Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

@thorstenkoehler

Es ist weniger als Faktor 6 beim Energiebedarf, sagt aber genauso wenig. Da wir nicht wissen, welche Normwerte bei der Ermittlung des Energiebedarfs angesetzt werden, sagt der Wert auf dem Energielabel genau gar nichts.

Da beim Kühlen Prozesswärme anfällt, die in dieser Betriebsart kontraproduktiv ist, dürfte Kühlen ineffizienter sein als Heizen.

Da ist schnell ein ei gelegt, wenn absolute jahreswerte angegeben werden und die heiz- und kühltage sich gewaltig unterscheiden. Ich hoffe doch, dass die split beim heizen auch nicht viel strom verbraucht. Zumindest nicht, wenn ich das ding nur betreibe, wenn der cop faktor noch ok ist. Also ab 5 grad plus.

Als totaler laie kann ich folgendes denken ( nicht schlagen, wenn ich total falsch liege, ich lerne gerne dazu. ) :

Innengerät und aussengerät sind verschieden, sind je nachdem besser zum heizen oder kühlen geeignet. Wenn man mit der split klimaanlage umschalten kann, kann nicht die gleiche effizenz beim heizen und kühlen sein. Den verbrauch nur über die temperaturdifferenzen zu sehen ist dann zu kurz gedacht.

@alter-hase Du kehrst "lediglich" den Prozeß"weg" um. Beim Heizen erfolgt die Entspannung des flüssigen Kältemittels im AG, wodurch die Temperatur des Mediums unter die Umgebungstemperatur sinkt und entsprechend Energie aus der Umgebung aufgenommen werden kann. Im Kühlbetrieb passiert das im IG. Einen Unterschied in der Effizienz könnte ich mir vorstellen weil die Temperaturdifferenzen und die wirksame Oberfläche der jeweiligen Wärmetauscher anders sind. Im Kühlbetrieb ist das Delta T im Schnitt wohl geringer wie im Heizbetrieb und damit ist auch die zu übertragene Leistung im Kühlbetrieb kleiner. Es muss über die gleiche Fläche des Wärmetauschers im IG mehr oder weniger Leistung übertragen werden. Das muss sich ja zwangsläufig auf die Effizienz auswirken.

Luftauswurftemperatur ist bei uns beim Kühlen zwischen 7-11 Grad. Wenn man sich die Effizienz beim Kühlen anschauen will, einfach mal bei Eurovent auf den EER gucken, der ja auch bei verschiedenen Temperaturen angegeben ist.

Unwahrscheinlich, ob man in einen Raum Wärme hineintransportieren oder abtransportieren will, ist so ziemlich die gleiche Optimierungsaufgabe. Also Heizoptimum = Kühloptimum. Wenn das nicht so wäre, würden die Hersteller viel öfter schreiben "Für Heizbetrieb optimiert" oder "Für Kühlbetrieb optimiert". Oder man müsste es an der Effizienz Kühlen/Heizen sehen. Also so Sachen, dass eine Anlage beim Kühlen A+++, beim Heizen aber nur A+ hat oder umgedreht. Sowas gibts aber nicht. In aller Regel steigen beide Werte mit der Qualität der Anlage.

@win

Wieder was gelernt, danke für die erklärungen, auch @thorstenkoehler.

Ich habe gestern nochmal von 12.00 bis 21.00 beide klimaanlagen moderat laufen lassen. Die 3,5 kw Anlage hat 1,7 kwh verbraucht, die 2,5 kw Anlage 2,7 kwh . Jetzt habe ich genug strom, von daher ist es egal. Das war auch der grund, die dinger zu kaufen, weil der betrieb im sommer nix kostet und ich so mehr strom abrufen kann. An das heizen dachte ich damals überhaupt nicht, mir war klar, dass meine pv Anlage in der übergangszeit gerade so den haushaltsstrom schafft, im winder dann sowieso nicht alles. Da ist an betrieb split klimaanlage nicht zu denken.

Wenn allerdings der strom weniger kostet, als das öl, lohnt es, wenn ich mit den split zuheize. Ich werde das austesten. Bei der Anlage im schlafzimmer reicht es auch, wenn die abends den raum bischen aufheizt, nachts kann das ding ausgeschaltet sein. Haben wir jetzt ja mit ölheizung und heizkörper auch. Im schlafzimmer sollte die split klimaanlage nur wenige stunden pro tag laufen.

Da geht es um luxus, im sommer die wohnung kühl zu bekommen. Amotisieren ist nicht, die anschaffungskosten sind dabei zu hoch. Ich habe mein geld auch vor der inflation in sicherheit gebracht.

Wenn ich durch die split klimaanlagen doch auch im winter beim heizen was sparen kann, nehme ich das natürlich mit.

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Gerade in der Übergangszeit lohnt sich das, wenn du die Ölheizung dann ganz auslassen kannst. Denn die hat einen Grundbedarf, auch wenn sie so gut wie keine nutzbare Wärme in die Räume bringt. Bei unserer Gasheizung sind es 1kWh Strom und 18 kWh Gas am Tag, selbst wenn alle Heizkörper zugedreht sind. Verpufft vermutlich größtenteils im Keller und Schornstein. An solchen Tagen verbrauchen wir vielleicht nur 1-2 kWh für die Splitklimas.

@win

die Ölheizung macht aktuell noch das Brauchwasser und zusätzlich wird auch eine kleine einliegerwohnung versorgt. Ich muss die Heizung dann einschalten, da läuft aber heizungstechnisch nur die Umwälzpumpe des Mieters. Es gibt ordenliche wärmezähler, bei mir wird in dieser Zeit kein Verbrauch belastet. Da ich aber 30 Prozent der Kosten über wohnfläche abrechnen muss und ich die grössere Wohnung habe, subventioniere ich das. Damit kann ich leben, immerhin beteiligt sich der Mieter an Mülltonne, Grundsteuer etc.

Ich bin dabei, die Ölheizung immer weiter raus zu nehmen. Habe dieses Jahr die Brauchwasser-Zirkulation verbessert, so dass die Ölheizung morgens nicht mehr einschaltet. Falls der Brauchwasserspeicher defekt geht, wird auch ein BWWP Speicher installiert.

Ich heize in der Übergangszeit mit dem Specksteinofen, der reicht aber nicht bis zum Schlafzimmer.

Ich habe eine erweiterung meiner pv Anlage durchkalkuliert. Ein hms 2000 wechselrichter, an jeden mppt anschluss zwei 430 W Solarpanel. Das ganze ist rein für oktober bis April berechnet. Grundlage ist der ertrag eines schon vorhandenen bkw , was dieses bkw letzte Saison von oktober bis April eingebracht hat. Die 8 Solarpanel kommen in ähnliche Ausrichtung. Durch die aktuell günstigen preise hat sich das in 4 jahren amotisiert. Wie gesagt, nur mit dem was die erweiterung von oktober bis April für meine split klimaanlagen erzeugen wird. Einen strompreis von 32 cent als berechnung. Ich kann ja nix ins netz einspeisen, die erweiterung hängt auch auf meiner PV Insel. Hätte ich so nicht erwartet, dass sich das so schnell amotisiert, wenn man nur die schwachen monate in die berechnung nimmt.

Ich muss mir was überlegen, so ne Art umgedrehte Nulleinspeisung bei meiner inselanlage. Wenn die Akku voll sind, zieht der victron die frequenz hoch und schaltet so die wechselrichter ab. Da ich nicht mehr Akku kaufen will ( Akku nur für grundlast nachts, die heizung läuft nachts auch nicht ) muss ich mir was überlegen. Wenn die Akku voll sind, sollte der victron nicht die frequenz hoch ziehen müssen, wenn pv strom zur verfügung steht. Ich muss dann die split klimaanlagen hoch fahren, für mehr last sorgen. Irgend was in der Art. Genug parameter sind in home assistant vorhanden, die hoymiles sind in home assistant und auch der victron .

Ich habe ja seit etwas über einem Jahr eine Panasonic VZ9 zentral im Flur laufen und bin damit prinzipiell auch sehr zufrieden.
Insbesondere die Abtaufunktion ohne dabei die Wärmezufuhr im Raum zu reduzieren ist schon genial.

Nun habe ich aber 2 vom Flur abgehende mit jeweils 30 Quadratmetern identisch große und auch identisch genutzte Wohnräume, die ich gerne auch mit eigenen Klimas versorgen würde, weil der Wärmeflow aus dem Flur durch die Türöffnungen einfach nicht ausreichend funktioniert.

Nachdem ich eigentlich schon fast so weit war 2 weitere VZ9 zu kaufen (Scop, Abtaufunktion) tendiere ich nun doch zu einer Duo - Multisplit.

Der Hauptgrund ist natürlich das Forum, die Berichte über super funktionierende Daikins und zickende Panas lassen auch mich nicht kalt :slight_smile:
Auch wenn ich meine VZ9 ganz gut im Griff habe ist es doch ein ziemlicher Kampf, der Stromverbrauch bei gemässigten Außentemperaturen ist nicht so niedrig wie ich ihn gerne hätte und auch mit verlegtem Sensor und Vorwiderstand kann man ihr das Takten nicht ganz abgewöhnen...

Dann die Kosten, zwei VZ9 kosten so ziemlich das doppelte, um das über den besseren Scop wieder reinzuholen müsste ich ewig leben :slight_smile:
Und zwei gleich große und identisch genutzte Räume sind ja geradezu ideal für eine Duo Multisplit, die Innengeräte würden immer gleich eingestellt laufen.
Die Daikin Bedarfssteuerung und der Eco Modus sind schon sehr nett, sowas hat die Pana leider nicht und sie braucht immer minimal 200 Watt.
Ich denke das kann eine Daikin besser...

Die Frage ist nur, welche Daikins soll ich nehmen?
Reicht die Perfera oder können die Stylisch und Emura etwas, was ich haben sollte? (Bessere Temperaturfühler, keine Notwendigkeit die Temperaturfühler outzusourcen, bessere Wärmeverteilung im Raum ...)

Und welche Größe soll ich nehmen?
Die Räume haben wie gesagt 30 Quadratmeter, aber im Flur zwischen den Räumen läuft die VZ9 und wir haben auch immer die Ölheizung parallel laufen, für Warmwasser und leichte Strahlungswärme durch die Heizkörper.
Dazu habe ich die Heizkörperthermostate auf 22,5° eingestellt, also immer wenn es die Klima nicht mehr schafft arbeiten die Heizkörper zu.

Reicht mir da die 2,4kW oder doch besser die 3,5kW?

Oder sollte ich doch lieber auf zwei Daikin Monosplit gehen?
Da gibt es ja bald auch die "all seasons" mit einem etwas besseren Scop...

Danke und Grüße Jochen

Wenn du Platz hast, fände ich Monosplits besser. Dürfte auch für deine Installation einfacher sein. Aber eine 2er Multisplit läuft auch noch ganz gut. Stylish soll wohl etwas besser bei der Ist-Temperaturmessung sein und sieht etwas schicker aus. Perfera sollte aber grundsätzlich reichen.

Bei den Multisplits gut drauf achten, was die bei -10 Grad noch für Leistung haben, da brechen die gerne deutlich mehr ein, als Single-Splits. Bei 30m² würde ich schon ein 3,5kW IG nehmen. Da bräuchtest du vermutlich auch ein 6,8kW AG. Oder eben 2 Singlesplits mit 3,5kW. Vielleicht auch eine Nordic Nepura nehmen. Die bringen auch bei -20 Grad noch ordentlich Leistung.

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Ich danke Dir!

Die Nepura hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.
Aber wenn schon Singlesplit, Platz für die Außengeräte habe ich zum Glück, dann bin ich von der Nepura auch gleich bei einer Ururu Sarara und von dort ist es auch nur noch ein kleiner Schritt zu einer VZ9 :slight_smile:

Ich drehe mich im Kreis :slight_smile:
Bei der mir bekannten VZ9 bleiben oder doch mal Daikin ausprobieren?

Aber Du hast Recht, bei uns in den Bergen kann es schon empfindlich kalt werden, da bin ich mit zwei Singlesplit doch besser aufgestellt und es sollten auch 3,5kW Geräte werden.
Und die Installation wäre mit zwei Singlesplit tatsächlich deutlich einfacher.

Grüße Jochen

Ururu Sarara ist aber deutlich teurer. Nepura Perfera gibts mit 3kW für 1800 Euro, die Ururu liegt eher so bei 3400-3600 Euro.

Ururu ist auch wie bei deiner VZ9: Schon ein paar Jahre alt und jede Menge Gimicks, die man nicht braucht, z.B. diese Frischluftleitung, die die Installation auch komplizierter macht.

Die Nepura ist neueste Technik Stand 2024 und den Preis finde ich sehr attraktiv. Das ist auch eine Anlage für den Massenmarkt und nicht so ein Luxusteil, was nur in ganz kleinen Stückzahlen verkauft wird. Ich tendiere in der Regel immer zu Geräten, die in Masse gebaut werden. Teure Nischenprodukte haben nicht selten mal Probleme.

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Danke, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht :slight_smile:

Grüße Jochen

Ich kann mich nur selbst zitieren :slight_smile:

Ich habe im Haus einen zentralen Flur mit 30 Quadratmetern und einer Außenwand.
Davon gehen links und rechts 2 Wohnräume ebenfalls mit jeweils 30 Quadratmetern, aber jeweils 3 Außenwänden ab.

Ich hatte versucht mit einer zentral im Flur montierten Panasonic VZ9 alle 3 Räume zu heizen.
Das funktioniert leidlich, weil durch die jeweils 3 Außenwände in den Wohnräumen mehr Wärme abfliesst als durch die Türöffnungen nachfliessen kann.
Der Flur wird dabei überhitzt und die Wohnräume werden nicht so warm, wie man es gerne hätte.
Die Differenz mus aktuell die Ölheizung leisten.

Also dachte ich mir, baue ich in die beiden Wohnräume auch noch 2 Klimageräte, dann passt das.
Klar würde das funktionieren, aber vielleicht geht es auch einfacher und günstiger?

Warum den Spiess nicht einfach umdrehen und nur die beiden Wohnräume mit Klimageräten heizen, für den Flur bleibt dann das übrig, was an Wärme durch die Türöffnungen strömen kann.
Der Flur hat wie gesagt nur eine Außenwand, und selbst wenn es im Flur 2° kühler ist stört das nicht, umgekehrt aber schon.

Also werde ich nächstes Jahr das Innengerät der VZ9 in einen der Wohnräume verlegen lassen, und kaufe noch eine zweite VZ9 für den zweiten Wohnraum nach.
Ich bin ziemlich sicher, dass es so herum funktionieren wird und ich benötige nur 2 anstatt 3 Klimageräte, was sich auch auf den Stromverbrauch positiv auswirken wird.

Grüße Jochen

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Ja, hört sich nach einem guten Plan an.

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Die Ururu kam etwa 2012 oder früher auf den Markt. Allerdings immer noch ohne Alternatrive.

Die tägliche Selbstreinigung des Innengerätes schätze ich wirklich, damit bleibt das Innenteil auch immer effizient. Auf alle anderen Zwangs Optionen könnte ich gerne verzichten, Dakin bietet aber nach wie vor keine Alternative. Ich habe sie aus Italien, damit war sie erschwinglich und heizt seit langem.

Glaube die VZ9 war mir damals auch zu schwach.

In wiefern zu schwach?
Die Ururu und die VZ9 sind doch beides 2,5kW Geräte und die VZ9 hat sogar nochmal einen besseren SCOP

Selbstreinigung klingt spannend, wie muss ich mir das vorstellen?
Wird da wirklich der Staub vom Filter gewischt / gesaugt und wo landet der Staub dann?

Ich mag an der VZ9 total, dass sie auch beim Abtauen weiter volle Pulle heizt.
Das ist wirklich extrem angenehm.

Ansonsten sind die beiden wohl wirklich die interessantesten Kisten, allerdings haben sie auch ihre Macken und Nachteile, auf die man sich einlassen muss.
Bei der VZ9 ist es die tricky Steuerung, sie man zwar in den Griff bekommen kann, man muss aber basteln und die Eigenheiten der Anlage kennenlernen, verstehen und dann für sich nutzen.

Wer kein Gefummel und keine Bastelei mag ist mit einer Daikin sicherlich besser bedient.
Ich hatte mir auch überlegt als nächstes ne Daikin zu kaufen, aber 2 verschiedene Hersteller sind irgendwie auch doof und inzwischen kenne ich die Zicken der VZ9 in- und auswendig :slight_smile:

Grüße Jochen

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Bevor jetzt die Heizsaison so richtig los geht, wollte ich nach einem Jahr unsere Erfahrungen teilen, was das heizen mit Klimasplit angeht.
Ausgangssituation:
Ein neu gekauftes Reihenmittelhaus (mit leichtem Versatz) aus den 70er, mit 3fach verglasten Fenstern und Flachdachdämmung nach aktuellem Stand, jeweils ca. 10 Jahre alt, keine Außenwanddämmung.
Ca. 13000kwh Gasverbrauch laut Energieausweis der letzten 4 Jahre
Heizung: Gaswarmluftheizung aus den 90er, die es nicht mehr gibt und auch kein Schornsteinfeger mehr in Betrieb nimmt, wenn sie kaputt geht. Deshalb war das Haus auch vergleichsweise günstig zu bekommen, da es gerade zum absoluten Höhepunkt der Heizungsgesetz-Verunsicherung war. Da ich mich aber vor Jahren schon mal mit der Möglichkeit von Splitklimas zum Heizen auseinander gesetzt habe, kein Problem :).
Umbau:
Wir sind ambitioniert im Oktober gestartet und ich wollte ausprobieren wie ich das sehr offen geschnittene Haus (EG praktisch ein Raum und zum OG gibt es ein sehr offene Treppe mitten im Raum) mit einer Daikin Cold Region 4k geheizt bekomme.
Die Wärmeverteilung im EG ist wirklich sehr gleichmäßig, auch durch zwei offene Türbogen hinweg maximal 1.5 Grad Temperaturunterschied.
Jedoch war es im OG immer mindestens 2-3 Grad kälter. Da hat es auch nichts gebracht durchzuheizen oder einen Ventilator nach oben pusten lassen.
Also haben wir im Dezember dann noch eine MHI SCM41 mit 3 Innengeräten nachgerüstet, so dass im OG jedes Zimmer ein eigenes IG hat.

Hier habe ich mich aus folgenden Gründen für MHI, trotz durchwachsener Erfahrung im Forum, entschieden:

  • 1500€ günstiger
  • Daikin 3MXM Außengerät deutlich größer und hätte nicht gut auf den Balkon gepasst
  • MHI Innengeräte meiner Meinung nach besser, da leiser in der leisesten Stufe, Anschlag einstellbar für horizontalen Swing (bei Daikin erst ab Stylish), verlegbarer Temperatusensor zur Not, sowie "Zwangslüfterstufe" 4 einstellbar.
  • Die Daikin Cold Region taktet auch im 5/3 Minuten Rhythmus bei höheren Außentemperaturen, und das habe ich mit Bluetooth Raumthermostat und HomeAssistant sehr gut in den Griff bekommen. Also war ich zuversichtlich, dass das mit MHI auch klappt.

Innenliegendes Gäste-WC und Bad im OG bleiben ohne eigenes IG. Das Bad wird beim Duschen innerhalb von 2-3 Minuten mit einem Heizlüfter auf Temperatur gebracht.
Subjektive Wahrnehmung:
Uns stört es gar nicht mit Splitklimas zu heizen, wenn man den Luftstrom vertikal nach unten richten merken wir auch in nächster Umgebung nichts davon. Auch die fehlende Strahlungswärme empfinde ich nicht als störend, im Gegenteil wenn die Anlage bei 20 Grad läuft würde ich es subjektiv als deutlich wärmer einschätzen, verglichen mit 20 Grad und die Anlage läuft nicht (Ich kann so Taktpausen erkennen ohne auf das Powermeter zu schauen). Eventuell da ständig 30 Grad warme Luft umgewälzt wird?
Auch Gäste empfanden es bei uns und ca. 20 Grad Raumtemperatur immer angenehm warm, die selben Gäste die sich bei 20 Grad mit Heizkörpern in anderen Wohnungen/Häusern beschwert haben :D.
Auf mich hat das Lüftergeräusch eher eine beruhigende Wirkung und ich schalte sogar gerne das MHI Innengerät während dem Arbeiten auf maximal Lüfterstufe, früher habe ich mir teilweise weißes Rauschen angemacht ^^.
Die allgemeinen Bedenken im Vergleich zu den Splitklimas können wir nicht bestätigen. Ist wahrscheinlich was hoch subjektives.
Verbrauch & Kosten:
Als alleinige Heizung haben wir in der Heizperiode 23/24 nur 900kwh verbraucht. Gemessen mit Shelly 1PM vor den Außengeräten. Gefühlt hatten wir es noch nie so warm.
Nachts sind alle Heizungen aus, außer es ist unter 0 Grad, dann läuft das EG durch um eine Grundwärme im Haus zu halten. Tagsüber wird das OG nach bedarf geheizt, ich lasse es aber nicht unter 18 Grad auskühlen. Das EG wird konstant beheizt zwischen 6 und 20 Uhr.

Alles in allem ca. 1000€-1250€ Einsparung pro Jahr im Vergleich zu den Gasverbräuchen aus dem Energieausweis und all den wegfallenden Fixkosten für den Gasanschluss.
Co2 Ersparnis selbst beim Strommix in Deutschland im Winter ca. 2t pro Jahr.

Diese enorme Einsparung ist sicherlich nicht nur auf die Splitklimas zurückzuführen, sondern auch auf ein verändertes Heizverhalten und wahrscheinlich hatte die alte Gasluftheizung mindestes 20-30% Verluste.

Für dieses Haus mit Gaswarmluftheizung meiner Meinung nach trotzdem ein absoluter No-Brainer. Die ersten Nachbarn fangen bereits an umzurüsten.
Der ganze Umbau hat mit offizieller Inbetriebnahme und Verlegung der Kältemittelleitungen ca 6000€ gekostet. Geräte besorgt und aufgehängt habe ich selbst.
Verbesserungen:
Könnte ich es nochmal machen, würde ich wahrscheinlich die Daikin Cold Region 4kw nicht mehr nehmen oder zumindest eine Stufe kleiner nehmen. Die 4kw Variante ist absolut überdimensioniert, jetzt wo das OG auch ein eigenes System bekommen hat. Darüber hinaus vereist sie relativ oft im Vergleich zu der MHI. Der Wärmetauscher außen ist deutlich kleiner, wodurch dieser in der Regel relativ kalt ist. Dementsprechend fällt auch etwa die 10fache Tauwassermenge (fange es mit einem Behälter auf) an, als im OG. Das hat man bei Daikin wohl gemerkt und hat es bei der Nachfolger Nepura wieder anders gemacht.
Wahrscheinlich würde ich sogar soweit gehen und eher eine MHI SRK20 im EG verbauen. Die wäre von der Leistung absolut ausreichend, kostet 750€ vs. 1950€ und hätte die Vorteile des einstellbaren Anschlags, bei Abwesenheit im EG und in kalten Nächten könnte man Lüfterstufe 4 erzwingen und würde bis 180W statt ~250W runter modulieren.
Wenn man kein HomeAssistant hat und eine gute App wünscht würde ich jedoch Daikin empfehlen.

Alles in allem sind wir mehr als zufrieden!

Falles jemand noch Fragen zu unserem Umbau oder Erfahrung hat, gerne melden.

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Sehr schöner Erfahrungsbericht, besten Dank. Hätte ich nicht gedacht, dass die MHI gerade im Abtauverhalten deutlich besser abschneidet.

Mit 900 kWh liegst du sehr gut, vermutlich würdest du mit einer LWWP deutlich mehr verbrauchen. Da liegen viele eher so im Bereich 1800-2500 kWh. Das liegt daran, dass hier immer alles auf Temperatur gehalten werden muss, weil alles total träge. Das ist der große Vorteil von LLWP, dass man alles wieder schnell aufgeheizt bekommt und so in der Nacht nichts laufen muss. Zumindest die meiste Zeit im Winter klappt das so.

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Es ist absolut genial wie schnell die Luft Luft Wärmepumpe einen Rum aufheizen kann.
OK, es ist noch nicht brachial kalt draussen, aber der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Heizkörpern oder gar Fussbodenheizung bleibt gewaltig.
Erst dadurch wird für mich auch eine Nachtabsenkung realisierbar...

Grüße Jochen