Shelly 3EM Pro explodiert, NOAH2000 lässt sich in ShinePhone App nicht mehr entkoppeln, keine Nulleinspeisung

Ja, meine Anmerkung war etwas zu kurz gefasst.

Der frühere Shelly 3EM kann den von mir beschriebenen massiven Kurzschluss auf A und B NICHT erzeugen.

Ok, danke.

Aber @yettiz schreibt genau das Gegenteil :thinking:

@berni007

Mich wunder eben das hier:

Ok, 25A ist viel. Aber die 35A NH sollten sich hier doch sehr selektiv verhalten gegenüber den Automaten und eigentlich nicht fallen können - weil die Automaten sehr viel schneller auslösen sollten?

Hattest du den Shelly dann vermutlich mit 2,5 mm² an den 25A LS angeschlossen?

Kann den ganzen Trubel nicht nachvollziehen.Bei läuft der Shelly 3em Pro seit 18 Mobaten ohne jeglicher Probleme.

Nun, das ist immer und überall so: Geräte etc. laufen meistens so lange “ohne Probleme” - bis sie das eben nicht mehr tun;)

Bei mir laufen bisher auch 2 ohne Probleme, der 3. ist auch schon da. Aber das bedeutet ja nicht, dass die Dinger nicht Probleme machen können und offensichtlich auch tun. Einfach mal google bemühen :wink:

Die Frage ist eben, ob man mit einem 13-16A LS direkt vor dem Shelly “sicher” ist und im Zweifel einfach nur der Shelly defekt ist und diese LS fliegen - oder aber wie hier berichtet schlimmeres passieren kann.

Als “möglicher Auslöser” für die Schäden der Shelly werden im Shelly Forum alte Leuchtstoffröhren (bzw. deren Schaltung) genannt bzw.induktive Lasten wie Ringkerntrafo von 12V Systemen für Spot.

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Mit dem Sicherungshalter ist eher so was gemeint gewesen:

Aber das ist natürlich besser wenn man eine Hutschiene hat:

So hier noch mal auf den Shelly Pro 3EM bzw. den Shelly 3EM eingegangen,
weshalb der 3EM explodiert und das beim Pro 3EM nicht passieren kann,
zumindest nicht wegen dem Netzteil vom Shelly.

Beim Shelly 3 EM sind die Dioden D3, D4, D5, das Problem:

Beim Shelly Pro 3EM ist es anders gelöst, hier wird nur L1 genutzt.

Hier noch mal zum nachlesen:

bzw. hier für den Shelly 3EM:

Hoffe damit einige Problem aus der Welt geschaft zu haben.

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Ich denke auch, über fliegende Verdrahtung mit Sicherungen sollte man besser gar nicht erst nachdenken, sonder ein paar Euros mehr ausgeben für eine Hutschienenlösung, wo es auch Halter für 3 Sicherungen gibt.

Meinst du L2? Ich sehe nur L2 und nicht L1.

Ok, danke.

Dann ist - eigentlich - von der “Explosionsgefahr” nur der Shelly 3EM - nicht aber der Shelly Pro 3EM betroffen?

Ich hatte mich da zuvor auch getäuscht, auch im Shelly Forum ist soweit ich finde bzgl. “Explosion” nur vom Shelly 3EM die Rede, nicht aber vom Shelly Pro 3EM.

So gesehen verstehe ich jetzt aber noch weniger als vorher :see_no_evil_monkey:

Lt. @yettiz - aber so weit ich sehe auch lt. Shelly Forum sind immer nur die 3Em betroffen.

Bist du sicher, dass es bei der der Pro 3EM war - nicht der 3EM ?

Hast du zufällig Bilder davon?

Ich bin mir sicher, dass mir der Pro 3EM um die Ohren geflogen ist.

Jetzt noch ein Bild vom gesäuberten Pro 3EM. Die kritische Stelle habe ich markiert. Der Varistor fehlt, ist ja explodiert und hat dabei auf der Unterseite der rechten Platine die Lötstellen von A und B per Lichtbogen kurzgeschlossen.

An A habe ich L1, an B L2 und an C L3 angeschlossen.

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Ist das richtig, dass der blaue Varistor explodiert ist, den man oben auf der intakten Platine rechts sieht?

Ich sehe über dem Varistor noch eine Sicherung auf der intakten Platine, die @yettiz verlinkt hat. Die hätte eigentlich zerstört werden müssen, dann wäre nichts weiter passiert.

Bei dir scheint es das Teil zu sein, was mit einem Schrumpfschlauch überdeckt ist. Ist das eine Sicherung? Und die ist noch intakt?

Ja, der Varistor war beim oberen Bild auf der rechten Platine. Man sieht noch seine schwarzen Reste.

Das eingeschrumpfte Teil war eine Induktivität. Die ist auch durchgebrannt. Auch die Leiterbahn von der Induktivität zur Anschlussklemme C hin ist abgebrannt. Es gibt keine extra Sicherung. Wenn der Fehler passiert, ist der Shelly so oder so für den Kunden unbrauchbar. Den Kurzschlusskreis L3 und N hat ja meine C25 Sicherung abfangen können und die L3 NH- Zählervorsicherung mit 35A blieb ganz.

Nur die beiden eigentlich unbeteiligten NH-Sicherungen auf L1 und L2 sind geflogen. Das kam durch den leitfähigen Lichbogen an den Anschlüssen A und B.

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Vielleicht wars ein Drahtwiderstand. Induktivität an dem Punkt wäre komisch. Beschriftet auf dem Bestückungsaufdruck oben ist es mit "RF1", wenn ich das richtig deute. Steht vermutlich für R = Resistor und F = Fuse, also sozusagen "Widerstandssichrung".

Lichtbogen ist natürlich eine fiese Sache dort, wenn damit auch die anderen Phasen einen Kurzschluss bekommen.

Mit der Bezeichnung RF1 ist deine Erklärung plausibler als meine mit der Induktivität. Das Ding ist jedenfalls durchgebrannt.

Die Bezeichnung L2 auf der Platine ist für ein Bauteil (Spule), ich meinte die Phase L1.

Beim Shelly 3EM werden die drei Phasen, L1 über Diode D3, L2 über Diode D4, und L3 über die Diode D5 genutzt. Bei einem Kurzschluß kommt es dann das 2 Phasen mit 400V knallen.

Beim Shelly Pro 3EM ist bei einem Kurzschluß 1 Phase mit 230V gegen den Nullleiter.

Bitte gerne.

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Dem Varistor ist ein Überspannungsschutz, da wird durch eine z.B. externe Induktion, zuviel Spannung in den Shelly gekommen sein, da durch ist dieser Explodiert und hat dann die anderen Komponenten mit genommen. Auch wäre eine Überspannung durch Blitzschlag oder vom Netz gekommen sein. Mal beim Netzbetreiber nach fragen, die übernehmen in solchen Fällen die Kosten.

Das Bauteil RF steht für einen Fusible Resistor (zu Deutsch: Sicherungswiderstand).

Warum brennt dieser Sicherungswiderstand durch?

Wenn dieser Widerstand bei Ihrem Shelly defekt (hochohmig) ist oder sichtbare Brandspuren aufweist, ist das fast nie ein Zufall:

  1. Unglück beim Einbau (380V/400V-Fehler): Sehr häufig passiert dies, wenn beim Anschließen des Shelly versehentlich zwei unterschiedliche Phasen kurzgeschlossen wurden (z. B. 400 Volt zwischen den Messeingängen statt 230 Volt gegen den Neutralleiter).

  2. Überspannung: Ein starker Spannungspuls im Hausnetz (z. B. durch einen Blitzeinschlag in der Nähe) bricht die internen Schutzbauteile (meist Varistoren wie VR1) auf. Um einen Brand zu verhindern, opfert sich der Sicherungswiderstand RF und brennt durch.

Ist also kein Design-Fehler wie beim Shelly 3EM, sondern so gewollt, um größere Schaden zu vermeiden.

Bitte gerne.

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Was mich eben noch immer wundert: Wieso haben nicht hier ebenfalls “nur” die Automaten ausgelöst?

Könnte es sein, dass diese beiden NH schon eine “Vorschädigung” hatten und deshalb dann sogar früher als die Automaten ausgelöst haben? Oder ist sowas undenkbar? Falls zb. Sicherungen öfter / länger “am Limit” betrieben werden - könnten die dadurch dann irgendwann früher auslösen, als welche im Neuzustand?

Wie man es nimmt. Wenn offenbar so ein Shelly hier “empfindlich” ist auf solche Schäden und als einziges Gerät schaden nimmt - dann ist es meiner Ansicht nach wenigstens eine “Design-Schäche”…

Hier wird viel über Kabelquerschnitt, Sicherungen und Normen diskutiert, hat einmal jemand geprüft, welche Normen der Shelly selbst erfüllt? In den technischen Daten finde ich keine Hinweise…

Sicher ist der Funktionsumfang groß, aber so etwas gehört meiner Meinung nach nicht in einen Zählerschrank. Das Argument, dass es dazu keine Alternative gibt, zählt doch dann nicht wirklich, wenn so ein Ding schon mehr als einmal seine Unfähigkeit durch Explodieren eindrücklich demonstriert, elektrisch sicher zu sein.

Oder lieg ich da ganz falsch?

Nachtrag: Wer selbst an seiner Hausinstallation arbeitet, und ich bin ein großer Fan davon, der sollte dann auf Nummer sicher gehen und nur zertifizierte Komponenten einbauen, das geht auch gut mit gebrauchten Teilen. Würde jemand einen gebrauchten Shelly einsetzen?

Weswegen :thinking:

Nun ja. Ich besitze einen LG Oled, den ich nagelneu gekauft hatte. Also Erstbesitz. Das Ding steht in einem Nebenraum, war selten in Nutzung. Eines Tages, kurz nach Ablauf der 2 Jahre Gewährleistung, viel plötztlich nachts der LS an dem der TV hängt. Nach kurzer Suche wurde ich fündig, dass es am TV liegt. Also google bemüht: Weithin bekannter Fehler am Netzteil. Also erstmal neues Netzteil besorgt und eingebaut, später habe ich das originale repariert und wieder eingebaut - läuft seither einwandfrei.

Ist deshalb nun deiner Ansicht nach auch ein LG Oled ein Gerät, das deiner Meinung nach nicht in einen Haushalt gehört?

Denn:

  • Auch diese Geräte weisen vermehrt und wiederkehrend Fehler an den Netzteilen auf
  • Auch hier sind sehr viele - wenn auch offenbar nicht alle - betroffen

Ich sehe das grundsätzlich etwas entspannter, man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass jegliche Elektrogeräte bzw. Elektronik auch defekt gehen kann und das dann entsprechend mit Pech auch Auswirkungen auf andere Komponenten haben kann.

Sowas hier?

(direkt von der shelly page)

Ich würd mal sagen wenn der Shelly 3EM Pro mit korrekter Vorsicherung (Spezifikation dafür in der Installationsanleitung?) installiert wird dann ist das Teil höchstwahrscheinlich schon save.

Wenn die crowbar (Varistor) für Überspannung anspricht fliegt auch die intern davor geschaltete Sicherung (der RF). Aber durch den viel zu hohen Kurzschlußstrom war der Lichtbogen wohl deutlich zu viel für die vorhandenen Kriechstecken in dem Teil →L2/L3 Kurzschluß. Ist halt auf Kante genäht, geschuldet der möglichst kleinen Bauform. Wahrscheinlich ist da sowas wie der Victron VM-3P75CT o. Ä. deutlich resilenter.

Sicherste und auch günstigste Möglichkeit ohne Eingriff in den Verteiler “unter der Haube” ist immer noch ein IR Lesekopf für den Zähler. Für die Meisten Anwendungen wird der auch völlig ausreichend sein.

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Zu den beiden ausgelösten NH-Sicherungen noch meine Anmerkungen.

Die NHs sind erst im Januar 2026 neu reingekommen, als ich von Voll- auf Überschusseinspeisung durch einen Fachbetrieb umbauen lies. Mein EVU wollte die zusätzlich haben. Was jetzt evtl. vorgeschädigt sein könnte, sind die beiden großen NH-Sicherungen mit 63A im HAK auf L1 und L2 - muss ich mir merken.

Es sind glücklicherweise keine weiteren Geräte zu Schaden gekommen. Bei mir gibt es nur zwei “3phasig” angeschlossene Geräte. Das sind der Pro 3EM und ein Smartmeter von Growatt - welches übrigens parallel angeschlossen ist. Das Smartmeter hat locker überlebt :wink:

Die Überspannung hat ja nicht das EVU verursacht - es kam durch meinen Einschaltvorgang am Hauptschalter, weil ich nach Austausch meiner Fritzbox das Repeater Mesh-Netz und alle Smarthome Geräte neu starten wollte.

Shelly könnte m.M. nach mit einer kleinen Trennwand unter der A/B-Anschlussplatine diesen großen Schaden durch einen Lichtbogen vermeiden und ihr Gerät besser machen. Es ist halt ein “3phasig” angeschlossenes Gerät, welches mehr Schaden anrichten kann als ein 1phasiges und damit schon mehr Verantwortung tragen.

Ansonsten kann man als Schaltungsentwickler die Sicherungsmaßnahmen nicht gegen alle möglichen Fehlerfälle austesten. Man hofft, dass die Maßnahmen nie greifen müssen aber das Gerät alle Prüfungen für CE besteht.