Im Schlaf braucht doch niemand 21 Grad im Wohnzimmer. Das kostet aber eine Menge. Je höher die Temperatur innen, um so größer der Wärmefluss nach draußen. Man heizt also vermehrt die Umwelt.
Mit dem Nachheizen und dem Einsparpotenzial hatte ich das hier mal wieder getestet:
https://www.akkudoktor.net/forum/heizungssysteme/sammelthread-erfahrungen-zum-heizen-mit-klima-splitanlagen/paged/57/#post-171542
0,8 kWh zu 3,0 kWh, wir haben als Faktor 3,75 eingespart!
Und was das Aufheizen angeht: Das ging ganz gemütlich mit niedriger Aufnahmeleistung innerhalb von 3 Stunden. Aber bereits nach 15 Minuten war die Temperatur für unser Empfinden völlig hinreichend.
Wohlgemerkt: Die Anlage lief auch beim Aufheizen fast nur an der untersten Modulationsgrenze und das bei 5 Grad Außentemperatur.
Würden wir durchheizen - das haben zahlreiche Experimente gezeigt - würde unser Verbrauch mindestens um Faktor 3 ansteigen! Das ist es mir nicht wert.
Außer wenn es draußen sehr kalt wird, dann lassen wir die Bude nicht mehr so stark auskühlen. Dann wird es wirklich schwierig mit dem Aufheizen und der langen Phase von unschöner Kälte im Haus. Letztes Jahr bei -10 Grad ist eine Anlage dann durchgelaufen.
Das wäre dann wieder das Thema Effizienz vs. Komfort. Da gebe ich dir völlig recht, je mehr man in Richtung Effizienz geht, um so unkomfortabler wird es. Da muss dann jeder wieder seine Balance zwischen den beiden Polen finden.
In der Hinsicht sind deine und meine Bedürfnisse glaube ich sehr verschieden, weshalb wir einen ganz anderen Punkt zwischen den Polen wählen. Das finde ich bereichernd, weil wir so mehr Vielfalt in die Diskussion bringen.
Da hast du aber kaum Einsparpotenzial damit. Die Verluste nach draußen sind einfach sehr klein. Und die Temperatur fällt innen auch nur wenig, wenn man eine Nacht nicht heizt. Damit spart man dann kaum was. Denn die Höhe der Verluste hängt direkt an der Temperaturdifferenz Innen zu außen. Wenn es innen kaum fällt, bleiben die Verluste nahezu gleich.