Du musst das nicht einhalten wenn es wirtschaftlich nicht tragbar ist.
Wie ist denn der Verkehrswert des Hauses inkl. Grundstück? Ist die Preisvorstellung sehr weit über dem Bodenrichtwert? Wenn die Preisvorstellung eines Hauses, das kernsaniert werden muss, im wesentlichen dem Bodenrichtwert entspricht, wird ein Verkäufer kaum darunter gehen. Da würde ich persönlich als Verkäufer auch warten, wenn ich nicht verkaufen muss.
Hilft als Käufer nur in ein eigenes Gutachten zu investieren und dem Verkäufer anhand des Gutachtens klar zu machen, dass der Verkehrswert so nicht stimmt. Viele Banken setzen das so und so für einen Kredit voraus.
Wenn der Verkäufer keine Zeitnot hat, wartet er halt weiter ab, sofern der Verkehrswert im Wesentlichen aus dem Bodenrichtwert besteht. Kann man ja auch verstehen.
Klar als Käufer ist einem häufig der Bodenrichtwert zu teuer. Da hilft derzeit nur die Hoffnung beim Käufer, dass der Bodenrichtwert irgendwann einmal sinkt.
Gerade die letzten 20 Jahre sind die Bodenrichtwerte in stadtnahen Gebieten enorm gestiegen. Ob das so weitergeht, keine Ahnung.
Mein Eindruck ist, dass eines der Probleme bzgl. bezahlbaren Wohnraum (Miete/Kauf) ist, dass sich das Verhalten geändert hat wie Häuser genutzt werden. Blieb früher das Haus im Familienbeseitz und wurde von mehreren Generationen genutzt, ziehen heutzutage die Kinder aus und übrig bleiben in einem großen Haus nur noch zwei oder später eine Person(en), häufig Rentner, übrig. Diese ziehen häufig nicht in eine kleinere Wohnung, sondern bleiben im großen Haus, was man diese auch nicht vorwerfen kann. Damit steht Wohnraum für viel weniger als früher zur Verfügung und er wird teurer. Damit sinkt auch die Eigentumsquote. Die ausgezogenen Kinder leben ja mittlerweile häufig nicht mehr im Haus der Eltern, sondern zur Miete.
Ich kenne da viele Beispiele aus dem Umfeld.
Das liegt an der Idee der Freiheit. Wenn die älteren Generationen sich nichts sagen lassen wollen, auf ihrem Standpunkt beharren, “so wars schon immer” und dabei das ihnen maximal mögliche tun können wollen. Und das geht. Bis man eben nicht mehr KANN oder alleine ist. DANN braucht man Hilfe. Aber wer soll helfen? Mit denen man hätte zusammen leben können, die wollte man wegen seiner Freiheit nicht. Ergo gehts dann in die Erbmasse. Gehört dann vielleicht 2-3. Die streiten sich um den Unfug. Und nichts passiert. Steht rum, verfällt, wer sollte auch machen bei ungewissen Besitzansprüchen? Und so bröckelt das.
Ja, sehe ich auch sehr oft und viel. Ohne Gedanken gemacht zu haben. Das wäre dann die ältere Generation und der Mangel an Kompromissen sowie Weitblick.
Und du glaubst, die Jungen wollten in einem Haus Stand Letztes Jahrhundert wohnen?
Ich könnte auch ein Zimmer untervermieten. Gemeinsame Küche und Bad. Das mag in einer Uni-Stadt gehen oder als Öko-WG auf dem Land.
Zudem müßte ich da erstmal investieren - ich bin aber mit dem gewachsenen, ja möglicherweise altbackenen Zustand zufrieden. Warum soll ich modernisieren, um mir Stress ins Haus zu holen? Klar, es kann auch anders gehen, aber im Alter ist man weniger flexibel und intoleranter. Da mußt du schon lange suchen, daß es passt in einem Haus zusammen.
Was passiert, habe ich bei Bekannten (Vermieter) auf dem Dorf mit den Ukraineflüchtlingen gesehen: die waren weg, sobald sie eine Wohnung in der Stadt gefunden hatten.
Dasselbe mit jungen Leuten. Was wollen die auf dem Dorf? Arbeiten in der Stadt, zum Schlafen nach Hause.
Das ist es ja. Das wollen. Das wollen muss erst einmal bedeuten, dass die ältere Generation, denen es gehört, will. Wenn das passt und die junge Generation auch will, dann kann man sich darüber unterhalten, wie man das umsetzt. Wenn aber die alte Generation alles so belassen will, wie es ist, so IST das Leben leider nicht. Das Leben ist Veränderung. Wer sich dagegen sträubt, der wird sehen, dass dem so ist. Dann kann es zu spät sein. Man kann niemanden zwingen. Zwangsläufig werden dann jüngere ausziehen. Die können ihre Eltern nicht ändern/zwingen, also ist es dann einfach so.
Dann bleibt m.u. aber nichts anderes übrig als zu mieten.
Mh, ansich wohnen die meisten/viele falsch. Man braucht: kleine Wohnung am Anfang, dann größer zu zweit, dann noch größer mit Familie und die ist irgendwann weg also wieder kleiner. Anstatt das nun aber so zu leben und zu akzeptieren, “ist ja mein Haus, ich will weiter in meiner Wohnung/Haus bleiben”. Ok. Aber das muss man sich auch im Alter leisten können. Der, ich sag mal salopp, Traum ist, dass man im Alter alles weiterhin so haben kann, aber letztlich immer weniger macht. Das soll dann die nächste Generation tun. “Das habe ich alles nur für dich” blablabla.
Ich sag ja, da haben wir das Generationenproblem, aber auch die Einstellung, und wenn das nun so weiter gegeben wurde sind es nicht nur die Älteren. Die Elterngeneration lernt das dann und macht es wieder so….. wie ein Teufelskreis. Das durchbricht man nur, indem man das Shema erkennt.
Wenn sich aber jede Generation vollkommen abgekoppelt von den Nachfolgegenerationen “ausleben” will, endet das in 5% Eigentumsquote und der Rest mietet.
damit investoren weiter reicher werden und die armen ärmer
wie es schon immer war
das problem ist doch die ganze bürokratie und vetternwirtschaft in der politik
da muss man mit der kettensäge ran.
dieser staat ist kein sanierungs fall er gehört bis auf die grundmauern des grundgesetztes abgerissen und neu aufgebaut
Würde ich so nicht sagen. Es gibt durchaus Konzepte, die sinnvoll sind. Man muss gleichzeitig überlegen, ob jede Einschränkung durch den Gesetzgeber, EU, Bundesländer, Kommune, Gemeinde sinnvoll ist, oder ob es nicht besser wäre wie in anderen EU-Ländern wenn es etwas…. schleppender ginge mit sowas.
Es ist völlig unsinnig eine Verteuerung herbeizuführen und dann den Leuten vorwerfen sie würden nichts tun. Sie würden ja, wenn es nicht so teuer wäre. Dazu muss man sie also lassen.
“wohnen viele falsch” Wer maßt sich an, das zu beurteilen.
Ja, du kannst auch in einem Raum leben - arbeiten, essen, schlafen. Oder wie in den Käfigwohnungen in Asien. Wie Nutzvieh! Wer will sowas?
Allein aus energetischen bzw. Kostengründen igel ich mich im Winter ein, beheize nur 1 Zimmer Küche Bad. Manche ziehen sogar komplett ins Bad. Dafür liebe ich es, ab Frühjahr mich wieder im ganzen Haus und später auch nach draußen auszubreiten.
Diese ganze Diskussion über Wohnraum geht völlig fehl. Nicht die auf ihrem erarbeitetem Eigentum sitzenden starren Alten sind das Problem, sondern die gesellschaftsbedingten Umstände, daß Baugrund teuer und Einkommen niedrig sind, aber vor allem der Leistungswille derjenigen, die nie/selten gefordert und oft gepampert wurden.
Zig Stellen bleiben unbesetzt, weil es mit Bürgergeld einfacher ist. “Billigjobs” sind denen nicht zumutbar. Denen, die Arbeit haben und für jene miterwirtschaften müssen, aber schon. Aber Ansprüche an die Gesellschaft haben. Als wenn den “Alten” der Wohlstand zugefallen wäre.
Und nein, ich bin weder Vermieter noch sonst reich, noch lange nicht Rentner, auch eher arbeitsfaul (wofür auch), habe aber ein kleines Häuschen selbst erwirtschaften können und arbeite jetzt eben nur noch das Nötigste mit eher niedrigem Stundenlohn. Muß mich finanziell einschränken, dafür viel Freiheit. Selbstgewählt.
Aber das Bashing gegen die “reichen” Alten, die Vermieter, allgemein “die Besitzenden”, ist mir sowas von zuwider.
Als wenn es kein Grund und Boden gäbe, wo man neu bauen könnte. Ist ja einfacher, gegen die Eigenheimbesitzer zu hetzen und deren Lebensleistung zu beanspruchen.
Zudem finde ich es erschreckend, wie viele selbst hier dem Narrativ folgen und von Anderen fordern. Geben braucht Freiwilligkeit, aber keine Anderen. Aber sich dann nicht zu schade sind, ihre PV (dem eigentlichen Thema dieses Forums) von der Allgemeinheit über Steuergelder zu finanzieren. Steht einem ja zu! Man kann auch auf Subventionstöpfe verzichten bzw. diese den wirklich Bedürftigen überlassen.
exakt das ist der richtige weg
fixkosten und energiekosten runter soweit es geht und die arbeitsstunden auch.
zeit ist mir mehr wert als geld.
wozu soll ich geld anhäufen? damit es weginflationiert wird?
“daß Baugrund teuer und Einkommen niedrig sind, aber vor allem der Leistungswille derjenigen, die nie/selten gefordert und oft gepampert wurden.”
Es ist eben nicht der Leistungswillen. Wenn du wenig verienst kannst du auch 50 oder 60 Stunden machen, du wirst dir Eigentum niemals erarbeiten können. Das sind die Träume der vorigen Generation (ich schätze mal so 65+), dass harte Arbeit zu Eigentum führt.
25% der unter 45-jährigen. Sind die alle zu faul und verwöhnt? Im ernst! Bitte.
“Denen, die Arbeit haben und für jene miterwirtschaften müssen, aber schon. Aber Ansprüche an die Gesellschaft haben. Als wenn den “Alten” der Wohlstand zugefallen wäre.”
Eben, der Mittelstand löst sich auf. Früher war durch harte Arbeit ein Haus drin. Heute geht das VIELLEICHT mit 2 Vollverdienern. Bei genug Rücklagen, bei sicherem Job, bei Finanzierung.
“Aber das Bashing gegen die “reichen” Alten, die Vermieter, allgemein “die Besitzenden”, ist mir sowas von zuwider.”
Es geht nicht um alle. Du meinst doch wohl auch nicht alle jungen Menschen. Ich zeige doch auf, wann es hapert. Diese gesellschaftliche Entwicklung geht nun schon ein paar Jahrzehnte. Ich weiss noch wie meine Uroma und meine Großmutter das bezahlen konnten und wie es mit Arbeit möglich war. Und auf was man verzichten kann. Du kannst aber heute verzichten und es wird einfach nicht besser.
“Als wenn es kein Grund und Boden gäbe, wo man neu bauen könnte. Ist ja einfacher, gegen die Eigenheimbesitzer zu hetzen und deren Lebensleistung zu beanspruchen.”
Die können ihre Lebensleistung haben, und müssen dann, alleine, mit ihrer Lebensleistung ins Grab treten. Das ist selbstgewählt und dürfen sie machen. Verschlechtert aber die Situation jener, die nur durch Arbeit zu Eigentum kommen wollen. Es geht einfach nicht…. Davor kann man nicht die Augen verschließen. Und je mehr das gesellschaftlich so ist, dass sie “ihre Lebensleistung beanspruchen” wie sie es wollen, umso mehr wird sich das zuspitzen.
Es spitzt sich auch nicht nur da zu. Wenn dann neue Gesetze kommen und den Vermietern vorschreiben zu dämmen und Maßnahmen zu ergreifen, alte Bauteile die schädlich sind wieder abreißen, wer muss das denn am Ende bezahlen? Es sind die Mieter. Und wie sollen die sich dann nebenher was aufbauen wenn alles, was sie sich ansparen, mit einem Mal weg sein kann? Wo wir wieder bei der Angst wären. Jemand der zur Miete wohnt und jeden Monat 200-500€ auf Seite legt, wieviel Risiko wird der wohl mit dem Geld eingehen (wollen) dass komplett zu verlieren? Er wird also nie da rauskommen.
“Geben braucht Freiwilligkeit, aber keine Anderen.”
Exakt. Und deswegen: Nicht den Arbeitenden das alles bezahlen lassen. EIGENTUM verpflichtet. Nicht ARBEIT verpflichtet. Du hattest die Enteignung bei meinem Vorschlag angeprangert. Du siehst aber keine Enteignung bei der arbeitenden Bevölkerung. Also einen Bruchteil an Menschen enteignen ist Unrecht. Die Mehrheit um ihre Arbeitsleistung enteignen ist annehmbar. Weil jeder seines Glückes Schmied ist. Das stimmt so einfach nicht.
“Man kann auch auf Subventionstöpfe verzichten bzw. diese den wirklich Bedürftigen überlassen.”
Und das wäre dann ok, wenn das so passieren würde. Aber ein ehrlicher Mann in einer korrupten Welt oder ein korrupter Mann in einer ehrlichen Welt. Beide haben keine Chance. (Sir Terry Pratchett) Wenn nun das weiter oben genannte Krankenhaus keine 500 Mio. Euro für den Umbau nimmt, dann werden die 500Mio. Euro nicht für mehr Personal zur Verfügung gestellt. Nicht für bessere Sanierungsobjekte. Nicht für sinnvolle Maßnahmen. Und daran krankt es dann. Es wird nur immer mehr und mehr genommen, weil, IRGENDWER muss da ja bezahlen. Das Dumme ist nur, dass es dann jene sind, die beschäftigt arbeiten sind.
Und die kommen dann, zwangsläufig, irgendwann auf den Trichter den du angemerkt hast, wenn das Bürgergeld näher dran ist, als 160 - 200 Stunden im Monat beschäftigt arbeiten zu gehen. Und nun rate mal warum das so ist. Kleiner Tipp: Es liegt nicht daran, dass z.B. DU zu faul bist. Sondern weil du einfach nichts davon hast, dass du so lange arbeiten gehen könntest/müsstest. Es wird dann viel zuviel davon abgenommen. Wer dann zu hause bleibt, weil er nur ein paar Kröten mehr hätte bei 160 - 200 Stunden im Monat, wer genau ist dann der Blöde? Und das sieht bei der Rente nicht anders aus. 40-45 Jahre arbeiten, bis 65, 67, 70. Das wird keiner schaffen. Was bedeutet das dann? Eine Rentensenkung… Warum dann arbeiten? 40,45,50 Jahre? Wenn man sowieso nichts aufbauen KANN?
Wir haben also mannigfaltige Probleme. Und nun muss man noch die Relation zu anderen Ländern herstellen. Warum ist das dort nicht so? Wenn ich raten müsste würde ich sagen: Weil dort Familien zusammenhalten. Weil Oma und Opa “Care-Arbeit” leisten, die Elterngeneration arbeiten geht, die Kinder versorgt sind bei den Großeltern, deren Geld dem Haushalt zugeführt wird, und weil man somit dann nicht nur 2 Einkommen hat und ein bisschen Kindergeld (dass es dort evtl. gar nicht gibt), sondern die Alten bekommen ihre mickrige Rente, dafür halten sie aber noch was zusammen. Die Eltern schieben sie nicht weg in ein Heim oder sonstwo, die Kinder sind auch nicht in der KITA. Und das alles geht.
Nein MÜSSEN muss das keiner. In Konsequenz daran haben wir halt Ältere mit Wohneigentum die mit ihrer Rente ihre Wohnung/Haus nicht mehr versorgen können. Nicht investieren weil “lohnt doch nicht, bin bald tot”, Eltern die für diese Generation keine Zeit mehr hat, weil arbeiten für die eigenen Kinder, einer für die Miete (plump). Das wird immer so weiter gehen. Und geht es auch. Siehe die von mir genannte Inflation (von mir aus Kaufkraftverlust).
“Unsere Untersuchung zeigt, dass in der jüngeren Altersgruppe das Vermögen sehr ungleich verteilt ist. Es gibt einige Haushalte mit recht hohen Vermögen und viele mit eher geringem. Dadurch herrscht eine recht große Ungleichheit im Vergleich zu anderen Altersgruppen.”
“Viele der jungen Haushalte mit sehr hohen Vermögen haben bereits von einer größeren Erbschaft oder Schenkung profitiert. Einige haben wiederum etwa eine erfolgreiche Betriebsgründung hinter sich.”
Ne, ich werde kurz vom Abtreten alles verhuren. Motto “Nach mir die Sündflut”.
Der Sinn, etwas aufzubauen, ist erst einmal für sich selber, dann die engere Familie. Natürlich werde ich es meinen Nachkommen vererben - die ziehen dann mit ihrer Familie ein, vermieten oder verkaufen es und mieten oder kaufen woanders, wo auch immer es sie verschlägt.
Aber nein, hier war der Tenor, daß sie ihre Lebensleistung entweder teilen oder billig abzugeben haben.
Doch, gerade da. Lies einfach nochmal. Zumal das Eigentum auch erarbeitet wurde, zumindest von den normalen Bürgern.
Doch, man muß einfach nicht mitmachen. Terry Pratchett ist m.W. Geschichtenerzähler und kann irren.
Ein Mieter muß nicht Mieter sein. Er kann auch im Wohnwagen, Jurte oder Bauwagen anfangen. Ich habe kein Problem damit, jemandem das auf meinen Grund zu ermöglichen, den Grund bereitstellen (das verbietet dann wieder die Gemeinde). Aber ein fertiges Haus kann er nicht erwarten. Nach Auszug aus dem Elternhaus müssen viele klein anfangen, erst einmal Abstriche und Verzicht hinnehmen. Dann kannst du auch was zurücklegen. Ob das in heutiger Zeit als Langzeitperspektive sinnvoll in Euros sein muß, sei mal dahingestellt.
Wer baut denn noch selbst an, kocht ein? Gerade jene, bei denen es finanziell knapp ist, wollen “gleichberechtigten” Komfort - gibt ja alles zu kaufen, ofenfertig verpackt. Den Beutel aufreißen gerade noch möglich. Ja, Stereotypen, aber leider auch wahr. Jeder soll so leben, wie er möchte, aber ich schulde denen gar nichts. Weder Obdach noch einen Teil meines Einkommens.
Ja, und woher kommt das Erbe, wer hat das erarbeitet? Die meisten Vorfahren nicht mit Bürgergeld, sondern mit harter Arbeit und eisernem Sparen, eben weil sie kein Bürgergeld hatten und Armut erlebt hatten.
Ist ihnen ohne Arbeit so zugefallen? Ne, eher nicht. Sondern mit erarbeitendem Wissen, einer guten Idee zur rechten Zeit, Verzicht und viel Arbeit.
Du meinst also, weil ich arbeite und nicht das System zu meinen Gunsten mißbrauche, wäre ich der Dumme?
Den Rest will ich gar nicht alles kommentieren, nur wie kommst du auf 65+, wenn ich “noch lange nicht Rentner” schreibe?
Und deine Erben werden es dann besser haben als du. Sie werden durch dich eine Sicherheit haben, sie werden die Sicherheit des Eigentums haben, und sie werden anders umgehen mit Geld als jemand, der nicht anders kann.
Sie sollen nicht Lebensleistung teilen oder abgeben, sondern sie sollen je mehr sie haben mehr dafür bezahlen müssen. Damit es sich nicht mehr rentiert damit Geld zu machen sondern genug Möglichkeiten für jene zu geben, die es sich wegen des Hortens nicht leisten können.
Der Mieter muss Mieter sein, sonst handelt er illegal. Und du glaubst, dass 75% auf die Stereotypen fallen? Ich hatte es verlinkt, die wollen und KÖNNEN nicht. Einige von denen werden nicht verzichten und können deswegen nicht. Von den 75% also 1/3? 25% die könnten aber nicht wollen? Bleiben 50% die nicht KÖNNEN. Selbst wenn sie wollten. Richtig, du schuldest ihnen nichts. Du schuldest auch den Vermietern nichts. Finanzierst die aber mit wenn jemand arbeitsloser Mieter ist.
Ist mir ganz egal was jemand erbt.
Die Betriebsgründung kann auch, oh Wunder, mit genügend Rücklagen und Erbe zugeflossen sein. Wieviele Betriebsgründungen von 0 auf gibt es? Ich weiss es nicht.
Ja, mitunter bist du der Dumme weil du denkst, dass dein Geld woanders gebraucht würde. Und das ist auch eines der Probleme. Dort wo es nötig wäre, kommt es nicht an. Wird aber woanders mit der Gießkanne verteilt. Wenn du es also nicht nimmst bedeutet das nicht, dass es dann irgendwo etwas sinnvolles bedingt. Es kann genauso sein dass dein Nachbarn mit ner Villa sich was subventioniert. Da bin ich ganz pragmatisch, lieber ich und investieren um wieder einzusparen, als woanders wo ich keinen Einfluss habe geaast.
Argumente von 65+. Wie alt du bist weiss ich nicht. Muss ich auch nicht wissen.
Ja, so hoffe ich. Wenn nicht wieder durch Krieg und Enteignung (Stichwort Vermögensausgleich) kaputt gemacht wird.
Es ist zwar Sicherheit, aber kein Ruhekissen, die Füße hoch zu legen.
Hä? Sie sollen für ihre Lebensleistung bezahlen! Was ist das denn anderes als einen Teil der Lebensleistung abzugeben.
Kein Mieter wird gezwungen zu mieten. Was ist daran illegal? Du meinst Mietnomaden oder Hausbesetzer?
Ich habe das verlinkte nicht durchgelesen - warum auch. Ob richtig oder falsch, mit solchen Studien soll Stimmung gemacht werden. Aber selbst wenn es so wäre, dann sind nicht den Alten ihr großer Wohnraum daran schuld, sondern die Auflagen und Verbote der Verwaltung. Abseits vom Standard darfst du nicht. Punkt. Kein ausgewiesenes Baugrundstück - wohnen verboten. Kleingarten - wohnen verboten. Klar, können nicht alle, selbst wenn sie wollten. Aber, wenn ich sehe, welche Ansprüche und Forderungen in den scripted Hartz4-Realitys (wo ich ab und zu beim zappen hängenbleibe), kann ich nur staunen. Früher für mich unvorstellbar, aber mittlerweile durfte ich solche Leute selbst erleben. Um es mit Garfield zu sagen: fett, faul, gefräßig. Ja, die können nicht. Auch einer von den “biggest Loosern”, der es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entrinnen. Kein Haus, aber normale Arbeit. Seine Verwandschaft eher siehe Garfield.
Nochmal: es gibt viele Gründe, nicht erfolgreich zu sein, aber den Alten ihr Häuschen gewiss nicht. Und wenn die Vermieter (oder ihre Vorfahren) nicht erfolgreich gewesen wären, gäbe es auch keine Mietwohnungen, denn die Verwaltung kanns nicht. Die kann nur fordern und wegnehmen.
Ja, und? Da gab es meist Eigenkapital aus der Familie oder Freunden, aber ohne Arbeit ist das schnell weg. Wie heißt es so schön:
Mit Pferden kann man ein kleines Vermögen machen - wenn man vorher ein großes hatte.
oder von Fürst von Bismarck
Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.
Das ist nicht mein Problem. Ich raube vorauseilend keine Bank aus, weil ein anderer es später auch könnte. Das steht weder mir noch dem Räuber/Reichen zu und dem Bedürftigen nur unter strengen Bedingungen. Denn meines Wissens gibt es noch kein Recht auf eine PV, nicht mal ein BKW. An jemanden, der nichts zurückgibt. Gerade die BKW in heutiger Zeit zu subventionieren ist Irrsinn.
Ergänzung: habe den verlinkten Artikel überflogen: da wird klar gesagt, daß die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Nix mit Alten, die auf ihrem Eigentum sitzen, um es teuer zu verkaufen.
Das es früher einfacher war, ist auch nur eine Verklärung der Realität. Auch früher konnte kaum jemand bauen, wenn er von den Eltern dazu kein Geld bekommen hat oder diese zumindest eine Absicherung im Grundbuch gegeben haben. Meine Eltern (Arbeiter) konnten damals auch nur bauen, weil Sie als vorgezogenes Erbe Geld dazu bekommen haben, da das Haus in dem die Großeltern wohnten schon vorher unter den Kindern verteilt wurde. Ein Teil an meine Mutter, ein Teil an meinen Onkel. Der eine blieb mit den Eltern im Haus, der andere baute mit extrem viel Eigenleistung..
Problem für die jetzigen Generationen ist, dass das die ältere Generation nicht mehr macht. GAb ja bei den vorzogenen Erbschaften auch vielfach schlechte Erfahrungen. Andererseits die Jüngeren diese Kompromisse nicht eingehen wollen. Daher gibt es das Erbe erst nach Ableben des Erblassers. Nur selten schon vorher. Sie will wie auch die Jüngeren keine Kompromisse eingehen und die Jüngeren ja auch nicht und weiter mit den Eltern im Haus leben.
Die Generation meiner Eltern hat dann kein vorgezogenes Erbe mehr gemacht und auch nichts dazu gegeben.
Insofern ist für mich kein Wunder, dass die Eigenheimquote sinkt.
Das liegt nicht nur an den gestiegenen Kosten.
Und klar (damit zurück zum Thread-Titel) führt die jetzige Situation dazu das die Häuser in denen die Eltern allein Ihre Rente verbringen häufig einen Investitionsstau haben. Die Alten können halt nicht mehr so und haben auch nicht mehr das Geld dazu. Da wird dann auch keine Solaranlage aufs Dach gepackt.
“Sie sollen für ihre Lebensleistung bezahlen! Was ist das denn anderes als einen Teil der Lebensleistung abzugeben.”
Verursacherprinzip. Du kannst auch 10 Häuser haben, aber dann mehr bezahlen. Weder sollen 9 weggenommen werden, noch dir vorgeschrieben werden ob du eines hast oder 10. Sondern das ergibt sich aus dem gesteigerten Preis.
Mit dem illegal meine ich in einem Wohnwagen zu wohnen z.B.
Es ist eine Kombination aus Gesellschaft und Vorschriften dran schuld. Darunter auch Alte. Das ergibt sich ebenfalls, wie ich oben geschrieben habe, aus der Ansicht der Menschen in Hinsicht auf ihre Ansprüche.
Du schreibst es selbst, scripted H4. Die sind in einer Minderheit aber auch nicht zu leugnen.
“Nochmal: es gibt viele Gründe, nicht erfolgreich zu sein,”
Und dazu zählt momentan, dass 75% der Menschen unter 45-jährigen nicht KÖNNEN. Nicht nicht wollen.
“Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.”
Das klingt so als wenn man die Wahl hätte. Man muss das nehmen was man bekommt. Und wenn man mit diesen Umständen nicht KANN, dann KANN man nicht.
Zu den Rahmenbedingungen gehört da Generationenproblem.
Ich schreibe nicht, dass es einfacher war, sondern dass man hätte tun können. KÖNNEN. Weil man seine Hütte fast so bauen durfte, wie man wollte, solange man die Genehmigung bekam. Da konnte man aufbauen, wo es zerstört war. Heute ist auch noch viel Platz, und auch Altes was wiederaufbereitet werden könnte, aber man kann nicht, darf nicht.
“Sie will wie auch die Jüngeren keine Kompromisse eingehen und die Jüngeren ja auch nicht und weiter mit den Eltern im Haus leben.”
Ja genau. Aber ein Kompromiss ist bei einer neuen Familie nun einmal der Platz. Wenn sie den nicht hergeben kann, dann geht es eben nicht. Wenn sie weiter mit dem Holz- oder Kohleofen heizen will, soll sie tun. Wenn sie keine PV will, soll sie tun.
“Die Generation meiner Eltern hat dann kein vorgezogenes Erbe mehr gemacht und auch nichts dazu gegeben.Insofern ist für mich kein Wunder, dass die Eigenheimquote sinkt."
JayHa schreibt es, es gibt keine validen Daten dazu wie wo was passiert. Nur dass es passiert ist einfach nicht zu leugnen. Dadurch staut sich das alles an. Die Leute KÖNNTEN sanieren und wiederhersteller, können aber nicht investieren zum Kauf UND sanieren/wiederherstellen. Also wird abgerissen.
“Die Alten können halt nicht mehr so und haben auch nicht mehr das Geld dazu.”
Sie können nicht, weil sie keinen Kompromiss eingehen wollen. Wie ich schrieb, dadurch verschiebt es sich. Sie wollen nicht, ihre Nachkommen können nicht. Ferner fehlen diese Immobilien auf dem Markt. Nun haben die Rentner natürlich das Recht dort zu wohnen und zu leben. Das kann man aber politisch nicht lösen. Denn enteignen wäre der falsche Weg.
Du schriebst von Mietern - und nein, wohnen im Wohnwagen ist nicht per se illegal. Nicht in D.
Weil du mehr hast, mußt du mehr bezahlen. Nicht Steuern auf Mieteinkommen, nein gleich eine Abwertung der Immobilie. Aber nein, keine Enteignung. Nicht insolvent, nur keine Produktion/Verkauf.
Ach, gar. Wollte man die nicht zwangsweise in kleinere Wohnungen setzen, um deren Wohnungen dann kinderreichen Familien anzubieten.
Sorry, bei solcher Argumentation muss ich passen.
Ja. Und die Nachkommen wollen halt auch nicht mehr, wie es früher normal war, bei den Alten leben und Kompromisse eingehen. Die ziehen lieber in eine Mietwohnung.
Das Generationenhaus gibt es mittlerweile nur noch als Ausnahme. Früher war es normal. Dadurch sinkt die Eigentumsquote erheblich. Als Kind habe ich im Haus meiner Großmutter mit meinen Eltern und mehreren Geschwistern gelebt. Jetzt lebt im selben Haus nur noch eine Person.
Aber ist es wirklich ein Problem, wenn die Leute glücklicher in Ihrer Mietwohnung sind als als im Elternhaus? Selbst wenn man das Geld hat lohnt es sich finanziell nur in Ausnahmen in ein eigenes Haus zu investieren.
Ich sehe eher das Problem, dass jeder Bürger mittlerweile viel mehr Wohnraum (qm) pro Person braucht. Das führt dazu, dass Flächen, die früher zur Erholung und für die Natur genutzt wurden, jetzt versiegelt werden. Wenn ich mir ansehe wo ich früher aufgewachsen bin, hat sich das komplett geändert. Früher bin ich meinen Schulweg an vielen Feldern entlang gegangen. Da bin ich auch früher hin um Drachen steigen zu lassen. Jetzt gibt es kein einziges der Felder mehr. Heutzutage finden Kinder kaum noch flächen wo man einen Drachen steigen lassen kann. Überall wurden Häuser gebaut. Das da die Grundstückspreise steigen ist verständlich. Angebot und Nachfrage.
Auf einem Campingplatz darfst du natürlich im Wohnwagen wohnen. Auf dem eigenen Grundstück in einem Wohnwagen wohnen wird eher nicht anerkannt.
Du musst ja keine 10 Immobilien haben. Du darfst jedoch.
Du siehst doch das Problem. Die großen Häuser müssen bewirtschaftet werden können. Energiekosten, Nebenkosten, Grundsteuer etc. pp. Nach dem was ich oben schrieb entlastet das diejenigen mit Eigentum sogar. Weil: Keine Grundsteuer.
“Aber ist es wirklich ein Problem, wenn die Leute glücklicher in Ihrer Mietwohnung sind als als im Elternhaus?”
Wenn sie glücklicher wären, wie erklärst du dir, dass über 70% gerne Eigentum hätten? Neid?
Woher kommt diese Zahl von 70%?
Hat da jemand gefragt: Würden Sie gerne in einem eigenen Haus wohnen?
Oder: Würden Sie gerne ein Haus kaufen, dieses finanzieren, die nächsten 40 Jahre Schulden haben, an jedem Wochenende für die nächsten 20 Jahre daran arbeiten, weniger Geld zur Verfügung haben und nur alle 2 Jahre in Urlaub fahren?
Vermute, dass wenn man die zweite realistische Frage stellen würde, da keine 70% raus kommen. Man bekommt das eigene Haus halt nicht geschenkt. Und klar die Kreditkosten muss man zurückzahlen. Das ist in der Regel mehr als die Miete kostet. Handwerker kosten viel Geld. Da muss man selbst viel machen. Auch wenn man glaubt zwei linke Hände zu haben.
Da fällt mir der Spruch meiner Großmutter väterlicherseits ein, die nie besondern viel selbst gemacht hat: “Schön, wenn man das kann”. Meine Antwort wäre darauf heute (aber leider zu spät): “Man kann fast alles, wenn man will und dafür seine Freizeit investiert. MAn muss nur wollen”.
Klar gelingt einem bei ersten mal das Gewerk wie z.B. das Fliesen legen im Bad nicht sofort und es kostet beim ersten Mal extrem viel Zeit. Aber es klappt.