Schuld sind nicht die Anderen sondern: Schuld ist der, der verursacht. Wenn aber immer solidarisch die Schuld jener, die am meisten verursachen, von allen mitgetragen wird, dann kann ein Teil jener, die das zu verantworten haben, machen was sie wollen.
Und das stinkt mir. Es ist etwas vollkommen anderes, wenn man z.B. für jene, die nicht können, einen solidarischen Beitrag leistet. Ich habe kein Problem damit, etwas zu opfern für jene, die nicht können. Dazu zählt auch, dass jene welche sind, denen es monetär schlecht geht ABER auch denen es monetär gut geht. Man macht es für alle und dafür nimmt man in Kauf auch mal wen zu unterstützen, der das nicht benötigt. Das bedingt das gesamte System.
Aber wenn NUR noch die Last getragen werden muss von jenen die tun, wenn die unten helfen, in der Mitte helfen, oben helfen und es immer mehr und mehr wird, dann geht das nicht unbegrenzt und dagegen wehre ich mich. Ich kann in meinem Einflussbereich tun, und ich kann es sogar noch weiter, für Andere tun, muss das zum Teil, und KANN es zum Teil. Aber mich und andere dann immer mehr zwangs zu verpflichten, wie geschrieben, verpflichte doch einmal jene, die aasen. Die verschwenden. Nicht die breite Masse, die ist daran nicht beteiligt. Und wenn das passiert ist, dann kann jeder vielleicht noch ne Schippe drauflegen.
Um das mal am Beispiel Strom zu machen:
In Österreich lautet das Argument, die Netzgebühren werden teurer, weil die Leute STROM SPAREN. Also weil weniger verbraucht wird, muss die Last weiterhin verteilt werden. Anstatt nun die 100% zu nehmen, jetzt sind es nur noch 98% und das zu den neuen 100% zu machen, also es für JEDEN teurer zu machen, nimmt man die 100%, davon sind 25% private Haushalte, die aber über 50% bezahlen, und jetzt sind es eben nur noch 23% bei den privaten Haushalten, die sollen aber weiterhin über 50% bezahlen…. Das ist einfach nich fair, das ist nicht Verursachergerecht und da kann man dann noch so oft schreiben: “Wenn die Anderen immer schuld sind…” Was ist da jetzt jeder schuld? Dass weniger verbraucht wird? Sollen wir nun alle wieder mehr verbrauchen? Damit es günstiger wird? Es braucht nicht nur Zwang. Es braucht Anreize. Entweder das, oder man muss ALLE zwingen. Persönlich. JEDER soll anpacken. Und wenn es für den einen “nur 100€ “ sind, und das bedeutet je nach Lohn 5 Stunden, dann muss auch der Bundespräsident 5 Stunden leisten. Ja der bekommt etwas mehr Geld, aber er soll kein Geld geben, er soll die 5 Stunden arbeiten! Denn genau das verlangt man mit den “sind doch nur”. “Wir müssen alle den Gürtel enger” blablabla.
Und da bleibt mein Appell. Nicht den Bürgern sagen, sie sollen und wenn nicht Gesetze. Jenen sagen, die aasen. Und wenn die damit aufhören, dann kann man auch beim Kleinklein weiter machen. Nicht sagen man soll weniger autofahren. Beschließen dass Flugreisen 100 mal mehr kosten. DANN die Autofahrer für ihre Brötchenfahrten angehen….
Tut mir leid, das ist nämlich mein persönliches rotes Tuch, es ist nicht an dich persönlich, sondern an die arrogante Anmaßung etwas vorschreiben zu wollen, was den meisten gar nicht als Wahl zur Verfügung steht. Am Ende wird das subventioniert, solidarisiert. Und der, der gar keine Wahl hat, soll das dann finanzieren. Ne.
Und ja, Schulden machen! Schulden sind überhaupt kein Problem. Man sehe sich nur die Vermögen an…
@frankdrebin
Du musst dir das Eigentum leisten können. Wir haben ein vollständig gesellschaftliches Problem. Das ufert dann aber thematisch völlig aus. Das meine ich mit “eingeschränkten Möglichkeiten”. Wer sowieso schon eingeschränkt ist, weil er entweder einen großen Teil des Geldes für Miete benötigt oder für Wohneigentum, welches in keiner Relation zur Wohnungsgröße steht, dann arbeitet man für den Vermieter oder die Bank. Wer Glück hat so wie ich, der bekommt nen niedrigen Zinssatz und hat durch Inflation beim Hauskauf (bzw. in meinem Fall sanieren) Plus gemacht. Der Rest zahlt einen Teil der Bank. Und besitzt dann was, wie soll der aber Rücklagen aufbauen? Und der soll dann noch mehr, und mehr und mehr bezahlen. Wie denn? Irgendwo ist Sense.Und demnach auch Sense bei dem, was im Bereich des möglichen liegt. Das liegt nicht an zuvielen Smartphones, Urlaub auf Rhodos oder weil man nicht mit Geld umgehen kann. Sondern dass das einfach nicht mehr da ist das Geld. Beide arbeiten und wohin mit den Kindern? In die KITA? Alten ins Heim? Aber jeder die maximale, suggerierte Freiheit.
Die Sparkasse macht Werbung gegen Frauen, die nun die traditionelle Frauenrolle haben wollen. Also Haushalt, Kinder etc. und zu hause bleiben während der Mann arbeitet. “Was ist mit eurer späteren Rente? Was ist wenn der Mann euch nicht mehr will? Ihr entfaltet euch nicht.” Überall nur noch Panikmache und Einmischung. Tradwives.