Sinkende Eigentumsquote verantwortlich für Handlungsspielraum bei regionalen Klimafragen?

Das hat leider stark abgenommen die letzten Jahre. In meinen Augen lernt man Eigenverantwortung nicht, wenn man immer weniger Eigentum hat. Und da geht die gesellschaftliche Entwicklung in ganz vielen Bereichen hin, vor allem bei den jüngeren.

Innerhalb der Europäischen Union liegt die durchschnittliche Wohneigentumsquote bei 70 Prozent und damit mehr als zwanzig Prozentpunkte höher als in Deutschland. Tatsächlich besitzt kein anderes Land innerhalb der EU eine niedrigere Wohneigentumsquote als Deutschland.

Während die Wohneigentumsquote innerhalb der Bevölkerungsgruppe mit einem Alter über 45 Jahren aktuell bei 54,2 Prozent liegt, beträgt der Anteil der Wohneigentümerinnen und -eigentümer in der Altersgruppe unter 45 Jahren gerade einmal 25,2 Prozent. Die Schere zwischen jüngeren und älteren Eigentümern geht dabei immer weiter auseinander.

Genau deshalb wäre es so extrem wichtig, das Wohnen und Bauen wieder simpler und bezahlbarer zu machen. Und dafür braucht es dringend weniger (strenge) Regeln in vielen Bereichen.

2 „Gefällt mir“

Schuld sind nicht die Anderen sondern: Schuld ist der, der verursacht. Wenn aber immer solidarisch die Schuld jener, die am meisten verursachen, von allen mitgetragen wird, dann kann ein Teil jener, die das zu verantworten haben, machen was sie wollen.

Und das stinkt mir. Es ist etwas vollkommen anderes, wenn man z.B. für jene, die nicht können, einen solidarischen Beitrag leistet. Ich habe kein Problem damit, etwas zu opfern für jene, die nicht können. Dazu zählt auch, dass jene welche sind, denen es monetär schlecht geht ABER auch denen es monetär gut geht. Man macht es für alle und dafür nimmt man in Kauf auch mal wen zu unterstützen, der das nicht benötigt. Das bedingt das gesamte System.

Aber wenn NUR noch die Last getragen werden muss von jenen die tun, wenn die unten helfen, in der Mitte helfen, oben helfen und es immer mehr und mehr wird, dann geht das nicht unbegrenzt und dagegen wehre ich mich. Ich kann in meinem Einflussbereich tun, und ich kann es sogar noch weiter, für Andere tun, muss das zum Teil, und KANN es zum Teil. Aber mich und andere dann immer mehr zwangs zu verpflichten, wie geschrieben, verpflichte doch einmal jene, die aasen. Die verschwenden. Nicht die breite Masse, die ist daran nicht beteiligt. Und wenn das passiert ist, dann kann jeder vielleicht noch ne Schippe drauflegen.

Um das mal am Beispiel Strom zu machen:

In Österreich lautet das Argument, die Netzgebühren werden teurer, weil die Leute STROM SPAREN. Also weil weniger verbraucht wird, muss die Last weiterhin verteilt werden. Anstatt nun die 100% zu nehmen, jetzt sind es nur noch 98% und das zu den neuen 100% zu machen, also es für JEDEN teurer zu machen, nimmt man die 100%, davon sind 25% private Haushalte, die aber über 50% bezahlen, und jetzt sind es eben nur noch 23% bei den privaten Haushalten, die sollen aber weiterhin über 50% bezahlen…. Das ist einfach nich fair, das ist nicht Verursachergerecht und da kann man dann noch so oft schreiben: “Wenn die Anderen immer schuld sind…” Was ist da jetzt jeder schuld? Dass weniger verbraucht wird? Sollen wir nun alle wieder mehr verbrauchen? Damit es günstiger wird? Es braucht nicht nur Zwang. Es braucht Anreize. Entweder das, oder man muss ALLE zwingen. Persönlich. JEDER soll anpacken. Und wenn es für den einen “nur 100€ “ sind, und das bedeutet je nach Lohn 5 Stunden, dann muss auch der Bundespräsident 5 Stunden leisten. Ja der bekommt etwas mehr Geld, aber er soll kein Geld geben, er soll die 5 Stunden arbeiten! Denn genau das verlangt man mit den “sind doch nur”. “Wir müssen alle den Gürtel enger” blablabla.

Und da bleibt mein Appell. Nicht den Bürgern sagen, sie sollen und wenn nicht Gesetze. Jenen sagen, die aasen. Und wenn die damit aufhören, dann kann man auch beim Kleinklein weiter machen. Nicht sagen man soll weniger autofahren. Beschließen dass Flugreisen 100 mal mehr kosten. DANN die Autofahrer für ihre Brötchenfahrten angehen….

Tut mir leid, das ist nämlich mein persönliches rotes Tuch, es ist nicht an dich persönlich, sondern an die arrogante Anmaßung etwas vorschreiben zu wollen, was den meisten gar nicht als Wahl zur Verfügung steht. Am Ende wird das subventioniert, solidarisiert. Und der, der gar keine Wahl hat, soll das dann finanzieren. Ne.

Und ja, Schulden machen! Schulden sind überhaupt kein Problem. Man sehe sich nur die Vermögen an…

@frankdrebin

Du musst dir das Eigentum leisten können. Wir haben ein vollständig gesellschaftliches Problem. Das ufert dann aber thematisch völlig aus. Das meine ich mit “eingeschränkten Möglichkeiten”. Wer sowieso schon eingeschränkt ist, weil er entweder einen großen Teil des Geldes für Miete benötigt oder für Wohneigentum, welches in keiner Relation zur Wohnungsgröße steht, dann arbeitet man für den Vermieter oder die Bank. Wer Glück hat so wie ich, der bekommt nen niedrigen Zinssatz und hat durch Inflation beim Hauskauf (bzw. in meinem Fall sanieren) Plus gemacht. Der Rest zahlt einen Teil der Bank. Und besitzt dann was, wie soll der aber Rücklagen aufbauen? Und der soll dann noch mehr, und mehr und mehr bezahlen. Wie denn? Irgendwo ist Sense.Und demnach auch Sense bei dem, was im Bereich des möglichen liegt. Das liegt nicht an zuvielen Smartphones, Urlaub auf Rhodos oder weil man nicht mit Geld umgehen kann. Sondern dass das einfach nicht mehr da ist das Geld. Beide arbeiten und wohin mit den Kindern? In die KITA? Alten ins Heim? Aber jeder die maximale, suggerierte Freiheit.

Die Sparkasse macht Werbung gegen Frauen, die nun die traditionelle Frauenrolle haben wollen. Also Haushalt, Kinder etc. und zu hause bleiben während der Mann arbeitet. “Was ist mit eurer späteren Rente? Was ist wenn der Mann euch nicht mehr will? Ihr entfaltet euch nicht.” Überall nur noch Panikmache und Einmischung. Tradwives.

1 „Gefällt mir“

Auch ich habe mein Eigentum über Kredite finanziert. Wie kann man die Kosten reduzieren?

Bei mir: Ein abgerocktes günstiges Haus gekauft und nach und nach selbst renoviert. Egal, ob Sanitär, Elektro, verputzen, etc. Konnte es mir nicht leisten ständig Handwerker zu rufen.

Ja, Häuser sind generell teurer geworden. Und Grundstücke auch. Da muss man sich in Randlagen umschauen. Es sind aber auch die Kollegen viel weniger geworden, die bereit sind selbst nach Dienstschluss und am Wochende täglich selbst Hand anzulegen. Das geht gegen deren Work-Life-Balance. Viele wollen lieber in Teilzeit arbeiten statt Streß zu haben. Die wollen alles die Handwerker machen lassen und beschweren sich dann, dass alles zu teuer ist. Positives Beispiel ist aber ein junger ein Kollege, der sich jetzt ein altes Haus gekauft hat und das von Grund auf selbst renoviert. Auch die gibt es noch. Der ist sich aber auch für nichts zu schade.

Ja, viele Vorschriften, die m.E. mittelalterlich sind, sollte man abschaffen. Wie den ganzen Kram in DE wie Meisterzwang, Handwerksrollen (zulassungspflichtiger Handwerke). Und dazu gehört auch die Verpflichtung, dass man eine Solaranlage von einem Meisterfachbetrieb anmelden muss, ist m.E. Blödsinn. An meinem Auto kann ich auch herumschrauben wie ich will. Ich muss mich halt fachlich auskennen und das dem TÜV zur Abnahme vorführen. Warum kann ich nicht bei Installation meiner Solaranlage oder meiner Split-Klima eine unabhängige Firma rufen, die prüft, ob ich alles ordnungsgemäß gemacht habe? Statt dessen machen das eingetragene Handwerksbetriebe, die niemand nach Auftragsausführung prüft. Auch der VNB schaut sich das in der Regel nicht mehr an.

Werde aber vermutlich nicht mehr erleben, dass das ganze mittelalterliche Gehabe zulassungspflichtiger Handwerke abgeschafft wird. Da stehen zu viele Lobbisten dahinter, die das verhindern.

4 „Gefällt mir“

Du bekommst sie nicht. Du bekommst sie dort, wo du nicht arbeitest. Fazit: Du wohnst 1 Stunde vom Arbeitsort entfernt, verbringst also keine 10 Stunden auf der Arbeit sondern 12 Stunden. Ergo mit Pause bist du nicht 50 Stunden weg sondern 60 Stunden. Dann kommst du nach hause und arbeitest am Haus. Geht, wenn du keine Kinder hast. Wenn du Kinder hast verschiebt sich alles.

Aber selbst hier im Dorf in der Pampa. Da stehen zig Häuser leer. Du bekommst sie nicht. Für 200 000€ und du kannst nochmal dasselbe oder mehr reinpumpen, das ist völlig unsinnig. Es werden dann die Grundstücke verkauft, die Häuser kannst du mit der Birne abreißen. Weil die seit Jahren/Jahrzehnten leer stehen.

In der Stadt? Unter ner halben Million wirds schwer. Wohnung? Möglich, aber dann die Kosten für Hausgeld. Kannst direkt Miete zahlen…

Und wenn du finanzieren willst, bekommst hier keinen Kredit als Alleinverdiener. Rücklagen aufbauen? Hat man die letzten Jahre gesehen. In 5 Jahren 25% Inflation. Erfolgreich Arbeitsleistung vernichtet. Schwupps, weg ist es. Die Bank rechnet dir vor, was du dir leisten kannst, nicht du. Da kannst du auch beweisen, dass du vorher 500 Miete gezahlt hast und jetzt nur 500 Rate haben willst, wenn das anders berechnet wird ist Sense. Nützt dir noch so sehr die harte Arbeit nicht.

Das sind alte Träume, das ging früher. Heute nicht. Jedenfalls nicht für alle und auch nicht für die Masse. Hinzu kommt noch dass die ältere Generation ebenfalls ihre Freiheiten haben wollen. Kein Kompromiss, kein zusammenführen von Einkommen. “Das hat ich mir doch erarbeitet!” “Das ist meins.” “Das gehört mir.” Naja, dann ist das so. Und es passiert dasselbe. Später wird geerbt, keiner kann die anderen auszahlen oder will es. Einer will nicht verkaufen, also stehts erstmal. Sanieren? Nur mit vielen Zwängen oder man muss beweisen, dass es sich nicht lohnt.

1 „Gefällt mir“

Ihr gleitet ab, macht doch einen Fred über Renovierung und Kosten auf.

2 „Gefällt mir“

Danke!

Ich bin jetzt nach meiner Miethistorie in Hamburg&Berlin ganz weit raus in die Pampa gezogen mit Remotejob only….Haus war “billig” absolut der richtige Schritt!

Jetzt hab ich endlich die Freiheit mich von den Systemen langsam ab zu koppeln, sodass ich es ansteuern an, mit dem Renteneintritt kaum noch Fremdsysteme zu brauchen für alle realen Lebensgebiete wie Energie/Ernährung/Wasser/Mobilität/Hitzeschutz ect. nur die Abwasserversogung bekomm ich nicht selbst hin. :wink:

Also ja, vorher ohne Eigentum hätte ich darüber noch nicht mal im Ansatz nachdenken können.

Ich denke, vor allem die Immobilienpreise für Häuser aus den 60er Jahren auf dem Land mit uralten Öl&Gasheizungen sollten angepasst werden, sodass die deutlich unter 100.000€ liegen. Das würde zu ihrem aktuellen Wert passen. Ich denke, hier könnte (wohn)eigentum gesetzlich verpflichten. Verpflichten den Wert solange zu senken, bis der Wohnraum zum wohnen genutzt wird.
Das würde Leben/Hoffnung im abgehängte Regionen bringen…das ist aus mehreren Perspektiven wichtig. Funktioniert natürlich nur mit dem fortschreiten von Remotejobs& ggf. Robotik-fernsteuerung ect.

1 „Gefällt mir“

Also nur in deinem Fall. Ansich ist es einfach:

Die erste Immobilie bekommt man günstig, keine Grundsteuer. Die zweite Immobilie kostet 100% Grundsteuer. Die dritte Immobilie kostet 200% Grundsteuer. Die vierte…..

Je mehr man hat, umso mehr muss man zahlen. Dann bleibt auch weniger brach liegen. Es MUSS verkauft/vermietet werden weil es sonst Miese macht. Dazu auch die Grundsteuer massiv erhöhen. Für eine eigens genutzte Immobilie ist das wurscht. Bei Vermietung wird dann die Grundsteuer auf den Mieter gelegt. Dieser kann bei der Steuererklärung die Grundsteuer angeben und bekommt diese zurück. Steht die Bude leer, zahlt sich der Eigentümer ggf. dumm und dusselig. Also muss er den Preis senken. Oder verkaufen.

Der Anreiz muss sein Eigentum zu erwerben. Es gibt Regionen, da IST NIX. Und wenn da nix ist, muss man mehr fahren. Schule, Kindergarten, Einkaufen, Arbeiten. Das kostet alles Zeit und Geld. Es kann eben nicht jeder im HomeOffice arbeiten.

Äh, wer soll den Wert anpassen? Der Wert eines Hauses/Grundstück in der Fläche spiegelt oft nur den Verkehrswert wieder und nicht die Gebäudesubstanz. Liegt an den Jobs in der Stadt

Anders ausgedrückt: dasselbe Haus in der Stadt kostet oft doppelt soviel wie auf dem Land. Das hat mit der Haussubstanz wenig zu tun.

Der Eigentümer bietet sein Eigentum zu dem von ihn gewünschten Preis an. Findet er keinen Käufer, muß er vom Wunschpreis runter oder eben nicht verkaufen. Das nennt sich Markt.

Warum sollte eine dritte Instanz den Preis vorgeben, damit andere billig an Wohneigentum kommen?

Würdest du als Hauseigentümer auch nicht wollen.

Daß alte abgewohnte Häuser auch mal renoviert werden müssen, auch mal eine andere/neue Heizung bekommen, steht außer Frage. Das sollte dann aber der Alt-/Neu-Eigentümer entscheiden, nicht wer Drittes.

3 „Gefällt mir“

Was nur beweist, dass die Grundsteuer zu niedrig ist. Sodass man es sich leisten kann, einfach zu warten, während es günstiger nicht zu bekommen ist. Den Start zum Eigentum steht also “die Gier” der Besitzer entgegen. Nach dem Prinzip: Pech gehabt, mir gehörts.

Geht einfach. Es gibt immer noch abgelegene Orte mit Wasserleitung aber ohne Abwasserleitung.

So wie bei mir.

Das beste daran ist, das man das Abwasser, was aus der kleinen kompakten Biokläranlage rauskommt, wunderbar zum Gießen nutzen kann. Ist vor allem in trockenen Sommern Gold wert.

Das blöde ist aber der (hart durchgesetzte) Zwang zu jährlich 1-3 Abwassertests. Die Preise dafür bewegen sich langsam Richtung hundert Euro.

Du willst über die Grundsteuer enteignet?

Verkaufe oder verliere!

Wie beim [geplanten] digitalen Geld mit Ablaufdatum.

Es ist anders herum. Das Land gehört letztlich den Bürgern. Deswegen reicht es auch nicht, dass du dafür bezahlst und dann gehört es dir und du kannst dort machen was du willst. Du zahlst eine Art von Nutzungsgebühr für einen Bereich, den du eben nutzen kannst, im rechtlichen Rahmen des Landes.

Diese Nutzungsgebühr nennt man Grundsteuer.

Warum sollte man Grund, der nicht für die eigene Nutzung dient, günstig verschenken solange Andere keinen haben KÖNNEN, weil die Preise so hoch sind?

Nach dem mir vorgeschlagenen System kannst du ja 10, 20, 100 Immobilien besitzen. Es wird dann halt nur jedes Mal teurer in der Grundsteuer.

Das Ziel ist, die Kosten zu senken. Und zwar die Kosten der Bürger, indem sie Eigentum und damit Eigenverantwortung haben, und auch Möglichkeiten etwas zu verändern. Und das Andere ist die Kosten für jeden anderen Bürger zu senken, indem, nur als Beispiel, bei arbeitslosen Eigenheimbesitzern viel weniger Geld übertragen werden muss an Vermieter, die es in dem Falle hier gar nicht mehr gibt. Je höher die Eigentumsquote, umso geringer die Zahlungen von Bürgergeld/H4, weil kein Anteil an Miete vorhanden ist. Auch bei der Rente käme man viel eher aus mit einer niedrigen Rente, indem man Eigentum besitzt. Mag sein, dass es da den einen oder anderen gibt, der 50 Jahre nicht investiert, saniert. Der wird dann zu wenig haben, MUSS evtl. ausziehen weil alles nicht mehr tragbar ist. Der Großteil wird dann aber Eigentum besitzen und halten, und das senkt für alle jene die Kosten, die Steuern zahlen.

Und bringt Anreize zu investieren. Man steht nie vor einer 0. Im schlimmsten Fall hat man noch sein Haus und seine Arbeit und hat was in den Sand gesetzt. Mit PV, oder E-Auto oder ähnlichem. Aber wenn es so weiter geht spitzt sich das zu, dann haben 50% kein Eigentum, 60, 70, 95% und der Rest bezahlt sich aus jenen, die arbeiten gehen… Das ist eine Enteignung der Arbeitsleistung der Leute. Und zwar der Masse.

Warum sollte eine dritte Instanz den Preis vorgeben, damit andere billig an Wohneigentum kommen?

Würdest du als Hauseigentümer auch nicht wollen.

Ne, keine dritte Instanz. Der Markt gibt schon den Preis vor. Aber Wohnraum würde ich bloß nicht wie einen beliebigen Warenartikel behandeln.
Ich würde hier als Gesetzgeber (gestützt durch Artikel 14 Grundgesetz) die Einschränkung machen, dass es in der aktuellen Wohnraumkrise die Verpflichtung der Nutzung von Wohnraum gibt mit z.B. Marktmechanismen für die Preisbildung.
Wir leben ja in einer sozialen Marktwirtschaft und so wars schon immer vom parlametarisschen Rat vorgegeben. …wir haben das nur vergessen.

Naja was heißt, dass mir das als Hauseigentümer nicht gefallen würde. Grundsätzlich gefällt es mir schon eine Einnahme mit einer völlig ungenutzten Immobilie zu generieren anstatt keine Einnahme zu generieren.
Es fallen halt nur die Kartenhäuser in sich zusammen, die Hypotheken auf ein Haus aufgenommen haben, dessen Buchwert nicht dem Realwert entspricht. Das finde ich gerade im Hinblick auf eine Marktbereinigung keine schlechte Aktion.

Ich soll also, statt den “Arbeitsfaulen'“ über Steuern mit Bürgergeld finanzieren, gleich den Wert meines Eigentums “anpassen”? Linke Tasche, rechte Tasche.

Ich habe bewusst “Arbeitsfaule” geschrieben, denn am Anfang des Fadens wurde bemängelt, daß nur noch wenige bereit sind, sich neben der Arbeit durch eigene Arbeitsleistung was aufzubauen.

Warum muß der Mittellose genau in mein Eigentum einziehen? Es gäbe genug Grund und Boden, wo sich jemand auf der Brache was aufbauen kann. Darfst du halt nicht. In D darfst du als Obdachloser offiziell nicht mal frei zelten, Einraumwohncontainer auf Rollen wurden wegen Nichteinhaltung von Brandschutzauflagen oder warum auch immer verboten. Gebt den Menschen die Möglichkeit, sich selbst mit eigener Hände Arbeit was aufzubauen. Wer sich ins fertige Nest setzen will, muß auch bereit sein, den gewünschten Preis dafür zu zahlen.

PS: die Grundsteuer, korrekterweise Grundbesitzabgabe, hat zumindest dem Namen nach nichts mit dem darauf verbauten Eigentum zu tun. Aber genau das hat die Reform gebracht: Ein Luxusimmobilienbesitzer muß höhere Grundsteuer bezahlen, einfach weil man davon ausgeht, daß er es kann. Um die Neidvollen zu besänftigen.

PS2: in der Fläche gibt es immer noch günstige Immobilien, aber viele wollen in die Stadt. Wie schon früher in einem anderen Faden geschrieben: es gibt zwar laut GG ein Recht auf Wohnung, aber eben nicht in München, Hamburg oder den Hotspots dieser Republik, schon gar nicht kostenlos.

2 „Gefällt mir“

Ich hatte diese Antwort erwartet.

“Gebt den Menschen die Möglichkeit, sich selbst mit eigener Hände Arbeit was aufzubauen.”

Genau.

“Um die Neidvollen zu besänftigen.”

Neidvoll sind doch jene, die das auf die Allgemeinheit solidarisieren. Wieso sollte ein deutscher Steuerzahler Geld für einen Vermieter zahlen? Der Vermieter kann sich also theoretisch alles auf pump kaufen, im Zweifel zahlt das Amt ihm die Rate. In dem Falle sitzt der Neid also im: Wieso nicht demjenigen eine Wohnung zahlen, und wenn er eine hat braucht man ihm nichts mehr zahlen. ?

“in der Fläche gibt es immer noch günstige Immobilien, aber viele wollen in die Stadt.”

Das ist absurd. Wenn du mit 2 Leuten 10 Stunden arbeiten musst und dann noch je ne Stunde hin und zurück fährst sind das 60 Stunden die Woche für 2 Leute. Kinder kannst du da vergessen, hast gar keine Zeit mehr für. Und ja, das war früher anders. Da war EINER vielleicht 60 Stunden weg und der Andere hat sich dann um alles Andere gekümmert. Das mit Hausbau kombinieren ist extrem schwer. Mhm, machbar.

Richtig, es gibt kein Recht auf Wohnung. In dem Fall besitzt jemand auch kein Recht mehr als eine Wohnung zu besitzen. :wink: Von kostenlos war keine Rede, aber wenn du so willst: Der Vermieter bekommt bei Bürgergeld auch seine Miete. “Kostenlos”. Lösung: Der bekommt keine Miete mehr. Muss sich selber versichern. Wieso sollten die Arbeitenden dem Vermieter die Wohnung bezahlen? Das nimmt kein Ende. Besäße aber der Arbeitslose die Wohnung, sind auch die Zahlungen geringer.

ich würde fast sagen, ein typisches Boomer-Problem. Grund und Boden verkauft man nicht. Punkt.

Dann löst sich das Problem ja auch perspektivisch.

Angenommen: Boomer haben viele selbstgenutzte Immobilien und sterben in 30 Jahren, dann bekommt die Gen-Z wenn die 50 sind viele “freie” Immobilien für eine Generation mit weniger Menschen….der Preis sollte somit sinken (oder sie erben die Immobilien eh schon).
Das finde ich doch mal eine tröstliche Aussicht für die Jungen….die können noch weit vor ihrer Rente mit 75 :wink: “günstiger” an ein Haus kommen.

Merk dir eins - geschenkt gibt es nie etwas… :slight_smile:

Auch wenn du explizit vom sterben sprichst, bei uns wird zu Lebzeiten vererbt, Bei meiner jetzt zu erbenden Immobilie steht sinngemäß. dass wenn ich geschieden werde, sterbe, insolvent bin, das Ding verpfände oder verkaufe und was noch alles, das Erbe zurückverlangt werden kann. Im Endeffekt bekomme ich ne Immobilie und kann nichts damit machen.

Was willst du denn mit 75 noch mit einem Haus? In dem Alter hab ich auf dem Plan, meinen ganzen Schwindel verkauft und in eine kleine Stadtwohnung gezogen zu sein.

Spannend! Ich bin jetzt mit 50 von meinen ganzen Stadtwohnungen endlich in ein eigenes Haus aufs Land gezogen, damit ich es schaffe mit 75 nicht noch Miete zahlen zu müssen und anderen ausgeliefert zu sein.

Und ja, viele die zur Lebzeit Immobilien “erben” müssen halt auf das ableben warten um wilde Dinge zu tun (insbesondere wenn die gebende Person noch Wohnrecht hat). Das finde ich vollständig legitim. Wenn man missfallen daran hat, kann man bestimmt die Schenkung ablehnen.