Seplos BMS im Winter

Da bin ich aber bei dir, aber ich sehe das Pragmatischer, der SOC ist für mich optisch damit ich gleich sehe wie der Füllstand ist. Beim BMS habe ich ja auch gleich gesagt und getan, die SOC Steuerung deaktivieren, die bringt nur Ärger, weil nicht korrekt.

Wurde auch geschrieben, viele Geräte haben den SOC als Parameter für ihre Entscheidungen gewählt. Auch nicht unbedingt schlimm, ob da 2% plus oder minus, egal, das BMS schaltet ab, nach Spannung der Zellen. Ob er mir 12% SOC anzeigt und 10% sind drin, eigentlich egal. Wichtig ist doch nur, ein mal im Monat das Pack voll zu laden. Wer zellen gekauft hat, die alle unterschiedlich sind, es nicht mal vorher getestet hat, sorry, selber schuld. Was man bekommt, kann man nicht beeinflussen, ob die aber zusammen passen schon.

Das sich da was ändert glaube ich nicht, denn die Hersteller (DIY CN Händler mal außen vor) nutzen ordentliche Zellen, da wird der SOC nicht so weit von der Realität abweichen, ggf. haben die auch bessere BMS Lösungen, die anhand der Spannungen der Zellen den SOC ermitteln, glaube ich aber nicht, denn gleich gute Zellen brauchen das eher weniger.

Der SOC ist eine Betrachtungsweise, die dafür bequem ist zu sehen, wie voll der Akku ist. Leider kann man ihn weder messen noch auf die heutige Art zuverlässig rechnen.

Und dann man man auch nichts zuverlässig schalten. Vor allem Sicherheit sfunktionen nicht.

Unterschiedliche Zellen haben mit SOC nichts zu tun. Niente. Nothing.

Habe die Einstellungen von @orbitson gerade mal bei mir ins Seplos eingetragen und zum testen den "alarm monomer low voltage" auf 3,22V gestellt.

Beim normalen entladen vom Akku, wenn dann eine Zelle kurz unter diesen Alarm geht, ging sofort der SOC auf 10% und der SI hat angefangen zu laden. Allerdings lädt er bei mir mit allem was geht --> 4,6kw

Habe den Alarm dann wieder auf 2,95V gestellt. 10% SOC setzen passt mir auch, da ich bei mir bis 14% entlade:

Das er mit voller Leistung lädt ist ja nicht wirklich schlimm…

Die SOC Berechnung von den Seplos ist nie ganz korrekt. Vor allem bei kleinen Strömen. Als Nächstes haben fast alle mit China grad A (sind eh alle B) einen neey drin der auch im Standby ein paar Watt braucht. Selbstentladung wird auch nicht gemessen.

perfekt gematchte Zellen kosten bedeutend mehr als alle hier kaufen. Grade A würde man ja auch keinen Neey benötigen. Aber wenn die altern weis man auch nicht ob die dann noch gleich sind.

Man braucht auch bei Grade B keinen neey.

Man braucht einen neey, wenn man Selbstentlader Zellen hat. Und das hat nichts mit Grade b zu tun.

Und Ärger hat man dann trotz neey, sodass man einen stärkeren NEEy braucht. Und mit dem hat man dann noch mehr Ärger.

Du hast ja auch 100 - 15% Eigenverbrauch, dann 15 - 11% Ladezustanderhaltung -> und ab da Tiefenentladeschutzbereich bis 5%.
Wenn er auf 10% Kalbriert, bist du im Tiefenentladeschutzbereich, also lädt er mit P-Nenn bis Ladezustanderhaltungsbereich (11%) erreicht ist, und sollte dann auf 700W runter gehen und noch ein paar Prozent rein drücken.

Ich hab Grade A Zellen, habe den Neey 2 bis 3x genutzt, und dann abgeschaltet. Eine ausführliche Diskussion dazu gibts ja im Seriell Balacieren Thread.
Danke dafür nochmal @Carolus

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Interessanter thread- hatte mit dem seplos bms als SOC Entladegroesse für den Multiplus Schwierigkeiten, da es faktisch Einzelne Zellen in die Tiefentladung getrieben hat und dann einen Alarm / Abwurf erzeugt.

Mit dem shunt von Victron funktioniert die soc Reglung tadelos. Parallel zeigt mir das seplos bms 60% Soc während der shunt bei 17% hängt.

der soc vom seplos schaukelt sich im Winter wenn man die „Kalibrierspannung“ nicht mehr erreicht langsam auf. das führt dann zur tiefentladung und dem Abwurf der Batterie.

So... Über nacht bin ich eigentlich unter meine Schwelle von 2,95V gekommen.

Passiert ist..... trommelwirbel ..... nix :frowning:

Also quasi gleches Prblem wie @MeisterQ , nur dass es gestern beim testen funktioniert hat... :roll_eyes:

PS: Seplos 16.4 mit CAN:SMA_SOFAR

Glaube die china bms sind generell nicht soo genau. Habe wo anderst ein Daly-bms und einen Victron shunt. Der Victron shunt driftet zwar auch ganz langsam, liegt aber so nach 6 Monaten nur um 10% falsch, während da das Daly schon kompletten murks anzeigt

Eigentlich sollte ich das Seplos auch mal durch was anderes ersetzen. Bin aktuell aber zu faul und zu geizig dazu. Ausgleichsladung alle 10 Tage funktioniert "eigentlich" auch. Cooler wäre aber natürlich das kalibrieren vom SOC auf 10% bzw "leer". Oder halt eben doch andere BMS... :confounded:

Bei mir ist auf allen BMS die 16.6 drauf.

habe heute mal getestet ob allein der SOC das nachladen anfordert indem ich ihn noch niedriger gesetzt habe ohne das der Sunny Island es sieht (den SOC der andern erhöht)

Ergebnis: BMS stellt zwar den SOC aber sendet eine Anforderung für das laden nach zellspannung. Also beim erreichen von Zelle Alarm lädt der SI zuerst mit voller Leistung und dann der Hälfte bis Zelle recovery erreicht ist. ( der SOC dieses packs stand danach noch auf 13% und hatte noch Alarm Kapazität)

wenn der SOC niedriger ist als vom SI zugelassen läd natürlich der SI selbständig nach… das hat aber ja nichts mit der Regelung des Seplos zu tun

warum wollt ihr alle runter bis 2,9V?

wenn man nach Hersteller Datenblatt geht empfohlener Nutzungsbereich 15-95% bei 2,9V ist müsste das in etwa 5% sein.

was auch wichtig ist was laut EEL Standard ist aber bisher bei allen genau anderesherum war: Switch bei manuell charge aus und bei Automatik an!!!

hier die Standard Einstellung. Diese muss genau andersherum sein

Schade, dass das so unspezifisch immer falsch weitergegeben wird.

@orbitson hast du die SOC-Alarme aktiv bei dir?

Remaining capacity alarm und remaining capacity protection steht bei mir auf aus

Du meinst die beiden unter "activation"?

Ach ich bekomme die Krise solangsam... Hab es jetzt mehrmals reproduziert:

Wenn ich den SOC so hoch setze, dass der SI noch am entladen ist wenn das Seplos in den "Monomer low voltage" Alarm rein läuft, wird der SOC auf 9,9% gesetzt und der SI wechselt ins Laden.

Hat der SI das Entladen aber schon gestoppt (weil der SOC in meinem Fall <15%) dann zieht der SI ja weiterhin ein paar W aus dem Akku. Wenn dann - irgendwann - während das BMS auf "Standby" steht eine Zelle unter das Limit fällt, passiert einfach gar nix:

Bei Zelle 7 und 9 hier, habe ich mit einer kleinen Glühbirne etwas nachgeholfen, damit die beiden langsam unter 3V fallen während das BMS im Standby ist. Dem BMS ist das in dem Moment dann aber komplett egal.

Mache ich kurz den Schalter für "Monomer Low pressure" alarm an, steht der Alarm auch in der Software drin. Also aktiv wird er. Nur das mit dem SOC Kalibrieren wird irgendwie nur gemacht wenn der SI auch aktiv am entladen ist.

Ich verstehe das BMS einfach nicht... Hätte wohl doch damals ein REC kaufen sollen :confounded:

@orbitson wegen deiner frage mit den 2,9V.

Ich entlade ja bis ca. 15%. Das sind dann normalerweise so ca. 3,17V Ruhespannung.

Dieses "SOC auf leer kalibrieren" soll ja eigentlich nicht der Normalfall sein. Außerdem kalibriert das BMS auf 9,9%, was ca. 2,95V/Zelle entspricht. Deswegen der Gedanke den monomer low voltage alarm auch in den Bereich zu setzen.

BAAAAAAAAMMMMMMMM ich habe das Problem gefunden!!!

TLDR:

Wichtig ist, dass "remaining capacity alarm" niedriger ist als der Wert bis zu welchem der SI entlädt und anschließend wieder "Notlädt". Sobald nämlich der aktuelle SOC<"remaining capacity alarm" ist, wird das setzen vom SOC nicht gemacht.

Langversion:

Das heißt, da ich immer bis 14% entlade (SI steht auf 85% Eigenverbrauch) muss der remaining capacity alarm im Seplos auf 12% stehen.

Wenn das so eingestellt ist setzt das Seplos den SOC auf 9% und der SI fängt an zu laden. Dabei lädt er dann von 8-11% mit 4,5kw und von 11-13% gemütlich weiter mit 1,14kw.

Aber warum dann 12% im Seplos und nicht 13%? Ganz einfach: Der SI lädt mit meinen Einstellungen den Akku solange bis er ca. 13% sieht. Blöderweise sieht der SI bei mir schon 13% wenn das BMS eigentlich auf 12,5% steht. Das heißt, der SI würde aufhören zu laden und das BMS hat noch den "remaining capacity alarm" aktiv. Was dann wieder dazu führt, dass das BMS den SOC nicht runter setzt falls eine Zelle irgendwann wieder auf <3V fällt. Deshalb den Remaining Capacity Alarm auf 12% stellen, damit der Alarm schon weg ist wenn der SI das Laden beendet.

Das ganze nochmal als Bild:

Bis zur grünen Lini: SI entlädt ganz normal

grüne Linie: SI stoppt entladung

zwischen Grün und rot: Theoretisch vergeht hier relativ viel Zeit und der SI zieht langsam die Batterie leer. Ich habe das ganze beschleunigt indem ich manuell Zelle 7 und 9 "angezapft" habe. Der NEEY Balancer wird sich beim nächsten Volladen freuen. :sweat_smile:

rot: Eine Zelle ist <3V und der SOC wird auf 9% gesetzt

zwischen rot und weiß: der SI lädt den Akku

weiß: wir sind theoretisch wieder am Punkt zwischen der grünen und roten Linie. Wenn hier dann noch der remaining capacity alarm aktiv ist, funktioniert das ganze nicht mehr.

Interessanter Nebenfakt: Wenn der SOC runter gesetzt wird und der SI deshalb am laden ist lädt er mit rund 75A. Deaktiviere ich die Eigenverbrauchserhöhung via Modbus (siehe Screenshot), dann lädt der SI mit 85A.

Naja. Hab jetzt genügend für heute rumprobiert...

Plätzchen sind alle, durch das einzelne Entladen von Zellen habe ich jetzt einen Drift von 170mV und glaube ich sollte langsam mal noch anfangen mit Geschenke verpacken und Sachen richten für heute Abend :sweat_smile:

@MeisterQ vielleicht ist das ja auch das Problem bei dir?

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Ich muss dir widersprechen. Probleme brauche ich nicht, hab schon genug.

Also: du hast die Lösung für ein Problem gefunden. :slight_smile:

(Klugscheißer aus)

Gut gemacht!!

Frohe Weihnachten!! :slight_smile:

Naja... Der Fehler wird mir hoffentlich verziehen. Mein Gehirn ist glaube ich schon bissle matsch heute. :sweat_smile:

Und genau genommen ist das ja eine Lösung für ein eigentlich total unnötiges Problem (SOC kalibrieren) weil Seplos zu blöd ist den SOC bei kleinen Strömen mitzählen zu lassen. :roll_eyes:

Danke und wünsche ich dem Forum hiermit auch :christmas_tree:

Tja, jetzt muss ich dir im Ernst widersprechen. :slight_smile:

Seplos macht das nicht aus Blödheit, sondern weil es ein technisch nicht lösbares Problem ist. Jedenfalls wenn du 100;% exakte Werte erwartest.

Die Strommessung hat im unteren Bereich Grenzen der Genauigkeit, und des nullpunktes, und das wird noch über die Zeit integriert, um den SOC zu erhalten.

Deswegen rühre ich seit kurzem immer heftiger gegen die Verwendung von SOC in Akkuregelkreisen.

@carolus ja klar. Aber Ströme im Bereich von paar 100mA kann und sollte das BMS messen können.

Die Victron-Shunts erlauben z.b. dass man einstellt bis zu welche Strom der Strom als 0 angenommen wird. Ist insbesondere wichtig wenn man kleine Verbrucher im mA-Bereich hat. Sowas fehlt beim Seplos!