ich bekomme übernächste Woche auch endlich meine Klimaanlagen installiert. Wir haben dann in unserer Wohnung in jedem Raum, außer dem Bad und dem Flur ein Innengerät. Eingebaut werden zwei Duo-Split Klimageräte von Daikin mit Perfera Innengeräten. Wohn- und Esszimmer hängen mit je einem 2,5 KW an einem Außengerät und Kinderzimmer und Schlafzimmer hängen mit je einem 2,0 KW an einem weiteren Außengerät.
Ich habe schon einiges hier im Forum gelesen, muss aber sagen das ich eher immer verunsicherter bin wie ich denn die Geräte einschalten oder laufen lassen soll.
Zum Haus: Baujahr 1968, 30er Hochlochziegel Mauerwerk schätze U-Wert ca. 1,4 W/(m²K), ungedämmt. Fenster 2-fach verglast von 1986. Wir hatten schon mit Schimmel Probleme, deshalb kann ich es denke ich nicht runterkühlen lassen, auch wenn wir den Tag über arbeiten sind.
Nun habe ich gelesen dass einige die Klima nur bei Bedarf einschalten. Ist das tatsächlich so? Habt ihr dann keine Probleme mit Schimmel etc.? Oder macht ihr das nur bei Außentemperaturen von über 16 Grad?
Wie lasst ihr es bei den jetzigen Temperaturen von +- 5 Grad laufen? Lasst ihr die Klimageräte durchlaufen, senkt ihr sie auf 16 grad oder schaltet ihr sie komplett aus?
Durchlaufen lassen, macht den höchsten Komfort und hat den besten Schimmelschutz. Allerdings: Wer kann sich das leisten? Und will man wirklich so unökologisch agieren?
Gerade bei deinem Haus mit schlechten energetischen Werten wird der Verbrauch stark ansteigen, wenn du durchheizt.
Das Thema Schimmel kannst du deutlich energiesparender in den Griff bekommen. Man muss sich das alles genauer anschauen, was die Ursache für Schimmel ist. Gibt es z.B. Wärmebrücken? Sind Fenster undicht, so dass es im Bereich der Fenster stark auskühlt? Stehen Schränke zu dicht an Außenwänden? Dringt irgendwo Feuchtigkeit in die Wand? Ist die Außenfassade hinreichend gut vor Schlagregen geschützt oder dringt hier Wasser ins Mauerwerk?
Und dann ganz wichtig: In jedem Raum die Luftfeuchte überwachen.
Was oft vergessen wird: Regelmäßiges Lüften. Ohne lüften kommt die Feuchtigkeit nicht aus den Räumen.
Räume, die nicht geheizt und genutzt werden: Türen zu, damit die feuchte Luft aus anderen Räumen dort nicht reinzieht.
Was auch wirksam funktioniert: Entfeuchten statt heizen. Also Luftentfeuchter besorgen und an einem sinnvollen Ort im Haus laufen lassen, sobald die Luftfeuchte zu hoch geht. Besser täglich mal eine Stunde laufen lassen, als an einem Stück länger durchlaufen lassen. Das macht ihn effizienter.
Und dann viel beobachten, um den besten Weg zu finden, der aus einem Kompromiss zwischen Schimmelschutz, Komfort und Verbrauch ist.
Wir leben hier auch im Altbau, Werte nicht viel besser. Bei uns klappt es sehr gut mit bedarfsweisem Heizen. Die Anlage läuft nur, wenn wir den Raum nutzen.
Ja den Schimmel hatten wir zuletzt gut im Griff, zum einen haben wir die zwei kühlen Räume die das hauptsächlich betroffen hatte geschlossen und auch hier eine spezielle Schimmelschutzfarbe aufgebracht. Hier haben wir bisher Ruhe, allerdings heizen wir sie auch leicht und werden
Die Fenster und die Fensterbänke kann ich sagen sind eine energetische Katastrophe. Allerdings können wir dies so schnell und unmittelbar nicht beseitigen, da gerade die Fensterbänke nur mit hohen Aufwand zu ersetzen und thermisch zu trennen sind.
Wäre es denkbar täglich im Winter die Klimageräte alle eine Stunde auf entfeuchten laufen zu lassen? Ich weiß dass das auch etwas kühlt, aber das dürfte bei der Dauer ja auch nicht so viel ausmachen oder?
du kannst dir einen Zeitplan bauen der die Anlagen vom Heizbetrieb in den Entfeuchter schickt. Zu bedenken ist das alle Geräte die am selben AG hängen auch im selben Betriebsmodus laufen müssen.
zu deiner anderen frage: wir heizen durch aus Komfortgründen. Die Werte schwanken stark. Gestern waren es 2 Grad draußen, schon waren es 26,6 KW für 140qm
das ist schwierig auszutesten mit den Richtigen Einstellungen. Ich hatte die Bedarfssteuerung auf 50% gedrosselt und den eco Modus ausgeschaltet aber dann hatten wir schon wieder andere Temperaturen oder starken Wind mit Regen. Also kein wirklich aussagekräftiges Ergebnis.
im Oktober waren es 288kw und November ist bis jetzt bei 415kw
das muss aber auch richtig gemacht werden. Also 10 Minuten alle Fenster weit auf, nach dem schließen soll die Heizung die kalte Luft wieder erwärmen und diese setzt du dann nach ein paar Stunden wieder vor die Tür.
Hallo Quinn, kannst du das noch etwas genauer ausführen? Also was für dich die Gründe sind, bzw. wie hoch war bei dir der Aufwand für die LWWP? Ich stehe nämlich vor der Frage, ob ich in meinem gut gedämmten Nebau komplett auf Fußbodenheizung + LWWP verzichten soll. Der Aufwand an Geld und Nerven, den ich mir sparen würde, wäre durchaus fett. Einen Holzofen für extrem kalte Tage wird es auch noch geben. Derzeit teste ich die Split Klima-Lösung schon aber natürlich noch nicht im Neubau, der ist noch nicht fertig und die Entscheidung, welche Heizung es wird, fällt im Frühjahr nach meinem Test in meiner aktuellen 22m²-Behausung.
Auch ein interessanter Bericht und ich kann das gut nachvollziehen. Es geht ja auch trotzdem um geld um herauszufinden ob es was für einen ist damit zu heizen. Aber man hat bei den klimas ja immerhin den trost das man damit kühlen kann wenn das heizen als alleinlösung nichts für einen ist.
Mal eine frage als bald Besitzer einer klima. Wie trackt ihr so genau die verbräuche der geräte? Alles mit der app der geräte? Loggen die da auch die historie oder müsste man da stündlich rein schauen und sich das notieren?
Die Anlagen selbst sind oft stark ungenau, bis zu 40 % daneben. Insofern besser mit externen Lösungen loggen, z.B. Shelly oder was Ähnliches. Im einfachsten Fall Energiekostenmessgerät in der Schukosteckdose und ab und zu aufschreiben. Oder kleiner Hutschienenzähler im Verteiler.
Danke für deine Ausführungen! Ich sehe das Ganze im Grunde wie du aber es hilft mir sehr, wenn das andere auch so sehen. Und ich habe noch den Vorteil, dass die Bude insgesamt nicht riesig wird, relativ offen gebaut ist und ich insgesamt mit 2 Split Klimaanlagen hinkommen werde (davon evtl. 1 Multisplit im OG). Insgesamt 90m² auf zwei Stockwerke verteilt, die Stockwerke aber getrennt (Zwischendämmung). Ich werde erst einmal nur das untere Stockwerk bezugsfertig machen, weil ich so viel Wohnfläche alleine nicht brauche. Das Bad wird klein und ein Heizlüfter tuts da definitiv. Außerdem überlege ich mir noch, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einzubauen, die die Luft im Bad absaugt und somit hätte ich auch eine gewisse Zirkulation zum Bad hin, so dass es dort nie kalt werden würde. Bei meinem Grundriss könnte das super easy funktionieren, so dass sich eine schöne Zirkulation durch die Lüftungsanlage ergibt, die dann das Bad noch ausreichend mit erwärmt. Aber das schaue ich mir alles im Winter genauer an. Warmwasser brauche ich extrem wenig und ein Boiler wird mir reichen. Wenn irgendwann das Obergeschoss ausgebaut werden sollte, kann ich noch auf Brauchwasser-WP umrüsten aber diese riesigen teuren Geräte sind für einen 1- oder 2-Personenhaushalt völlig überdimensioniert. Habe noch keine mit unter 80 Litern gefunden.
Das mit den Split Klimaanlagen ist auch deshalb toll für mich, weil ich es HASSE zu planen. Und ich mag Technik dann am meisten, wenn sie extrem simpel ist.
So gut wie mir das mit der günstigen Daikin (ATXD35A ARXD35A) aus Italien bisher gefällt, kann ich mir mittlerweile gut vorstellen, dass tatsächlich eine LLWP meine Wohnung beheizen wird. Dort, wo ich aktuell hause, steht ein Holzofen. Er war diese Heizsaison noch nicht an.
Ich habe mir gerade 4 von den Shelly Plus PM Mini bestellt. Ich brauche an den Klimaanlagen nichts zum Steuern, Energieverbrauch reicht. Dafür sollten die ausreichen.
@redneck-technology Das sind aber nur Leistungsmesser, also damit lässt sich die Klima dann nicht stromlos schalten, weil kein Relais drin ist. Solange man einen extra abgesicherten Strang verwendet, ist es i.O., greift man im bestehendem Stromkreis ab, kann ich die Klima nicht allein trennen.
Ich messe meine 12000er Hantechs mir je einem Zähler von Ali für 10€. Als Hybrid behalte ich die gut funktionsfähige Niedertemp-Ölheizung. (Im Frühling kommen 6kWp PV auf's Dach und eine WW-WP in den Keller). Nun will ich die Einlieger-Wohnung vermieten und suche nach einem Modell für gerechte Kostenverteilung. Idee: bis Tageshöchst-Außentemperatur von unter 6 Grad läuft die Ölheizung mit flächenanteiliger Verrechnung, darüber heizt jeder eigenverantwortlich mit seiner Klima im Wohnzimmer (Schlafräume + Küche offene Türen, Bad Heizlüfter). Die Klimas schaffen das. Wärmebedarf ganzes Haus insgesamt 4 kW bei 0 Grad (Normheizlast 7 kW). Damit Nutzung des guten COP und Verkürzung Öler-Laufzeit. Hat jemand über sowas schon nachgedacht?