Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

Mittlerweile ist es bei uns nicht mehr so einfach, ausgekühlte Räume mit recht wenig Leistung wieder aufzuheizen. Die Nacht ging es von -3 auf -6,5 Grad runter. Mein Homeoffice ist auf 12 Grad ausgekühlt. Die Klima läuft seit heute morgen 8 Uhr mit 480 Watt. Das reichte bis jetzt 14 Uhr aber nur für 18 Grad. Ging also ganz langsam hoch vor 2 Stunden noch 16 Grad. Die kalten Wänden ziehen viel Energie. Natürlich ist der Raum bereits nach 30min von der Luft her bei 19 Grad, aber wenn der Rest im Raum kalt ist, ist das nicht so angenehm.

Jetzt durchheizen wäre die Alternative. Dann würde die Anlage permanent so um die 400 Watt ziehen. Wären 10kWh am Tag.

Je kälter es wird, um so mehr müssen die Anlagen gegen die ausgekühlte Bausubstanz beim Aufheizen ankämpfen. Und die Wärmekapazität dieser Bauteile ist mächtig groß. Bis Null Grad funktioniert das bei uns mit reinem bedarfsweisem Heizen noch ganz gut, aber bei -5 Grad wird es grenzwertig. Ist halt alles auch ungedämmt.

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@win das ist bei mir auch so, ich kann nicht einfach über Nacht alles aus lassen, dann gings ohne 24/7 Betrieb rapide in den Keller mit den Temperaturen. Von 22 auch mal auf 16 runter, selbst bei milderen Nächten, das stört mich massiv, deswegen bleibt sie einfach an und erspare mit die Heizung im 500Liter Aquarium :sweat_smile:

Diesen Monat bis jetzt auch schon 103kWh verbraten, ist trotzdem nur ein Drittel der Kosten gegenüber der Gasheizung.

Ich hab mittlerweile alle Innenwände usw auf Temperatur, da fällt dann die Raumtemperatur auch nicht mehr so stark ab bei einem Abtauvorgang

@win gleich Erfahrung die letzten 1,5 Tage.
Saukalt hier - -7 °C nachts und aktuell mit Hilfe von Sonne ganze -2 °C. Und die Klimaanlagen ackern und ackern. Unser Flur ist über Nacht auf 15,5 °C abgekühlt, das Bad auf 17, das Wohnzimmer auf 16,5.
Über den bisherigen Tagesverlauf (aktuell 14:30h) mussten die Außengeräte alle 3-4 Stunden abtauen. Dazu brauchen sie um die 10 Minuten, und in dieser Zeit verlieren die Räume ratzfatz 0,3 bis 0,5 °C.

Aufzeitphasen dauerten in der warmen Übergangszeit 1/2 bis 1 Stunde, jetzt sind locker 5 oder 6 Stunden - die Abtauphasen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Ich habe auch schon drüber nachgedacht, die Anlagen durchlaufen zu lassen.
Möchte nicht wissen, was bei -15 °C passiert - da geht meine Frau sicherlich auf die Barrikaden. :slight_smile:

Gebäude ist eben nicht gleich Gebäude. Wenn ich mir unseren Gasverbrauch von gestern 22:00 Uhr (Abschaltung Klima) bis heute um 05:00 Uhr ansehe (vor Beginn WW), liegen wir bei 27 kWh Gasverbrauch brutto bei knapp 150 m² beheizter Fläche. Die Nachtabsenkung fahre ich mit 18°C Raumsoll.

Wenn ich das Büro als Beispiel nehme, da ist die Temperatur über Nacht auf 18,6°C gesunken. Aufheizen auf 20,5°C hat mit einem Abtauvorgang bei -7°C AT knapp 90 Minuten gedauert. Leistungsaufnahme in der Zeit um die 500W. Danach konnte die Raumtemperatur mit 360W gehalten werden und es gab keine weiteren Abtauvorgänge. Das stimmt mich für etwas niedrigere ATs doch recht zuversichtlich.

Das Wohnzimmer hatte es heute deutlich leichter. Aus der Nacht mit 18,2°C gekommen wurde es innerhalb von 30 Minuten auf die gewünschten 19°C aufgeheizt. Die Temperatur konnte dann mit um die 300W gehalten werden. Ab 10:30 Uhr schien die Sonne so stark in den Wintergarten, dass die Temperatur ohne Zuheizen gehalten werden konnte. Um 12:00 Uhr ein 30-minütiges Aufheizen auf 20,5°C und bis jetzt (15:30 Uhr) ist die Temperatur dank andauernder Sonneneinstrahlung erst wieder auf 19,8°C abgefallen.

Ich liebe so ein Wetter... :d

Wow! Super ehrliche Berichte kommen hier rein, vielen Dank an alle dafür! :+1:

So in etwa sieht es bei mir auch aus: das Durchheizen wäre zwar deutlich energieintensiver aber auch sehr viel komfortabler. Meine 22m²-Behausung kühlt über Nacht auch auf 15°C runter, wenn ich am Tag davor nur mit der Klimaanlage geheizt habe. Um dann wieder auf meine 21-22°C zu kommen, braucht es ziemlich lange.

Heute war sonne pur, deshalb lief die Klimaanlage in der Werkstatt (Panasonic Nordic HZ25XKE) auch ab ~10 Uhr. Die ballert schon deutlich stärker als die Daikin ATXD35A. Allerdings säuft die Panasonic dann auch ordentlich Strom, es lagen heute fast 3 Stunden lang ~1,9kW an. Werkstatt wurde aber länger nicht geheizt und die Wände saugen die Wärme erstmal weg, deshalb erstmal Volllast.

Jedenfalls merkt man es bei tieferen Temperaturen ziemlich deutlich, dass die Panasonic wirklich zum Heizen gemacht ist. Die würde meine Behausung immer noch recht zügig aufheizen. Die Daikin hat im Economy-Modus 4-5 Stunden gebraucht, zieht dabei aber auch nur ~550-580W. Aber selbst wenn sie soll, schafft sie nicht annähernd die Leistung der Panasonic Nordic.

Sobald die Sonne tagsüber weniger scheint und ich nicht mit Solarstrom vorheizen kann, wird wohl wieder der Holzofen herhalten. Die Klimaanlage dann nur zum schnelleren Aufheizen nach Feierabend oder evtl. zum Halten der Temperatur. Mit 2-3kg Holz krieg ichs hier nen Nachmittag + Abend RICHTIG warm, ~25°C kein Problem. Diese Abwechslung hat auch was. Man lernt beides zu schätzen: den Komfort der Klimaanlage (weniger Arbeit) und den Komfort des Holzofens (satte Wärme).

Bei mir läuft die Gasbüchse nur noch zum Frostschutz, Bivalenzpunkt -2° Außentemperatur.
Ergo ist sie gestern von 19 Uhr angelaufen, heute um 12 Uhr Fostschutz beendet, Verbrauch Gas 73kWh. Heute um kurz vor 18 Uhr läuft wieder Frostschutz. Da Frostschutz aber nicht ausreicht, von der Vorlauftemperatur um das Haus auf angenehme 20° zu bekommen, heizt die Klima den Rest.
So spare ich noch 3-5€ am Tag🤪,…

Gasverbrauch Monatsdurchschnitt der letzten 3 Jahre

November 1900kWh

Dezember 2500kWh

Lief Nov/Dez 2023 nicht, hat alles Multisplit erledigt

Stromverbrauch für Multisplit

November 312kWh

Dezember 333kWh

Also mein Tip, Gasbüchse so lange es geht auslassen.

Bei uns ist es auch spürbar kälter geworden (nachts bis -10° runter) und dadurch ist die Raumtemperatur von 22° auf 21° gefallen.
Also habe ich die Klima ein Grad wärmer gestellt und es passt wieder.
Der Stromverbrauch ist dabei nur minimal gestiegen.

Aber ich heize aber auch Tag und Nacht durch.

Dennoch glaube ich die Panasonic Heatcharge kann gerade bei niedrigen Temperaturen ihre Vorteile so richtig ausspielen.
Auch dass es keine spürbaren Abtauprozesse gibt ist extrem angenehm, obwohl ich es ja gar nicht anders kenne :slight_smile:
Andreas hat sich ja nun auch ne Heatcharge zugelegt, wie man in seinem neusten Video sehen kann :slight_smile:

Grüße Jochen

Wir sind in den letzten Jahren auch umgestiegen. Es ist ein wenig kompliziert. Am Anfang noch wurde mit Elektroheizung geheizt. Dann mit Elektroheizung und Holzofen. Dann nur mit Elektro.

Jetzt wurde nun endgültig umgestellt. Wir haben 2 x Fuji Klimasplit Anlagen und eine Multiplit-Klimaanlage mit 3 Innengeräten. Geheizt werden ungefähr 150qm. Es ist eine Dachgeschosswohnung. Ein Teil ist noch ungedämmt. Wir hatten beim Umbau der Wohnung auf 150qm zuerst einen Stromverbrauch von 9500kWh mit 2 Klimasplit und Elektroheizung im Schlafzimmer inkl. Warmwasser mit DLE. Der Verbrauch lag dann bei 7700kWh und dieses Jahr werden es wahrscheinlich 7500kWh werden. 2023 war jedoch ein sehr verbrauchsintensives Jahr beim kühlen. Unsere Grundlast beträgt mit Warmwasser ca. 3600kWh im Jahr ohne kühlen/heizen.
Für Warmwasser steht unten schon eine Brauchwasserwärmepumpe bereit und muss von mir noch angeschlossen werden.

Gleichzeitig mit dem Umbau der Wohnung wird und wurde von mir in einigen Räumen schon eine Fußbodenheizung (Dünnschichtsystem) eingebaut. Im Garten hinter dem Haus steht eine Panasonic Jeisha mit 9KW und wartet.

Was noch passieren soll: in den nächsten Jahren soll eine überdimensionierte PV aufgebaut werden. Desweiteren die Fußbodenheizung für die Grundlast nutzen. Auch nachts. Dafür soll die Temperatur der Räume relativ niedrig gehalten werden. Am Tag dann mit den Klimasplits aufheizen und auch den PV-Strom nutzen. Sollte noch mehr vorhanden sein damit die Fußbodenheizung überheizen. Ggf. werde ich noch einen Heizungspuffer für genau diesen Zweck nachrüsten. Das dann aber später.

Ja, man muss sich immer klar machen, was die Gasheizung verbraucht hätte. Bei uns wären mit Gas bei -3 Grad 10 m³, also etwa 107 kWh. Wenn jetzt die Split-Klimas 20kWh am Tag durchziehen, wäre das also immer noch super. Momentan sind wir noch deutlich drunter. Gestern waren es 12 kWh, heute werden es vermutlich auch so um die 12kWh werden.

@win heute 107kwh Gas und 8,2kwh Strom mit der ersten 3,5kw Perfera. Denke ich muss sie mehr nutzen im EG. Tagesdurschnitt ca. -4 Grad, gerade wieder -8.

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Die kalten Tage und Nächte lassen die Stromkosten deutlich steigen. Meine Anlagen (4x MEL LN Diamond Mono-Split) verbrauchen bei -8°C der letzten Tage 36 kWh/d. Bei 0°C AT waren es ca. 22 kWh/d und bei +8°C AT etwa 10 kWh/d. Temperaturen sind immer der Tagesmittelwert.

Die gute Nachricht: trotz der extremen Temperaturen sind die Klimaanlagen sparsamer als der Gaskessel. Gesparte Gaskosten betragen etwa 13 Euro/d, während die Stromkosten bei 8,60 Euro liegen pro Tag bei Durchschnitts-Außentemperatur von -8°C (Sachsen-Anhalt).

Nachtabsenkung geht nur in den gut isolierten Räumen (40 W/m²), auf gar keinen Fall im Wohnzimmer mit großen Fensterflächen und vielen Außenwänden (ca. 70 W/m²). Die Anlagen laufen im Wohnzimmer 24/7 durch, in der Nacht mit maximaler Lüfterstufe für maximalen Wirkungsgrad.

Die Lüfterlautstärke ist inzwischen auch im Auto-Betrieb hoch, aber gerade noch erträglich. Leider empfindet man deutlich Zugluft, weil ein ständiges Nachheizen der Wände nötig ist.

In Summe: Im schlechter isolierten Wohnzimmer ist das Heizen mit Klimaanlagen nicht komfortabel bei extremen Temperaturen.

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@chaim-chok Für das WZ wäre dann doch eine Kombination von Klima und Holzofen Top. Die Strahlungswärme des Holzofens wärmt die Wände mit und die Klima braucht dann auch weniger. Ebenfalls geht nichts über ein schön prasselndes Holzfeuer bei diesen Temperaturen.

Gruß

Genau so nutzen wir es auch.

Bei sehr niedrigen Außentemperaturen macht der Kaminofen mit der Klimaanlage zusammen warm.

Wenn es nicht sehr kalt ist, macht die Klima alles alleine.

Für uns bisher ein super gute Kombination bei der im Hauptaufenthaltsraum der Komfort nicht leidet :+1:t2:

Gruß Daniel

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Ich habe ja schon in anderen Threads einige Infos beigesteuert, aber nach meinem brandaktuellen Test macht es Sinn, die Erfahrung hier zu teilen, denn der Titel passt perfekt:

Wie wohnen wir?

Wir heizen seit Feb 23 alleinig mit Klimaanlagen, unsere 5 Jahre alte Brennwertgasheizung läuft seit dem nur noch im Warmwasserbetrieb.
Das Haus steht in NRW, die beheizte Fläche bemisst 180 qm. Auf das langjährige Mittel hat sich die Gastherme inkl. WW 16.200 kWh genehmigt - sagen wir mal es waren 14.000 für das Beheizen. Wir sind zu dritt und dank überwiegend Homeoffice ist immer jemand zu Hause, so dass die Heizung von früh bis spät ackern muss.
Wie war's denn mit Klimas bei den eisigen Temperaturen?

Bei den aktuell niedrigen Außentemperaturen kamen die Klimaanlagen gestern total ins Schwitzen.
Die Leistungsaufnahme war schon drastig - am Ende des Tages standen 30 kWh auf der Uhr. Im warmen Dezember waren wir noch Tageswerte um die 10-15 kWh gewohnt.
Zieltemperaturen wurden gestern nur sehr langsam erreicht. Lüfter liefen deutlich lauter als die Tage zuvor.

Ich betreibe die Klimas (7 Innengeräte mit 4 Außengeräten) ähnlich wie vorher die Gasheizung. D.h. morgens früh an, abends aus. Natürlich in einem anderen ein-/aus-Rhythmus, da die wassergeführte Gasheizung (11 Radiatoren plus 1 FBH im Bad) viel träger ist als die Klima.

Macht das überhaupt noch Sinn bei diesen Temperaturen oder soll ich nicht lieber die Gastherme wieder anschmeißen?

Jetzt wollte ich unbedingt mal wissen, was die Gastherme verschlingt, wenn ich sie für 24 Stunden wieder in Betrieb nehme und die Klimas in den Schlaf schicke.

Ich will Euch nicht länger auf die Folter spannen - ich war echt erstaunt über das Ergebnis.

Sind denn die Tage überhaupt vergleichbar?

Ja, sind sie. Erst mal ein Blick auf die Außentemperaturen 8./9./10. Januar im Vergleich.

Fett in rot ist der Temperaturverlauf von gestern Abend 22 bis jetzt - also unter Gasbetrieb.
In grün "Vortag" der Zeitraum 24h davor - mit den 30 kWh Verbrauch per Klimas.
Und lila vor 48h, da war es zwar auch frostig, aber deutlich angenehmer (Verbrauch mit den Klimas waren da 22 kWh).

Und wie warm wurde es denn so Innen?

Ich nehme mal beispielhaft 3 Räume raus und kommentiere die Zahlen der Raumthermostate (Homematic, in 1 m Höhe installiert). Aber aber auch das Empfinden von uns 3 Bewohnern.
Vorwegschicken möchte ich, dass wir die Gasheizung vor 1,5 Jahren per Parameter so kastriert haben, dass sie "nur" noch auf Vorlauf 55 °C bei Norm-AT von -7°C heizt. Hei0t, sie lief bei den aktuellen Außentemperaturen im Bereich 52-56 °C Vorlauf.
Also nochmals zur Einleitung: Temperaturen von gestern = mit Klima. Temperaturen von heute = mit Gas.
Los geht's:

Wohnzimmer

Wir lieben es warm. Da wir uns auch tagsüber zeitweise hier aufhalten, sollte es nicht nur abends kuschelig sein. Mit den Klimas startet der Heiztag in diesem Raum um 8 Uhr morgens und endet gegen 21:30. Mit Gas muss ich natürlich früher loslegen: Um 5 Uhr ist das Ventil des 33er Radiators geöffnet, um 21 Uhr wieder zu.

In rot wieder der Temperaturverlauf von heute mit Gas, grün von gestern mit 35er Klima.
Empfinden im direkten Vergleich: Zugegeben, der Ventilator der Klima hat für ein hörbares Hintergrundgeräusch gesorgt, das ist mit der Gasheizung natürlich anders. Während die Klima gestern von 8 bis 9:30, also 90 Minuten brauchte, um von 16,5 °C auf 19,5 °C zu kommen, war der Raum heute mit Gas bereits um 8 Uhr bei 19,5 °C. Ist ja klar - die Therme befeuerte ja auch seit 5 Uhr den Raum mit heißem Heizungswasser. Danach ist der weitere Heizkurvenverlauf für beide Betriebsarten sehr vergleichbar.
Fazit: 1:0 für Gas - Gas und Klima erwärmten wie gewünscht, Gas macht aber keine Geräusche.
Badezimmer

Ja, auch im Badezimmer werkelt eine Klima (25er für 26 qm). Wenn nicht wie heute eine FBH plus Handtuchheizkörper versucht, Temperatur in den Raum zu kriegen. "Versucht" ist der richtige Ausdruck, denn wie man an dem Diagramm erkennen kann, hat sie sich merklich schwer getan. Um 4:30 öffnen die Ventile für das Heizungswasser, während die Klima erst um 7 Uhr loslegt. Danke der Trägheit schalten die Heizungsventile bereits um 19 Uhr wieder ab, wo die Klima noch bis 20:30 arbeiten muss.

Rot: das warme Heizungswasser müht sich merklich ab. Sie startet mit einem auf 17,3 °C ausgekühlten Bad und ist erst kurz vor Mittag bei 19 °C. Viel höher als 20 °C schafft sie mit dem Vorlauf nicht. Die Klima wiederum schießt von 17,2 °C am Vortag um 7 Uhr auf 20 °C hoch und braucht dafür knappe 90 Minuten. Ist sie am Abend aus, geht die Temperatur aber auch schnell wieder runter.
Da wir im Badezimmer nicht meditieren, stört auch das Lüftergeräusch nicht. Mit dem Aberglauben "eine Klima im Bad ist ja total unangenehm wegen dem Luftzug" können wir nach 1 Jahr Erfahrung übrigens überhaupt nichts anfangen.
Zwischenstand: 1:1. Die Klima möchten wir gerade hier nicht missen.

Flur

Ist denn der Flur überhaupt wichtig? Für uns schon, denn der ist bei uns a) flächenmäßig mit 21 qm sehr groß und b) nach oben zum Obergeschoss sowie zur Küche im EG hin offen. Viele Räume schließen sich her an, Türen gehen auf und zu.
Eine 25er Klima sorgt für eine Grundtemperierung. Für's alternative Heizen mit Gas befinden sich 2 wassergeführte Heizkörper im Flur. Um 5:30 Uhr legen beide los - die Klima üblicherweise 1 Stunde später. Um 19 Uhr drehen die Thermostate den Heizkörpern den Saft ab, während die Klima noch bis 20:30 läuft.

Rot: ähnlich wie bei Bad. Eigentlich möchten wir 18 °C erreichen, die schaffen beide Heizkörper - von 15,5 °C startend - aber auch nach 12 Stunden nicht, sondern bleiben bei 17 °C hängen. Das enttäuscht. Die Klima schafft die 18 °C, aber auch diese braucht dafür lange 5 Stunden.
Ist alles jetzt kein Hals-und-Beinbruch. Aber ich hätte gedacht, dass an dieser Stelle die Gasheizung ganz locker an der Klima vorbeizieht.
1:2. Die Klima auf der Überholspur. Denn der Lüfter stört hier keinesfalls.
Aber was sagt denn jetzt der Gaszähler?
Hat da jemand an der Uhr gedreht?
Hier die Gaszählerstände von gestern Abend 21:30 Uhr und heute 21:30 Uhr untereinander.

15 m³? Wow, damit hätte ich nicht gerechnet. Ok, ich ziehe mal 1 m³ für's Warmwasser ab. Sagen wir 1,5. Bleiben immer noch 13,5 m³ für die Heizung. Oder umgerechnet rund 135 kWh.
Gastag heute 16,70 € versus Stromtag gestern 8,30 €.
1:3 Endstand.
Ok - einen Aspekt nicht bedacht: wenn am Vortag die Gasheizung gelaufen wäre, hätten sich die Räume bis heute früh nicht so stark ausgekühlt wie mit der Klima. Richtig oder falsch? Um das herauszufinden, ziehe ich morgen Abend nochmal Temperaturdiagramme.

So, der Gasheizung habe ich bis auf weiteres die Lizenz zum Heizen entzogen. Die Zeitpläne in den Klimas sind wieder aktiviert.
Ab morgen wird' wieder etwas lauter, aber in Summe nicht unangenehmer.
Und günstiger.

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Sehr schön geschrieben :call_me_hand::+1:

Zwar nicht so ausführlich, dennoch kam ich zu einem ähnlichen Ergebnis. Ich kann 40kWh Strom verbraten bevor es mit der Gasbüchse günstiger wäre...

Mit dieser Gewissheit bekomme ich auch kein Herzrasen mehr bei 1200W Dauerbefeuerung

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Danke für deinen ausführlichen Bericht. Wir haben das 2023 mal bei -9 Grad gemacht. Da sah es fast so aus, wie bei dir. Ich war erstaunt. Gas heizt so völlig unauffällig und man bemerkt gar nicht, was da jeden Tag an Gas verfeuert wird. Oder beim Gaszähler ist man es einfach gewohnt, dass der so durchrauscht, bei Strom hingegen finde ich es immer noch irgendwie schmerzlich, wenn da an einem Tag mal 20kWh für die Klima durchläuft. Trotzdem bleibt das alles noch viel billiger.

Günstig auch: Wenn es richtig kalt ist, ist die Luft in der Regel auch trocken. Also nur noch wenige Abtauzyklen, was Energie spart und man hat keine/wenig Heizpausen.

was zahlt ihr je kwh gas und je kwh strom?

bei einem cop von 4 und einem gaspreis von 9ct bzw 30ct strom(aktuelle preise)

wären das bei ca 50kwh wämebedarf ca 55kwh bei gas(inkls verluste) und 12,5kwh für strom

gaskosten - 4,95eur

stromkosten - 3,75eur

zumindest laut meiner milchmädchenrechnung, sparst du maximal 25%

man kann natürlich alles schönrechnen wenn man den gaspreis auf 18ct hochjagt oder andesrum gaspreis bei 7ct und strompreis bei 40ct

alles relativ nichts aussagend

Dreisatz ist Dir bekannt? Dann brauchst Du nur die angegebenen Euro durch die ebenfalls angegebenen kWh zu dividieren. Und schon hast Du einen Preis pro kWh.

Danach sag mir bitte mal, was da schön gerechnet ist. Bin mal gespannt auf Deine Antwort.

Wenn wir uns darauf einigen könnten, dass 15m³ Gas hier in NRW ungefähr 170 kWh entsprechen und von den Brutto 170 kWh ungefähr 150 kWh an Heizwärme im Haus landen, dann reden wir bei einem Gaspreis von 7 ct/kWh von 11,90€ Kosten fürs Heizen.
11,90 € bei einem Strompreis von 40 ct/kWh entsprächen 29,75 kWh Strom fürs gleiche Geld.

Nehme ich Deine Beispielzahlen von 9 ct/kWh für Gas und 30 ct/kWh für Strom, lande ich bei Gaskosten von 15,30 €. Dafür bekomme ich bei Deinen Zahlen 51 kWh Strom.

Du siehst also, selbst bei ganz billigem Gas und durch die Strompreisbremse gedeckeltem Strompreis geht die Rechnung schon fast auf.

Ich picke jetzt mal nur diesen Satz raus, will nicht alles komplett zitieren, der Übersichtlichkeit halber.

So Ist das letztlich hier auch.

Die Gasbüchse, würde sie auf Vollast laufen bei den derzeiten Temperaturen -8° bis 0° 160kWh verschlingen.

Ich habe jetzt die Klimaanlage noch nicht 24h laufen lassen, aber aus den bisherigen Verbrauchswerten eine Hochrechnung gemacht und schätze den Verbrauch auf 30kWh, immer noch deutlich günstiger als Gasheizung… 16€ zu 9€

Leider ist es nicht ganz möglich die Gasbüchse derzeit ganz auszulassen, bei -2° geht sie in Frostschutz, das ist aber nicht Vollast, Klima läuft parallel, spart zumindest noch 3-5€, je nachdem, wie lange der Frostschutz gegeben ist…

Ich suche noch nach einer Lösung, die Gasbüchse ganz abzumelden…

Gaspreis 10Cent/kWh

Strompreis 28,71/kWh..