nun wollen oder nicht. Man kann sich entscheiden: Ich will keine digitalen Führerschein/Ausweis. Und wenn es nichts anderes mehr gibt, dann ist das so. Entweder vorher wehren und Aufschreien, auf die Straße gehen damit man weiterhin zum Amt kann. Oder akzeptieren dass man überrollt wird. Mit ganz Vielem.

Das ist keine generelle Alterskritik. Ich hasse z.B. die jetzige Nutzung meiner und nachfolgender Generationen des Smartphones. Es soll ein Hilfsmittel sein und besitzt unzählige Möglichkeiten. Nur nutzen das viele als Ersatz für ihren Kopf und lassen sich daher ihre Entscheidungen von der Kiste abnehmen. Und dennoch muss ich auch sowas nutzen. Ob ich will oder nicht. Das bedeutet bei sowas denke ich sehr konservativ. Könnte mir aber vorstellen, dass ich bei nem günstigen 2-Sitz-E-Auto schnell dabei wäre. Oder in einigen Jahren/Jahrzehnten bei neuen PV-Modulen mit mehr Wirkungsgrad.

Was mich zurück zum eigentlichen Thema bringt. Es muss auch eine gewisse Infrastruktur im Haus/Grundstück geben. Sonst KANN MAN NICHT investieren, sparen, Klima- bzw. Umweltemissionen senken. Ich kann einfach keinen Kompost anlegen wenn mein Vermieter keinen erlaubt. Ich kann keinen Regenwassertank einbauen, das Regenwasser wird in den Kanal geleitet und bezahlt. Usw. usf. Das bedeutet der Spielraum, den man als Mieter hat, ist massiv eingeschränkt. Und es wird nicht besser werden mit sinkender Eigentumsquote. Dazu kommen dann Themen wie diese hier:

Ob das nun erfunden ist oder nicht kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann durchaus nachvollziehen, dass es solche Fälle geben wird, auch gerichtlich. Nur besitze ich eigentlich das Eigentum um darüber zu verfügen. Wenn mir aber solche Fallstricke entgegenkämen, würde ich die Wohnung eher noch als Ferienwohnung immer nur befristet vergeben, oder GAR NICHT. Bevor mir so etwas passiert.

ja gut wenn ich das geld hätte würde ich mir auch noch ne lagoon 46 kaufen und damit einige monate im jahr urlaub machen

hätte hätte fahradkette

Naja also jung oder alt… da ist der Unterschied nicht so gross wie man denkt finde ich.

Das einzige, was irgendwie komisch ist, dass Leute genau dann ein Haus gekauft haben, als es billig war zur Miete zu wohnen und jetzt wo es andersrum ist, geht das wieder nicht.

Als Vermieter wirst du nicht den finanziellen Spielraum haben, wie ein Hausbesitzer dich erneuerbaren Energien zu widmen. Es gibt sogar viele die zwar besitzen aber gar nicht erst vermieten wollen. Das war mein Eindruck.

Das mit dem billig auf dem Land ein Haus kaufen ist auch verpöhnt. Teilweise zu recht, aber teilweise wiederum auch nicht.

Auf dem Land mit Kindern ist schwieriger. Und später vermutlich gar nicht mehr so richtig möglich ohne sie zu verärgern. Das ist das komische das das Land irgendwie ausstirbt obwohl man da sehr schnell finanziell unabhängig wird.

Andersrum. Als Vermieter kannst du vieles steuerlich geltend machen und je nachdem teilweise auf die Mieten umlegen.

Rund die Hälfte der privaten Vermieter machen Verlust oder eine Nullnummer. Von der anderen Hälfte machen auch nur wenige satte Gewinne.

Selbstverständlich zahlt man für Ausgaben und Materialen für das Mietobjekt nicht noch obendrauf Steuern. Das wäre ja völliger Irrsinn.

Die Umlage von z.B. Grundsteuer oder Strassenreinigung auf die Mieter ist gesetzlich festgelegt. Wäre das nicht so, wäre die Kaltmiete um diesen Betrag höher. Der Vermieter hat mit diesen Dingen im Grund nur Arbeit und keinerlei Nutzen.

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