Shelly 3EM Pro explodiert, NOAH2000 lässt sich in ShinePhone App nicht mehr entkoppeln, keine Nulleinspeisung

Hallo zusammen,

ich komme beim Zusammenspiel von Growatt ShinePhone App und Shelly App bei meinem Balkonkraftwerk NOAH2000 nach dem Totalausfall meines 3EMs nicht mehr weiter.

Zur Vorgeschichte ein paar Worte.
Beim Wiedereinschalten am Hauptschalters ist mir ein Shelly 3EM Pro um die Ohren geflogen. Es sind neben dem 3phasigen Leitungsschutzschalter C25 (25A) auch die zwei NH-Zählervorsicherungen (35A) auf L1 und L2 rausgeflogen. Die L3 Sicherung hat noch gehalten.
Am Samstagabend brauchte ich für die beiden defekten NH-Sicherungen den E-Notdienst mit den entsprechenden Kosten, damit ich wieder komplett Strom im Haus hatte.

Ein Tipp von mir für alle Shelly 3EM-Nutzer: Setzt drei Feinsicherungen z.B. 200mA flink vor den Shelly, damit euch der große Schaden möglichst nicht trifft.

Als Diplomingenieur für E-Technik und jahrzehntelanger Entwicklungstätigkeit für Industriesteuerungen habe ich den Fall natürlich analysiert.
Über den C-Anschluß (Phase L3) und N bekommt der Shelly u.a. seine Stromversorgung. Da sitzt ein Varistor der bei Überspannung niederohmig wird und explodiert. Der Lichtbogen geht zu den beiden Anschlüssen A (Phase L1) und B (Phase L2) rüber und erzeugt einen massiven Kurzschluss.
Da die Anschlüsse für die drei Phasen auch noch oben sind, kann der Lichtbogen auch nicht anders ausweichen.
Meinen Neuen habe ich u.a. vorsorglich verkehrt herum eingebaut.
Es fehlt im Gehäuse eine kleine Trennwand unter der Steckplatine der A/B-Anschlüsse, die den Lichtbogen abhalten würde - habe ich jetzt nachgerüstet.
Zu den weiteren Folgen.
Da der 3EM zerstört ist, habe ich ihn aus der Shelly App gelöscht - leider zu früh.
Ich hätte ihn erst in der ShinePhone App vom NOAH2000 in der Cloud entkoppeln müssen.

Nun kann ich keinen neuen 3EM mehr für die Nulleinspeisungsregelung koppeln, die alte Seriennummer bleibt mit der Seriennummer des NOAHs fest gebunden und lässt damit keine neue Zuordnung zu.
Zum Glück konnte ich ersatzweise über die Solakon App die “Intelligente Einspeisung” mit einem neuen 3EM wieder aufbauen.
Die ShinePhone App bleibt aber stur und Growatt antwortet nicht auf meine Bitte, die SN des alten 3EMs von der SN des NOAHs zu entkoppeln bzw. zu löschen.

Was habe ich noch alles probiert?

  • NOAH2000 mehrfach zurückgesetzt
  • Letztlich in ShinePhone und Solakon App die Balkonanlage gelöscht, neues Smartphone, neuen Nutzer mit neuem Profil angelegt.
  • Versucht über den Shelly Service den gelöschten 3EM zurückzuholen - geht angeblich nicht.
  • Beim abgebrannten 3EM die defekte Stromversorgungsteile ausgelötet und direkt mit 3,3V versorgt - Schaden aber zu groß, der 3EM kommt nicht mehr richtig hoch.
  • Über den Growatt Serverzugang versucht, die alte Seriennummer zu löschen.

Hat von euch noch eine andere Lösung für die Entkopplung NOAH und dem altem 3EM in der ShinePhone App?

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Hab eigentlich nur gewartet, bis so ein Murks hochgeht.

Ich kam mir schon eigenartig vor, die Spannungspfade abzusichern, da das meist keiner macht :grinning_face_with_smiling_eyes:

Schön, den Shellykram richtig eingeschätzt zu haben und das meine Installationen sich von denen Anderer unterscheiden.

Danke für den Beitrag :nerd_face:

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Hatte erwartet, daß die Pro Version da jetzt professioneller aufgebaut ist ... Meinem alten Shelly 3em, der dem Victron Teil für die PV gewichen ist und jetzt die Splitklimas+BWWP beobachtet, hab ich auch Feinsicherungen verpaßt, nachdem ich einschlägige Bilder im Netz gesehen hatte.

Feinsicherungen sind etwas "unterdimensioniert" um direkt hinterm Zähler angeschlossen werden zu können. Deren Trennvermögen ist - so vermute ich - zu gering :wink:.

Wie klemmt man 10/16mm² an eine Feinsicherung ?

230V ~ löscht im Nullpunkt?

(AC Lichtbögen können beim Nulldurchgang der Wechselspannung "ausgehen". Deshalb brauchen DC Sicherungen und Relais (Schütze) entweder Magnete oder gute, "lange" Löschkammern. AC eher nicht)

Stimmts so?

Nachtrag:

Bei den neueren Zählerkästen ist unten noch ein "Haupt-LSS". Der hätte das ganze abschalten können sollen.

Danke @berni007 für deinen Erfahrungsbericht.
Dann kann man nochmal aufmerksamer sein ob da was direkt vor den HAK-Sicherungen angeschlossen ist.

Gehe mal davon aus - das ist nicht zulässig, hier eine Feinsicherung zu verwenden.....

Will man, schaltet man der einen passenden LS vor.

Warum gibt es keine Hausverteilung mit Feinsicherungen - wäre sehr günstig und platzsparend​:rofl:

Ich hab dafür ne Hutschienen-Halterung gekauft, die 3 Feinsicherungen aufnimmt, wo man vernünftig verschrauben kann. Anschluß muß ja auch nicht direkt hinter dem Zähler sein, bei mir hinter den drei getrennten RCBOs mit ihrer speziellen Charakteristik für die LLWPs und die BWWP. Nein, das gibt kein Problem mit Fehlerströmen, weil der Eigenbedarf des Shelly nur von einer Phase kommt. So ne 100 mA sollte denke ich schon schneller schmelzen als die größeren Sicherungen fallen oder vor allem der Shelly explodiert. Zumindest im Datenblatt zu dem Shelly wurden Feinsicherungen erwähnt.

ungefüllte einfache Glasrohrsicherung platzt und verkupfert die Umgebung, mann muss schon die passende montieren. Gibts auch in 6x32.

In der Unterverteilung hat man z.B. B16 LS und da 1,5 mm2. Da klemmt man sich z.B. auf drei verschiedene Stromkreise (L1, L2, L3). Der Shelly braucht ja nur die drei Spannungen bzw. auf L3 versorgt er sich zusätzlich mit Strom.

Der echte Strom auf den drei Phasen wird ja über die drei Spulen ermittelt.

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Wieso sind eigentlich die Vorsicherungen geflogen? Waren die 3 Phasen des Shellys gar nicht sonstwie abgesichert, so dass die Vorsicherungen greifen mussten?

Verstehe ich nicht. Feinsicherungen sind doch genau für den Zweck ausgelegt, werden in vielen Geräten auf 230V Seite dafür verwendet, sicher zu trennen im Fehlerfall und die sind auch für 230V spezifiziert.

Ich hab den Shelly mit 3x6A Typ B abgesichert. Aber auch die andere Idee, Anschluss einfach an 3 Stück bereits verbaute LS mit 16A erscheint mir hinreichend. Nur wer seinen Shelly vor Defekt schützen will im Fehlerfall, sollte Feinsicherungen verwenden.

Hier mal Hutschienen-Feinsicherungshalter:

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Gibt unendlich viele "Anleitung" wo der Shelly ohne Absicherung unmittelbar hinterm Zähler, angeschlossen "gezeigt" wird .....

Genau das machen viele, halten es für normal - ...

Die Sicherungen haben wegen unzureichend ausgelegter Selektivität ausgelöst. Eine Feinsicherung als einziges - schon schwierig die überhaupt anzuschließen.

Feinsicherungen - direkt hinterm Zähler....
Wie klemmt man 10/16mm² in die Wago Sicherungshalter ?

Zähler FI/LS Feinsicherung​:wink:
Was auch immer die Feinsicherung da dann soll....

Sonst mal "Trennvermögen" googeln

Ok, das scheint bei den meisten Hutschienenfeinsicherungshaltern nicht möglich. Dann können die nur nach einem LS verwendet werden, wo man mit 1,5mm² oder 2,5mm² verdrahten kann.

Es ist immer Hauptsicherung (z.B. SLS) - normaler LS mit 10kA Schaltvermögen - Feinsichrung zu montieren. In unseren TAEV gibt noch Diazed 6A für Schaltgeräte, das geht auch

Ich hatte das Problem beim Shelly 3EM, bei mir hing nur die Wärmepumpe dran und es ist nichts weiter passiert, ausser das ich keine Heizung und nur kaltes Wasser hatte.

Der Shelly Pro3EM ist anders aufgebaut, da wird die Strom-Versorgung des Shelly anders geregelt, da kann es so nicht mehr passieren. War ein Design-Fehler beim Shelly 3EM.

Aber der Tip mit der Feinsicherung ist natürlich trotzdem Sinnvoll, es reicht für den Shelly solche Kabelfeinsicherungshalter wie beim KFZ, diese sind für 250V und 16A ausgelegt. Das reicht um den Shelly vom Netz zu trennen, mehr sollen diese Sicherungen nicht machen.

Hab mal ein Datenblatt rausgesucht für so einen Kabel-Sicherungshalter:

Nach Datenblatt würde es gehen, aber sowas in eine Unterverteilung einzubauen, fühlt sich für mich irgendwie nach Bastelei an. Da würde ich mich nicht wohl fühlen. Auch Elektriker, die da vielleicht mal reinschauen, fänden das vermutlich befremdlich.

Da würden mich mal weitere Meinungen zu interessieren.

Das ist völlig unzulässig an 230V.....
Da besteht Lebensgefahr - seinlassen

Es gibt dazu keine Meinung

Ich bin etwas "fassungslos"

Auf welchem Fakt beruht deine Aussage? Ich würde das gerne nachvollziehen können.

DIN EN 50274 / VDE 0660-514

Aber der gesunde Menschenverstand sowieso

Wohl denen, die ihn haben, oder wenigstens zu haben glauben.

Fliegende klemmen oder Sicherungen sind nicht erlaubt.

Dazu: Öffnet man des Ding hast gleich lose spannungführende enden in der Hand.

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