Konkretisiere es mal, wer will schon die kompletten Normen lesen, um zu verstehen, was du konkret meinst.
Ja, das war ja auch mein Bauchgefühl. Es wäre aber gut, einen objektiv nachvollziehbaren Grund zu haben.
Das hört sich plausibel an.
Konkretisiere es mal, wer will schon die kompletten Normen lesen, um zu verstehen, was du konkret meinst.
Ja, das war ja auch mein Bauchgefühl. Es wäre aber gut, einen objektiv nachvollziehbaren Grund zu haben.
Das hört sich plausibel an.
Grundsätzlich der allgemeine Hinweis, dass alle Arbeiten hier im Schaltschrank eine Elektrofachkraft durchführen muss - selbst die zusätzlichen Feinsicherungen. Der Wechsel der Sicherungen ist auch nicht vom Laien zulässig.
Ich habe von Phoenix Contact die PT 4-HESI Sicherungshalter für Hutschiene verbaut. Die S-Halter selbst werden ausgeschwenkt und die Feinsicherungskontakte sind dann spannungslos. Schlecht ist, dass die Halter etwas über die Schalttafelabdeckung stehen und extra abzudecken sind. Zum Sicherungswechsel muss man aber die komplette Schalttafelabdeckung entfernen und seitlich Platz schaffen - insofern kein Problem, halt nur für eine E-Fachkraft, die weiß was sie tut.
Für was bitte? Über die Leitungen fließt im Normalfall praktisch gar kein Strom (paar mA). Muß im Kurzschlussfall nur sicher und schnell die Vorsicherung auslösen können, im Normalfall sitzt da ein SLS vorm Zähler. Leitungslänge ist ja extrem kurz, 2,5mm² reicht also locker, NSGAFÖU am besten, normale tuns nach nem SLS aber auch. Passt problemlos in die Wago 282-122, die verschwinden auch sauber unter der Abdeckung. 3x6A LS tuts natürlich genauso, kostet auch nich viel mehr braucht halt mehr Platz.
Dürfte nicht zulässig sein. Über 2,5mm² kannst auch nicht Dauerstrom laufen lassen, den der SLS noch ab kann (z.B. 35A). Und das muss immer sichergestellt sein.
Mit der Leitungssorte ist das sehr wohl zulässig. Knackpunkt ist aber die Auslösefähigkeit der Feinsicherung, idR 150-1600A je nach Typ. Des reicht nit. Da muss ein normaler LS davor B2 - C16 kannst dir aussuchen
35A Daurstrom über 2,5mm² Kupfer ist zulässig? Das würde mich wundern.
Natürlich nicht. Die Leitungen sind ja auch viel niedriger abgesichert (paar duzend mA bei Feinsicherungen für Energymeter). Es geht rein um den Fall wenn es, wie auch immer, vor diesen Sicherungen zu einem Kurtzschluß kommt. Die Leitung muß kurzzeitig in der Lage sein genug Kurzschlußstrom zuzulassem um die Vorsicherung schnell und sicher auzulösen. Satter Kurzschluß mit kurzem Stück (wird wohl kaum wo länger als 1m sein von der Hauptanschlussklemme bis zur Sicherung) 2,5mm² schmeißt den vorgeschalteten SLS (typisch 35A) in kürzester Zeit raus ohne daß die Leitung groß warm wird dabei oder gar abfackelt. Darauf kommts an.
Aus Sicht eines Praktikers würde ich dir zustimmen, das reicht in 99,9999% aller vorstellbaren Fehlerfälle.
Nach Vorschriften bin ich mir recht sicher, dass das nicht zulässig ist. Da muss jede Leitung so ausgelegt werden, dass auch bei abgesichertem Dauerstrom keine Gefahr von ausgeht.
Dann schau mal nach mit was der übliche 6A LS im NAR von jedem (nicht steinalten) Zählerschrank an die Kupferschiene angeschlossen ist. Und da ist im Normalfall eine 63A NH im HAK das nächste davor, wär also 16mm² für Dauerlast angesagt.
Hab mal recherchiert, da gibt es wohl eine Sonderregel, wo so etwas unter ganz bestimmten Bedingungen nach VDE100 erlaubt ist.
KI meint:
Ist dann für diesen Anwendungsfall tatsächlich wohl erlaubt und eine gute Alternative. Danke für die Anregung.
die KI liegt mal wieder daneben.
Die Sorte Leitung ist selbst dann feuersicher, wenn der Leiter innen bei Kurzschluss durchbrennt. darauf kommts hier an. Diese Sorte ist dann Pflicht.
Wo genau liegt die KI daneben? Du meinst wg. empfohlen? Das ist schon korrekt, weil es auch andere Möglichkeiten gibt, das Ziel zu erreichen. Die NSGAFÖU ist nur eine Möglichkeit, die auch empfohlen wird.
Daneben, weil die Litze "kurzschlußfest" ist - dauerhaft, was dann auch Durchbrennen beinhaltet, ohne das es zu einem Brand kommt, oder eine Gefahr davon ausgeht.
Als Azubi habe ich damit mal gespielt - ich gehe davon aus, kaum jemand hat so etwas überhaupt mal gesehen ![]()
Da hilft genau keine KI - da hilft Erfahrung
Noch eine Anmerkung von mir.
Der massive Kurzschluss bei Überspannung zu den Anschlüssen A und B tritt nur beim neueren Shelly Pro 3EM (rechteckige Bauform) auf.
Der frühere Shelly 3EM mit den gerundeten Kanten ist anders aufgebaut - da sind zwei Platinen übereinander. Wenn hier der Varistor durch Überspannung platzt, ist zwar der Shelly defekt, macht aber keinen Kurzschluss zu den Anschlüssen A und B.
Ist das eine Meinung oder gibts dafür eine Spezifikation, die das garantiert? Falls ja, wo ist die zu finden? In Datenblättern, die ich bisher gelesen habe, habe ich solche Aussagen nicht gefunden.
KI meint, das wäre ein Märchen.
Die Leitung ist schon sehr zäh und das Gummi wird sicherlich einige hundert Grad eine gewisse Zeit durchhalten. Aber bei schmelzendem Kupfer sind wir bei >1000 Grad, das steht kein Gummimaterial durch. Auch der zündende Lichtbogen ist sehr viel über 1000 Grad.
Ich finde es gerade bei solchen Sicherheitsfragen sehr wichtig, keine falschen Vorstellungen zu verbreiten.
Das steht und fällt mit dem Trennvermögen der Absicherung, weswegen 20mm Feinsicherungen nicht zulässig sind
Ich rezitiere - seinlassen ![]()
Ja falsche Vorstellungen, wie zB "Kabelsicherungshalter" - da darf ein "ist unzulässig und lebensgefährlich" gern völlig ausreichend sein ![]()
Ich habe die beiden Shellys auf meinem Tisch liegen, zerlegt und analysiert. Meine Erkenntnisse habe ich dann hier beschrieben.
Falsche Vorstellungen bei solch relevanten Themen sollten immer reflektiert und richtig gestellt werden. Wichtig ist aber auch, das Warum zu erklären, damit man eben Meinung von nachvollziehbaren Gründen unterscheiden kann. Meinungen liegen sehr oft falsch, man muss es nachvollziehen und nachprüfen können. Zumindest hilft das hier im Forum sehr.
Ja was denn nun ![]()
Ist nun der Shelly 3EM ODER der Shelly Pro 3EM oder BEIDE betroffen ![]()
Bzgl. Absicherung:
Ev. stehe ich auf der Leitung, aber eine Absicherung ist doch grundsätzlich zwingend erforderlich - so wie das bei jedem Gerät erforderlich ist? Selbstverständlich darf man so einen Shelly NICHT direkt an einen zb. RCD anschließen - ohne LS davor und somit nur durch die NH´s “geschützt” bzw. abgesichert ![]()
Das denke ich auch - liege ich damit etwa falsch???
Aus meiner Sicht:
Wenn man den Shelly über 3x 1,5mm² an zb. 3x13A LS anschließt, ist alles gut. Wenn man ihn über 3x2,5mm2 an 3x16A LS anschließt auch. Ein Anschluss an 32A LS (oder mehr) ist aber alleine schon deshalb nicht möglich, weil die Shelly keine entsprechenden Querschnitte aufnehmen.
Die “direkten” Anschlüsse sind ja nur 2x “Messleitung” und 1x Messleitung + Eigenverbrauch - also an allen Anschlüssen quasi garnichts. Dennoch müssen die Querschnitte entsprechend der Absicherung gewählt sein. Wenn man also mit dem Querschnitt runter möchte - dann auch mit der Absicherung.
Oder liege ich falsch ![]()