Mit der längeren Zeit ca. 3 Monate deckt man eigentlich alle Szenarien ab, die da wären:
Heizung springt an, heizt aber nicht komplet durch, Temperaturbereich zwischen 5 - 15 Grad.
Heizung läuft regelmäßig durch, Temperaturbereich -5 - 5 Grad.
Heizung läuft auf Maximum, Temperaturbereich -20 - -5 Grad.
Und kompliziert ist das nicht, ist ein bischen probieren, man kann da eigentlich nicht viel verkehrt machen, es kann nur mal zu kühl oder kalt sein, mehr nicht.
Hier noch mal eine Anleitung von Viessmann:
Praxis-Anleitung: Heizkurve Schritt für Schritt optimieren und testen
Die Heizkurve lässt sich nicht an einem Tag perfekt einstellen. Gerade bei wechselhaftem Wetter braucht es Geduld. Die wichtigste Regel lautet: kleine Schritte machen – und jeder Änderung ausreichend Zeit geben.
1. Protokoll führen
Ein Heizungsprotokoll hilft, den Überblick zu behalten und Zusammenhänge zu erkennen. Notieren Sie regelmäßig:
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Datum
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Außentemperatur (morgens und abends)
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eingestellte Werte für Neigung und Niveau
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gefühlte Raumtemperatur in den wichtigsten Räumen
2. Neigung anpassen
Die Neigung bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur auf sinkende Außentemperaturen reagiert – sie ist die zentrale Stellgröße der Heizkurve. Die Neigung kann sehr steil oder sehr flach ausfallen und hängt unter anderem von der gewünschten Raumtemperatur und dem energetischen Zustand des Gebäudes ab.
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Gut gedämmte Gebäude benötigen meist eine flache Neigung, da sie wenig Wärme verlieren.
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Unzureichend gedämmte Häuser brauchen oft eine steilere Neigung, um Komforteinbußen zu vermeiden.
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Änderungen nur an kalten Tagen mit unter 5 °C Außentemperatur vornehmen.
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Faustregel: Wird es nicht warm genug: Neigung leicht erhöhen. Wird es zu warm: Neigung schrittweise absenken.
3. Niveau einstellen
Erst wenn die Neigung passt, folgt die Feineinstellung über das Niveau. Es verschiebt die gesamte Heizkurve gleichmäßig nach oben oder unten.
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Anpassungen sind sinnvoll in der Übergangszeit bei 5 bis 15 °C Außentemperatur.
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Ist es in den Räumen grundsätzlich kühler als erwünscht, ist das Niveau der Heizkurve anzuheben.
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Ist es hingegen zu warm, ist eine Absenkung der richtige Schritt.
4. Wartezeit einhalten
Nach jeder Veränderung heißt es warten. Nur so wird sichtbar, wie die Räume auf die neue Einstellung reagieren.
Bitte gerne.